{"id":19702,"date":"2022-02-20T10:09:00","date_gmt":"2022-02-20T10:09:00","guid":{"rendered":"http:\/\/guentersahler.de\/?p=19702"},"modified":"2022-03-22T10:18:14","modified_gmt":"2022-03-22T10:18:14","slug":"onlinekurs-planet-earth-and-you","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guentersahler.de\/?p=19702","title":{"rendered":"Onlinekurs \u201ePlanet Earth \u2026 and You!\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>Onlinekurs \u201ePlanet Earth \u2026 and You!\u201c<br>University of Illinois at Urbana-Champaign \/ coursera.org<br>Dr. Stephen Marshak und Dr. Eileen Herrstrom<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erdbeben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Stephen Marshak beginnt seinen Geologiekurs mit Erbeben. Er meint selber, dass dies eher ungew\u00f6hnlich sei, denn bei Geologie w\u00fcrde man doch zun\u00e4chst an Gesteine oder Mineralien denken. F\u00fcr ihn sei aber das Verst\u00e4ndnis der Erdbeben ein Einstieg in das vieler anderer Ph\u00e4nomene. <\/p>\n\n\n\n<p>Erdbeben sind Vibrationen, die die Oberfl\u00e4che der Erde beeinflussen. Mit dem Brechen eines Holzstocks zeigt Marshak, wie Schwingungen bzw. Vibrationen entstehen. Im Fall eines Erdbebens bricht statt des Stocks das Gestein in der Erde. \u00a0Es entsteht im Gestein eine Fraktur, die in der Fachsprache als Verwerfung, Sprung,\u00a0Verschiebung\u00a0oder\u00a0St\u00f6rung bezeichnet wird. Im Englischen wird von Fault (Fehler, St\u00f6rung) gesprochen<em>. <\/em>Die Vibrationen merken wir durch die Bodenersch\u00fctterungen, die zu Sch\u00e4den an Geb\u00e4uden oder Br\u00fccken f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der von Giuseppe Mercalli&nbsp; erdachten Intensit\u00e4tsskala &nbsp;kann die die Zerst\u00f6rungsf\u00e4higkeit&nbsp; eines Erdbebens gemessen werden. Mit Seismometern werden heute Erdbeben aufgezeichnet und grafisch dargestellt. Die Werte die heute bei Nachrichtenmeldungen zu Erdbeben genannt, sind die der Richterskala nach Charles Richter.<\/p>\n\n\n\n<p>Erdbeben sind laut Dr. Marshak in erster Linie die Folge von \u201eFehlern\u201c (Verwerfungen). Gesteinsschichten werden nach oben bewegt oder fallen nach unten ab. Aber nicht alle Verwerfungen k\u00f6nnen wir sehen, viele sind unter der Erdoberfl\u00e4che.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Plattentektonik und Kontinentaldrift<\/h4>\n\n\n\n<p>Ein weiteres gro\u00dfes Thema im Kurs ist die Plattentektonik und der Kontinentaldrift.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIf you look up at the night sky and look at the moon,&nbsp;you&#8217;re looking at a landscape that&#8217;s been there for billions of years. Each crater, each ridge, each sea on the surface of the moon is a feature&nbsp; that formed back when the Earth was very, very young. But if you look at the Earth,&nbsp; the surface that you&#8217;re seeing is something that&#8217;s a much younger feature.&nbsp;It&#8217;s a dynamic place.&nbsp; The evidence of that is all around.\u201c (Zitat aus dem Kurs)&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Mond sich also seit einer Ewigkeit an der Oberfl\u00e4che nicht ver\u00e4ndert hat, ist unsere Erde weiterhin im Innern und an der Oberfl\u00e4che in Bewegung und ver\u00e4ndert sich. \u00dcber die Ursachen dieser Ver\u00e4nderungen spekulierte die Menschheit lange. Die Japaner beispielsweise sahen einen \u201egigantic catfish under Japan\u201c als Verursacher. Fr\u00fcher glaubte man auch, die Erdoberfl\u00e4che h\u00e4tte immer so ausgesehen wie heute. Die Kontinente waren an der gleichen Stelle wie heute. Die Ozeane waren immer an ihrer Stelle. Aber dies ist absolut falsch.<\/p>\n\n\n\n<p>Alfred Wegener war einer derjenigen, die sich wissenschaftlich mit der Verschiebung der Erdteile besch\u00e4ftigte. Er nannte seine Idee \u201eContinental Drift\u201c. Am Ende des Zeitalters Paleozoic h\u00e4tte es den gro\u00dfen Kontinent Pangea gegeben, der sp\u00e4ter auseinander gebrochen sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Meteorologe hatte Alfred Wegener nach Beweisen gesucht, \u201ewo in der Vergangenheit Eiszeiten, also Zeitr\u00e4ume, in denen wesentliche Bereiche der kontinentalen Kruste von Gletschern oder Eisschilden bedeckt waren, existierten\u201c. Die letzten Eiszeiten hatten Teile Nordamerikas, &nbsp;gro\u00dfe Gebiete Europas und Russlands betroffen. Wegener wusste aber aus der Literatur, dass es gro\u00dfe Fl\u00e4chen mit Gletschersedimenten (Sedimenten oder Tr\u00fcmmer, die von Eisschilden transportiert wurden) bedeckt sind. Er erkannte, dass diese Gebiete nicht unbedingt in Regionen liegen, die von den letzten Eiszeiten betroffen waren. Sie stammten aus dem Pal\u00e4ozoikum stammten und waren damit ein paar hundert Millionen Jahre alt. Er verzeichnete diese Lagerst\u00e4tten in einer Karte und zeichnete auch die Gletscherstreifen ein, also die Kratzer in der Gesteinsoberfl\u00e4che, die bei der Bewegung eines Gletschers \u00fcber das Gestein entsteht. Mit diesen Daten stellte er fest, dass die pal\u00e4ozoische Eiszeit auch Teile S\u00fcdamerikas, S\u00fcdafrikas, Teile von Australien und Indien sowie Teile der Antarktis betroffen hatte. Nur in den Gebieten der Antarktis w\u00e4re aber eine Vergletscherung m\u00f6glich gewesen. Des Weiteren erkannte er anhand der Gletscherstreifen, dass die Gletscher aus den Meeren gekommen waren. Was allerdings unm\u00f6glich war: \u201edenn man kann keinen Gletscher aus dem Ozean wachsen lassen und sich dann auf das Land ausbreiten.&nbsp; Gletscher bilden sich an Land und breiten sich in Richtung Meer aus.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Er baute diese Erkenntnisse mit in sein Konzept des Kontinents Pangea ein. Seine Annahme war, dass die vergletscherten Gebiete S\u00fcdamerikas, S\u00fcdafrikas, Australien und Indiens mit der Antarktis verbunden waren und sp\u00e4ter von dieser abbrachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Alfred Wegener betrachtete nun die Erkenntnisse \u00fcber die Klimazonen auf der Erde und \u00fcbertrug dieses Wissen auf den Kontinent Pangea. Allgemein gilt, dass \u201e\u00c4quatorialg\u00fcrtel tendenziell tropisch sind, [mit] Regenw\u00e4ldern und viel Regen, viel Vegetation, sehr warme Ozeane.&nbsp; Dass&nbsp; es auf beiden Seiten der \u00c4quatorialg\u00fcrtel in subtropischen Regionen zu W\u00fcsten neigt.&nbsp; Und dann weiter n\u00f6rdlich und s\u00fcdlich, betreten Sie gem\u00e4\u00dfigte Regionen.\u201c&nbsp;So konnte Wegener feststellen, dass die genannten Teile S\u00fcdamerikas, S\u00fcdafrikas, Australien und Indiens wie die Antarktis vergletschert waren, wohingegen auf der Nordhalbkugel, n\u00f6rdlich des \u00c4quators, n\u00f6rdlich der Tropen, W\u00fcsten waren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Onlinekurs \u201ePlanet Earth \u2026 and You!\u201cUniversity of Illinois at Urbana-Champaign \/ coursera.orgDr. Stephen Marshak und Dr. Eileen Herrstrom Erdbeben Stephen Marshak beginnt seinen Geologiekurs mit Erbeben. 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