{"id":25811,"date":"2023-02-12T16:09:48","date_gmt":"2023-02-12T16:09:48","guid":{"rendered":"http:\/\/guentersahler.de\/?p=25811"},"modified":"2025-09-12T21:05:54","modified_gmt":"2025-09-12T21:05:54","slug":"natur-der-suenger-berge-die-landschaft-teil-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guentersahler.de\/?p=25811","title":{"rendered":"S\u00fcnger Berge Nature Journaling: Die Landschaft, Teil 1: Der Name"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Weshalb &#8222;S\u00fcnger Berge&#8220;?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Einstieg in die S\u00fcnger Berge empfehle ich einen Aufstieg von Hartegasse in Richtung H\u00f6nighausen. Von dort und allgemein von Wegen zwischen H\u00f6nighausen und den Steinbr\u00fcchen am Brungerst bei Lindlar hat man einige gute Panoramablicke auf die S\u00fcnger Berge. &nbsp;Aber zun\u00e4chst muss man gar nicht so weit gehen. L\u00e4uft man auf den Wegen oberhalb der S\u00fclz, dann sieht deutlich hinter Hartegasse, Kapellens\u00fcng, L\u00f6hs\u00fcng und Bonners\u00fcng ein paar H\u00fcgel. Nicht hoch aber markant. Ganz deutlich hinter der Kirche in Kapellens\u00fcng der L\u00f6hberg und daneben der S\u00fcnger Berg.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2022\/10\/suegerb2001.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>S\u00fcnger Berge mit L\u00f6hberg und S\u00fcnger Berg (re). Eine Rodungsfl\u00e4che gegen\u00fcber der S\u00fcnger Berge gibt seit 2022 den Blick frei von 300 Metern hinab ins S\u00fclztal wo Hartegasse und Kapellens\u00fcng auf ca. 190 bis 220 Metern zu sehen sind.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/suengerberge005.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>S\u00fcnger Berge im Hintergrund. Linker H\u00fcgel L\u00f6hberg, davor Kapellens\u00fcng. Daneben S\u00fcnger Berg und Stelberg (2009).<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/suengerberge619.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Blick auf Kapellens\u00fcng und Hartegasse mit L\u00f6hberg (Mitte Oktober 2021)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/suengerberge043.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>S\u00fclztal-Panorama: Kapellens\u00fcng mit L\u00f6hberg, S\u00fcnger Berg und H\u00fcgel bei Stelberg. Oben im Bild Oberb\u00fcschem (2020).<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Auch auf topografischen Karten sieht man eine Kette von H\u00fcgeln, die von Schl\u00fcsselberg im Westen bis auf die H\u00f6he von Roderwiese im Osten verl\u00e4uft. Diese kleine H\u00fcgellandschaft ist ideal f\u00fcr Kurzwanderungen. Egal ob man nur eine Stunde oder einen ganzen Tag unterwegs sein will, die zahlreichen Wege um diese H\u00fcgel erm\u00f6glichen beides.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich die H\u00fcgel f\u00fcr mich entdeckt hatte, begann ich mir mit Fotos und Zeichnungen ein Bild von dieser H\u00fcgellandschaft zu machen. Dabei fragte ich mich: Wie sind diese H\u00fcgel eigentlich entstanden? Dies war die erste grundlegende Frage die ich mir stellte. Als Nichtgeologe und weitgehend auch ohne geologische Vorbildung, war eine Ann\u00e4herung an eine Antwort f\u00fcr mich ein weiter Weg.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"452\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/suenger002.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-32511\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/suenger002.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/suenger002-300x194.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">&#8222;Erkundung der S\u00fcnger Berge&#8220; (Skizze 1)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"480\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/suenger003.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-32512\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/suenger003.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/suenger003-300x206.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">&#8222;Erkundung der S\u00fcnger Berge&#8220; (Skizze 2)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Suenger-Berge_Karte001-Gewaesser-1-970x1024.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Zwischen Schl\u00fcsselberg und Roderwiese zieht sich eine kleine Kette von H\u00fcgeln<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst zog ich einige Karten zu Rate. Auf den ersten Blick erkennt man auf allen Karten, dass sich von Schl\u00fcsselberg bis Roderwiese eine Reihe von H\u00fcgeln befindet, die in einer geraden Linie stehen. Von oben k\u00f6nnte man sagen: Gut, da ist halt Wald und keine Wiese, daher wirkt dies anders. Dies ist nicht ganz falsch, denn eine unbewaldeter H\u00fcgel wirkt ganz anders als ein bewaldeter. Aber auf einer Reliefkarte (vgl. <a href=\"https:\/\/de-de.topographic-map.com\/maps\/64wk\/Nordrhein-Westfalen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/de-de.topographic-map.com\/maps\/64wk\/Nordrhein-Westfalen\/<\/a>, ZooM. <a href=\"https:\/\/de-de.topographic-map.com\/map-36q9m\/Nordrhein-Westfalen\/?center=51.05575%2C7.38122&amp;zoom=15\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/de-de.topographic-map.com\/map-36q9m\/Nordrhein-Westfalen\/?center=51.05575%2C7.38122&amp;zoom=15<\/a>) sieht man deutlich diese H\u00fcgelkette mit den H\u00f6henunterschieden. Zum S\u00fclztal hin sind die H\u00f6henunterschiede deutlicher. Zum Peffek\u00f6ver Holz geht es flacher, aber es geht deutlich runter und dann wieder hoch zum Peffek\u00f6ver Holz.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Suenger-Berge-Hoehen001.gif\" alt=\"\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>S\u00fcnger Berge H\u00f6henprofil: Schl\u00fcsselberg, Hammen, L\u00f6hberg. S\u00fcnger Berg und Stelberg (erstellt unter Zuhilfenahme eines Tools auf: <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.geoportal.nrw\/themenkarten\" target=\"_blank\">https:\/\/www.geoportal.nrw\/themenkarten<\/a>)<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Suenger-Berge-Hoehen001-1.gif\" alt=\"\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Die Erhebungen bei Schl\u00fcsselberg und Hammen. Unterhalb von Schl\u00fcsselberg hat der Ohler Siefen sein Quellgebiet. Im Gegensatz zu den <a href=\"https:\/\/guentersahler.de\/?p=13369\">B\u00e4chen<\/a> bei Kapellens\u00fcng, L\u00f6hs\u00fcng, Bonners\u00fcng und Roderwiese ist das Quellgebiet nicht hinten den S\u00fcnger Berg, sondern davor (von der S\u00fclz aus gesehen), daher ist die Kerbe in den beiden Erhebungen bei Schl\u00fcsselberg und Hammen weniger tief als beispielsweise die rechts im Bild beim L\u00f6hberg (dort flie\u00dft der Bach nach Kapellens\u00fcng vorbei).<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Suenger-Berge-Hoehen003.gif\" alt=\"\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><em>Hier sieht man wie drei B\u00e4che die S\u00fcnger Berge eingekerbt haben. Links vom L\u00f6hberg kommt der Bach (hat keinen Namen, wird auf amtlichen Karten nur mit \u201eGraben\u201c bezeichnet) der nach Kapellens\u00fcng flie\u00dft. Zwischen L\u00f6hberg und S\u00fcnger Berg flie\u00dft der S\u00fcnger Bach und rechts zwischen S\u00fcnger Berg und Stelberg flie\u00dft der B\u00fcschemer Bach.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Hilfreich ist hier auch das Kartenmaterial von Google. Hier l\u00e4\u00dft sich aus den zweidimensionalen Karten auch eine dreidimensionales Reliefbild erstellen, das sich dann noch drehen l\u00e4sst, sodass man die S\u00fcnger Berge aus jeder Richtung betrachten kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit meiner Frau laufe ich fast t\u00e4glichen Walking-Runden durch die n\u00e4here H\u00fcgellandschaft. Die ich nun begann &#8211; wo ich auf den Touren Fotos und Zeichnungen machte und auf meine Webseite stellte &#8211; S\u00fcnger Berge zu nennen. Das Kind brauchte einen Namen. Ein anderer Name kam f\u00fcr mich nicht in Frage, denn es sind nicht die Hartegasser oder B\u00fcschemer Berge, wo doch schon auf den Karten zwei H\u00fcgel \u201eS\u00fcng\u201c irgendwie im Namen tragen: der L\u00f6hberg (L\u00f6hs\u00fcngberg, auch L\u00fchberg geschrieben) und der S\u00fcnger Berg. Alternativ ginge noch S\u00fcnger H\u00fcgel. Aber da vor Urzeiten die H\u00fcgel mal Teil ein richtiges Gebirges waren, schien mir dies auch nicht passend. Wie passend die Bezeichnung S\u00fcnger Berge ist und keine weitere Verteidigung aus meiner pers\u00f6nlichen Sicht bedarf, erfuhr ich erst eine Weile sp\u00e4ter bei meinen Recherchen.\u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Lagebezeichnungen von Flurst\u00fccken<\/p>\n\n\n\n<p>Wir Menschen geben Bergen, \u00c4ckern, Wiesen, Gew\u00e4ssern und W\u00e4ldern Namen. Diese Flurnamen dienten bis ins 20. Jahrhundert zur Orientierung, zur der Anzeige von Besitzanspr\u00fcchen und zur Besteuerung. So sieht man heute noch auf den Liegenschaftskarten und anderen amtlichen Unterlagen (Kataster, Grundbuch) Flurst\u00fccke mit historischen Flurnamen. Die Flurnamen sind demnach alte Namen, die oft auch etwas von der orts\u00fcblichen Mundart enthalten. &nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Liegenschaftskarte f\u00fcr Lindlar gibt ein paar Flurst\u00fccken bei denen \u201eS\u00fcng\u201c ebenfalls Bestandteil ist:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u201eAm S\u00fcnger Weiher\u201c = beim Teich hinter Bonners\u00fcng, an der Stra\u00dfe nach Unterb\u00fcschem, dort wo der Marsiefen in den S\u00fcnger Bach flie\u00dft<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eIn den S\u00fcngen\u201c = Wiesen zwischen Bonners\u00fcng und Kapellens\u00fcng<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eS\u00fcnger Grund\u201c = Waldst\u00fcck n\u00f6rdlich vom L\u00f6hberg<\/li>\n\n\n\n<li>\u201eAm S\u00fcnger Siepen\u201c = Waldst\u00fcck bei der Quelle des S\u00fcnger Bachs. Siepen = Siefen (enges Tal, kleiner Rinnsal)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Schon 1413 wurde der Ort Sune genannt. Was auch immer der Name genau bedeutet, er ist seit langem im Gebrauch. Wenn es sp\u00e4ter um die B\u00e4che bei S\u00fcng geht, werden wir sehen, dass fr\u00fcher spekuliert wurde, S\u00fcng k\u00e4me von Senke. Einer Senke in die Wasser flie\u00dft. W\u00fcrde S\u00fcng von \u201eS\u00e4ngen\u201c (Verbrennen) abstammen, wie ich es mal in der Zeitung gelesen habe, w\u00fcrde mir pers\u00f6nlich die Geschichte dahinter fehlen. (Q: https:\/\/www.rundschau-online.de\/galgenberg-und-ort-der-stille-11599962)<\/p>\n\n\n\n<p>Vgl. geoportal.nrw\/ (Liegenschaftskataster) grundsteuer-geodaten.nrw.de\/; tim-online.nrw.de\/tim-online2\/<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"513\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/sbmap19jh.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-25832\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/sbmap19jh.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/sbmap19jh-300x220.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">S\u00fcng im fr\u00fchen 19. Jahrhundert mit L\u00f6hberg und S\u00fcnger Berg (Tranchot\/v. M\u00fcffling). Beschriftet sind hier der Weiler Schl\u00fcsselberg, der L\u00f6hberg sowie die Ortschaften S\u00fcng und Haddergasse (Hartegasse).<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Wie es vor einigen Jahrhunderten hier aussah und um damit rekonstruieren zu k\u00f6nnen, wie es genau zu den verschiedenen Ortsnamen kam, l\u00e4sst sich kaum noch ermitteln. Erste detaillierte Karten der Umgebung, auf denen nicht nur die Ortsnamen, ansonsten nur eine \u00e4u\u00dferst grob gezeichnete Landschaft pr\u00e4sentiert wurde, gab es erst im sp\u00e4ten 18. Jahrhundert. Die Topgrafische Karte vom Herzogtum Berg von Carl Friedrich von Wiebeking von 1790\/1792\/1799 zeigt das Bergische Land schon recht detailliert. Eingezeichnet sind Orte, B\u00e4che und auch die H\u00fcgel, doch ich w\u00fcrde mich mit der Karte verlaufen und die S\u00fcnger Berge sind nicht zu erkennen.<\/p>\n\n\n\n<p>Link zur Wiebeking-Karte: tudigit.ulb.tu-darmstadt.de\/show\/Mappe160_09\/0001\/index.htm\/image<\/p>\n\n\n\n<p><em>Zwischen Stenenbr\u00fck und M\u00fcllerhof ist die Steinbrach (=Zur Steinbrache im Vogelberg)<br>Stohenbach = Stoppenbach<br>Bruchagen = Brochhagen<br>Hammen: \u201e&nbsp;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Carl_Friedrich_von_Wiebeking\">Carl Friedrich von Wiebeking<\/a>&nbsp;benennt die Hofschaft auf seiner&nbsp;Charte des Herzogthums Berg&nbsp;1789 als&nbsp;Hamerberg.\u201c Wikipedia<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem die Franzosen 1794 das linksrheinische Rheinland besetzten begannen sie sogleich mit der Anfertigung von topographischen Karten. &nbsp;Die Leitung hatte des Geografen Jean Joseph Tranchot (1752 \u2013 1815). Sp\u00e4ter wurden die Arbeiten auch \u00f6stlich des Rheins fortgesetzt. Die Tranchot Karte zeigt das Lindlarer Gemeindegebiet also erstmals genauer. Nach den Befreiungskriegen (1813 \u2013 1815) ging das Kartenwerk an die Preu\u00dfen. Unter der Friedrich M\u00fcfflings wurde die Kartenaufnahme fortgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Von den H\u00fcgeln der S\u00fcnger Berge wurde der H\u00fcgel bei Stelberg mit \u201eStell B.\u201c benannt und ein H\u00fcgel bei S\u00fcng mit \u201eL\u00f6h B\u201c. Die Bezeichnung des Ortes S\u00fcng bei Bonners\u00fcng. Eine Unterteilung in Bonner-, L\u00f6h- und Kapellens\u00fcng fand damals nicht statt. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In einem sp\u00e4teren Teil, wenn es um die Entstehung der S\u00fcnger Berge werde ich n\u00e4her auf die die Geologie eingehen. Aber hier am Anfang, wo es mir um den Namen S\u00fcnger Berge geht, will ich gleich erw\u00e4hnen, weshalb auch aus Sicht der Geologie der Name S\u00fcnger Berge gut ist.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>In der Geologie wird von Mulden und S\u00e4tteln gesprochen. Diese stimmen oft mit den T\u00e4lern und Bergen \u00fcberein, so wie sie im allgemeinen Sprachgebrauch \u00fcblich sind. So gibt es hier in der Gegend die Paffrather Mulde, die sich von Bergisch Gladbach kommend bis hier ins Flosbachtal im Gebiet von Wipperf\u00fcrth zieht. Bei einem genaueren Blick wird hier von der Peffekovener Mulde und von der Dierdorfer Mulde als Verl\u00e4ngerung der ber\u00fchmten Paffrather Mulde gesprochen. Auf geologischen \u00dcbersichtskarten sieht man direkt neben der Paffrather Mulde den S\u00fcnger Sattel und daneben weiter s\u00fcdlich die Breuner Mulde, also einerseits die S\u00fcnger Berge (Sattel) und andererseits die Breuner Mulde (S\u00fclz- bzw. Breuntal). S\u00fcnger Sattel und die Breuner Mulde als Bezeichnungen werden in der geologischen und pal\u00e4ontologischen [Geologie und Pal\u00e4ontologie] Fachliteratur auch verwendet [Beispiele: S\u00fcnger Sattel bei Fuchs 1925\/1935, Spieker 1950, Breuner Mulde bei Fuchs 1925\/1935, Spieker 1950, Schmidt &amp; Trunko 1965, Geologisches Landesamt Nordrhein-Westfalen 1965, Ludwig Ahorner\/Ulrich Jux 1967, Hellmut Grabert 1980, Hering 1995, Breuner-Mulde.docx und Eingabe beo Google Books] Der S\u00fcnger Sattel ist also geologisch belegt, aber als allgemeiner Name, finde ich ihn ungeeignet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abbildung:<\/strong> Tektonische Skizze des Sattel- und Muldenbaues im Bergischen Lande (aus Dietz\/Fuchs, 1935 ?)<\/p>\n\n\n\n<p>Zu Alexander Fuchs: Fuchs_Alexander_Jahrbuch-Nassauischen-Verein-Naturkunde_98_0008-0016.pdf<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Abbildung:<\/strong> Bezeichnungen mit \u201eS\u00fcng\u201c auf einer Karte. Orte, B\u00e4che, Berge, Lagebezeichnung Flur, Sattel<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Namensgebung S\u00fcnger Berge muss noch erw\u00e4hnt werde, dass kulturell auch alle Ortschaften der S\u00fcnger Berge nach S\u00fcng bzw. den Doppelort Kapellens\u00fcng\/Hartegasse geh\u00f6ren bzw. zugeh\u00f6rend f\u00fchlen. Den Kirchturm von Kapellens\u00fcng, der direkt am Fu\u00df des L\u00f6hbergs steht, ist von vielen Punkten der S\u00fcnger Berge sichtbar und sogar weit dar\u00fcber hinaus.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Sicht der Geografie k\u00f6nnte man noch von <em>Senken<\/em> und <em>R\u00fccken<\/em> sprechen. Bei der naturr\u00e4umlichen Gliederung gibt es innerhalb der S\u00fcdbergischen Hochfl\u00e4che, die S\u00fclzsenken und S\u00fclzr\u00fccken. \u201eDas Gebiet reicht im Westen bis s\u00fcd\u00f6stlich von Biesfeld, umfasst weiter nord\u00f6stlich das Gebiet um Olpe, im S\u00fcden das Ufer der S\u00fclz, im Osten das Gebiet um Lindlar, reicht im Osten bis Frielingsdorf und im Norden bis kurz vor Thier.\u201c (wikipedia). Eine weitere Untergliederung findet innerhalb der \u201enaturr\u00e4umlichen Gliederung\u201c nicht statt. Einer dieser Naturr\u00e4ume innerhalb des Naturraums S\u00fclzsenken und -r\u00fccken k\u00f6nnte locker mit S\u00fcnger Berge bezeichnet werden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Literatur\/Quellen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weshalb &#8222;S\u00fcnger Berge&#8220;? Als Einstieg in die S\u00fcnger Berge empfehle ich einen Aufstieg von Hartegasse in Richtung H\u00f6nighausen. 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