{"id":13547,"date":"2021-04-13T12:43:48","date_gmt":"2021-04-13T12:43:48","guid":{"rendered":"http:\/\/guentersahler.de\/?p=13547"},"modified":"2025-09-12T21:06:58","modified_gmt":"2025-09-12T21:06:58","slug":"zur-entstehung-der-suenger-berge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guentersahler.de\/?p=13547","title":{"rendered":"S\u00fcnger Berge Nature Journaling: Die Landschaft, Teil 6: Entstehung der S\u00fcnger Berge"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Einleitung<\/h4>\n\n\n\n<p>Wir sehen die Erde als eine feste Oberfl\u00e4che. In Wirklichkeit besteht sie aber aus gro\u00dfen Platten aus Stein, die nicht fest sind, sondern diese gro\u00dfen Landmassen verschieben sich gegeneinander. Alfred Wegener ging davon aus, dass wenn man die Landmassen die Nord- und S\u00fcdamerika bilden, wie bei einem Puzzle an die Landmassen von Europa und Afrika schieb, genau zusammenpassen w\u00fcrden. Dar\u00fcber hinaus bemerkte Wegner \u00c4hnlichkeiten bei den Fossilfunden, obwohl die Landmassen nun weit auseinander lagen und ein Meer sie trennte, m\u00fcssen sie einmal eine durchgehende Landmasse gewesen sein. (Cleeg, B.: B\u00fccher, die die Welt ver\u00e4nderten, S. 188\/198) Wegners Idee war auch, dass, wenn sich die Landmassen immer wieder ver\u00e4ndern, sie immer wieder neue Konstellationen einnehmen. Durch den \u201eContinental Drift\u201c h\u00e4tte es beispielsweise am Ende des Zeitalters Paleozoic den gro\u00dfen Kontinent Pangea gegeben, der sp\u00e4ter auseinander gebrochen sei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alfred Wegners Plattentektonik \u201eDie Entstehung der Kontinente und Ozeane\u201c (1915)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Meteorologe hatte Alfred Wegener nach Beweisen gesucht, \u201ewo in der Vergangenheit Eiszeiten, also Zeitr\u00e4ume, in denen wesentliche Bereiche der kontinentalen Kruste von Gletschern oder Eisschilden bedeckt waren, existierten\u201c. Die letzten Eiszeiten hatten Teile Nordamerikas, &nbsp;gro\u00dfe Gebiete Europas und Russlands betroffen. Wegener wusste aber aus der Literatur, dass gro\u00dfe Fl\u00e4chen mit Gletschersedimenten (Sedimenten oder Tr\u00fcmmer, die von Eisschilden transportiert wurden) bedeckt sind. Er erkannte, dass diese Gebiete nicht unbedingt in Regionen liegen, die von den letzten Eiszeiten betroffen waren. Sie stammten aus dem Pal\u00e4ozoikum und waren damit ein paar hundert Millionen Jahre alt. Er verzeichnete diese Lagerst\u00e4tten in einer Karte und zeichnete auch die Gletscherstreifen ein, also die Kratzer in der Gesteinsoberfl\u00e4che, die bei der Bewegung eines Gletschers \u00fcber das Gestein entsteht. Mit diesen Daten stellte er fest, dass die pal\u00e4ozoische Eiszeit auch Teile S\u00fcdamerikas, S\u00fcdafrikas, Teile von Australien und Indien sowie Teile der Antarktis betroffen hatte. Nur in den Gebieten der Antarktis w\u00e4re aber eine Vergletscherung m\u00f6glich gewesen. Des Weiteren erkannte er anhand der Gletscherstreifen, dass die Gletscher aus den Meeren gekommen waren. Was allerdings unm\u00f6glich war: \u201edenn man kann keinen Gletscher aus dem Ozean wachsen lassen und sich dann auf das Land ausbreiten.&nbsp; Gletscher bilden sich an Land und breiten sich in Richtung Meer aus.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Er baute diese Erkenntnisse mit in sein Konzept des Kontinents Pangea ein. Seine Annahme war, dass die vergletscherten Gebiete S\u00fcdamerikas, S\u00fcdafrikas, Australien und Indiens mit der Antarktis verbunden waren und sp\u00e4ter von dieser abbrachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alfred Wegener betrachtete nun die Erkenntnisse \u00fcber die Klimazonen auf der Erde und \u00fcbertrug dieses Wissen auf den Kontinent Pangea. Allgemein gilt, dass \u201e\u00c4quatorialg\u00fcrtel tendenziell tropisch sind, [mit] Regenw\u00e4ldern und viel Regen, viel Vegetation, sehr warme Ozeane.&nbsp; Dass&nbsp; es auf beiden Seiten der \u00c4quatorialg\u00fcrtel in subtropischen Regionen zu W\u00fcsten neigt.&nbsp; Und dann weiter n\u00f6rdlich und s\u00fcdlich, betreten Sie gem\u00e4\u00dfigte Regionen.\u201c&nbsp;So konnte Wegener feststellen, dass die genannten Teile S\u00fcdamerikas, S\u00fcdafrikas, Australien und Indiens wie die Antarktis vergletschert waren, wohingegen auf der Nordhalbkugel, n\u00f6rdlich des \u00c4quators, n\u00f6rdlich der Tropen, W\u00fcsten waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Onlinekurs \u201ePlanet Earth \u2026 and You!\u201c<br>University of Illinois at Urbana-Champaign \/ coursera.org<br>Dr. Stephen Marshak und Dr. Eileen Herrstrom<\/p>\n\n\n\n<p>Alfred Wegeners Theorie wurde 1915 unter dem Titel \u201eDie Entstehung der Kontinente und Ozeane\u201c ver\u00f6ffentlicht. Es dauerte noch Jahrzehnte bis seine Theorie allgemein anerkannt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor Millionen von Jahren gab es also auf der Erde nicht die heutigen Kontinente. Durch den Kontinentaldrift bildeten sich immer wieder neue Landmassen, denen die heutige Wissenschaft Namen gibt, so wie wir es gerade beim Kontinent Pangea beschrieben, der sich durch Zusammenschlu\u00df des Old-Red-Kontinents und Gondwana bildete. Um dies zu verdeutlichen m\u00fcssen die Phasen der geologischenZeitskala der Erdgeschichte beachtet werden (vgl. https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geologische_Zeitskala).<\/p>\n\n\n\n<p>Da in der Wissenschaft nachtr\u00e4glich f\u00fcr diese ehemaligen Kontinente verschiedene Namen gegeben wurden, so wird mal von Laurussia, ein anderes von von Euramerika oder vom Old-Red-Kontinent gesprochen, und teilweise auch mit heutigen Namen von Kontinenten vermischt, so wird Gondwana auch mal f\u00fcr den Laien als Afrika bezeichnet, ist diese Sprache der Erdgeschichtler zun\u00e4chst verwirrend. Klar ist mir geworden, dass ein Ort oder eine Region, beispielsweise das Bergische Land, in der der Erdurzeit in einer ganz anderen Form auf einem anderen Kontinent gewesen ist und m\u00f6glicherweise ganz andere Regionen als Nachbar hatte. Des Weiteren ist durch Gebirgsbildungen bzw. Abtragungen dieser Gebirge zu gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen gekommen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Die genaue Rekonstruktion der alten Kontinente stelle ich mir sehr schwer vor. Mit Hilfe des Pal\u00e4omagnetismus konnten die fr\u00fcheren Positionen der Kontinente auf der Erde rekonstruiert und so Wegeners Theorie bewiesen werden. \u201eDer remanente Magnetismus in Gesteinsmineralen erlaubt es, die lokale Richtung der erdmagnetischen Feldlinien zur Entstehungszeit des Gesteins zu rekonstruieren.\u201c (Ahnert, F.: Einf\u00fchrung in die Geomorphologie, 3. Aufl., 2003, S. 53)<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Lage des Bergischen Landes in der Erdgeschichte verfolgen zu k\u00f6nnen kann z.B. diese Webseite dinosaurpictures.org\/ancient-earth#400 genutzt werden (z.B. Eingabe von \u201eLindlar\u201c und \u201e400 million years ago\u201c).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erste Sichtung auf &gt;Pannotia&lt;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vor 600 Millionen Jahren gab es den hypothetischen Superkontinent Pannotia. Laut der Webseite dinosaurpictures.org\/ancient-earth#600 lag unsere Region im Westen von Pannotia. Die Karte zeigt eine Landschaft unter Eis. Pannotia bestand aus den Landmassen Gondwana, Laurentia, Siberia und Baltica. Sp\u00e4ter driften die Landmassen Laurentia, Siberia und Baltica ab. Vor 540 Millionen Jahren war das Bergische Land dann am Rand von Gondwana (dinosaurpictures.org\/ancient-earth#540). Vor 500 Millionen Jahren lag die Region ein wenig im Inneren von Gondwana. Weit entfernt waren die Kontinente Laurentia, Siberia und Baltica.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auf dem Kontinent &gt;Avalonia&lt;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahrbuch \u201eRheinisch-Bergischer-Kalender\u201c gibt es einige Artikel zur Erdgeschichte. Einige wurden von Hans Dieter Hilden, dem ehemaligen Direktor des Geologischen Dienstes NRW, verfasst. Als geb\u00fcrtiger Bergisch Gladbacher und studierter Geologe und Pal\u00e4ontologe hatte er auch die Erdgeschichte des Bergischen Landes im Blick. In einem seiner Artikel im Rheinisch-Bergischen Kalender, las ich zum ersten Mal \u00fcber den Kontinent Avalonia, auf dessen Land wir heute noch Leben. \u00dcber die Lage der Region vor \u00fcber 480 Millionen Jahren schrieb Hilden:<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eDamals lag das Bergische Land im Nordwesten der afrikanischen Kontinentalplatte, nahe des S\u00fcdpols. Vor 480 Millionen Jahren spaltete sich dann aber ein Mikrokontinent namens Avalonia \u2014 benannt nach der Insel der Seligen \u2014 und mit ihm das Bergische Land\u201c &nbsp;von Afrika ab und begann eine Wanderung nach Norden. [\u2026] Vor 430 Millionen Jahren hat Avalonia im Norden an andere Landmassen angedockt \u2014 ein riesiger Nordkontinent (Old-Red-Kontinent) entsteht, der von Nordamerika bis Sibirien reicht. Zwischen 390 und 360 Millionen Jahren, im Devon-Zeitalter, lag die S\u00fcdk\u00fcste des Nordkontinents im Bergischen Land.\u201c (Hilden, H. D.: Bergische Erdgeschichte im Zeitraffer, In: Rheinisch-Bergischer-Kalender 2004, S. 254\/255)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Vor 470 Millionen Jahren war die Region auf dem Kontinent Avalonia, der sich dann von Gondwana (Hilden schrieb aus didaktischen Gr\u00fcnden Afrika) abgespalten hat und auf halben Weg vor dem Kontivent Baltica. Die beiden Kontinente n\u00e4herten sich und vor 430 Millionen Jahren waren Avalonia und Baltica ein Kontinent (vgl. dinosaurpictures.org\/ancient-earth#430). Vor 400 Millionen Jahren sind dann Avalonia\/Baltica und Laurentia zum Old-Red-Kontinent (Laurussia) vereint (vgl. dinosaurpictures.org\/ancient-earth#400).&nbsp; Dadurch kam es zur Kaledonischen Gebirgsbildung (siehe Rumpfgebirge Britische Inseln, skandinavischen Grundgebirge, die Appalachen, Ostk\u00fcste Gr\u00f6nlands, die B\u00e4reninsel, die Orkney- und Shetlandinseln und West-Spitzbergen).&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Robert Yarham vergleicht die Entstehung eines Faltengebirges mit der Faltung eines Tischtuches, welches auf einer Tischplatte zusammengeschoben wird. Da gibt es Aufw\u00f6lbungen und Vertiefungen, die wie Berge und T\u00e4ler sind. \u201eAllerdings mit dem Unterschied, das das spr\u00f6de Gestein von Querverwerfungen zerst\u00fcckelt wird. F\u00fcr diese Entstehungsweise sind die Appalachen ein Lehrbuchbeispiel \u2026\u201c (Yarham, S. 47)<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter kollidierte der Old-Red-Kontinent mit Gondwana und so entstand der Kontinent Pangaea. Dies f\u00fchrte zur f\u00fcr Bergische Land bedeutenden Varistische Gebirgsbildung. Auf Pangaea gab es ein langes Kettengebirge: Dies erstreckte sich quer durch den damaligen Pangaea.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute spricht man von Ost-Avalonia und West-Avalonia. Aus Ost-Avalonia wurde der Untergrund des heutigen Mitteleuropas n\u00f6rdlich des variskischen Gebirges. Im S\u00fcden Deutschlands sind Teile des Kontinents Armorica, der sich nach Avalonia ebenfalls von Gondwana gel\u00f6st hatte. Lange trennte der Rhenohercynischer Ozean (ein Meeresbecken) Avalonia und Armorica von einander (siehe https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Avalonia).<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Untergrund Ost-Avalonias heute von Polen bis Irland reicht, befindet sich West-Avalonia heute weitentfernt in Nordamerika, bei Neufundland, \u00fcber Maine bis nach Connecticut.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Avalonia002.gif\" alt=\"\"\/><figcaption>Nordrhein-Westfalen vor 400 Millionen Jahren (Devon) auf dem Kontinent Laurussia (Red-Old-Kontinent). Nach Geologischer Dienst NRW.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Aber wo ist Avalonia heute? Und wo ist die Grenze zu Armorica? Grob gesagt zwischen Nord- und S\u00fcddeutschland. Hunsr\u00fcck und Taunus geh\u00f6ren noch zu Avalonia Die St\u00e4dte Frankenthal und Mannheim, heute 13 Kilometer entfernt, lagen vor 470 Millionen Jahren auf zwei verschiedenen Kontinenten. W\u00e4hrend Fulda noch auf Avalonia&nbsp; lag, war der nur 10 Kilometer entfernte Ort Eichenzell auf Armorica (vgl. dinosaurpictures.org\/ancient-earth#470). Die Grenze verl\u00e4uft also cirka vom Hunsr\u00fcck in ost-n\u00f6rdlicher Richtung. Der Untergrund der&nbsp; S\u00fcnger Berge lag demnach mitten auf Avalonia. &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Varistische Gebirgsbildung werde ich sp\u00e4ter noch n\u00e4her eingehen. Bleiben wir zun\u00e4chst aber noch in der Zeit vor der Kollision und betrachten die flache Meereswelt unseres Untergrunds.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Devonische Meereswelt<\/h4>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Red-Old-Kontinent<\/h4>\n\n\n\n<p>An verschiedenen Stellen in den S\u00fcnger Bergen sieht man, dass dicht unter der Erde massiver Felsen ist. Sei es an ehemaligen Steinbr\u00fcchen, am Rand von angelegten Forstwegen oder an den Wurzeln an&nbsp; umgest\u00fcrzten B\u00e4umen. Dies sind Aufschl\u00fcsse, die einen Anschnitt des geologischen Untergrunds zeigen. Solche Aufschl\u00fcsse k\u00f6nnen ganz nat\u00fcrlich entstehen, z.B. sieht man sie an Steilk\u00fcsten oder durch Eingriffe in die Natur beim Stra\u00dfenbau oder in Steinbr\u00fcchen und Baugruben. Die Steine, die wir hier haben, stammen von einem alten Meeresboden, wie uns die gefundenen Fossilien verraten.&nbsp; Bei den in Gesteinsschichten archivierte Pflanzen- und Tierfossilien handelt es sich um von Sedimenten \u00fcberdeckte verstorbene Pflanzen oder Tiere. Die Sedimente wurden \u00fcber Fl\u00fcsse in das gro\u00dfe Flussdelta des Oldred-Kontinents verfrachtet und dort auf den Boden des Flachmeeres abgelagert. \u00dcber eine sehr lange Zeit wurde stetig vom Oldred durch Erosion abgetragene Sediment abgetragen, sodass sich eine riesige Schicht dieser Ablagerungen mit den eingeschlossenen Pflanzen- und Tierresten bildete.<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Der Oldred-Kontinent wird von den Wissenschaftlern auch Euramerika, Euroamerika oder Laurussia genannt. Ich finde Oldred aber ganz nett, da bei dem Begriff auf Vergleiche mit bestehenden Kontinenten verzichtet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst sollten wir die Anordnung der heutigen Kontinente vergessen und uns einen Kontinent im Norden vorstellen, der aufgrund der Farbe seiner Steine Oldred \u2013 also der alte Rote \u2013 genannt wurde. Dieser Oldred-Kontinent war aus einem Gebirge hervorgegangen, welches hoch im Norden lag und durch Erosion, also durch den Einfluss von Wasser, und durch Wind &#8211; Witterung abgetragen wurde. Die ehemaligen Berge lagen nun also als Sand, Schutt bzw. mehr und mehr als neugebildetes Gestein zusammen mit den verstorbenen Pflanzen- und Tieren auf dem Grund eines Flachmeeres vor dem Oldred.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Prozess, der weiterhin auf der Erde stattfindet: Steink\u00f6rnchen, die bei uns in den B\u00e4chen wegtransportiert werden, landen irgendwann im Meer und sinken dort auf den Meeresgrund ab und umschlie\u00dfen die sterblichen Reste eines Lebewesens. Als Fossil kommt dieses Lebewesen m\u00f6glichweise irgendwann wieder zum Vorschein. W\u00e4hrend im Meeresboden immer mehr Sedimente abgelagert wurden und die verschiedensten Lebewesen unter sich begruben, ging im Wasser dar\u00fcber das Leben weiter &#8230;<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\">&nbsp;Literatur- und Quellenverzeichnis (Meerwelt gestern und heute)<\/h5>\n\n\n\n<p>Jens Boenigk, Sabina Wodniok \u201eBiodiversit\u00e4t und Erdgeschichte\u201c (2014)<\/p>\n\n\n\n<p>Bohat\u00fd, Jan: Camerate crinoids from the Givetian (Middle Devonian) of the Bergisch Gladbach-Paffrath Syncline (Bergisches Land, Rhenish Slate Massif, westernmost Germany) December 2006 Neues Jahrbuch f\u00fcr Geologie und Pal\u00e4ontologie &#8211; Abhandlungen 242(2\/3):243-260 (CamerateBergisches.pdf)<\/p>\n\n\n\n<p>Bohat\u00fd, Jan:&nbsp; Palaeodiversity, palaeobiology and palaeoecology of Middle Devonian crinoids from the Eifel type region&nbsp; Dissertation, 2009 (Bohaty2009.pdf)<\/p>\n\n\n\n<p>Bainbridge, David: Tiere ordnen \u2013 Eine illustrierte Geschichte der Zoologie. 2021&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Brunner, Bernd: Wie das Meer nach Hause kam &#8211; Die Erfindung des Aquariums, 2011<\/p>\n\n\n\n<p>Conti, Laura\/Ruggieri, Guido: Die Geheimnisse der Urzeit: Das Leben im Meer. 1977<\/p>\n\n\n\n<p>Cousteau, Jacques-Yves\/Diol\u00e9, Philippe: Geheimnisse und R\u00e4tsel des Meeres. 1979<\/p>\n\n\n\n<p>Cutler, Alan: Die Muschel auf dem Berg \u2013 \u00dcber Nicolaus Steno und die Anf\u00e4nge der Geologie. 2003<\/p>\n\n\n\n<p>Emrich, Gabriele u.a. \u201eLindlarer Sandstein \u2013 aus dem Meer entstanden\u201c. In: Emrich, Gabriele (Hrsg.): 900 Jahre Lindlar, 2009, S. 26 \u2013 29<\/p>\n\n\n\n<p>Fortey, Richard: Trilobiten \u2013 Fossilien erz\u00e4hlen die Geschichte der Erde. 2004<\/p>\n\n\n\n<p>Fraas, Oscar: Vor der S\u00fcndfluth! &#8211; eine Geschichte der Urwelt. 1866<\/p>\n\n\n\n<p>Fricke, Hans W.: Korallenmeer \u2013 Verhaltensforschung am tropischen Riff. 1975<\/p>\n\n\n\n<p>H\u00f6flinger, J\u00fcrgen\/Jung, Nils: Die Rhynchonelliden des deutschen Devons (2020)<\/p>\n\n\n\n<p>Kempf, Peter: Eine devonzeitliche Moostierchen-Kolonie in Kreuzberg. In: Rheinisch-Bergischer Kalender 1994, S. 143 \u2013 145.<\/p>\n\n\n\n<p>Pott, Richard: Die Nordsee \u2013 Eine Natur- und Kulturgeschichte, 2003&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Schmidt,Ute: Eine Reise auf dem Urmeer. In: Mare. Nr. 61\/2007, S. 108 &#8211; 122<\/p>\n\n\n\n<p>Schmitz, Karl: Erdgeschichte im Oberbergischen, 1974<\/p>\n\n\n\n<p>Steiner, Gerolf: Vierhundertf\u00fcnfzig Millionen Jahre Fische (Schlu\u00df). In: \u00d6sterreichs Fischerei, 4\/1961 (Oesterreichs-Fischerei_14_0008-0015.pdf)<\/p>\n\n\n\n<p>WEBER, H.M. &amp; HARTKOPF-FR\u00d6DER, C. (2011): Pal\u00e4ontologische Neuigkeiten aus einer Baugrube in der Paffrather Mulde. \u2013 Arch\u00e4ologie im Rheinland, 2010: 36-37 (WeberHartkopf-F_2011_AiR_Baugrube.pdf)<\/p>\n\n\n\n<p>Weber, Hans Martin\/Giesen, Peter: Mitteldevonische Pflanzenfossilien aus Lindlar &#8211; die Sammlung Rochow. In: Arch\u00e4ologie im Rheinland, 2011. S. 36-38. (WeberGiesen_2012_AiR_2011_Slg-Rochow.pdf)<\/p>\n\n\n\n<p>Weber, Hans Martin\/Giesen, Peter: Fische aus der Bergischen Grauwacke \u2013 Neue Funde aus dem Mitteldevon von Lindlar. In: Arch\u00e4ologie im Rheinland. 2012. S. 47 \u2013 48.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>WEBER, Hans Martin (2014): Mitteldevonische Giganten &#8211; Panzerfische aus dem Steinbruch Pack in Linde. &#8211; Arch\u00e4ologie im Rheinland, 2013: 51-53 (Weber_2014_AiR_Linde-Placos.pdf)<\/p>\n\n\n\n<p>Weber, Hans Martin: Zur Fauna der mitteldevonischen M\u00fchlenberg Formation von Lindlar und Umgebung. In: Romerike Berge \u2013 Zeitschrift f\u00fcr das Bergische Land, Heft 1\/2017, S. 2 \u2013 15<\/p>\n\n\n\n<p>Weinberg, Samantha: Der Quastenflosser \u2013 Die abenteuerliche Geschichte der Entdeckung eines lebenden Fossils. 1999<\/p>\n\n\n\n<p>Westheide, Wilfried \/ Rieger, Reinhard (Hrsg.): Spezielle Zoologie \u2013 Teil 2: Wirbel- und Sch\u00e4deltiere. 2004<\/p>\n\n\n\n<p>Internet:<\/p>\n\n\n\n<p>https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Devon_(Geologie) https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Devonian https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/The_Great_Devonian_Controversy https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eifelium<\/p>\n\n\n\n<p>https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Roderick_Murchison https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adam_Sedgwick<\/p>\n\n\n\n<p>https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Old_Red_Sandstone https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Old-Red-Sandstein<\/p>\n\n\n\n<p>https:\/\/www.gd.nrw.de\/pdf\/geologie-bergisches-land-rsg2.pdf<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Variszische Bergwelt<\/h4>\n\n\n\n<p>Grundlegend f\u00fcr die Plattentektonik sind die Bewegung der Kontinentalplatten&nbsp;bzw. Erdplatten. Die Geologen sprechen von Lithosph\u00e4renplatten, von denen es sieben gro\u00dfe gibt. Kollidieren diese Platten, kommt es zu Gebirgsbildungen. Vorstellen kann man sich dies, wenn man sich vor Augen f\u00fchrt, wie ein gr\u00f6\u00dferes Blatt Papier gefaltet wird, wenn man es mit den H\u00e4nden von zwei Seiten unter Druck setzt. Dabei w\u00f6lbt sich das Papier, sodass Aufw\u00f6lbungen, die Berge, und Vertiefungen, die T\u00e4ler, entstehen. Bei den Gesteinen der Erde kommt es zus\u00e4tzlich noch zu Verwerfungen und Zerst\u00fcckelungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Q: Faltengebirge: <em>\u201eDie Faltung von Gesteinsschichten gleicht einen Tischtuch, das auf einer glatten Tischplatte zusammengeschoben wird: Das Tuch legt sich mit Aufw\u00f6lbungen und Vertiefungen dazwischen in Falten. In der Natur entsprechen diese den Bergen und T\u00e4lern eines Faltengebirges, allerdings mit dem Unterschied, das das spr\u00f6de Gestein von Querverwerfungen zerst\u00fcckelt wird. F\u00fcr diese Entstehungsweise sind die Appalachen ein Lehrbuchbeispiel \u2026\u201c (Yarham, S. 47)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ein sehr altes Gebirgsmassiv ist das Kaledonische Gebirge. Es entstand vor 400 Millionen als die Kontinente Baltica\/Avalonia mit Laurentia kollidieren und der Old-Red-Kontinent (Laurussia ) entstand. Das Kaledonische Gebirge und reichte von Skandinavien, den Britischen Inseln sowie Gr\u00f6nland bis zu den Appalachen in Nordamerika. Das dem Kapitel namengebende variskischen Gebirge entstand im Erdzeitalter des im Karbon vor 300 Millionen Jahren und reichte Spanien \u00fcber Frankreich\/Zentralfrankreich bis nach S\u00fcdengland sowie \u00f6stlich nach Polen und S\u00fcdosteuropa. Auch die deutschen Mittelgebirge Rheinisches Schiefergebirge, Harz, Schwarzwald, Rh\u00f6n, Fichtelgebirge und Th\u00fcringer Wald geh\u00f6ren dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEines der \u00e4ltesten Gesteinsmassive ist das Kaledonische Gebirge. Es faltete sich vor 400 Millionen Jahren, als Europa und Nordamerika noch ein Kontinent waren. Das Massiv zog sich von Skandinavien \u00fcber die Britischen Inseln und Gr\u00f6nland bis zu den heutigen Appalachen Nordamerikas. Die Erosion hat diese Faltungen komplett glatt geschliffen. Vom so genannten variskischen Gebirge ist dagegen noch allerhand \u00fcbrig. Es entstand im Karbon vor 300 bis 33 Millionen Jahren und reichte von Spanien \u00fcber Frankreich, Zentralfrankreich bis nach S\u00fcdengland, Polen und S\u00fcdosteuropa. Reste davon sind zum Beispiel die deutschen Mittelgebirge Schwarzwald, Rh\u00f6n, Fichtelgebirge und Th\u00fcringer Wald.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch ein Gebirge ist so alt wie das variskische, besitzt aber heute noch stolze Berge mit bis zu 7.500 Meter hohen Gipfeln: der Tienshan zwischen Kasachstan, Kirgistan und dem \u00f6stlichen China.\u201c (Q: https:\/\/www.br.de\/radio\/bayern2\/sendungen\/radiowissen\/planet-erde\/unruhige-erde-1-thema-100.html)<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Pangaea<\/h4>\n\n\n\n<p>Wie wir bereits gesehen haben, lag das Bergische Land in einem flachen K\u00fcstengebiet. Dies \u00e4nderte sich als vor etwa 325 Millionen Jahren ein weiterer gro\u00dfer Kontinent, genannt Gondwana, von S\u00fcden auf dieses Gebiet dr\u00fcckte. Dabei wurden \u00fcber einen langen Zeitraum (20 Ma = Jahrmillion), die Felsen, die hier noch heute die Landschaft bilden, zusammengeschoben und gezwungenerma\u00dfen nach oben weg gedr\u00fcckt, sodass sich ein Gebirge bildete. (Quelle: Peter Giesen, Geologe und Pal\u00e4obotaniker. In wz.de\/nrw\/wuppertal\/peter-giesen-wuppertal-lag-am-aequator_aid-28308743) <\/p>\n\n\n\n<p>Bei der Kollision der Erdplatten des Old Red und von Gondwana wurden kilometerdicke Ablagerungen auf dem Meeresboden&nbsp; angehoben sowie gefaltet, gegeneinander geschoben, zerbrochen und geschert.&nbsp; (Q: (Hilden, H. D.: Bergische Erdgeschichte im Zeitraffer, In: Rheinisch-Bergischer-Kalender 2004, S. 256) Der Rheinische Trog wurde auf bis zu 60 Prozent seiner ehemaligen Breite zusammengeschoben. Diese sehr langsam verlaufende Kollision des Oldred-Kontinent mit Gondwana f\u00fchrte neben dieser Gebirgsbildung im Zeitalter Perm zur Bildung des neuen Kontinents Pangaea. (Q: (v. Koenigswald\/Simon (Hg.): GeoRallye \u2013 Spurensuche zur Erdgeschichte, 2007, S. 80) Pangaea wurde von einer gro\u00dfen Gebirgsnaht, den Varisziden, zusammen gehalten. (Q: (Go\u00dfmann, R.\/Jungheim, H. J.: Landpflanzen im Verlauf der Erdgeschichte, Teil 7: Das Perm. In: Fossilien, 5\/2009, S. 308)<\/p>\n\n\n\n<p>Den Namen Varisziden bekam das Gebirge 1888 von Eduard Suess (1831 \u2013 1914), einem \u00f6sterreichischer&nbsp;Geologen, der den germanischen Stamm der Varisker als Namensgrundlage nahm. In anderen Teilen der Welt wird auch von der<em>hercynian Gebirgsbildung gesprochen. Man trifft dort auf die beiden Bezeichnungen <\/em>Variscan&nbsp;oder&nbsp;Hercynian&nbsp;orogeny (= Gebirgsbildung).<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bergische Land lag auf der Nordseite dieses Hochgebirges , welches sich quer \u00fcber den Kontinent zog. (Q: dinosaurpictures.org\/ancient-earth#300). Ein m\u00e4chtiges Gebirge hatte sich aufget\u00fcrmt, welches aber nie alpine H\u00f6hen erreichte. (Q: (v. Koenigswald\/Simon (Hg.): GeoRallye \u2013 Spurensuche zur Erdgeschichte, 2007,S. 81) Der Gebirgszug war 600 Kilometer lang und durchschnittlich 5 Kilometer hoch. (Q: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Variszische_Orogenese) Heute kann man dieses Gebirge aufgeschlossen in Europa beispielsweise in den&nbsp;Ardennen, im&nbsp;Rheinischen Schiefergebirge&nbsp;\u2013 zu dem das Bergische Land geh\u00f6rt &#8211; und im&nbsp;Harz sehen. Aufgeschlossen meint hier, die Felsen, die direkt unter dem Boden liegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Erosion und Witterung trugen das urspr\u00fcnglich hohe Gebirge zu einem Rumpfgebirge ab, sodass das Bergische Land nur noch aus den R\u00fcmpfen des Gebirges besteht. (dies sieht man hier dinosaurpictures.org\/ancient-earth#260) Der Abtragungsschutt des Gebirges landete im Ruhrgebiet, im oberschlesischen Kohlerevier, im Aachener Revier, im Kohlebecken von Namur und im s\u00fcdenglischen Kohleg\u00fcrtel. (Q: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sedimentbecken) &nbsp;&nbsp;Nachdem das Varistische Gebirge ist nun nahezu eingeebnet war, breitete sich hier eine W\u00fcste aus (Q: Hilden, H. D.: Bergische Erdgeschichte im Zeitraffer, In: Rheinisch-Bergischer-Kalender 2004, S. 256)<\/p>\n\n\n\n<p>Vor 220 Millionen Jahren&nbsp; zerbricht Pangaea langsam. Das Bergische Land liegt auf einer nach Westen zeigenden Halbinsel. Vor 200 Millionen Jahren ist das Gebiet wieder mit im Festland und vor 170 Millionen Jahren lassen sich langsam die heutigen Konturen von Europa erkennen (Q: dinosaurpictures.org\/ancient-earth#220, dinosaurpictures.org\/ancient-earth#170).&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>____________________________________________________<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Alfred Wegners Plattentektonik &#8222;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#8220; (1915)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Alfred Wegener war einer derjenigen denen aufgefallen war, dass die K\u00fcstenlinien verschiedenen, weit entfernter Kontinente zusammenpassten, sodass er die Annahme formulierte, dass diese Landmasse einmal zusammengeh\u00f6rt haben mussten. Alfred Wegeners Theorie, die er 1915 in &#8222;Die Entstehung der Kontinente und Ozeane&#8220; ver\u00f6ffentlichte, besagte, &#8222;dass die scheinbar feste Oberfl\u00e4che der Erde in Wahrheit aus gro\u00dfen Gesteinsplatten besteht, die sich gegeneinander verschieben. Ausgangspunkt f\u00fcr Wegeners gro\u00dfe Idee war, dass verschiedene Landmassen, etwa Nord- und S\u00fcdamerika, wenn man sie neben Afrika und Europa schob, zusammenzupassen schienen wie Puzzleteile. Wegener bemerkte auch \u00c4hnlichkeiten in den Fossilfunden auf Kontinenten, die inzwischen durch Meere getrennt waren, als seien sie einmal eine durchgehende Landmasse gewesen.&#8220; (Cleeg, B.: B\u00fccher, die die Welt ver\u00e4nderten, S. 188\/198) Es dauerte noch Jahrzehnte bis seine Theorie allgemein anerkannt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor Millionen von Jahren gab es auf der Erde nicht die heutigen Kontinente. Durch den Kontinentaldrift bildeten sich immer wieder neue Landmassen, denen die heutige Wissenschaft Namen gab. Etwa <em>Gondwana<\/em> im S\u00fcden oder sp\u00e4ter gab es einen Kontinent mit dem Namen <em>Pangaea<\/em>, der sich durch Zusammenschlu\u00df des Kontinents <em>Laurussia<\/em> (auch <em>Euramerika<\/em> oder <em>Old-Red-Kontinent<\/em> genannt) und <em>Gondwana<\/em> bildete. Um dies zu verdeutlichen m\u00fcssen die Phasen der <em>geologische Zeitskala<\/em> der Erdgeschichte beachtet werden (vgl. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geologische_Zeitskala\" target=\"_blank\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Geologische_Zeitskala<\/a>). Da in der Wissenschaft nachtr\u00e4glich f\u00fcr diese ehemaligen Kontinente verschiedene Namen gegeben wurden, so wird mal von <em>Laurussia<\/em>, ein anderes mal von von <em>Euramerika<\/em> oder vom <em>Old-Red-Kontinent<\/em> gesprochen, und teilweise auch mit heutigen Namen von Kontinenten vermischt werden, so wird <em>Gondwana<\/em> auch mal f\u00fcr den Laien als Afrika bezeichnet, ist diese Sprache der Erdgeschichtler zun\u00e4chst verwirrend. Klar ist mir geworden, dass ein Ort oder eine Region, beispielsweise das Bergische Land, in der der Erdurzeit auf einem ganz anderen Kontinet gewesen ist und m\u00f6glicherweise ganz andere Regionen als Nachbar hatte. Des Weiteren kann es durch Gebirgsbildungen bzw. Abtragungen dieser Gebirge zu gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen gekommen sein. <\/p>\n\n\n\n<p>Die genaue Rekonstruktion der alten Kontinente stelle ich mir sehr schwer vor. Mit Hilfe des <em>Pal\u00e4omagnetismus<\/em> konnten die fr\u00fcheren Positionen der Kontinente auf der Erde rekonstruiert und so Wegeners Theorie bewiesen werden. &#8222;Der remanente Magnetismus in Gesteinsmineralen erlaubt es, die lokale Richtung der erdmagnetischen Feldlinien zur Entstehungszeit des Gesteins zu rekonstruieren.&#8220; (Ahnert, F.: Einf\u00fchrung in die Geomorphologie, 3. Aufl., 2003, S. 53) vgl. Don und Maureen Tarling &#8222;Continental Drift&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit verschiedenen Quellen und den dort verwendeten Abbildungen habe ich geschaut, wo denn das Bergische Land im Laufe der Erdgeschichte gelegen hat. <\/p>\n\n\n\n<p><em>Um die Lage des Bergischen Landes in der Erdgeschichte verfolgen zu k\u00f6nnen kann z.B. diese Webseite dinosaurpictures.org\/ancient-earth#400 genutzt werden (z.B. Eingabe von &#8222;Lindlar&#8220; und &#8222;400 million years ago&#8220;).<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erste Sichtung auf &gt;Pannotia<\/strong>&lt;<\/p>\n\n\n\n<p>Vor 600 Millionen Jahren gab es den hypothetischen Superkontinent Pannotia. Laut der Webseite dinosaurpictures.org\/ancient-earth#600 lag unsere Region im Westen von Pannotia. Die Karte zeigt eine Landschaft unter Eis. Pannotia bestand aus den Landmassen Gondwana, Laurentia, Siberia und Baltica. Sp\u00e4ter driften die Landmassen Laurentia, Siberia und Baltica ab. Vor 540 Millionen Jahren war das Bergische Land dann am Rand von Gondwana (dinosaurpictures.org\/ancient-earth#540). Vor 500 Millionen Jahren lag die Region ein wenig im Inneren von Gondwana. Weit entfernt waren die Kontinente Laurentia, Siberia und Baltica.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Auf dem Kontinent &gt;Avalonia&lt;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahrbuch &#8222;Rheinisch-Bergischer-Kalender&#8220; gibt es einige Artikel zur Erdgeschichte. Einige wurden von <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.gd.nrw.de\/gd_presse-2020_hilden.htm\" target=\"_blank\">Hans Dieter Hilden<\/a>, dem ehemaligen Direktor des Geologischen Dienstes NRW, verfasst. Als geb\u00fcrtiger Bergisch Gladbacher und studierter Geologe und Pal\u00e4ontologe hatte er auch die Erdgeschichte des Bergischen Landes im Blick. \u00dcber die Lage der Region vor \u00fcber 480 Millionen Jahren schrieb Hilden:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Damals lag das Bergische Land im Nordwesten der afrikanischen Kontinentalplatte, nahe des S\u00fcdpols. Vor 480 Millionen Jahren spaltete sich dann aber ein Mikrokontinent namens Avalonia &#8212; benannt nach der Insel der Seligen &#8212; und mit ihm das Bergische Land von Afrika ab und begann eine Wanderung nach Norden. [&#8230;] Vor 430 Millionen Jahren hat Avalonia im Norden an andere Landmassen angedockt &#8212; ein riesiger Nordkontinent (Old-Red-Kontinent [Anm GS: = Laurussia]) entsteht, der von Nordamerika bis Sibirien reicht. Zwischen 390 und 360 Millionen Jahren, im Devon-Zeitalter, lag die S\u00fcdk\u00fcste des Nordkontinents im Bergischen Land.&#8220; (Hilden, H. D.: Bergische Erdgeschichte im Zeitraffer, In: Rheinisch-Bergischer-Kalender 2004, S. 254\/255)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Hier dinosaurpictures.org\/ancient-earth#470 vor 470 Millionen Jahren sieht man wie sich die Region auf dem Kontinent Avalonia befindet, der sich von Gondwana abgespalten hat und auf halben Weg vor Baltica liegt. Vor 430 Millionen Jahren waren Avalonia und Baltica schon zusammen (dinosaurpictures.org\/ancient-earth#430). Vor 400 Millionen Jahren sind dann Avalonia\/Baltica und Laurentia zu Laurussia vereint (dinosaurpictures.org\/ancient-earth#400).  <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"249\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Avalonia001-500px.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-13649\"\/><figcaption>Nordrhein-Westfalen vor 450 Millionen Jahren (Ordovizium) auf dem Kontinent Avalonia. Nach Geologischer Dienst NRW.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Hier sind kurz ein paar Phasen skizziert die Avalonia durchlief:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Avalonia l\u00f6st sich von Gondwana.<\/li><li>Avalonia kollidierte mit Baltica.<\/li><li>Baltica\/Avalonia kollidieren mit Laurentia und es entstand der Kontinent Laurussia (Old-Red-Kontinent). <br>Dadurch kam es zur Kaledonische Gebirgsbildung (Rumpfgebirge Britische Inseln, skandinavischen Grundgebirge, die Appalachen, Ostk\u00fcste Gr\u00f6nlands, die B\u00e4reninsel, die Orkney- und Shetlandinseln und West-Spitzbergen).<\/li><li>Laurussia kollidierte mit Gondwana und so entstand der Kontinent Pangaea.<br>Dies f\u00fchrte zur f\u00fcr Bergische Land bedeutenden Varistische Gebirgsbildung. Auf Pangaea gab es ein langes Kettengebirge: Dies erstreckte sich quer durch den damaligen Pangaea und wird Herzynisches System genannt.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Ost-Avalonia wurde der Untergrund des heutigen Mitteleuropas n\u00f6rdlich des variskischen Gebirges. Im S\u00fcden Deutschlands sind Teile des Kontinents Armorica, der sich nach Avalonia ebenfalls von Gondwana gel\u00f6st hatte. Lange trennte der Rhenohercynischer Ozean (ein Meeresbecken) Avalonia und Armorica von einander.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"249\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Avalonia002.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-13652\"\/><figcaption>Nordrhein-Westfalen vor 400 Millionen Jahren (Devon) auf dem Kontinent Laurussia (Red-Old-Kontinent). Nach Geologischer Dienst NRW.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In einem Artikel \u00fcber die Lindlarer Grauwacke und die Lindlarer Fossilien zum \u00e4ltesten Wald der Welt schrieb Sven von Loga:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Der Bereich des heutigen Bergischen Landes  befand sich im fr\u00fchen Mitteldevon in einem ausgedehnten \u00dcbergangsbereich zwischen Flachmeer und K\u00fcstenbereich am S\u00fcdrand des Old-Red-Kontinents [Laurussia]. Ein gro\u00dfes Flussdelta m\u00fcndete in den variszischen Ozean [Pal\u00e4otethys]. [&#8230;] Vom im Norden gelegenen Old-Red Kontinent wurden riesige Sedimentmassen in einen s\u00fcdlich davon gelegenen Flachmeerbereich verfrachtet. Dieses Gebiet glich einem heutigen Wattenmeer.&#8220; (v. Loga, S.: Die Lindlarer Grauwacke. In: Fossilien &#8212; Erdgeschichte erleben, 5\/2020, S.32\/33) <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Variszische Gebirge<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Damals war das Bergische Land eben eine flache K\u00fcstenregion. Und als dann vor 300 Millionen Jahre ein anderer gro\u00dfer Kontinent, Gondwana, von S\u00fcden nach Norden auf das Bergische Land stie\u00df, wurden die Gesteine hochgedr\u00fcckt und zusammengeschoben, die noch heute die Landschaft hier pr\u00e4gen. Dabei wurden viele Pflanzen im Gestein konserviert und k\u00f6nnen hier heute gefunden werden.&#8220; (Peter Giesen, Geologe und Pal\u00e4obotaniker. In wz.de\/nrw\/wuppertal\/peter-giesen-wuppertal-lag-am-aequator_aid-28308743)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wie erw\u00e4hnt kollidierten Laurussia mit Gondwana und es entstand der Kontinent Pangaea und zur Varistische Gebirgsbildung. Dies soll in diesem Abschnitt etwas n\u00e4her betrachtet werden. <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;An der Grenze Unter-\/Oberkarbon begann vor etwa 325 Mill. Jahren eine neue Geschichte, die etwa 20 Ma w\u00e4hrte. Damals wurde der Rheinische Trog auf etwa 50 &#8211; 60 % seiner ehemaligen Breite eingeengt. Das f\u00fchrte zur Faltung der vorher horizontal abgelagerten Schichten. Als Ursache gilt eine Kontinent\/Kontinent-Kollision weiter im S\u00fcden. Der dortige Kontinent Gondwana n\u00e4herte sich Laurussia, und beide wurden bis zum Perm zu dem Riesenkontinent Pangaea verschwei\u00dft.&#8220; (v. Koenigswald\/Simon (Hg.): GeoRallye &#8211; Spurensuche zur Erdgeschichte, 2007, S. 80)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Webseite dinosaurpictures.org\/ancient-earth#300 zeigt das Bergische Land auf der Nordseite eines Gebirges, welches quer \u00fcber den Kontinent zog. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"249\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/unterkarbon.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-13761\"\/><figcaption>Appalachen und Varisziden auf Pang\u00e4a (Unterkarbon, 356 MA) Nach: Walter 2013, S. 161, bzw. scotese.com<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"250\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Avalonia003.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-13654\"\/><figcaption>Nordrhein-Westfalen vor 310 Millionen Jahren (Karbon) auf dem Kontinent Pang\u00e4a. Nach Geologischer Dienst NRW.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8222;Bei der Kollision der Erdplatten werden die \u00fcber 10 km dicken verfestigten Ablagerungen, die sich seit Jahrmillionen am Meeresboden gesammelt haben, \u00fcber dem Meeresspiegel angehoben, gefaltet, zerschert, zerbrochen, gegeneinander verschoben und \u00fcbereinander gestapelt. Vulkane brechen aus.&#8220; (Hilden, H. D.: Bergische Erdgeschichte im Zeitraffer, In: Rheinisch-Bergischer-Kalender 2004, S. 256)<\/p>\n\n\n\n<p>Die Spuren solcher Faltungen etc. sieht man heute, wenn man die Gesteinschichten in Steinbr\u00fcchen oder an sonstigen Aufschl\u00fcssen betrachtet. <\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;W\u00e4hrend der Faltung und im Anschluss daran hob sich der neu geschaffene Gebirgsk\u00f6rper \u00fcber den Meeresspiegel. Doch hat dieses Gebirge wohl nie alpine Ausma\u00dfe erreicht.&#8220; (v. Koenigswald\/Simon (Hg.): GeoRallye &#8211; Spurensuche zur Erdgeschichte, 2007,S. 81)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Einige zehn Millionen Jahre sp\u00e4ter, in der Perm-Zeit, ist das Varistische Gebirge fast wieder eingeebnet. Im Bergischen Land breitet sich eine W\u00fcste aus &#8230;&#8220; (Hilden, H. D.: Bergische Erdgeschichte im Zeitraffer, In: Rheinisch-Bergischer-Kalender 2004, S. 256)<\/p>\n\n\n\n<p>Erosion und Witterung haben das urspr\u00fcnglich hohe Gebirge zu einem Rumpfgebirge abgetragen, sodass das Bergische Land nur noch aus den R\u00fcmpfen des Gebirges besteht. (dies sieht man hier dinosaurpictures.org\/ancient-earth#260)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"249\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Avalonia004.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-13656\"\/><figcaption>Nordrhein-Westfalen vor 260 Millionen Jahren (Perm) auf dem Kontinent Pang\u00e4a. Nach Geologischer Dienst NRW.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8222;Die Vereinigung von Laurussia und Gondwana mit den anderen selbst\u00e4ndigen Kontinenten bildet im Perm eine riesige, zusammenh\u00e4ngende Landmasse: Pangaea [&#8230;] zusammengehalten von einer gro\u00dfen Gebirgsnaht, den Varisziden.&#8220; (Go\u00dfmann, R.\/Jungheim, H. J.: Landpflanzen im Verlauf der Erdgeschichte, Teil 7: Das Perm. In:  Fossilien, 5\/2009, S. 308)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/perm.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-13686\" width=\"325\" height=\"317\"\/><figcaption>Kontinent &#8222;Pangaea [\u2026] zusammengehalten von einer gro\u00dfen Gebirgsnaht, den <strong>Varisziden<\/strong>. (Skizze nach Abbildung 1 in Go\u00dfmann, R.\/Jungheim, H. J.: Landpflanzen im Verlauf der Erdgeschichte, Teil 7: Das Perm. In: Fossilien, 5\/2009, S. 308.) <strong>Variszischen Gebirge<\/strong>: Auf Pangaea gab es ein langes Kettengebirge: Dies erstreckte sich quer durch den damaligen Pangaea und wird Herzynisches System genannt.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"249\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Avalonia005.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-13658\"\/><figcaption>Nordrhein-Westfalen vor 220 Millionen Jahren (Trias) auf dem Kontinent Pang\u00e4a. Nach Geologischer Dienst NRW.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dies dinosaurpictures.org\/ancient-earth#220 vor 220 Millionen Jahren zeigt wie Pang\u00e4a langsam zerbricht. Das Bergische Land liegt auf einer nach Westen zeigenden Halbinsel. Vor 200 Millionen Jahren wieder mit im Festland und vor 170 Millionen Jahren kann man langsam die heutigen Konturen von Europa sehen (dinosaurpictures.org\/ancient-earth#170). <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Avalonia006.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-13660\" width=\"504\" height=\"251\"\/><figcaption>Nordrhein-Westfalen vor 170 Millionen Jahren (Jura )vor dem Kontinent Laurasia. Nach Geologischer Dienst NRW.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>&#8222;Im Mesozoikum und Terti\u00e4r wurde das variszische Strukturstockwerk Mittel- und Westeuropas durch Bruch- und Scherprozesse in ein im Einzelnen komplex gestaltetes Schollenmosaik zerlegt.&#8220; (Walter, R.: Erdgeschichte, 2016, S. 31)<\/p>\n\n\n\n<p>Mesozoikum = Trias, Jura, Kreide<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"249\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Avalonia007.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-13662\"\/><figcaption>Nordrhein-Westfalen vor 105 Millionen Jahren (Kreide) vor dem Kontinent Eurasien. Nach Geologischer Dienst NRW.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Webseite dinosaurpictures.org\/ancient-earth#105 zeigt das Bergische Land sowie weite Teile Europas vor 105 Millionen Jahren unter Wasser.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor 200 Millionen Jahren: Im Land.<br>Vor 170 Millionen Jahren: Im Land, Norddeutschland an Land.<br>Vor 150 Millionen Jahren: Im K\u00fcstenbereich, Norddeutschland weniger unter Wasser.<br>Vor 120 Millionen Jahren: Im K\u00fcstenbereich, Norddeutschland unter Wasser.<br>Vor 105 Millionen Jahren: Im Wasser, Norddeutschland unter Wasser.<br>Vor 90 Millionen Jahren: Im Wasser, Norddeutschland unter Wasser.<br>Vor 66 Millionen Jahren: Im K\u00fcstenbereich\/Wasser, Norddeutschland unter Wasser.<br>Vor 50 Millionen Jahren: Im K\u00fcstenbereich\/Wasser, Norddeutschland unter Wasser.<br>Vor 35 Millionen Jahren: An Land, Norddeutschland unter Wasser.<br>Vor 20 Millionen Jahren: An Land.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"249\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Avalonia008.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-13664\"\/><figcaption>Nordrhein-Westfalen vor 35 Millionen Jahren (Terti\u00e4r) auf dem Kontinent Eurasien. Nach Geologischer Dienst NRW.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Eiszeiten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Landschaftsbildung hatten auch die Eiszeiten und die aus dem Norden sich vorschiebenden Gleitscher eine Auswirkung.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eIn mehreren gro\u00dfen Eiszeiten schoben sich von Norden her gewaltige Gletscher in Richtung S\u00fcden. Dabei hobelten sie die norddeutsche Tiefebene platt und hinterlie\u00dfen eine flache Landschaft. In der Saaleeiszeit im Drenthe-Stadium vor 300 000 Jahren schob sich Eis bis vor unsere Haust\u00fcr [in der Quelle: H\u00f6nnetal im Sauerland].\u201c (Kolarik, A.: Die Entstehung des H\u00f6nnetals. In: Naturhistorischer Verein H\u00f6nnetal (Hg.): 100 Jahre Schutzaktion \u2013 Die Rettung der Sch\u00f6nheit des H\u00f6nnetals, 2020, S. 48\/49)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In der Saale-Eiszeit hatte sich das Eis von Norden her bis zur Linie Hameln \u2014 Detmold \u2014 Ruhr \u2014 D\u00fcsseldorf \u2014 Xanten vorgeschoben.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eAuch in den sp\u00e4teren Eiszeiten (Ri\u00df, Eem und Weichsel) gab es immer wieder Warmphasen, in denen sich die Gletscher wieder ein St\u00fcck weit zur\u00fcckzogen.\u201c <\/em>(Kolarik, A.: Die Entstehung des H\u00f6nnetals. In: Naturhistorischer Verein H\u00f6nnetal (Hg.): 100 Jahre Schutzaktion \u2013 Die Rettung der Sch\u00f6nheit des H\u00f6nnetals, 2020, S. 48\/49)<\/p>\n\n\n\n<p>Das in Schnee und Eis gebundene Wasser senkte w\u00e4hrend der letzten Eiszeit (Weichsel-Glazial, Weichsel-Kaltzeit; die vor 10000 Jahren endete) den Meeresspiegel um 130 Meter im Vergleich zu heute.<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eAls das letzteiszeitliche Maximum \u00fcberschritten war, begann der Eisschild \u00fcber Nordeuropa vor zirka 16000 bis 18000 Jahren abzuschmelzen. Der Merresspiegel stieg allm\u00e4hlich und \u00fcbersp\u00fclte im Lauf von 10000 Jahren das Flachland. [\u2026] Die nachzeitliche Landschaft in Nordeuropa formte sich dabei noch durch einen weiteren Prozess neu, den Fachleute als postglaziale Landhebung bezeichnen. [\u2026] \u00dcber weite Teile von Nordeuropa hatte zuvor ein riesiger Eisschild gelastet \u2014 an der m\u00e4chtigsten Stelle \u00fcber dem Nordosten von Schweden, so sch\u00e4tzen die Forscher, war er rund 2,7 Kilometer dick. Als das Eis zur\u00fcckging, verringerte sich auch das Gewicht, das auf die Erdkruste dr\u00fcckte und diese in den Erdmantel presste. Die Folge: Die Erdkruste hob sich nun wieder an. So stieg das Land in den ehemals vereisten Regionen nach oben, doch im Gegenzug sackten die Regionen am einstigen Gletscherrand ab \u2014 und beschleunigten somit den Meeresspiegelanstieg vor allem in den Regionen an den westlichen und s\u00fcdlichen Eisr\u00e4ndern.\u201c (Spektrum Geschichte, 5\/2020, S. 18)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bergische Land lag nicht unter dem Eis, allenfalls kam es bis \u201evor unsere Haust\u00fcr\u201c. Aber wie sah es hier hinter dem Eis aus?<\/p>\n\n\n\n<p><em>\u201eStellt man sich den \u00e4u\u00dfersten Norden und den \u00e4u\u00dfersten S\u00fcden Deutschlands mit Eis bedeckt vor, kommt man beinahe \u201eautomatisch\u201c auf die Frage, wie denn die Landschaften dazwischen ausgesehen haben m\u00f6gen. Nun, es wird eine \u2026 sehr unwirtliche Region gewesen sein. Kurze, eher k\u00fchle Sommer und lange Winter pr\u00e4gten den Jahrelauf. Ausgedehnte W\u00e4lder gab es nicht, daf\u00fcr ist es zu k\u00fchl gewesen, und die Vegetationsperiode war zu kurz. In der Tundrenzone w\u00e4re \u2013 selbst wenn es die Entwicklungsstufe des Menschen schon damals erm\u00f6glicht h\u00e4tte \u2013 nie ein ertragreicher Feldbau m\u00f6glich gewesen. In den H\u00f6henlagen der Mittelgebirge herrschte gar Eisklima.<br>Aber auch in dieser Landschaft gab es Landschaftsver\u00e4nderungen, ausgel\u00f6st durch nat\u00fcrliche, durch die atmosph\u00e4rischen Bedingungen gesteuerte Kr\u00e4fte und Prozesse.\u201c (Fraedrich, W.: Spuren der Eiszeit, 1996, S. 2\/3)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bergische Land lag also im Eisrandgebiete, einem sog. Periglazialgebiete (Periglazial = am Rande des Eises; Glazial = durch das Eis gepr\u00e4gt. Fraedrich, W.: Spuren der Eiszeit, 1996, S. 96 ff.)<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"251\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Avalonia009.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-13666\"\/><figcaption>Nordrhein-Westfalen vor 250 000 Jahren (Quart\u00e4r) auf dem Kontinent Eurasien. Nach Geologischer Dienst NRW.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"442\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge088.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13567\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge088.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge088-300x189.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge088-624x394.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Wurzel einer Eiche im felsigen Untergrund auf der Stra\u00dfe nach Stelberg (2021).<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"389\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge094.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13584\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge094.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge094-300x167.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge094-624x347.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Wurzel einer Eiche im felsigen Untergrund auf der Stra\u00dfe nach Stelberg (2021).<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"525\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/suengerberge021.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13293\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/suengerberge021.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/suengerberge021-300x225.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/suengerberge021-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Gestein am S\u00fcnger Berg.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge108.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13691\" width=\"655\" height=\"491\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge108.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge108-300x225.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge108-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 655px) 100vw, 655px\" \/><figcaption>Steine auf dem Grat-Pfad auf dem S\u00fcnger Berg schauen aus dem Waldboden heraus (April 2021).<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"441\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge134.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13749\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge134.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge134-300x189.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge134-624x393.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Ger\u00f6llstein vom Grat-Pfad auf dem S\u00fcnger Berg.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"450\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge135.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13752\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge135.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge135-300x193.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge135-624x401.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Ger\u00f6llstein vom Grat-Pfad auf dem S\u00fcnger Berg.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"525\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge110.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13697\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge110.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge110-300x225.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge110-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Steine am S\u00fcnger Berg. Von einer umgefallenen Fichte aufgeworfen (April 2021)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"353\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge111.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13700\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge111.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge111-300x151.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge111-624x315.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Gestein an einer Wurzel einer umgest\u00fcrzten Fichte auf dem S\u00fcnger Berg (April 2021)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"692\" height=\"347\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge112.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13702\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge112.jpg 692w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge112-300x150.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge112-624x313.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 692px) 100vw, 692px\" \/><figcaption>Ost-Hang am S\u00fcnger Berg (April 2021)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zusammenfassend und wiederholend noch dieser Abschnitt vom Bergisch Gladbacher Geologen und Pal\u00e4ontologe <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ulrich_Jux\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ulrich Jux<\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Das Bergische Land geh\u00f6rt zum Rheinischen Schiefergebirge, das sich vor allem aus m\u00e4chtigen sandigen und tonigen Gesteinsfolgen aufbaut, die im wesentlichen w\u00e4hrend der Devon-Periode des Erdaltertums abgelagert und in der Karbon-Periode als Faltengebirge [&#8222;Das Variszische Gebirge&#8220;] aus dem vorausgegangenen Meeresraum herausgepresst worden sind. [&#8230;] Von der urspr\u00fcnglichen Morphologie des Faltengebirges ist allerdings heute nur noch wenig zu erkennen; denn es ist seit seiner Entstehung vor 330 Millionen Jahren bis auf die Fundamente abgetragen und in ein &#8222;Rumpfgebirge&#8220; umgestaltet worden.&#8220; (Jux, U.: Kalksteine in der mitteldevonischen Schichtenfolge. In: Jacobi, G.: Als die Steinhauer in Lindlar ihre Zunft aufrichteten und den Marmor brachen&#8220;, 2007, S. 26)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Boden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Entstehung des heutigen Bodes begann nach diesen Eiszeiten. Daher hier ein paar Einw\u00fcrfe zum Boden, des Entsteung und Ver\u00e4ndeung.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Lockere und feste Gesteine sind das Ausgangsmaterial f\u00fcr die Bildung des Bodens. Durch physikalische Verwitterung werden die an der Erdoberfl\u00e4che befindlichen festen Gesteine allm\u00e4hlich zerkleinert, so da\u00df lockeres Gesteinsmaterial in einer mehr oder weniger m\u00e4chtigen Schicht das Ausgangsgestein \u00fcberdeckt. Zahlreiche Minerale unterliegen dem Einflu\u00df der Atmosph\u00e4rilien (Wasser, Sauerstoff, Kohlendioxid) und der Strahlung mehr oder weniger stark der chemischen Verwitterung. Hierbei entstehen durch einfache Umwandlung oder durch Aufbau aus den Zerfallsprodukten zum Teil neue Minerale. Die so gebildete Verwitterungsschicht dient niederen und h\u00f6heren Organismen als Standort und Lebensraum.&#8220; (Scheffer &#8211; Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde, 6. Aufl. 1966, S. 1)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Physikalische (mechanische) Verwitterung<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Temperaturverwitterung [&#8230;] Durch den raschen Temperaturwechsel werden die \u00e4u\u00dferen und inneren Teile der Gesteine infolge ihrer geringen W\u00e4rmeleitf\u00e4higkeit unterschiedlich erw\u00e4rmt und abgek\u00fchlt. Dadurch entstehen Spannungen, die zu Rissen und Spalten und schlie\u00dflich zum Zerfall der Gesteine f\u00fchren.&#8220; (Scheffer &#8211; Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde, 6. Aufl. 1966, S. 17)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Frostverwitterung durch Spaltenfrost. Sie ist in der Eigenschaft des Wassers begr\u00fcndet, beim Gefrieren sein Volumen um 9% zu erh\u00f6hen. In Gesteinsspalten und -risse eindringendes Wasser vermag somit beim Gefrieren eine erheblichebSprengwirkung zu entfalten und die Gesteine zu zertr\u00fcmmern.&#8220; (Scheffer &#8211; Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde, 6. Aufl. 1966, S. 17)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Quellung, Schrumpfung, Slaking &#8230; In tonhaltigem Material verursacht die Zufuhr von Wasser Quellung, das Wiederaustrocknen Schrumpfung [&#8230;] Die Schrumpfung &#8230; verursacht Trockenrisse, die bei neuen Niederschl\u00e4gen ein tieferes Eindringen des Wassers in den Boden erlauben. An der Oberfl\u00e4che tonhaltiger Gesteine (Tonsteine, Schiefertone, Sandsteine mit tonigem Bindemittel) kann die Quellung des Tons durch N\u00e4sse zu einem Zerfall des Gesteins f\u00fchren [Slaking].&#8220; (Ahnert, F.: Einf\u00fchrung in die Geomorphologie, 3. Aufl., 2003, S. 95)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Schlie\u00dflich k\u00f6nnen auch Pflanzen einen mechanischen Zerfall der Gesteine bewirken, indem die Wurzeln in Risse und Spalten eindringen und durch ihr Dickenwachstum die Gesteine auseinandersprengen [&#8230;] Die durch die genannten Vorg\u00e4nge gebileten Gesteinst\u00fccke werden beim Transport durch sich bewegendes Eis, durch flie\u00dfendes Wasser oder durch Wind weiter zerkleinert. Dies erfolgt durch mechanischen Abrieb an der Oberfl\u00e4che, durch den die Gesteine im Verlauf ihres Transportweges abgerundet werden und erhebliche Mengen feinen Materials liefern.&#8220; (Scheffer &#8211; Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde, 6. Aufl. 1966, S. 18)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Chemische Verwitterung<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>die Prozesse der chemischen Verwitterung bewirken &#8222;Stoff\u00e4nderungen des Gesteinsmaterials, d.h. Zersetzung (Korrodsion) der Substanz und Bildung neuer Verbindungen.&#8220; (Ahnert, F.: Einf\u00fchrung in die Geomorphologie, 3. Aufl., 2003, S. 90)<\/li><li>&#8222;Die chemische Verwitterung beruht im wsentlichen auf L\u00f6sungs-, Zersetzungs- und Hydrationsvorg\u00e4ngen, durch die die Gesteine und Minerale viel weitgehender Ver\u00e4ndert werden als bei der physikalischen Verwitterung.&#8220; (Scheffer &#8211; Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde, 6. Aufl. 1966, S. 18)<\/li><li>&#8222;Das wichtigste Agens der chemischen Verwitterung ist das Wasser, das als L\u00f6sungsmittel und bei der hydrolytischen Zersetzung schwer l\u00f6slicher Verbindungen wirksam wird.&#8220; (Scheffer &#8211; Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde, 6. Aufl. 1966, S. 18)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Bodenentstehung nach der Eiszeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Bergische Land war ein Eisrandgebiet. Die Bodenentstehung setzte nach den Eiszeiten wieder ein. Dazu schrieb 1979 Peter Burschel (damals Lehrstuhlinhaber f\u00fcr Waldbau und Forsteinrichtung an der Uni M\u00fcnchen):<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Das zentrale Ereignis auch f\u00fcr die Bodenentstehung in unserem Raum war die Eiszeit. In ihrem Verlauf traten auf riesigen Fl\u00e4chen tiefgreifende Ver\u00e4nderungen ein. Alte B\u00f6den wurden durch Eis weggehobelt und zusammen mit Brocken unverwitterten Gesteins als Mor\u00e4nen abgelagert. Der ganze Alpenraum und sein Vorland sind dadurch ebenso gepr\u00e4gt worden, wie das norddeutsche Tiefland. Die dazwischenliegenden Gebiete blieben zwar eisfrei, doch gab es dort nur niedrige Tundra-Vegetation, die wenig Schutz gegen Niederschl\u00e4ge, Eisbildungen und Tempertaturextreme bieten konnte. In gewaltigen Erosions- und Flie\u00dfvorg\u00e4ngen wurde daher auch hier der aus alter Verwitterung stammende Boden abtransportiert oder umgelagert. Und schlie\u00dflich konnte in Trockenperioden der Wind den vegetationsarmen Boden angreifen, seine feineren Teile emporwirbeln und \u00fcber weite Strecken transportieren. Als Ergebnis solcher Sand- und Staubst\u00fcrme hat sich auf gro\u00dfen Fl\u00e4chen L\u00f6\u00df abgelagert, oft in beachtlicher M\u00e4chtigkeit.<br>Ihrer alten Bodendecken beraubte Gebirge, gro\u00dfe Mor\u00e4nengebiete, Flie\u00dferden und L\u00f6\u00df auf riesigen Fl\u00e4chen bildeten daher das Rohmaterial f\u00fcr die Bodenentwicklung. Diese begann, als das Klima vor f\u00fcnfzehntausend Jahren w\u00e4rmer wurde, die gro\u00dfen Eismassen sich zur\u00fcckzuziehen begannen und Vegetation unseren mitteleurop\u00e4ischen Raum wieder besiedeln konnte.&#8220; (Burschel, P.: Der Wald in seiner Umwelt, In: Stern, H. (Hg.): Rettet den Wald, S.108)<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"525\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge076.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13474\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge076.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge076-300x225.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge076-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Wurzel einer umgest\u00fcrzten Fichte auf dem S\u00fcnger Berg.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"525\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge075.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-13471\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge075.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge075-300x225.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/suengerberge075-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Wurzel einer umgest\u00fcrzten Fichte auf dem S\u00fcnger Berg.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Bauern aus dem Fruchtbaren Halbmond besiedeln Europa<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Eiszeiten und die darauf folgenden Perioden hatten Einflu\u00df auf die Bodenbildung und -qualit\u00e4ten und somit auch auf die Besiedlung der Regionen. In den beiden folgenden Quellen wird betrachtet, wie die neue Bev\u00f6lkerungsgruppen nach Europa wanderten und dort Regionen mit guten b\u00f6den besiedelten.<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Vor ungef\u00e4hr 11 500 Jahren endete in Europa und im Nahen Osten die Eiszeit. Als sich Klima allm\u00e4hlich erw\u00e4rmte und die Natur mehr Nahrung bot, gingen Wildbeuter in der Region des Fruchtbaren Halbmondes &#8212; einem Bebiet, das von Euphrat und Tigris bis an die Mittelmeerk\u00fcste, der Lavante reichte &#8212; langsam dazu \u00fcber, sesshaft zu werden. [&#8230;]  Gesichert ist &#8230;, dass die Pioniere ungef\u00e4hr 7000 v. Chr. gen Europa wanderte, auf der Suche nach neuem Ackerland.&#8220; (Spinney, L.: Wie die Bauern Europa eroberten. In: Spektrum Geschichte, 1\/2021, S. 18)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8222;Die im Fruchtbaren Halbmond st\u00e4ndig wachsende Bev\u00f6lkerung war gezwungen, nach neuen akzeptablen Ackerb\u00f6den Ausschau zu halten. Erst ging es durch Anatolien, dann \u00fcber die Dardanellen nach Griechenland, bald in den Balkanraum und schlie\u00dflich nach Mitteleuropa, das in der Mitte des 6. Jahrhunderts vor Christus innerhalb von weniger als 200 Jahren von den ersten Bauern [&#8230;] in Besitz genommen wurde.<br>[&#8230;] Europa war zu gro\u00dfen Teilen mit Urw\u00e4ldern bedeckt. Vor allem Fl\u00fcsse taugten als Leitbahnen durch die Wildnis [&#8230;] Die Wanderer tasteten sich von den Fl\u00fcssen langsam ins Landesinnere vor; oft lie\u00dfen sie sich gerade dort nieder, wo sie beim Graben auf keine Steine mehr stie\u00dfen. Dort war die Erde leicht zu bearbeiten &#8212; selbst mit Gers\u00e4t aus Stein, Knochen oder Holz. Und es war ein guter Ort zum Siedeln. [&#8230;]<br>Die steinlosen B\u00f6den waren \u00fcberaus fruchtbar [&#8230;]. Denn die steinlosen B\u00f6den bestanden aus <strong>L\u00f6ss<\/strong>, einem Produkt der Eiszeit. Gletscher hatten Berge und Felsen zu Ger\u00f6ll und feinem Gesteinsstaub zermahlen. Leichte Beute f\u00fcr den Wind, der das, was heute Gartencenter als &#8222;Urgesteinsmehl&#8220; zur Bodenverbesserung verkaufen, durch die trockene, vegitationslose K\u00e4lte-\u00d6dnis blies. Der Staub lagerte sich im Windschatten der Gebirge ab. Das geschah in Nordamerika, in China und in Europa, wo der Wind den L\u00f6ss in den B\u00f6rden am Nordrand der Mittelgebirge anh\u00e4ufte, im Pariser und im Karpatenbecken, aber auch in den s\u00fcddeutschen G\u00e4ulandschaften.<br>Ein Blick auf moderne Bodenkarten zeigt, das Gebiet im Windschatten des Harzes geh\u00f6rt zu den fruchtbarsten B\u00f6den Europas, insbesondere die Magdeburger B\u00f6rde und die Leipziger Tieflandbucht bis in das Th\u00fcringer Becken hinein, mit Weimar und Erfurt als s\u00fcdlicher Begrenzung. Der L\u00f6ss hat sich hier zu tiefgr\u00fcndigen Schwarzerden gewandelt, mit einer M\u00e4chtigkeit von \u00fcber einem Meter. [&#8230;] In den steppenartigen Gebieten waren unz\u00e4hlige Bodenw\u00fchler aktiv: Regenw\u00fcrmer, Feldhamster, Steppenmurmeltiere, die alle besten Humus produzierten.&#8220;  (Meller, H, &amp; Michel, K.: Die Himmelsscheibe von Nebra, 2020. S. 158 &#8212; 160)<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"490\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/loess001.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28723\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/loess001.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/loess001-300x210.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>L\u00f6ss-Bildung in den S\u00fcnger Bergen (Skizze Sahler 4\/2023)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"655\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/loess002.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28722\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/loess002.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/07\/loess002-300x281.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>L\u00f6ss-Bildung in den S\u00fcnger Bergen (Skizze Sahler 4\/2023)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Von S\u00e4tteln und Mulden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Paffrather Mulde<\/li><li>Peffekovener und Dierdorfer Mulde<\/li><li>S\u00fcnger Sattel<\/li><li>Breuner Mulde<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Von Schichten und Formationen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Geologen: August Denckmann, Alexander Fuchs, Heinrich von Dechen, Werner Paeckelmann, Emanuel Kayser, Curt Dietz<\/li><li>&#8222;Hobr\u00e4cker Schichten: nach einem Bergr\u00fccken bei Hohenlimburg&#8220; (Karl Schmitz: &#8222;Erdgeschichte des Oberbergischen&#8220;, 1974, S. 17). \u201eM\u00fchlenbergschichten (M\u00fchlenberg unterhalb Dahl) , Grauwackensandsteine mit Grauschiefereinlagerungen\u201c (aus: Neues Jahrbuch f\u00fcr Mineralogie, Geologie und Pal\u00e4ontologie, 1909); \u201eDie Brandenbergschichten nach dem Brandenberg in der Lenneschleife zwischen Hohenlimburg und Nachrodt , die M\u00fchlenbergschichten nach dem M\u00fchlenberg auf der rechten Volmeseite n\u00f6rdlich von Dahl\u201c (aus: \u201eAbhandlungen des Reichsamts f\u00fcr Bodenforschung, 1942); \u201eDie Untergliederung [Anm. GS: der Schichten wie Brandenberg-Schichten, M\u00fchlenberg-Schichten, Hobr\u00e4cker-Schichten, Untere Honsel-Schichten, zuvor wurde diese Schichten alle mit \u201eLenne-Schiefer\u201c bezeichnet] wurde erst durch DENCKMANN (1907) bei der Kartierung der Geologischen Karte im Gebiet des Blattes Hohenlimburg \u2013 vorwiegend nach lithologischen Gesichtspunkten \u2013 eingef\u00fchrt.\u201c (Jahresberichte des Naturwissenschaftlichen Vereins Wuppertal, Heft 53, 2000, S. 12)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Die S\u00fcnger Berge<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Betrachtet man die S\u00fcnger Berge von oben, zeichnet die Erhebungen, die Tiefen und die B\u00e4che ein, so sieht man, dass die B\u00e4che zur heutigen Reliefbildung beigetragen haben. Peter Burschel schrieb, dass w\u00e4hrend der Eiszeit &#8222;in gewaltigen Erosions- und Flie\u00dfvorg\u00e4ngen [&#8230;] der aus alter Verwitterung stammende Boden abtransportiert oder umgelagert&#8220; wurde (Burschel, P.: Der Wald in seiner Umwelt, In: Stern, H. (Hg.): Rettet den Wald, S.108) Dies scheint auch hier der Fall gewesen zu sein.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suenger-Berge_Karte001-Gewaesser-1.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Die B\u00e4che durchschneiden die S\u00fcnger Berge.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Suenger-Berge-Hoehen001.gif\" alt=\"\" width=\"665\" height=\"65\"\/><figcaption>Dort wo die B\u00e4che flie\u00dfen ist die &#8222;Gebirgskette&#8220; zerschnitten. Mehr dazu <a href=\"https:\/\/guentersahler.de\/?p=14131\">hier (&#8222;Relief der S\u00fcnger Berge&#8220;)<\/a>.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Als Wiederholung von oben: Das Bergische Land lag auf der Nordseite eines Hochgebirges, welches sich quer \u00fcber den Kontinent Pangaea zog. <strong>Das Variszische Gebirge<\/strong>, wie es 1888 der Geologe Eduard Suess nannte. Ein m\u00e4chtiges Gebirge hatte sich aufget\u00fcrmt, welches aber nie alpine H\u00f6hen erreichte. Der Gebirgszug war 600 Kilometer lang und durchschnittlich 5 Kilometer hoch. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/perm.gif\" alt=\"\"\/><figcaption>Kontinent \u201ePangaea [\u2026] zusammengehalten von einer gro\u00dfen Gebirgsnaht, den&nbsp;<strong>Varisziden<\/strong>. (Skizze nach Abbildung 1 in Go\u00dfmann, R.\/Jungheim, H. J.: Landpflanzen im Verlauf der Erdgeschichte, Teil 7: Das Perm. In: Fossilien, 5\/2009, S. 308.)&nbsp;<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Heute kann man dieses Gebirge aufgeschlossen in Europa beispielsweise in den&nbsp;Ardennen, im&nbsp;Rheinischen Schiefergebirge&nbsp;\u2013 zu dem das Bergische Land geh\u00f6rt \u2013 und im&nbsp;Harz sehen. Aufgeschlossen meint hier, die Felsen, die direkt unter dem Boden liegen. Unter den S\u00fcnger Bergen ist dies die geologische Schicht mit dem Namen Hobr\u00e4cker Schicht.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"814\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Suenger-Berge_Fossilien008.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21398\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Suenger-Berge_Fossilien008.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Suenger-Berge_Fossilien008-258x300.jpg 258w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/Suenger-Berge_Fossilien008-624x726.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Die S\u00fcnger Berge bestehen aus Steinen der Hobr\u00e4cker Schicht.<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung Wir sehen die Erde als eine feste Oberfl\u00e4che. In Wirklichkeit besteht sie aber aus gro\u00dfen Platten aus Stein, die nicht fest sind, sondern diese gro\u00dfen Landmassen verschieben sich gegeneinander. Alfred Wegener ging davon aus, dass wenn man die Landmassen &hellip; <a href=\"https:\/\/guentersahler.de\/?p=13547\">Weiter<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":13686,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[33,66,29,42,83,36],"tags":[],"class_list":["post-13547","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-blog","category-fossilien","category-lindlar","category-natur","category-natur-der-suenger-berge-die-landschaft","category-suenger-berge"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13547"}],"collection":[{"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13547"}],"version-history":[{"count":139,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13547\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":35825,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13547\/revisions\/35825"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/13686"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13547"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13547"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13547"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}