{"id":28189,"date":"2023-06-11T07:59:00","date_gmt":"2023-06-11T07:59:00","guid":{"rendered":"http:\/\/guentersahler.de\/?p=28189"},"modified":"2025-05-20T21:08:28","modified_gmt":"2025-05-20T21:08:28","slug":"interview-8-miriam-h-morrill","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/guentersahler.de\/?p=28189","title":{"rendered":"Interview #8: Miriam H. Morrill"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/guentersahler.de\/?p=26636\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/NJ-erkund.gif\" alt=\"\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Welche Erfahrungen machen andere mit Nature Journaling?<\/strong>&nbsp;Hier sprechen Nature Journalerinnen und Journaler dar\u00fcber wie sie zum Nature Journaling gekommen sind, wie sie ihre ersten Seiten erstellten und wie sie nun Journalen oder welche Materialien sie verwenden. Hier erh\u00e4ltst Du Tipps aus erster Hand:&nbsp;<strong>Inside Nature Journaling<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/NJI-int8-008.gif.gif\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Miriam H. Morrill<\/strong> ist eine Fire Education Spezialistin, Nature Journalerin und Autorin. Sie betreibt die Webseite <a href=\"https:\/\/www.pyrosketchology.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Pyrosketchology.com<\/a>. Bis vor ein paar Jahren arbeitete sie als Biologin und Spezialistin f\u00fcr Fire Management f\u00fcr das US Bureau of Land Management.<\/p>\n\n\n\n<p>Zun\u00e4chst kommt die \u00fcbersetzte Version des Interviews. Weiter unten findet ihr die Originalversion in Englisch.<br>First comes the translated German version of the interview. Below you will find the original version in English.<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\"><strong>Miriam, Du verbindest bei <em>Pyrosketchology<\/em> die Erfahrungen aus dem Fire Management mit Nature Journaling. Kannst Du uns einf\u00fchrend erl\u00e4utern wie sich dies ergeben hat?<\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Miriam H Morrill:<\/strong> Vor etwa sechs oder sieben Jahren begannen mein Mann und ich mit der Planung unseres Ruhestands, der vorsah, Vollzeit in unserem Wohnwagen durch die Vereinigten Staaten zu reisen. Mir wurde klar, dass sich mein Kunsthobby zu etwas Mobilerem \u00e4ndern musste, und so stie\u00df ich auf die Facebook-Seite des Nature Journal Clubs. Als ich mit dem Nature Journaling begann, wurde mir klar, wie wunderbar es mir dabei hilft, den Stress bei meiner Wildland Fire Management Arbeit zu reduzieren. Ich begann auch zu erkennen, dass Nature Journale ein gro\u00dfartiges Werkzeug sein k\u00f6nnten, um Menschen etwas \u00fcber Feuer beizubringen. Ich fing an, verschiedene Journaling-Ans\u00e4tze zu erforschen und versuchte, die Konzepte meinen Partnern im Bereich Fire Education vorzustellen. Dies f\u00fchrte 2019 zu einem Pilotworkshop mit The Nature Conservancy\u2019s Fire Learning Network und dem Prescribed Fire Exchange Program bei dem 10 Nature Journaler einen Brand in Nordkalifornien begleiteten. Ich habe mich an die Nature Journaler Robin Lee Carlson und John Muir Laws gewandt, um zu erfahren, ob sie daran interessiert w\u00e4ren, bei der Gestaltung mitzuhelfen und an dem Workshop teilzunehmen. Sie waren interessiert und es war eine wunderbare Veranstaltung. Je mehr ich mich mit den Konzepten befasste, desto mehr glaubte ich, dass dies ein wichtiges Werkzeug nicht nur f\u00fcr Feuerwehrleute ist, sondern f\u00fcr jeden, der sich um Feuer und die Umwelt k\u00fcmmert. Ich beschloss, die ersten Jahre meines Ruhestands an einem Leitfaden zu arbeiten, der die Konzepte des Journalings \u00fcber Feuer definieren k\u00f6nnte. Bevor ich Ende 2020 in den Ruhestand ging, habe ich mir den Namen <strong>Pyrosketchology*<\/strong> ausgedacht, von dem ich dachte, dass er ein einpr\u00e4gsamer Programmname und Titel f\u00fcr mein Buch w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\"><strong>* Pyro-sketch-ology:<br>Pyro, von griechisch &#8222;pyr&#8220; (&#8222;Feuer&#8220;).<br>Sketch, von griechisch &#8222;schedios&#8220;, die freih\u00e4ndige Zeichnung, siehe Skizze.<br>-logy\/-ology, von griechisch &#8222;-log\u00eda&#8220;, seit dem 16. Jahrhundert zur Benennung einer wissenschaftlichen Disziplin, siehe Suffix -logie.<\/strong><\/span><br><\/p>\n\n\n\n<p><strong><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">Waldbr\u00e4nde stellen eine Gefahr f\u00fcr uns Menschen, unsere H\u00e4user und St\u00e4dte dar, setzen enorme Mengen CO2 frei und zerst\u00f6ren die nat\u00fcrliche Schutzfunktion des Waldes vor der globalen Erw\u00e4rmung. Es zerst\u00f6rt also nicht nur H\u00e4user und bedroht unser Leben, sondern hat auch Nachteile im Kampf gegen den Klimawandel. Andererseits erh\u00f6ht der Klimawandel durch die Zunahme von D\u00fcrreperioden auch die Waldbrandgefahr. Hier im Westen von Deutschland hatten wir im Vergleich zu den D\u00fcrrejahren nach 2018 ein nasses Fr\u00fchjahr, doch nach wenigen Wochen ohne Regen ab Mitte Mai wird bereits wieder vor Waldbr\u00e4nden gewarnt. Mit virtueller Realit\u00e4t, Drohnen zur Echtzeit\u00fcberwachung von W\u00e4ldern und sogar 40 Satelliten von Copernicus (Europe&#8217;s eyes on earth), der Europ\u00e4ischen Weltraumorganisation ESA, sollen Waldbr\u00e4nde nun rechtzeitig erkannt werden. Untersucht werden die Feuchtigkeit im Boden und das organische Material. Die Dichte, der pH-Wert und die Zusammensetzung des Waldbodens werden untersucht, um zu verstehen, wie sich Waldbr\u00e4nde ausbreiten, und um \u00fcber geeignete L\u00f6schmittel zu verf\u00fcgen. Um die Ausbreitung von Br\u00e4nden simulieren zu k\u00f6nnen, werden auch Modelle der k\u00fcnstlichen Intelligenz (KI) und des maschinellen Lernens zur Vorhersage entwickelt. Das sind alles technisch sehr komplexe Dinge. Die Methoden des Nature Journaling hingegen sind einfach. Inwieweit kann Nature Journaling zur Bek\u00e4mpfung von Waldbr\u00e4nden und zur vorbeugenden Brandbek\u00e4mpfung beitragen?<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele der \u00d6kosysteme in den Vereinigten Staaten entwickelten sich mit einem gewissen Ma\u00df mit Feuer. Viele der indigenen V\u00f6lker nutzten Feuer f\u00fcr vielf\u00e4ltige kulturelle, landwirtschaftliche und Landmanagement Aktivit\u00e4ten. Feuer hat in vielen Umgebungen eine wichtige \u00d6kosystemfunktion und ist ein Werkzeug f\u00fcr die Landbewirtschaftung. Aber die historische Landbewirtschaftungs- und Brandbek\u00e4mpfungspolitik sowie die zunehmende Stadtentwicklung haben zu einer Anh\u00e4ufung gef\u00e4hrlicher Vegetationsbedingungen gef\u00fchrt. Aktuelle Waldbr\u00e4nde haben an Gr\u00f6\u00dfe und Schwere zugenommen, und insbesondere wenn mehr Menschen im Gel\u00e4nde verteilt sind, besteht ein h\u00f6heres Risiko. Ohne die nat\u00fcrlichen Feuerregime gibt es in vielen W\u00e4ldern im Westen der Vereinigten Staaten Millionen toter B\u00e4ume aufgrund von D\u00fcrre, Insekten, Krankheiten und extremen Feuerereignissen. Der Klimawandel ist ebenfalls ein entscheidendes Element, das die gef\u00e4hrlichen Bedingungen beeinflusst, aber auch den Brandschutz. Wenn man diese Bedingungen mit der zunehmenden anthropogenen Brandz\u00fcndung kombiniert, befinden wir uns in einer \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrlichen Situation. Wusstest Du, dass in den Vereinigten Staaten 70 \u2013 90 Prozent der Waldbr\u00e4nde direkt oder indirekt von Menschen verursacht werden? Die aktuelle Regierungspolitik f\u00f6rdert eine st\u00e4rker vorgeschriebene Brandbek\u00e4mpfung, aber viele Menschen haben Angst vor den zunehmenden Waldbr\u00e4nden und sind misstrauisch gegen\u00fcber vorgeschriebenen Verbrennungspraktiken. Ich habe fast 20 Jahre lang in Brandplanungs- und Ausbildungsprogrammen im Westen der Vereinigten Staaten gearbeitet und habe das Gef\u00fchl, dass es noch ein weiteres Problem gibt, das in den meisten Ausbildungs- und Brandmanagementprogrammen nicht angesprochen wurde. Die meisten Menschen haben den Bezug zum Feuer als Teil der Landschaft verloren. Feuer ist kein Ding, es ist nicht einmal ein Element. Feuer ist eine chemische Reaktion, die durch Elemente und Bedingungen der nat\u00fcrlichen und menschlichen Umwelt ausgel\u00f6st wird. Lufttemperatur, Windgeschwindigkeit, relative Luftfeuchtigkeit, topografische Merkmale und Vegetationsbedingungen k\u00f6nnen uns \u00fcber m\u00f6gliches Brandverhalten informieren. Hier passt meiner Meinung nach Nature Journaling zu den allgemeinen Brand- und Klimaanpassungsszenarien. Mit Hilfsmitteln wie Nature Journaling k\u00f6nnen wir uns wieder mit der Umwelt verbinden und auf potentielle Brandbedingungen aufmerksam werden. Wir k\u00f6nnen dieses Bewusstsein nutzen, um die Entstehung von Br\u00e4nden zu reduzieren, Landschaften zu verwalten und auf Waldbr\u00e4nde zu reagieren. Seit meinem Ausscheiden aus dem staatlichen Brandmanagement habe ich verschiedenen Brandwissenschaftlern, Feuerwehrausbildungsprogrammen und kommunalen Brandplanungsorganisationen in den Vereinigten Staaten Beratungs- und Illustrationsdienste zu den Ans\u00e4tzen zur Beobachtung und Protokollierung der Brandumgebung angeboten. Ich habe auch Anfragen von anderen Feuerwehrorganisationen in verschiedenen L\u00e4ndern erhalten, die daran interessiert sind, mehr \u00fcber den Ansatz zu erfahren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">Wetter, Brennstoffe, Topographie und andere Faktoren beeinflussen die Brandleistung. Erw\u00e4hnenswerte Parameter k\u00f6nnen das Risiko und das Brandwetter sein. Wie k\u00f6nnen diese Parameter dokumentiert werden, um eine effektive Brandmodellierung zu erhalten? Und wie k\u00f6nnen diese Daten an die \u00f6rtliche Feuerwehr und die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden weitergegeben werden?<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wetter, Brennstoffe und Topographie sind die Schl\u00fcsselelemente des Brandverhaltensdreiecks und ein zentraler Schwerpunkt der von mir empfohlenen Journaling-Ans\u00e4tze. Ich betrachte dies als die Beobachtungen vor dem Brand. Diese sind grundlegend f\u00fcr alle Beobachtungen vor, w\u00e4hrend und nach einem Brand. Ich ordne die Wetterbeobachtungen gerne den Parametern oder Metriken zu, die Ver\u00e4nderungen von normalen oder feuerfreien Bedingungen zu dem definieren, was wir Feuerwetter nennen. Feuerwetter wird normalerweise in bestimmten Umgebungen (\u00d6kosystemen und geografischen Einheiten) definiert, aber es gibt allgemeine Beobachtungen, die jeder machen kann und die auf dem grundlegenden Brandverhalten basieren. Ich gehe davon aus, dass die meisten Feuerwehren bereits \u00fcber dieses Wissen verf\u00fcgen, sich aber m\u00f6glicherweise nicht der Journaling-Praktiken bewusst sind, die zur Sensibilisierung eingesetzt werden k\u00f6nnen. Ich denke, Partnerschaften und Programme, die eine Br\u00fccke zwischen Feuer und Journaling-Wissen schlagen, w\u00e4ren ein guter Ausgangspunkt. Ich denke auch, dass mehr Nature Journaling Gruppen und Exkursionen, die sich auf Brandbeobachtungen konzentrieren, ein Ansatzpunkt daf\u00fcr sein k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu bedenken ist, dass die meisten Br\u00e4nde vom Boden ausgehen und weitergetragen werden, bis sie in h\u00f6here Vegetation aufsteigen. Daher ist die Beobachtung der Wetterbedingungen, die die Arten von Oberfl\u00e4chenbr\u00e4nden beeinflussen, wie Grasbr\u00e4nde, ein grundlegender Journaling-Ansatz. Sobald das Gras ausgetrocknet ist, kann man Windgeschwindigkeiten von 16 Kilometer je Stunde, Temperaturen \u00fcber 27 Grad Celsius und relative Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent als allgemeine oder grundlegende Feuerwetterkriterien verwenden. Mein Fokus liegt auf der Entwicklung unserer sensorischen F\u00e4higkeiten rund um diese Wetterparameter. Ich verwende eine modifizierte Version der Beaufort-Windst\u00e4rkeskala (Abb. 1), um die Windgeschwindigkeiten einzusch\u00e4tzen, und dies macht wirklich Spa\u00df beim Nature Journalen. Man kann die Bewegungen von \u00c4sten und Bl\u00e4ttern sowie andere Vegetationsformen und -bewegungen skizzieren. Ich habe auch begonnen, die Farbe des Himmels zu verwenden, um die relative Luftfeuchtigkeit zu bestimmen. Je dunkler das Blau des Himmels, desto k\u00e4lter und trockener ist die Luft. In Kapitel 2: Feuerwetter in meinem Pyrosketchology-Leitfaden sind viele Beispiele f\u00fcr Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit sowie andere Beobachtungen zu Wolkentypen, um die Beobachtungen des Feuerwetters besser einordnen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"599\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image0.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28201\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image0.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image0-300x257.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Abb. 1: Abbildung zur Beaufort-Skala aus dem Pyrosketchology-Leitfaden (Copyright: Miriam H. Morrill, Pyrosketchology 2023). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">Anhaltende Hitze und hohe Temperaturen trocknen Pflanzen aus, erzeugen Hitzestress in den Organen der Pflanzen und sch\u00e4digen diese. Trockenes Gras brennt beispielsweise besser als feuerfeste Rinde (Borke). Das sind alles Dinge, die in einem Journal festgehalten werden k\u00f6nnen. Welche Methoden nutzt Du dort?<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Kapitel 4: &#8222;Brennstoffe&#8220; und Kapitel 5: &#8222;Feuersaison&#8220; meines Pyrsoketchology-Leitfadens habe ich eine Vielzahl von Beobachtungen \u00fcber Pflanzen, Temperaturen und saisonale Ph\u00e4nologie dargelegt (Abb. 2). F\u00fcr viele dieser Beobachtungen verwende ich gerne sehr einfache Diagramme. Die Beobachtung des Prozentsatzes an ausgetrocknetem Gras ist ein guter Ansatz (Abb. 3). Ich verwende ein quadratisches Kastendiagramm, um die horizontale Grasfl\u00e4che (Grasoberseiten) zu skizzieren, und ein rechteckiges Feld, um eine repr\u00e4sentative Fl\u00e4che der Grashalme oder den vertikalen Prozentsatz des ausgetrockneten Grases zu skizzieren. Wenn 75 Prozent oder mehr des Grases vertrocknet sind, kann man mit mehr Feuerentfachungen und einer schnelleren Feuerausbreitung rechnen. Ich verwende auch gerne Donuts-Diagramme (Kreis-Diagramme), um den Prozentsatz des ausgetrockneten Grases darzustellen. Es ist auch interessant, saisonale Ver\u00e4nderungen der Temperatur und der Grasaustrocknung zu beobachten, indem Beobachtungen in verschiedenen H\u00f6hen und Hanglagen verglichen werden. Man wird Unterschiede in der Austrockenzeit bemerken, die sich auf die Entflammbarkeit und die Brandsaison in verschiedenen Bereichen auswirken. Vieles davon kann in normalen Journaling-Beobachtungen erfasst werden, wenn man die Metadaten zu all diesen Parametern und immer eine kleine Visualisierung der Grasbedingungen hinzuf\u00fcgt. Ich verwende auch gerne Ph\u00e4nologier\u00e4der und Liniendiagramme, um historisches Durchschnittswetter mit aktuellen Wetterbedingungen zu vergleichen. Wenn man anf\u00e4ngt, Temperaturen au\u00dferhalb der historischen Bedingungen zu beobachten, kann man, langsamere und langfristigere Ver\u00e4nderungen an Pflanzen und \u00d6kosystemen, wie etwa Hitzestress, in Zusammenhang bringen. Man kann die klimatischen (durchschnittlichen\/mittleren) Wettertrends f\u00fcr die meisten Orte online finden. Wenn man diese Daten f\u00fcr jeden Monat erfasst, hat man etwas, mit dem man aktuelle Wetterbeobachtungen vergleichen kann. Ich denke, dass diese Vergleiche eine Schl\u00fcsselrolle spielen, um die Wechselwirkungen zwischen Klima und Vegetation zu verstehen. Man addiert also nicht nur die Temperatur w\u00e4hrend des Beobachtungszeitraums, sondern auch die historischen Durchschnittswerte zum Vergleich.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"337\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28202\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image1.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image1-300x144.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Abb. 2: Beispiele f\u00fcr saisonales Wetter, Grasaustrocknungsphasen und Beobachtungen zur Brandgefahr. (Copyright: Miriam H. Morrill, Pyrosketchology 2023) <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"306\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28203\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image2.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image2-300x131.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Abb. 3: Beobachtung des Prozentsatzes an ausgetrocknetem Gras. Wenn 75 Prozent oder mehr des Grases vertrocknet sind, kann man mit mehr Feuerentfachungen und einer schnelleren Feuerausbreitung rechnen.(Copyright: Miriam H. Morrill, Pyrosketchology 2023) <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\"><strong>Im Westen Deutschlands gab es jahrzehntelang nur wenige wirklich gro\u00dfe Waldbr\u00e4nde (in den 1970er Jahren brannte die L\u00fcneburger Heide), in Ostdeutschland (Brandenburg, Berlin) gab es jedoch mehr Erfahrungen (Ursachen sind unterschiedliche B\u00f6den, Kiefernw\u00e4lder). Nach einem harten Winter 2017\/18 kam es im D\u00fcrresommer 2018 in Brandenburg erneut zu gro\u00dfen Waldbr\u00e4nden. Ich glaube, dass es in Deutschland so ist, dass die Forstverwaltung f\u00fcr die Pr\u00e4vention zust\u00e4ndig ist und die Feuerwehr f\u00fcr die L\u00f6schung der Br\u00e4nde, dass sind also zwei unterschiedliche Gruppen. Ich frage mich, wie die genannten Journaling-Methoden in solchen Organisationen eingesetzt werden k\u00f6nnen. Welche Erfahrungen hast Du in den USA gemacht, wo Waldbr\u00e4nde vermutlich eine ganz andere Dimension haben als in Europa?<\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe nicht viel Wissen \u00fcber die Brandgeschichte in Europa, aber ich habe mit Feuerwehrorganisationen in Mikronesien, Palau, Guam, Hawaii, Jamaika, Australien und Kanada zusammengearbeitet, und viele der grundlegenden Brandbewertungen und Planungsans\u00e4tze sind denen sehr \u00e4hnlich wie wir in den Vereinigten Staaten an die Dinge herangehen. Die Grundprinzipien des Verhaltens bei Feuer sind dieselben, die Wetter- und Brennstoffparameter werden jedoch f\u00fcr diese spezifischen Umgebungen verfeinert. Ich denke, die gr\u00f6\u00dften Unterschiede h\u00e4ngen mit der Beziehung der Menschen zum Feuer zusammen. Wenn Feuer ein historisches Ereignis war oder nicht, liegt das entweder daran, dass es aufgrund historischer Wetter- und Treibstoffbedingungen nicht zu Br\u00e4nden kam, oder an historischen Brandmanagementpraktiken (Brandausschluss usw.). Als ich mich zum Beispiel mit Feuerwehrorganisationen in tropischen L\u00e4ndern wie Mikronesien und Jamaika traf, erfuhr ich, dass Waldbr\u00e4nde in ihren historischen Tropenw\u00e4ldern kein gro\u00dfes Problem darstellten, aber da immer mehr Waldgebiete aus dem einen oder anderen Grund gerodet worden sind, so wurde beispielsweise mehr Gr\u00fcnlandfl\u00e4chen geschaffen, mit der Folge, dass das Auftreten und die Auswirkungen von Waldbr\u00e4nden zunahm. Der traditionelle Einsatz von Feuer zur R\u00e4umung kleiner Fl\u00e4chen und andere brandverursachende Aktivit\u00e4ten stellen heute ein hohes Waldbrandrisiko dar, an das sich viele Menschen noch nicht gew\u00f6hnt haben. Die L\u00f6sungen in diesen Gebieten sehen oft die Wiederaufforstung vor, aber das ist nicht immer m\u00f6glich und die Brandbek\u00e4mpfung ist ein wichtiger Ansatz, der ber\u00fccksichtigt werden muss. Dies ist in hohem Ma\u00dfe eine Frage des menschlichen Bewusstseins und Verhaltens. Die menschlichen Aktivit\u00e4ten und das Bewusstsein f\u00fcr sich \u00e4ndernde Bedingungen sind meiner Meinung nach der Schl\u00fcssel. Nach allem, was ich \u00fcber die zunehmenden Br\u00e4nde auf der ganzen Welt h\u00f6re, wird der Klimawandel als das Problem erw\u00e4hnt. Klimaver\u00e4nderungen werden die Vegetationsbedingungen beeinflussen, ein zus\u00e4tzlicher Schwerpunkt sollte jedoch auf den anthropogenen Ursachen von Waldbr\u00e4nden und der Anpassung der Brandmanagementpraktiken liegen. Ich denke, mehr Menschen m\u00fcssen sich der potenziellen Brandbedingungen bewusst sein und wissen, wie ihre Aktivit\u00e4ten (wo und wie H\u00e4user gebaut werden, Landschaftsmanagementans\u00e4tze und Feuerquellen) Waldbrandbedingungen verschlimmern k\u00f6nnen (Abb. 4). Der Brandschutz liegt in der individuellen Verantwortung des Grundst\u00fccksverwalters oder Grundst\u00fcckseigent\u00fcmers. Aus diesem Grund habe ich mehrere Jahre ohne finanzielle Unterst\u00fctzung damit verbracht, den Pyrosketchology-Leitfaden zu erstellen, um dabei zu helfen, die Beobachtungen und Protokollierungspraktiken zu identifizieren, die jeder nutzen kann, um sich auf die Umgebung und die Brandbedingungen einzustellen. Und hoffentlich einen Beitrag zu den gr\u00f6\u00dferen Bem\u00fchungen zur Bew\u00e4ltigung der Auswirkungen von Waldbr\u00e4nden und des Klimawandels leisten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"556\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28204\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image3.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image3-300x238.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Abb. 4: Von Menschen verursachte Feuer. Als Nature Journaler kann man beispielsweise mithilfe einer Karte aufzeichnen, welche Feuerentfachungsquellen sich in der n\u00e4heren Umgebung befinden. (Copyright: Miriam H. Morrill, Pyrosketchology 2023) <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">Nature Journaler arbeiten oft f\u00fcr sich. Das hei\u00dft, jeder dokumentiert seine Beobachtungen vor Ort oder auf Reisen. Ist Fire Journaling auch etwas f\u00fcr den normalen <strong>Nature Journaler<\/strong>, vergleichbar mit Menschen, die als B\u00fcrgerwissenschafler das Wetter beobachten und dokumentieren?<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00fcberwiegende Mehrheit der Beobachtungen, die genutzt werden k\u00f6nnen, um die Brandumgebung zu verstehen und sich ihrer bewusst zu werden, sollten durchgef\u00fchrt werden, bevor ein Brand \u00fcberhaupt ausbricht. Jeder kann lernen, welche Wolkentypen, Windgeschwindigkeiten und Brennstoffbedingungen auf eine geringere oder h\u00f6here Brandgefahr hinweisen. Ich denke, die meisten Nature Journaler machen bereits Beobachtungen, m\u00fcssten aber noch die Zusammenh\u00e4nge zum Feuer herstellen. Ich denke, der gro\u00dfe Unterschied besteht darin, Vergleiche anzustellen und definiertere Metadaten zu verwenden. Wenn man wei\u00df, welche Windgeschwindigkeiten, Temperaturen, Luftfeuchtigkeiten und Brennstoffbedingungen ein h\u00f6heres Brandrisiko darstellen, kann man diese Metadaten sowie einige Gedanken und Fragen dazu hinzuf\u00fcgen, wie sich Feuer in dieser Umgebung verhalten k\u00f6nnte. Ich habe eine wachsende Zahl von Nature Journalern gesehen, die Beobachtungen \u00fcber nach dem Brand entstandene\/verbrannte Gebiete, wie verkohlte B\u00e4ume, machten, und einige Leute haben \u00fcber den Rauch von Waldbr\u00e4nden ein Journal gef\u00fchrt, aber das Journal sollte auch ph\u00e4nologische Beobachtungen, wechselndes Wetter und Vegetation umfassen Konzentrationen, Vereinbarungen und Bedingungen \u00fcber die gesamte Brandumgebung enthalten (Abb. 5).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"449\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28205\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image4.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image4-300x192.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image4-80x50.jpg 80w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Abb. 5: Feuerwetter im Juni 2019 (Copyright: Miriam H. Morrill, Pyrosketchology 2023) <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\"><strong>Jetzt im Sommer, wenn es oft wochenlang keinen Tropfen Regen gibt, kann es auch be\u00e4ngstigend sein, wenn man sieht wie ausgetrocknet die W\u00e4lder, die landwirtschaftlichen Wiesen und auch die G\u00e4rten sind und dann dar\u00fcber nachdenkt, dass ein Funke oder ein Zigarrettenstummel schon reichen k\u00f6nnte, um einen Brand auszul\u00f6sen&#8230;<\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p>Ich empfehle den Leuten, die wegen Feuer gestresst sind oder die Idee haben, ein Journal \u00fcber Feuer zu f\u00fchren, sich auf die wichtigen Beobachtungen zu konzentrieren, sich aber nicht auf Gedanken \u00fcber Feuer einzulassen. Beispielsweise ist die Beobachtung von Temperaturver\u00e4nderungen und Windgeschwindigkeiten sehr wichtig, um das Bewusstsein f\u00fcr die Brandumgebung zu sch\u00e4rfen, aber als Journaler soll man nicht st\u00e4ndig an Feuer denken, sondern man kann einfach die Verbindung zur Natur genie\u00dfen. Ich empfehle au\u00dferdem, ein Journal \u00fcber das Gef\u00fchl zu f\u00fchren, das mit Feuer in Verbindung gebracht wird. Wenn man Angst versp\u00fcrt, k\u00f6nnte man versuchen im Journal dar\u00fcber zu schreiben, warum das so ist, und dabei auch bedenken, dass Feuer ebenso wie Raubtiere Teil einer nat\u00fcrlichen Umgebung ist. Es kann ein angsteinfl\u00f6\u00dfender Aspekt der Natur sein, aber wir k\u00f6nnen uns der Bedingungen bewusst werden, die ein gr\u00f6\u00dferes Risiko darstellen, und F\u00e4higkeiten entwickeln, die uns bef\u00e4higen, sicherer zu sein. Ich habe auch Angst, insbesondere wegen der hohen Temperaturen und des Klimawandels, die mich hilflos machen, aber im Moment zu leben und diese Momente mit der Natur zu teilen, ist eine zutiefst sch\u00f6ne Erfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">Du arbeitest derzeit an Deinem Buch \u201ePyrosketchology \u2013 An Illustrated Guide to Nature Journaling about the Fire Environment\u201c. Damit wir einen ersten Eindruck bekommen, hast Du die ersten Kapitel als PDF im Internet zur freien Nutzung bereitgestellt. Ich bin schon beim ersten Durchschauen begeistert. Du erarbeitest aufwendig und detailliert die Texte und Illustrationen. F\u00fcr wen ist dieses Buch letztendlich gedacht und wie sollte es Deiner Meinung nach in der Bildung eingesetzt werden?<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch war urspr\u00fcnglich f\u00fcr Nature Journaler, Naturforschende und P\u00e4dagogen gedacht, aber ich war \u00fcberrascht \u00fcber das Interesse, das Meteorologen, Klima- und Feuerwissenschaftler, Professoren und Feuerwehrleute zeigten. Ich habe geh\u00f6rt, dass den Experten die Art und Weise gef\u00e4llt, wie ich die Informationen visualisiere, die sie vermitteln oder lehren m\u00f6chten. Ich habe auch geh\u00f6rt, dass viele Experten die Journaling-Ans\u00e4tze als eine beruhigende und angenehme M\u00f6glichkeit ansehen, sich \u00fcber stressige Themen zu informieren. Von Nature Journalern habe ich noch nicht viel \u00fcber den Leitfaden geh\u00f6rt, aber einige sagen, dass sie mehr \u00fcber Feuer erfahren m\u00f6chten. Ich habe auch eine kleine Anzahl von Nature Journaling-Freunden wie John Muir Laws, Robin Lee Carlson, Marley Peifer, Laura Cunningham und Laurie Wigham, die an mehreren Feuer-Journaling-Veranstaltungen teilgenommen haben, also hoffe ich, dass sie es auch mehr in ihr Nature Journaling einf\u00fchren k\u00f6nnen. Ich bin sehr dankbar, dass Du diese Konzepte \u00fcber Dein Netzwerk teilst und hoffe, dass sich mehr Menschen f\u00fcr diesen Ansatz engagieren, um das Bewusstsein auf eine Weise zu sch\u00e4rfen, die uns hilft, uns an unsere sich ver\u00e4ndernde Umgebung anzupassen.<\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\"><strong>Vielen Dank f\u00fcr das Interview und die Einblicke in Deine Arbeit, Miriam. Ich finde Deinen Ansatz Nature Journaling in das Feuermanagement zu integrieren ganz toll und hoffe auch, dass es bald hier in Europa bei den Feuer\u00f6kologen und Feuerwehren auf Aufmerksamkeit st\u00f6\u00dft.<\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">Wenn ihr mehr \u00fcber Pyrosketchology wissen oder sogar selber als Nature Journaler ins Fire Journaling einsteigen wollt, k\u00f6nnt ihr auf Miriams Webseite mehr dazu lesen. <\/span><\/p>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.pyrosketchology.com\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.pyrosketchology.com\/<\/a><br>Facebook\/Instagram: @Pyrosketchology<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/froglink.gif\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure id=\"wp-calendar\" class=\"wp-block-table is-style-regular\"><table><tbody><tr><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><\/td><td><strong>English Version of the Interview<\/strong><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><\/td><td><strong>Interview #8: <strong>Miriam H. Morrill<\/strong><\/strong><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><\/td><td><\/td><td>&nbsp;<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><figcaption><strong><strong>Miriam H. Morrill<\/strong><\/strong> is a Fire Education Specialist, Nature Journaler and Author. She runs the website <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.pyrosketchology.com\/\" target=\"_blank\">Pyrosketchology.com<\/a>. Until a few years ago, she worked for the US Bureau of Land Management as biologist and a Fire Management Specialist.<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\"><strong>Miriam,<\/strong> <strong>in your Pyrosketchology you combine experiences from fire management with nature journaling. Can you give us an introductory explanation of how this came about?<\/strong><\/span><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Miriam H Morrill:<\/strong> About six or seven years ago, my husband and I started to make our retirement plans, which was to travel around the United States full-time in our travel trailer. I realized that my art hobby would need to change to something more mobile and I came across The Nature Journal Club Facebook page. Once I started the nature journaling practice, I realized how wonderful it was at reducing the stress in my wildland fire management work. I also started to see how nature journaling could be a great tool for teaching people about fire. I started to explore different journaling approaches and tried to introduce the concepts to my fire education partners. That led to a 2019 pilot workshop with The Nature Conservancy\u2019s Fire Learning Network and Prescribed Fire Exchange Program where 10 nature journalers would shadow a prescribed fire in northern California. I reached out to the nature journalers Robin Lee Carlson and John Muir Laws to see if they would be interested in helping design and attend the workshop. They were interested and it was a wonderful event. The more I explored the concepts, the more I believed this was an important tool for not only fire practitioners but anyone concerned about fire and the environment. I decided I would spend the first few yeas of my retirement working &nbsp;on a guide which could define the concepts of journaling about fire. &nbsp;Before retiring at the end of 2020, I came up with the name <strong>Pyrsoketchology<\/strong>*, which I thought would be a catchy program name and title for my book.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">* Pyro-sketch-ology:<br>Pyro, from Greek &#8222;pyr&#8220; (&#8222;Fire&#8220;).<br>Sketch, from Greek &#8222;schedios&#8220;, the freehand drawing.<br>-logy\/-ology, from Greek &#8222;-log\u00eda&#8220;, since the 16th century to name a scientific discipline, see suffix -logy.<\/span><\/strong><br><\/p>\n\n\n\n<p><strong><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">Forest fires are a danger to us humans and our houses and towns and they release enormous amounts of CO2 and destroy the natural protective function of forests against global warming. So it not only destroys houses and threatens our lives, but also has disadvantages in the fight against climate change. On the other hand, climate change also increases the risk of forest fires due to the increase in drought periods. Here in the Westen from Germany we had a wet spring compared to the drought years after 2018, but after only few weeks without rain from mid-May, warnings of forest fires are already being issued again. Forest fires are now to be detected in time with virtual reality, drones for real-time monitoring of forests and even 40 satellites from Copernicus (Europe&#8217;s eyes on earth), the European Space Agency ESA. The moisture in the soil and the organic material are examined. Forest soil density, pH and composition are studied to understand how forest fires spread and to have appropriate extinguishing agents. In order to be able to simulate the spread of fires, artificial intelligence (AI) and machine learning models are also being developed for prediction. These are all technically very complex things. The methods of nature journaling, on the other hand, are simple. To what extent can nature journaling help to provide forest fires and help with preventive firefighting?<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Many of the ecosystems across the United States evolved with some level of fire. Many of the indigenous peoples used fire for a wide range of cultural, agricultural and land management activities. Fire is an important ecosystem function and tool for land management in many environments. But, historic land management and fire suppression policies, along with expanding urban development has created a build-up of hazardous vegetation conditions. Contemporary wildfires have grown in size and severity, especially when more people are spread out across the landscape and are at higher risk. Without the natural fire regimes, many of the forests across the western United States have millions of dead trees from drought, insects, and disease and extreme fire events. Climate change is also a critical element influencing the hazardous conditions, but fire exclusion is as well. When you combine those conditions with the increased anthropogenic fire ignitions, we have put ourselves in an overwhelmingly hazardous situation. Did you know that across the United States 70-90% of the wildfires are directly or indirectly caused by humans? Current government policies promote more prescribed fire, but many people are frightened from the growing wildfires and distrustful of prescribed burning practices. I spent nearly 20 years working in fire planning and education programs around the western United States and feel there is another issue that has not been addressed with most fire education and management programs. Most people have lost touch with fire as a part of the landscape. Fire is not a thing, it\u2019s not even an element. Fire is a chemical reaction that is driven by elements and conditions of the natural and human environment. The air temperature, wind speed, relative humidity levels, topographic features, and vegetation conditions can inform us about potential fire behavior. This is where I think nature journaling fits into the overall fire and climate adaptation scenarios. We can use tools, like nature journaling, to reconnect with the environment and become aware of potential fire conditions. We can use that awareness to hep reduce fire ignitions, manage landscapes, and respond to wildfires. Since retiring from federal fire management, I have provided consulting and illustration services to various fire scientists, firefighter training programs, and community fire planning organizations around the United States on the approaches to observing and journaling about the fire environment. I have also had requests from other fire organizations in different countries that are interested in learning more about the approach.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"163\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/NJI-int8-008.gif.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-28206\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">Weather, fuels, topography and other factors affect fire performance. The risk and the fire weather can be parameters worth mentioning. How can these parameters be documented in order to obtain effective fire modelling? And how can this data be passed on to the local fire brigade and the responsible authorities?<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Weather, fuels, and topography are the key elements of the fire behavior triangle and a key focus of the journaling approaches that I recommend. I consider these the pre-fire observations. These are foundational to all observations before, during, and after fire. I like to frame the weather observations around the parameters or metrics that define changes from normal or non-fire conditions to what we call fire weather. Fire weather is typically defined within specific environments (ecosystems and geographic units), but there are general observations anyone can make that are based on basic fire behavior. I am assuming most fire brigades already have this knowledge but may not be aware of the journaling practices that can be used to enhance awareness. I think partnerships and programs that bridge the fire and journaling knowledge would be a great place to start. I also think that more nature journaling groups and field trips focused on fire related observations could be a place for that to start.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Things to keep in mind are that most fires start and are carried along the ground, until they climb up into taller vegetation. Thus, observing the weather conditions that influence surface fire types, like grass fires, is a foundational journaling approach. Once the grass has cured, you can use wind speeds that are 10 miles per hour, temperatures over 80 degrees Fahrenheit, and relative humidities below 30 percent as the general or basic fire weather&nbsp;criteria. Developing our sensory skills around these weather parameters is what I focus on. I use a modified version of the Beaufort wind force scale for tuning into wind speeds and these are really fun to nature&nbsp;journal. You can sketch the movements of tree branches and leaves and other vegetation shapes and movements. I have also started to use the color of the sky to help interpret relative humidity levels. The darker the blue colors of the sky, the colder and drier the air is. You can look through Chapter 2: Fire Weather in my Pyroskethcology guide for many examples for temperature, humidity and wind speed along with other observations about cloud&nbsp;types to help frame fire weather observations.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"599\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image0.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28201\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image0.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image0-300x257.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Pic. 1: Beaufort wind force scale from the Pyrosketchology-Guide (Copyright: Miriam H. Morrill, Pyrosketchology 2023)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">Persistent heat and high temperatures dry out plants and create heat stress in the organs of plants and damage them. E.g. dry grass burns better than fire-resistant bark. These are all things that can be recorded in a journal. What methods do you use there?<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In Chapter 4: Fire Fuels and Chapter 5: Fire Seasons of my Pyrsoketchology guide, I have outlined a wide number of observations about plants, temperatures, and seasonal phenology (Pic. 2). I like to use very simple diagrams for many of these observations. Observing the percentage of cured grass is a great approach (Pic. 3). I use a square shaped box diagram to sketch the horizontal area of grass (tops of grass) and a rectangle box to sketch a representative area of the grass stems or vertical percentage of cured grass. When 75 percent or more o the grass is cured, you can expect more fire ignitions and a faster rate of fire spread. I also like to use doughnuts graphs to convey the percent of cured grass. It is also interesting to observe seasonal changes in temperature and grass curing by comparing observations at different elevations and slope aspects. You\u2019ll notice differences of the curing time, which will influence the flammability and fire seasons within different areas. A lot of this can be captured in normal journaling observations, when you add the metadata about all of these parameters and always a little visualization of the grass conditions. I also like to use phenology wheels and line graphs to compare historic average weather with current contains. When you start to see temperatures outside of the historic conditions, you can start to related the more slow and longterm changes to plants and ecosystems, like heat stress. You can find the climate (average\/mean) weather trends for most places online. If you have this data captured for each month, you will have something to compare your current weather observations with. I think these comparisons are one key thing to tuning into climate and vegetation interactions. So, don\u2019t just add the temperature during the observation period, but add the historic averages for the comparison.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"337\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28202\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image1.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image1-300x144.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Pic. 2: Example Seasonal Weather, Gras Curing Phase &amp; Fire Hazard Level Observations (Copyright: Miriam H. Morrill, Pyrosketchology 2023)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"306\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28203\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image2.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image2-300x131.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Pic 3: Observing the percentage of cured grass. When 75 percent or more o the grass is cured, you can expect more fire ignitions and a faster rate of fire spread. (Copyright: Miriam H. Morrill, Pyrosketchology 2023)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><br><strong><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">In western Germany there were few really big forest fires for decades (in the 1970s the L\u00fcneburg Heide burned), but in eastern Germany (Brandenburg, Berlin) there was more experience (causes are different soils, pine forests). After a hard winter in 2017\/18, there were major forest fires again in the drought summer of 2018 in Brandenburg. I think it is the case in Germany that the forest management is responsible for prevention and the fire department for putting out the fires, so two different groups. I wonder how the journaling methods mentioned can be used in such organizations. What are your experiences in the USA, where forest fires probably have a completely different dimension than in Europe?<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>I don\u2019t have much knowledge about the fire history in Europe, but I have worked with fire organizations in Micronesia, Palau, Guam, Hawaii, Jamaica, Australia, and Canada and much of the basic fire assessments and planning approaches are very similar with how we approach things in the United States. The basic fire behavior principles are the same, but the weather and fuels parameters are refined for those specific environments. I think the biggest differences would be related to the human relationships with fire. If fire has or has not been a historic feature, either a lack of fire due to historic weather and fuels conditions or historic fire management practices (fire exclusion, etc.). For example, when I was meeting with fire organizations in many of the tropical landscapes like Micronesia and Jamaica I learned that wildfire was not much of a concern in their historic tropical forests, but as more forest areas were cleared, for one purpose or another, more grassland areas were created and the wildfire occurrences and impacts increased. The traditional use of fire to clear small areas and other fire-causing activities are now a high wildfire risk that many people have not adapted to. The environmental solutions in those areas are often reforestation, but that is not always possible and fire ignition management is an important approach to include. This is very much a human awareness and behavior issue. The human activities and awareness of changing conditions is the key, in my opinion. From what I hear about the increasing fire issues around the world, climate change is mentioned as the issue. Climate changes will influence the vegetation conditions, but additional focus should be on the anthropogenic causes of wildfires and adapting fire management practices. I think more people need to be aware of the potential fire conditions and how their activities (where and how homes are built, landscape management approaches and fire ignition sources) can reduce or exacerbate wildfire conditions. Fire prevention is an individual responsibility along with the land manager or property owner. This is why I have spent several years, with no funding support, creating the Pyrosketchology guide, to help identify the observations and journaling practices that everyone can use to tune into the environment and fire conditions. And, hopefully contribute to the larger efforts to address wildfire impacts and climate changes.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"556\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28204\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image3.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image3-300x238.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Pic. 4: Human-made fires. As a Nature Journaler, for example, you can use a map to record which sources of fire are in the nearby region. (Copyright: Miriam H. Morrill, Pyrosketchology 2023)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">Nature journalers actually work for themselves. That is, everyone documents their observations in their local area or while traveling. Is fire journaling also something for the normal nature journaler, comparable to people who observe and document the weather as citizen scientists?<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>The vast majority of observations that can be used to understand and become aware of the fire environment should be done before a fire ever starts. Anyone can learn which cloud types, wind speeds, and fuels conditions indicate lower or higher fire hazard conditions. I think most nature journalers are already making the observations, but would need to make the connections to fire. I think the big difference is on making comparisons and using more defined metadata. If you know which wind speeds, temperatures, humidities and fuels conditions are a higher fire risk, you can add that metadata and some thoughts and questions about how fire is could behave in that environment. I have seen a growing number of nature journalers making observations about post-fire\/burned areas, like charred trees, and some people have been journaling about wildfire smoke, but journaling about the overall fire environment should include phenology observations, changing weather, and vegetation concentrations, arrangements and conditions.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"700\" height=\"449\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-28205\" srcset=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image4.jpg 700w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image4-300x192.jpg 300w, https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/image4-80x50.jpg 80w\" sizes=\"(max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><figcaption>Pic. 5: Fire weather in June 2019 (Copyright: Miriam H. Morrill, Pyrosketchology 2023)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">Now in summer, when there is often not a drop of rain for weeks, it can also be frightening when you see how dried up the forests, agricultural meadows and gardens are and then think that a spark or a cigarette butt could be enough to start a fire\u2026<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>I try to recommend to people feeling stressed about fire or the idea of journaling about fire, to consider focusing on the important observations but don\u2019t jump into the thoughts about fire. For example, observing temperature changes and wind speeds is very important to building awareness around the fire environment, but you don\u2019t have to continually think about fire, you can just enjoy the connections with nature.<br>I also recommend journaling about feeling associated with fire. If feeling anxiety, try to journal about why, while also considering how fire, like predators, is a part of a natural environment. It can be a more frightening aspect of nature, but we can become aware of conditions that do pose more risk and develop skills that empower us to be more safe.<br>I also feel anxiety, especially about high temperatures and climate change which makes me feel helpless, but living in the moment and sharing those moments with nature is a deeply beautiful experience.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">You are now working on your book &#8222;Pyrosketchology \u2014 An Illustrated Guide to Nature Journaling about the Fire Environment&#8220;. You have made the first chapters available as PDF on the Internet for free use, so that we get a first impression. I&#8217;m already excited from the first look through. You do a lot of work with the text and the illustrations. Who is this book ultimately intended for and how do you think it should be used in education?<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>The book was originally intended for nature journalers, naturalists, and educators, but I have been surprised by the interest expressed by meteorologists, climate and fire scientists, professors, and firefighters. I have heard that the experts like the way I visualize the information that they are trying to communicate or teach. I have also heard that many of the experts like that journaling approaches are a soothing and pleasing way to learn about stressful topics. I have not heard back from many nature journalers about the guide, but have heard many say that they want to learn more about fire. I also have a small number of nature journaling friends like John Muir Laws, Robin Lee Carlson, Marley Peifer, Laura Cunningham, and Laurie Wigham that have participated in several prescribed fire journaling events, so I hope they can also introduce and support more journaling about the fire environment. I am very grateful that you are sharing these concepts through your network and hope to see more people engage in this approach to enhancing awareness in ways that help us adapt to our changing environments.<\/p>\n\n\n\n<p><strong><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">Thank you for the interview and the insights into your work, Miriam. I think your approach to integrating nature journaling into fire management is great and I also hope that fire ecologists and firefighters here in Europe will soon get the attention of it.<\/span><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><span style=\"color:#2b6978\" class=\"has-inline-color\">If you want to know more about Pyrosketchology or even want to get into fire journaling yourself as a nature journaler, you can read more about it on Miriam&#8217;s website.<\/span><\/p>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.pyrosketchology.com\/\" target=\"_blank\">https:\/\/www.pyrosketchology.com\/<\/a><br>Facebook\/Instagram: @Pyrosketchology<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/guentersahler.de\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/froglink.gif\" alt=\"\"\/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Welche Erfahrungen machen andere mit Nature Journaling?&nbsp;Hier sprechen Nature Journalerinnen und Journaler dar\u00fcber wie sie zum Nature Journaling gekommen sind, wie sie ihre ersten Seiten erstellten und wie sie nun Journalen oder welche Materialien sie verwenden. Hier erh\u00e4ltst Du Tipps &hellip; <a href=\"https:\/\/guentersahler.de\/?p=28189\">Weiter<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":28206,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[33,85,42,49,41,84],"tags":[],"class_list":["post-28189","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-blog","category-interview","category-natur","category-natur-zeichnen-drinnen-und-draussen","category-nature-journaling","category-nature-journaling-intro"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28189"}],"collection":[{"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=28189"}],"version-history":[{"count":131,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28189\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":30101,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/28189\/revisions\/30101"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/28206"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=28189"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=28189"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/guentersahler.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=28189"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}