Fossilien in den Sünger Bergen

Seelilien bei Hammen

Fossilien von Seelilien sind in den Steinbrüchen von Lindlar sehr oft zu finden. Oder anders aus gedrückt: Sehr, sehr, sehr oft. Man braucht sie gar nicht zu suchen. Hebt man einen Stein dort auf, dann hat der immer Abdrücke von Seelilien. Ich habe die auch schon an anderen Stellen in der Gemeinde Lindlar gesehen. Beispielsweise bei einem „Gang“ von Naturzeit, wie sich hier nachlesen lässt („Felsen mit sehr vielen Lindlarer-Fossilien“).

Da ist es wenig überraschend, wenn man in der Lindlarer Gegend mal einen Stein mit dieses Fossilien findet. Ich frag mich dann immer, ist der vielleicht einem Wanderer aus Lindlar, der vor einer Stunde vielleicht noch bei den Steinbrüchen war, dieser Stein nun aus der Hose gepurzelt oder hat er ihn weggeworfen, weil er ja genügend gefunden hatte und dieser eine der hässlichste von allen war.

Hier an der Stelle oberhalb von Hammen, bin ich mir aber recht sicher, dass diese Steine hier seit Millionen von Jahren liegen. Sei sei denn, sie hat jemand hier aufwendig an die Wurzel geklebt oder vor dem Pflanzen des Baumes — zu dessen Schicksal ich gleich komme — in der Erde platziert. Beides finde ich recht unwahrscheinlich.

Der bereits erwähnte Baum, eine Eiche, kippte bei einem der Winterstürme um.

Hammen-Steine: Die umgekippte Eiche (Mitte Mai 2022).
Hammen-Steine: Die umgekippte Eiche (Mitte Mai 2022).
Hammen-Steine: Weitere Bäume die mit der Eiche umstürzten (Mitte Mai 2022).

Die Wurzel der Eiche riss einen größeren Krater in die Erde. An den Wurzel blieben zahlreiche Stein hängen.

Hammen-Steine: Die Wurzeln der Eiche (Mitte Mai 2022).
Hammen-Steine: Wurzel und Krater (Mitte Mai 2022).

Man sieht viele kleine und größere Steine in denen die Wurzeln der Eiche die letzten Jahrzehnte gewachsen sind. Den ein oder anderen Stein werden die Wurzeln dabei aufgesprengt haben.

Hammen-Steine: Steine an den Wurzeln (Mitte Mai 2022).
Hammen-Steine: Die Steine aus der Erdurzeit (Mitte Mai 2022)
Hammen-Steine: Wurzel und Krater (Mitte Mai 2022).
Hammen-Steine: Hier sieht man nichts von Fossiliern (Mitte Mai 2022).

Von Fossilien war nichts zusehen. Dreck, Lehm, was auch immer, überdeckten den eigentlichen Stein. Aber bei einem Stein fiel mir eine Stelle auf, die ich von Steinen aus Lindlar kenne.

Hammen-Steine: Ein Abdruck einer Seelilie, noch verdreckt (Mitte Mai 2022).
Hammen-Steine: Auch dieser Abdruck ist kaum zu erkennen (Mitte Mai 2022).

Ein wenig Wasser auf den Stein und die Seelilienabdrücke waren klar zu erkennen. Ich sortierte ein paar Minuten die Steine und fand drei Steine mit eindeutigen Abdrücken. Abgewaschen war das Ergebnis eindeutig: Lindlarer Seelilien-Fossilien bei Hammen in den Sünger Bergen. Das heißt, die Felsen hier waren auch mal im Meer. Wenig verwunderlich (Zur Entstehung der Sünger Berge), aber ich finde erfreulich.

Die drei Steine

Hammen-Steine: Dies sind die drei Steine. In der Beschreibung beginne ich mit dem Stein unten rechts, weil ich diesen als ersten gefunden habe. Oben „Stein 2“, rechts „Stein 1“ und unten „Stein 3“ (Mitte Mai 2022).
Hammen-Steine: Stein 1: Bei diesem Stein gibt es viele normale Abdrücke, aber auch einen besonderen, weil der Seelilienstengel einen großen Durchmesser hat, wie ich finde. Leider ist der Abdruck nahezu verdeckt (Mitte Mai 2022).
Hammen-Steine: Aber mit der Kamera konnte ich in einem bestimmten Blickwinkel einen deutlichen Abdruck hervorlocke (Mitte Mai 2022).
Hammen-Steine: Mit 1,3 cm hat der Stengel einen stolzen Durchmesser (Mitte Mai 2022)
Hammen-Steine (Mitte Mai 2022)
Hammen-Steine: Typische Stelle eines Abdrucks, der noch innen versteckt ist (Mitte Mai 2022)
Hammen-Steine: Stein 2: Dieser Stein kann mit jedem Lindlarer Allerweltsstein mithalten. Es sind Abdrücke jeglicher Form vorhanden (Mitte Mai 2022)
Hammen-Steine: Stein 2 (Mitte Mai 2022)
Hammen-Steine: Stein 2 (Mitte Mai 2022)
Hammen-Steine: Stein 2 (Mitte Mai 2022)
Hammen-Steine: Stein 2 (Mitte Mai 2022)
Hammen-Steine: Stein 2 (Mitte Mai 2022)
Hammen-Steine: Stein 3: In Lindlar würde der „Fossiliensammler“ bei einer Steinbruchführung einen solchen Stein gleich wieder in den Abraum werfen. Hier sind nur wenige Abdrücke drauf (Mitte Mai 2022)
Hammen-Steine: Stein 3 (Mitte Mai 2022)

Seelilien auf dem Stelberg bei Oberbüschem

Auf dem Stelberg am Weg zwischen Oberbüschen und Stelberg brauchte ich am Wegesrand unter einem bei den Winterstürmen umgekippten Baum, auch nicht lange suchen. Zwei, drei Steine legte ich beiseite, der vierte hatte schon einen dicken Riss. Ich schlug ihn kurz auf einen anderen Stein und mein Stein zersprang in zwei Teil. Nun traten die Seelilienfossilien direkt zu Tage. Millionen Jahre hatte sie keiner mehr gesehen.

Stelberg-Steine: Die Fundstelle (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine: Die Fundstelle (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine: Die Fundstelle (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine: Die Fundstelle (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine: Die Fundstelle (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine: Ein Stein ungewaschen (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine: Ein Stein ungewaschen (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine: Ein Stein ungewaschen (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine: Ein Stein ungewaschen (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine: Ein Stein ungewaschen (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine: Der vierte Stein mit dem langen Riss (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine: Der vierte Stein mit dem langen Riss, nun aufgeklappt, sodass die Fossilien sichtbar sind (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine (Mitte Mai 2022)
Stelberg-Steine (Mitte Mai 2022)

Fossilien im Steinbruch in Untersteinbach

An der Straße zwischen Heibach und Untersteinbach ist ein kleiner ehemaliger Steinbruch (vgl. https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-276881).

Ich sehe hier „Muscheln“.
„Muscheln“.
„Muscheln“.
Felswand
An der rotmarkierten Stelle sah ich deutlich „Muscheln“.
Die im vorherigen Bild rotmarkierte Stelle.
Die oben rotmarkierte Stelle mit den „Muscheln“.