{"id":16968,"date":"2021-09-11T10:18:36","date_gmt":"2021-09-11T10:18:36","guid":{"rendered":"http:\/\/guentersahler.de\/?p=16968"},"modified":"2022-11-06T10:47:54","modified_gmt":"2022-11-06T10:47:54","slug":"buch-die-fabelhafte-welt-der-ameisen-graetz-kupfer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guentersahler.de\/?p=16968","title":{"rendered":"Buch: &#8222;Die fabelhafte Welt der Ameisen&#8220; (Gr\u00e4tz\/Kupfer)"},"content":{"rendered":"\n<p>Geschrieben wurde das Buch von den beiden Biologinnen Christina Gr\u00e4tz und Manuela Kupfer. Gr\u00e4tz ist Ameisenumsiedlerin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Nagola Re GmbH. Kupfer ist freiberuflich als Lektorin und Fachredakteurin f\u00fcr Naturwissenschaften und Gesundheit t\u00e4tig. <\/p>\n\n\n\n<p>Dar\u00fcber das Ameisen umgesiedelt werden, hatte ich bisher noch nichts gewusst. Ich hatte mir auch schlicht keine Gedanken dar\u00fcber gemacht, was passiert, wenn man beispielsweise in einem Baugebiet auf einen Ameisenh\u00fcgel st\u00f6\u00dft und dieser logischerweise von dort weg muss. Dies wird zum Gl\u00fcck gesetzlich geregelt. Wird bei einer Bauma\u00dfnahme einen Ameisenvolk gefunden, dann muss dieses an einen angemessenen neuen Standort umgesiedelt werden. Grundlage f\u00fcr solche Umz\u00fcge ist das Gesetz \u00fcber Naturschutz und Landespflege (Bundesnaturschutzgesetz, abgek\u00fcrzt BNatSchG) und die auf das BNatSchG aufbauende Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV).<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>BNatSchG: gesetze-im-internet.de\/bnatschg_2009<\/li><li>BArtSchV: gesetze-im-internet.de\/bartschv_2005<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>In dem Buch wird einerseits beschrieben wie Ameisenhegerinnen und -heger diese Umz\u00fcge durchf\u00fchren. Andererseits wird Wissen \u00fcber das Leben der Ameisenv\u00f6lker vermittelt. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"482\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/antsbook.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-16969\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/antsbook.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/antsbook-187x300.jpg 187w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption>Titelseite von &#8222;&#8220;Die fabelhafte Welt der Ameisen&#8220; (2021), Penguin Verlag, 285 Seiten.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Die gefundenen Nester mit K\u00f6niginnen, Arbeiterinnen, Soldatinnen, Puppen, Eier und Larven werden samt Neststreu von den Ameisenhegerinnen und -heger in S\u00e4cke gehoben und an den neuen Standort gefahren. Mit zu einem Nest geh\u00f6rt oft ein Stubben, ein Baumstumpf, der den Kern des Nests bildet und ebenfalls mit umgesiedelt wird. Im diesem Totholz leben oft die K\u00f6niginnen und dort finden sich weitere Puppen, Eier und Larven. Die Nester bestehen nicht nur aus dem H\u00fcgel, sondern auch aus einem Bereich darunter, der unterschiedlich tief sein kann. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch ist mit einer \u00fcberquellenden Anzahl von Fakten \u00fcber Ameisen gespikt. So erf\u00e4hrt man, dass laut Studien Ameisen bereits vor 168 Millionen Jahren, bzw. nach einer anderen Studie seit 115 bis 135 Millionen Jahren, \u00fcber die Erde krabbeln. Das \u00e4lteste Fossil einer Ameise ist 110 Millionen Jahre alt. Die Ameisen sollen sich wohl aus solit\u00e4r (= in der Zoologie: einzeln lebend, Gegensatz: greg\u00e4r\/gesellig) lebenden Wespen entwickelt, Dolchwespen sollen ihre Vorfahren gewesen sein. Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass es 30.000 verschiedene Ameisenarten gibt. Die Unterscheidung verschiedener Arten ist selbst f\u00fcr Experten nur unter der Lupe m\u00f6glich. Da wird nach der Form der Oberlippe geschaut (&#8222;Oberlippe eingebuchtet: Raubameise&#8220;, S. 55) oder der Form der Kopfoberseite (&#8222;Kopfoberseite eingedellt und wie ein kleines Teufelchen aussehend und dabei ganz zierlich: Kerbameise&#8220;, ebd.). Ansonsten wird nach der F\u00e4rbung und der Behaarung des Hinterkopfs geschaut. Es gilt genau hinzusehen, denn &#8222;viele Arten sind nur schwer von anderen zu unterscheiden. Da geht es etwa um Unterschiede in der Anzahl und Gr\u00f6\u00dfe der Antennenglieder sowie der Haare auf bestimmten K\u00f6rperabschnitten, um Abweichungen in der Pigmentierung, der Anzahl und Form von Z\u00e4hnen oder Mandibeln.&#8220; (S. 67) Handelt es dar\u00fcberhinaus noch um eine Zwillingsart, dann lassen sich die Ameisen unter Umst\u00e4nden nur aufgrund ihres Verhaltens unterscheiden (S. 68).<\/p>\n\n\n\n<p>Meine Beobachtungen:<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"270\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/ameisenest001.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-17842\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/ameisenest001.jpg 400w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/ameisenest001-300x203.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption>Ameisennest mit Stubben, ein Baumstumpf, der den Kern des Nests bildet (zwischen Delling und Ommerborn, Mitte Oktober 2021)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"722\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ameisen003.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15652\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ameisen003.jpg 1000w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ameisen003-300x217.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ameisen003-768x554.jpg 768w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ameisen003-624x451.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Rote Gartenameise und <em>Blattl\u00e4use<\/em> bei Lindlar-Stelberg im Bergischen Land (Sommer 2021)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"750\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ameisen001-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15654\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ameisen001-1.jpg 1000w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ameisen001-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ameisen001-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/ameisen001-1-624x468.jpg 624w\" sizes=\"(max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><figcaption>Rote Gartenameise und <em>Blattl\u00e4use<\/em> bei Lindlar-Stelberg im Bergischen Land (Sommer 2021)<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschrieben wurde das Buch von den beiden Biologinnen Christina Gr\u00e4tz und Manuela Kupfer. 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