{"id":23954,"date":"2022-11-06T16:53:39","date_gmt":"2022-11-06T16:53:39","guid":{"rendered":"http:\/\/guentersahler.de\/?p=23954"},"modified":"2022-11-10T17:59:52","modified_gmt":"2022-11-10T17:59:52","slug":"e-book-donna-l-long-the-grinnell-scientific-nature-journal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guentersahler.de\/?p=23954","title":{"rendered":"E-Book: Donna L. Long &#8222;The Grinnell Scientific Nature Journal&#8220; (2019)"},"content":{"rendered":"\n<p>Dieses E-Book behandelt die Grinnell-Methode und richtet sich laut Untertitel an Wissenschaftler, Citizen Scientists und Nature Journal Keepers. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Methode ist nach Joseph Grinnell (1877-1939), einem amerikanischer Feldbiologen und\u00a0Zoologen, benannt, der diese &#8222;Methode f\u00fcr biologische Feldbeobachtungen und deren Dokumentation&#8220; (de.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Grinnell) im fr\u00fchen 20. Jahrhundert entwickelt hat. Von Biologen und Feldnaturforschern wird diese Methode h\u00e4ufig verwendet. Wobei ich mich frage, ob dies auch f\u00fcr Europa gilt?<\/p>\n\n\n\n<p>Wichtige Komponenten dieser Methode sind (en.wikipedia.org\/wiki\/Joseph_Grinnell):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Feldnotizbuch<\/li><li>Feldtagebuch<\/li><li>Artenbericht&nbsp;<\/li><li>Katalog (wann und wo wurde gesammelt)<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>\u00dcber diese Methode hat Donna L. Long ein E-Book geschrieben. Sie ist eine Umweltp\u00e4dagogin aus Philadelphia, Pennsylvania. Als Autorin schreibt sie \u00fcber \u00d6kologie, \u00f6kologisches G\u00e4rtnern und Umweltthemen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"350\" height=\"463\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/grinnell.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-23969\"\/><figcaption>Titelseite des E-Books von Donna L. Long &#8222;The Grinnell Scientific Nature Journal&#8220; (2019)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst stellt Donna L. Long die vier bereits genannten Komponenten vor:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>ein Feldnotizbuch (field notebook), in diesem werden Beobachtungen direkt aufgezeichnet, also an Ort und Stelle w\u00e4hrend sie stattfinden. <\/li><li>ein Feldtagebuch (field journal), in diesem werden nun vollst\u00e4ndig geschriebene Berichtseintr\u00e4gen \u00fcber Beobachtungen verfasst. <\/li><li>ein Artenbericht (species account), dieser enth\u00e4lt detaillierte Beobachtungen der Arten.<\/li><li>Katalog (catalog), dieser enth\u00e4lt Aufzeichnungen dar\u00fcber, wo und wann Proben gesammelt worden sind. <\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Das Feldnotizbuch (field notebook)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man in der Natur (im Feld) unterwegs ist, hat man ein Feldnotizbuch dabei und schreibt oder kritzelt dort die Beobachtungen direkt rein.  Donna L. Long nutzt einen 3 x 5 Zoll (7,6 x 12,7 cm, dies ist etwas kleiner als DIN A 6) Block, den sie in der Ges\u00e4\u00dftasche mitf\u00fchrt. Ins Feldnotizbuch k\u00f6nnen alle m\u00f6glichen Notizen und Skizzen. Man hat es immer dabei. Schreibt und skizziert direkt vor Ort (&#8222;on the spot&#8220;). Erkennt man beispielsweise die Augenfarbe eines Vogels, so schreibt man sie direkt auf, denn sp\u00e4ter wei\u00df man nicht mehr, ob sie Gr\u00fcn oder Blau waren. Die Beobachtung werden also aufgezeichnet, w\u00e4hrend man sie beobachtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Das Feldtagebuch (field journal)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Noch am selben Tag \u00fcbertr\u00e4gt man die schnellen Notizen oder die schnell erstellten Skizzen nun in das Feldtagebuch (Field Journal, auch Nature Journal genannt, professionelle Naturforscher und Biologen nennen es halt Field Journal), nun aber werden die S\u00e4tze sauber ausgeschrieben, die Skizzen verbessert und genauer gezeichnet. Wichtig ist hier, dass zwischen der Beobachtung und dem Eintrag nicht zuviel Zeit verstreicht (max. 24 Stunden). Denn Erinnerungen verblassen bekanntlich schnell. <\/p>\n\n\n\n<p>Auf der rechten Seite des Feldtagebuchs schreibt man seine Notizen. Auf der linken Seite kommen erg\u00e4nzend zum Text auf der rechten Seite Karten, Fotos und Skizzen (vgl. Titelseite des E-Books). Ein Feldtagebuch umfasst ein Kalenderjahr.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Verwendung empfahl Joseph Grinnell 6&#8243; x 9&#8243; Loose-Leaf Paper. Also ein Loseblatt-Notizbuch im Format 6 x 9 Zoll (ca. 15 x 22,8 cm, dies w\u00e4re ca. DIN A 5 mit 14,8 x 21 cm) auf m\u00f6glichst s\u00e4urefreiem Papier. Es gehen auch gebundene Notizb\u00fccher mit und ohne Linien. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Der Artenbericht (species account)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Artenbericht werden regelm\u00e4\u00dfige Beobachtungen oder intensiv untersuchte Arten gesammelt. Es enth\u00e4lt Tier-, Pflanzen- oder anderen Naturbeobachtungen. Betont wird hier die Regelm\u00e4\u00dfigkeit. So machen sich Profi-Naturforscher Zeitpl\u00e4ne, um z.B. zur gleichen Zeit t\u00e4glich eine Pflanze zu beobachten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Der Katalog (catalog) <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Katalog enth\u00e4lt Aufzeichnungen dar\u00fcber, wo und wann Proben gesammelt worden sind. Donna L. Long erl\u00e4utert das Profi-Sammler ihre gesammelten Arten an ihre Auftraggeber (z.B. Museen) abgeben. Die Profi-Sammler haben eine extra Lizenz, die ihnen das Sammeln erlaubt. Als Hobby-Naturforscher hat man diese Lizenz nicht, daher kann man Zapfen, Muscheln oder Steine sammeln, aber keine Federn, lebende Pflanzen oder Vogelnester &#8212;  und schon gar nicht Tiere fangen, t\u00f6ten oder sammeln. <\/p>\n\n\n\n<p>Einen Eintrag wo ein Objekt gefunden oder gesammelt wurde, macht dieses Objekt f\u00fcr den Naturforscher mehr n\u00fctzlich als wenn man nur das Objekt selber h\u00e4tte und nicht w\u00fcsste wo es genau gesammelt wurde. Das Objekt wird so beschriftet, dass man es im Katalog wiederfinden kann. Das Label am Objekt und der Eintrag im Katalog haben dieselben Informationen: Eine Nummer, ein Datum, der Name des Sammlers, eine Bezeichnung des Objekts (&#8222;best guess of the identification&#8220; \/ &#8222;beste Vermutung zur Identifizierung&#8220;) und der Fundort.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Webseite der Autorin: donnallong.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieses E-Book behandelt die Grinnell-Methode und richtet sich laut Untertitel an Wissenschaftler, Citizen Scientists und Nature Journal Keepers. 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