{"id":21260,"date":"2022-06-16T06:58:00","date_gmt":"2022-06-16T06:58:00","guid":{"rendered":"http:\/\/guentersahler.de\/?p=21260"},"modified":"2022-11-05T17:53:48","modified_gmt":"2022-11-05T17:53:48","slug":"zeitschrift-romerike-berge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guentersahler.de\/?p=21260","title":{"rendered":"Zeitschrift: Romerike Berge"},"content":{"rendered":"\n<p>Romerike Berge &#8211; Zeitschrift f\u00fcr das Bergische Land, Heft 1\/2017<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"424\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/romberge2017.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-21286\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/romberge2017.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/romberge2017-212x300.jpg 212w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><figcaption>Titelseite mit Fossilien von Seelilien. Romerike Berge &#8211; Zeitschrift f\u00fcr das Bergische Land, Heft 1\/2017<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Artikel: Weber Hans Martin: Zur Fauna der mitteldevonischen M\u00fchlenberg Formation von Lindlar und Umgebung, S. 2 &#8211; 15<\/p>\n\n\n\n<p>Direkt zu Beginn des Artikels werden einige interessante Fakten genannt, die ich bisher noch nirgendwo gelesen habe. Weber berichtet, dass der Name der M\u00fchlenberg-Schichten (M\u00fchlenberg-Sandstein, jetzt auch M\u00fchlenberg Formation) auf den Geologen August Denckmann zur\u00fcck geht, der im Jahr 1907 &#8222;diese Schichten am M\u00fchlen-Berg bei Dahl, etwa 5 Kilometer s\u00fcdwestlich von Hohenlimburg im Sauerland beschrieb.&#8220; (S. 2) Mit dieser Info habe ich im Internet geschaut (siehe unten *).<\/p>\n\n\n\n<p>Direkt auf der ersten Seite des Artikels werden auch die f\u00fcr Lindlar typischen Seelilienabdr\u00fccke genannt, die Johann Friedrich Kr\u00fcger 1823 in seinem Buch &#8222;Geschichte der Urwelt&#8220; als &#8222;Schraubensteine&#8220; bezeichnet und auch in diesem Zusammenhang Lindlar nennt (siehe hier unter ** meine kleine Internetrecherche).<\/p>\n\n\n\n<p>Wirklich schade ist, dass auf Seite 6 die Bildunterschriften vertauscht wurden. Auf der rechten Abbildung sieht man Seelilien-Stielglieder, die Bildunterschrift lautet allerdings &gt;&#8220;Fenestella&#8220; sp. eines f\u00e4cher- und trichterf\u00f6rmigen Moostierchens.&lt; So eine Vertauschung passiert im Produktionsprozess flott. Nur leider f\u00fchrte dies dazu, dass zwei weitere Fotos mit Seelilienabdr\u00fccken (Titelbild und S. 14) mit &gt;&#8220;Fenestella&#8220; sp. eines f\u00e4cher- und trichterf\u00f6rmigen Moostierchen.&lt; falsch bezeichnet wurden. Obwohl &#8222;nahezu jeder Bewohner des Bergischen Landes&#8220; (s. 6) diese &#8222;kleinen rundlichen Vertiefungen in der Grauwacke&#8220; kennt und es dabei &#8222;um die Stielglieder von Seelilien&#8220; handelt. Wer sie aber nicht namentlich kennt, wird sie nun f\u00fcr Moostierchen halten. Ich als Laie war auch verwirrt und hab gleich im Internet geschaut, was <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Moostierchen\" target=\"_blank\">Moostierchen<\/a> sind (<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Fenestella_%28bryozoan%29\" target=\"_blank\">&#8222;moss animals&#8220;<\/a>). <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/hamston2-001.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Eins meiner Fotos (also nicht aus der Publikation) von Seelilien-Stielgliedern, <a href=\"https:\/\/guentersahler.de\/?p=20600\">Fundort Lindlar-Hammen<\/a> (S\u00fclztal, S\u00fcnger Berge)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im weiteren werden eine Auswahl der Lindlarer-Funde angesprochen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Weichtiere (Mullusken) &#8211; Muscheln, Schnecken, Tintenfisch-Verwandte<\/li><li>Armf\u00fc\u00dfer (Brachiopoden) und Moostierchen (Bryozoen)<\/li><li>Stachelh\u00e4uter (Echinodermen) &#8211; Seelilien und Seeigel<\/li><li>Gliedertiere (Arthropoden) &#8211; Krebse und Verwandte<\/li><li>Fische &#8211; Panzerfische, Stachelhaie und Quastenflosser<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Dies ist schon eine bemerkenswerte breite Fauna, die, wenn man sie sehen m\u00f6chte, derzeit nur in verschiedenen Sammlungen sehen kann. Weber erw\u00e4hnt hier die Sammlung von Siegfried Gobke, einem ehemaligen Steinhauer in Lindlar und langj\u00e4hriger Vorsitzender der Steinhauergilde, und verschiedene Objekte der Sammlung des Ruhrmuseums in Essen, wo Dr. Hans Martin Weber als Kurator (<a href=\"https:\/\/ruhrmuseum.de\/museum\/ueber-uns\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">wiss. Sammlungsverwaltung<\/a>) t\u00e4tig ist. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/untersteinbach013.jpg\" alt=\"\" width=\"435\" height=\"297\"\/><figcaption>Eins meiner Fotos (also nicht aus der Publikation), <a href=\"https:\/\/guentersahler.de\/?p=20600\">Fundort ehm. Steinbruch bei Lindlar-Untersteinbach<\/a><\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>* &#8222;M\u00fchlenbergschichten (M\u00fchlenberg unterhalb Dahl) , Grauwackensandsteine mit Grauschiefereinlagerungen&#8220; (aus: Neues Jahrbuch f\u00fcr Mineralogie, Geologie und Pal\u00e4ontologie, 1909); &#8222;Die Brandenbergschichten nach dem Brandenberg in der Lenneschleife zwischen Hohenlimburg und Nachrodt , die M\u00fchlenbergschichten nach dem M\u00fchlenberg auf der rechten Volmeseite n\u00f6rdlich von Dahl&#8220; (aus: &#8222;Abhandlungen des Reichsamts f\u00fcr Bodenforschung, 1942); &#8222;Die Untergliederung [Anm. GS: der Schichten wie Brandenberg-Schichten, M\u00fchlenberg-Schichten, Hobr\u00e4cker-Schichten, Untere Honsel-Schichten, zuvor wurde diese Schichten alle mit &#8222;Lenne-Schiefer&#8220; bezeichnet] wurde erst durch DENCKMANN(1907) bei der Kartierung der Geologischen Karte im Gebiet des Blattes Hohenlimburg &#8211; vorwiegend nach lithologischen Gesichtspunkten &#8211; eingef\u00fchrt.&#8220; (Jahresberichte des Naturwissenschaftlichen Vereins Wuppertal, Heft 53, 2000, S. 12)<\/p>\n\n\n\n<p>** &#8222;Au\u00dferdem liefert die Gegend bey Lindlar, im Bergischen Amte Steinbach, ebenfalls bisweilen Schraubensteine. Ich habe davon in zwey M\u00fcttern zwey Beispiele vor mir liegen.&#8220; (Schr\u00f6ter, Johann Samuel: &#8222;Kenntni\u00df und Geschichte der Steine und Versteinerungen&#8220;, 1778, S. 308); &#8222;Encrinites Epithonius [Anm. GS: siehe hierzu bei <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/lexikon\/geographie\/encriniten\/2019\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Spekrum<\/a>: &#8222;Encriniten, <em>Encrinus<\/em>, Seelilie (Crinoiden) der Trias; Stielglieder werden Trochiten (Bonifatiuspfennige, R\u00e4delsteine, Teufelsm\u00fcnzen) genannt.&#8220;] Eine zahlreiche und lehrreiche Suite der sogenannten Schraubensteine von R\u00fcbeland und von der Schalke am Harz, von Lindlar im Bergischen, und aus dem Solmsischen, in Grauwacke \u00e4hnlichem Gestein &#8230; Gegenw\u00e4rtig scheint es keinen Zweifel unterworfen, dass sie zur Familie der Encriniten geh\u00f6ren &#8230;&#8220; (v. Schlotheim, E.F.: &#8222;Petrefactenkunde&#8220; [Anm. GS: sp\u00e4ter wurde daraus, also aus der Petrefaktenkunde, die Pal\u00e4ontologie], 1820, S. 337) <\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Romerike Berge &#8211; Zeitschrift f\u00fcr das Bergische Land, Heft 1\/2017 Artikel: Weber Hans Martin: Zur Fauna der mitteldevonischen M\u00fchlenberg Formation von Lindlar und Umgebung, S. 2 &#8211; 15 Direkt zu Beginn des Artikels werden einige interessante Fakten genannt, die ich &hellip; <a href=\"https:\/\/guentersahler.de\/?p=21260\">Weiter<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":21286,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[33,66,29,42],"tags":[],"class_list":["post-21260","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-blog","category-fossilien","category-lindlar","category-natur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21260"}],"collection":[{"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21260"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21260\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21288,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21260\/revisions\/21288"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/21286"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21260"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21260"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21260"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}