Archiv für den Tag: Juni 7, 2021

Seelilien-Fossilien aus Lindlar

Fossilien sind die ältesten Abbildungen Pflanzen und Tieren. Anhand von Fossilien können wir das Aussehen dieser Pflanzen und Tiere rekonstruieren. Dies erfolgt mittels Zeichnungen. Sarah Simblet schreibt in ihrem Buch „Botanik für Künstler . Pflanzen zeichnen und malen“ (Ausgabe 2021, S. 10):

„Die ältesten Bilder von Pflanzen stammen nicht von Menschenhand. Sie sind Fossilien: Blätter und andere Pflanzenteile haben ihre Abdrücke hinterlassen, als sie über Millionen Jahre zwischen Sedimentgesteinen zusammengepreßt wurden.“

In den Lindlarer Steinbrüchen findet man sehr häufig Abdrücke von Seelilien (Crinoidea, 1821 von Johann Samuel Miller, der auch Abhandlungen und Bücher über Seelilien schrieb, z.B. „A natural history of the Crinoidea„, 1821. Auf der Bildtafel zwischen den Seiten 38 und 39 sieht man z.B. einen ähnlichen Abdruck. Auf Seite 38 wird das Buch „Betrachtung versteinerter Seesterne und ihrer Teile“ von Christian Friedrich Schulze erwähnt, welches 1760 veröffentlicht wurde, ist bei Google-Books zu finden). Oft sind es Stiel, die mit ihren typischen Kreisen abgebildet wurden. Dies sind die Stielglieder. Seelilien sind keine Pflanzen, sondern eine Lebensform die den Seeigeln und Seesternen (diese Tiere gehören alle zum Stamm der Stachelhäuter) ähnlich ist, allerdings sind die Seelilien aufgrund ihrer Wurzeln an einen Standort gebunden (nach dieser Quelle können sie auch den Standort wechseln). Hier http://www.fossilcrinoids.com/devonian.html findet man die Lindlarer Seelilien unter „Eifel“ bei (2) Bergisches Land zusammen mit der Bergisch Gladbacher-Paffrather-Mulde und dem Schlade-Tal (ebenfalls Bergisch Gladbach).

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Skizzen: Was das Auge sieht zeichnen!

Im Onlinekurs „Zeichnen was das Auge sieht“ mit der Urban Sketcherin Barbara Gruenenfelder lernte ich bzw. ich übe mich noch daran, wie man so zeichnet, dass man so zeichnen kann, dass man das aufs Papier bringt was man sieht. Ich fand es schon immer für mich ein Problem genau die Konturen von dem Objekt zu erfassen das ich zeichnen will und aufs Papier zu übertragen. Wie war der Winkel? Wie diese Kurve? In dem Moment wo man den Blick vom Objekt aufs Papier wendet ist bei mir schon vieles vom Gesehenen „vergessen“. Also ein erneuter Blick zum Objekt. Hin- und her zwischen Objekt und Bild.

Blindes Konturenzeichnen

Man schaut zum Objekt und nicht aufs Papier. Setzt dann den Stift aufs Papier und beginnt mit dem Skizzieren. Immer dem Blick aufs Objekt. So bekommt man jeden Zacken der Pflanze mit. Die Proportionen stimmen nicht und insgesamt sieht das alles recht merkwürdig aus. Wenn man dies Übung abändert und nicht mehr zu 100% aufs Objekt schaut, sondern 80% und die restlichen 20 % aufs Papier, um zu sehen, wie die Zeichnung gelingt, dann wird das Result langsam besser.

Diese Methode beschreibt ausführlich die Kunstlehrerin Betty Edwards in ihrem Buch „Garantiert zeichnen lernen“. Sie schreibt: „Passen Sie die Bewegungen Ihres Stiftes genau Ihren Augenbewegungen an. Die Augen oder der Zeichenstift können versuchen, Ihnen „davonzulaufen“, doch lassen Sie das nicht zu. Zeichnen Sie jedes Detail einer Kontur genau in dem Moment, in dem Sie es wahrnehmen.“ (Edwards, B. „Das neue garantiert Zeichnen lernen“, 23. Aufl, 2005, S. 122)

Wie die Zeichnung später „soll nicht unsere Sorge sein. Uns geht es um die Aufzeichnung Ihrer Wahrnehmung.“ (Edwards, B. „Das neue garantiert Zeichnen lernen“, 23. Aufl, 2005, S. 122)

Die blind gezeichnete Kontur habe ich später mit Buntstiften aufgehübscht.

Dem Schatten folgen

Hier projiziert man ein Objekt aufs Papier und zeichnet vom Schatten die Konturen ab. Laut Gruenfelder soll man mit dieser Übung besser in den See-Modus kommen.