{"id":13376,"date":"2021-03-26T15:02:11","date_gmt":"2021-03-26T15:02:11","guid":{"rendered":"http:\/\/guentersahler.de\/?p=13376"},"modified":"2025-09-12T21:08:13","modified_gmt":"2025-09-12T21:08:13","slug":"suenger-hoehle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guentersahler.de\/?p=13376","title":{"rendered":"S\u00fcnger Berge Nature Journaling: Die Landschaft, Teil 7: S\u00fcnger H\u00f6hle"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"525\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/suengerberge045.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13342\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/suengerberge045.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/suengerberge045-300x225.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/suengerberge045-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Sommer 2002 waren H\u00f6hlenforscher um <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stefan_Voigt_(H%C3%B6hlenforscher)\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stefan_Voigt_(H%C3%B6hlenforscher)\" target=\"_blank\">Stefan Voigt<\/a> vom <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/akkh.de\" target=\"_blank\">Arbeitskreis Kluterth\u00f6hle<\/a> aus Ennepetal in S\u00fcng. <\/p>\n\n\n\n<p>Die &#8222;Bergische Landeszeitung&#8220; sprach mit Stefan Voigt und berichtete:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eKapellens\u00fcng, L\u00f6hs\u00fcng, Bonners\u00fcng &#8211; alleine die Ortsnamen weisen schon darauf hin, dass hier seit alten Zeiten das Wasser im Boden versinkt\u201c, erkl\u00e4rt der H\u00f6hlenforscher Stefan Voigt aus Ennepetal. Er erl\u00e4utert an einer Bachschwinde auf einer nicht mehr landwirtschaftlich genutzten Ausgleichsfl\u00e4che bei Bonners\u00fcng die interessanten Details der unterirdischen Beschaffenheit der Gegend um Hartegasse.&#8220; (Quelle: <a href=\"https:\/\/www.rundschau-online.de\/erst-30-meter-des-hoehlensystems-erforscht-11437686\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.rundschau-online.de\/erst-30-meter-des-hoehlensystems-erforscht-11437686<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>M\u00f6glicherweise kannte Voigt diese Aussage von 1958: &#8222;Unter Ber\u00fccksichtigung dieser naturgegebenen und die genannten Ortschaften genau kennzeichnenden Umweltverh\u00e4ltnisse gehen wir wohl kaum in der Annahme fehl, wenn wir den im Hochdeutschen und in der Umgangssprache gleichlautenden Namen S\u00fcng (1413 Sune , 1487 Suyne , 1625 Seun und 1834 S\u00fcnge) von \u201e Senke \u201c \u2014 s\u00e4chsisch \u201e S\u00e4nk \u201c ( vgl . Hei s\u00fcppt as en S\u00e4nk \u201c ) \u2013 ableiten , so da\u00df wir in Kapellens\u00fcng die Kapellensenke , in L\u00f6hs\u00fcng die L\u00f6hsenke und in Bonners\u00fcng die Bonnersenke vor uns h\u00e4tten.&#8220; (Zeitschrift Bergischer Geschichtsverein, vgl. auch <a href=\"https:\/\/guentersahler.de\/?p=13369\">hier<\/a>). Die S\u00fcnger B\u00e4che verschwinden in drei Senken. Das Wasser taucht erst am S\u00fclz Bach wieder auf, flie\u00dft also unter S\u00fcng und Hartegasse unter der Erde. <br><\/p>\n\n\n\n<p>Weiter im Zeitungsbereicht von 2003: <br><br>&#8222;Vor gut einem Jahr, im Sommer 2002, hatten die H\u00f6hlenforscher von der Interessengemeinschaft Kluterth\u00f6hle aus Ennepetal entdeckt, dass die Bachschwinde bei Hartegasse die Eintrittspforte zur gr\u00f6\u00dften und l\u00e4ngsten bekannten H\u00f6hle auf Lindlarer Gemeindegebiet ist.<br>Denn der Bach, der auf der Wiese in einem sehr tiefen, felsigen Loch im Boden verschwindet, flie\u00dft unterirdisch weiter, hat sich im Laufe von Jahrzehnten und Jahrhunderten seinen Weg unter Kapellens\u00fcng, seiner Kirche St. Agatha und unter Hartegasse gesucht und tritt etwa einen Kilometer weiter wieder ans Tageslicht, kurz bevor der Bach in die Lindlarer S\u00fclz m\u00fcndet. \u201eWenn es stark geregnet hat, schie\u00dft das Wasser hier richtig aus den Boden\u201c, sagte Voigt. Welche Kraft das stark kohlens\u00e4urehaltige Wasser hat, dass sich seinen Weg \u201egrub\u201c, zeigt Voigt anhand der Reste eines zerfressenen, ehemals dicken Kalksteins, den er am Austrittsort des Baches fand.<br>Die H\u00f6hlenforscher vom \u201eArbeitskreis Kluterth\u00f6hle\u201c aus Ennepetal haben bisher im Auftrag der Gemeinde die ersten 30 Meter der H\u00f6hle an der Bachschwinde erforschen k\u00f6nnen. Ausgestattet mit robusten Overalls, mit Lampen, die am Helm befestigt werden, krochen sie m\u00fchsam in die enge H\u00f6hle und arbeiteten sich langsam in der feuchten Dunkelheit, in der der Bach durch den Kalkstein flie\u00dft, vor. Nach den ersten 30 Metern gebe es in dem so genannten <a href=\"https:\/\/de.m.wikipedia.org\/wiki\/Ponor\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ponor<\/a> eine Verengung, die es Menschen mit normalem schlanken K\u00f6rperbau vorerst unm\u00f6glich mache, auf dem Bauch liegend weiterzukriechen, so Voigt. \u201eDoch hinter der Verengung weitet sich die H\u00f6hle wieder\u201c, ist sich der Forscher sicher. Platzangst darf man bei solchen Aktionen nat\u00fcrlich nicht haben.<br>Nun warten die H\u00f6hlenforscher geduldig, bis die Kraft des Wassers den Zugang zum n\u00e4chsten Teilabschnitt der H\u00f6hle freigibt. Die H\u00f6hlenforscher haben zur Absicherung der H\u00f6hle einen acht Meter tiefen Sickerschacht aus Betonr\u00f6hren gebaut, den man erst einmal hinabsteigen muss, bevor man in die enge H\u00f6hle hineinkriechen kann.<br>Urspr\u00fcnglich war die Bachschwinde bei Bonners\u00fcng an einer anderen Stelle. Doch w\u00e4hrend der Flurbereinigung habe man vor Jahren das tiefe Loch einfach mit gro\u00dfen Felsbrocken zugesch\u00fcttet, erkl\u00e4rte Voigt.<br>Aber Zusch\u00fctten hilft nichts, das Wasser suchte sich einfach einen neuen Weg, sagte Voigt. Nachdr\u00fccklich warnte der erfahrene H\u00f6hlenforscher Voigt, der seit 1979 in unbekannte H\u00f6hlen hinabsteigt, vor der Erkundung der H\u00f6hle auf eigene Faust. Denn die H\u00f6hle bei Hartegasse ist nicht gesichert, das Ger\u00f6ll kann sich jederzeit verschieben.&#8220; (Quelle: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.rundschau-online.de\/erst-30-meter-des-hoehlensystems-erforscht-11437686\" target=\"_blank\">https:\/\/www.rundschau-online.de\/erst-30-meter-des-hoehlensystems-erforscht-11437686<\/a>)<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dieser <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/akkh.de\/wp-content\/gallery\/heimische-arbeitsgebiete\/heimische-arbeitsgebiete-full.jpg\" target=\"_blank\">Seite<\/a> werden die vom Arbeitskreis Kluterth\u00f6hle betreuten H\u00f6hlen angezeigt (bitte dort auf Lupe klicken um das Bild zu vergr\u00f6\u00dfern). Die S\u00fcnger\/Hartegasser-H\u00f6hle hat die Nummer 4910016.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Texte zum Thema:<\/p>\n\n\n\n<p>HEIKAUS, Walter: H\u00f6hlen, Dolinen und Schwinden im Bergischen Land, in: Berg. Kal. 16 (1952), S. 23 \u2013 27, 4 Abb. [Orte: Kapellens\u00fcng, Zwergenloch bei der Ruine Neuenberg]<\/p>\n\n\n\n<p>WEGERHOFF, Cornelia: Und pl\u00f6tzlich gibt die Erde nach \u2013 Sinkl\u00f6cker sind ein hei\u00dfes Thema im Raum Hartegasse \u2013 B\u00fcrger und Beh\u00f6rden suchen nach L\u00f6sungen, in: Bergische Landeszeitung (16.08.1986) [Thema: Sinkl\u00f6cher, Dolinen]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Sommer 2002 waren H\u00f6hlenforscher um Stefan Voigt vom Arbeitskreis Kluterth\u00f6hle aus Ennepetal in S\u00fcng. 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