Archiv der Kategorie: Der älteste Wald der Welt

Doppelseite Ur-Wald im National Geografic

In der Mai-Ausgabe des National Geographic ist eine Doppelseite zum Ur-Wald mit einer Illustration von Raul Martin. Es geht um die alten Wälder in Asien, die von chinesischen Forschern entdeckt wurden. Dieser wuchs vor 365 Millionen Jahren und gehörten zur Gattung Guangdedendron.

In einer kleinen Grafik werden als älteste Bäume im Devon die Cladoxylopsida-Bäume genannt. Die Wurzeln diese Bäume waren noch einfach. Spätere Bäume (Archaeopteris) hatten schon verzweigten Wurzeln.

Vgl. „Der älteste Wald der Welt“

National Geographic, 5/2022

Quelle: Monica Serrano/Scott Elder „Der Ur-Wald“ National Geographic, 5/2022, S. 32/33

Der älteste Wald der Welt

Pflanzen im Devon

„Pflanzen gingen also im Ordovizium und Silur an Land, im Laufe des Devon entwickelten sich dann verschiedene Linien der Sporenpflanzen, unter anderen die Lycopodiopsida (Bärlappe), Equisetopsida (Schachtelhalme) und Polypodiopsida (Farne). Im Karbon bildeten diese ausgedehnte Wälder.“ (Jens Boenigk, Sabina Wodniok „Biodiversität und Erdgeschichte“, 2014, S. 96)

Steinbruch BGS, Lindlar
Steinbruch in Lindlar

„Im Devon breiteten sich die ursprünglich farnartigen und bärlappartigen Gefäßpflanzen weiter aus. Aus dem Devon stammen auch die ersten gesicherten Funde von Mykorrhiza. Die Pflanzen wurden im Devon größer und im Oberdevon entstanden in tropischen Sümpfen die ersten Wälder mit baumartigen Farnen und Bärlappen. Erstmals entwickelten sich flächige Blätter, auch Blüten und echte Samen traten erstmals im Oberdevon auf.“ (Jens Boenigk, Sabina Wodniok „Biodiversität und Erdgeschichte“, 2014, S. 112)

Erste Bäume

Calamophyton ist eine ausgestorbene, wenige Dezimeter hohe Pflanze mit dichotomer Verzweigung. Sie gehört zur Gruppe der nahe der Basis der Farne stehenden Pseudosporochnales.“ (wikipedia, de.wikipedia.org/wiki/Calamophyton)

„Die Pseudosporochnales sind eine ausgestorbene Pflanzengruppe, die systematisch nahe der Basis der Farne steht. Mit Eospermatopteris gehören ihr die ältesten bekannten baumförmigen Pflanzen an. […] Eospermatopteris wurde erstmals 1924 von Winifred Goldring beschrieben anhand von Funden aus dem Mitteldevon von Gilboa (New York).“ (de.wikipedia.org/wiki/Pseudosporochnales)

Lit.: Jamie Boyer (2021): sites.google.com/site/paleoplant/classification/cladoxylopsid/pseudosporochnales

Die Fundorte der ersten Wälder

Nordrhein-Westfalen vor 400 Millionen Jahren (Devon) auf dem Kontinent Laurussia (Red-Old-Kontinent). Karte Sahler nach Geologischer Dienst NRW.
Auf dieser Seite dinosaurpictures.org/ancient-earth#400 lässt sich schauen, wo sich bestimmte Orte zu einer bestimmten Zeit in der Erdgeschichte befunden haben.
Diese Karte zeigt ganz grob die damaligen Kontinente Laurussia, Siberia und Gondwana sowie die Orte bei denen Fossilien von Wäldern aus dem Devon gefunden wurden. Die Karte basiert auf einer Karte, die Chris Berry von der Universität Cardiff bei einem Vortrag 2016 (vgl. youtu.be/DwkbePIWeIU) zeigte (Sahler nach Berry, Buntstift, 1/2022)

Auf einer anderen Folie hatte Berry die Funde bzw. die Orte nach Alter sortiert:

  • Svalbard (Spitzbergen) = 380 mya (Frasnium-Stufe im Oberdevon)
  • Gilboa (New York) = 383 mya (Givetium-Stufe im Mitteldevon)
  • Cairo (New York) = 384 mya (Givetium-Stufe im Mitteldevon)
  • Goé = 388 mya (Eifelium-Stufe im Mitteldevon)
  • Lindlar = 390 mya (Eifelium-Stufe im Mitteldevon)

Dies sind Orte die seit Jahren in der Fachliteratur genannt werden. so schreiben Christopher M. Berry and Muriel Fairon-Demaret im Buchartkel „The Middle Devonian Flora Revisited“ (veröffentlicht in „Plants Invade the Land“, 2001):

„Previously, in most reports, the Middle Devonian flora was thought to be from the Givetian (Gensel and Andrews 1984; Meyen1987; Allen and Dineley 1988). However, it is increasingly clear that there are a number of good middle and late Eifelian assemblages inEurope (e.g., Lindlar, in [Maurice] Streel et al. 1987; Goé,in Hance et al. 1996) that contrast with the pre-dominantly Givetian age given to the most diverse and important compression assemblages of New York State. Palynological revision mightincrease the ages of some of these localities, too(e.g., the age of the Blenheim–Gilboa …“

Mit der genannten Streel-Quelle von 1987 wird dies gemeint sein:

„BERGISCHES LAND: Lindlar, Muhlenberg fm : Lycopodites lindlarensis, Protolepidodendron scharyanum, Duisbergia mirabilis, Hyenia elegans, Catamophyton primaevum, Rellimia thomsomii, Weylandia rhenana in SCHWEITZER 1974, Spores in RIEGEL 1968.“ (MauriceStreel, KennethHiggs, StanislasLoboziak, WalterRiegel, PhilippeSteemans: „Spore stratigraphy and correlation with faunas and floras in the type marine Devonian of the Ardenne-Rhenish Regions“, in: February 1987, Review of Palaeobotany and Palynology 50(3):211-229S. 224)

Muhlenberg fm = MühlenbergFormation („The Mühlenberg Formation is a geologic formation in Germany. It preserves fossils dating back to the Devonian period.“ (en.wikipedia.org/wiki/M%C3%BChlenberg_Formation)

Weitere Infos zu den genannten fossilen Pflanzen:

  • Lycopodites lindlarensis Schweitzer 1974 = fossile  Bärlappartige.
  • Protolepidodendron = Bärlapppflanzen (de.wikipedia.org/wiki/Protolepidodendrales)
  • Protolepidodendron scharyanum (Kräusel & Weyland)
  • Duisbergia mirabilis (vgl hier de.wikipedia.org/wiki/Pseudosporochnales)
  • Hyenia elegans, (Schweitzer 1972, vgl. de.wikipedia.org/wiki/Calamophyton)
  • Catamophyton primaevum = Calamophyton Primaevus
  • Rellimia thomsonii was first discovered in eastern New York State in 1971–1972 during excavations for the Blenheim‐Gilboa Pumped …“ (Joanne M. Dannenhoffer,* William Stein,† and Patricia M. Bonamo†: The Primary Body of Rellimia thomsonii: Integrated Perspective Based on Organically Connected Specimens)
  • Weylandia rhenana = „Neben Calamophyton kommen auch die Arten Hyenia elegans und Weylandia rhenana vor. Weylandia zählt zu den seltensten Pflanzen des Mitteldevons überhaupt.“ (Peter Giesen, naturwissenschaftlicher-verein-wuppertal.de/sektionen/Geologie/die-lindlar-story)

Fundort Lindlar

Steinbruch BGS, Lindlar

„In einem Steinbruch in Lindlar, den ein bekannter Professor aus Bonn [Hans Joachim Schweitzer] schon in den 60er Jahren publik gemacht hatte, habe ich 2008 Teile des ältesten Waldes der Welt gefunden. Ganze Bäume – vollständig von der Wurzel bis zur Krone. So etwas ist ganz selten. Da muss ein Tsunami die komplette Vegetation abgeräumt und in direkter Nachbarschaft sofort wieder eingebettet haben, so dass diese so gut erhalten geblieben ist. […] Damals war das Bergische Land noch nicht bergig und Teil einer Küstenregion. Wuppertal lag an der Südküste des „Old Red Continent“, des alten roten Kontinents, der im Wesentlichen aus Nordamerika und Nordeuropa bestand.“ (Peter Giesen)

2015, Ausstellung in Bonn

Archäologischen Landesausstellung NRW im LVR-LandesMuseum Bonn
5. September 2015 bis 3. April 2016

„Der vermutlich älteste Wald der Erde stand einst im bergischen Lindlar in Nordrhein-Westfalen. Dies belegen archäologische Funde der ältesten bisher ausgegrabenen baumförmigen Pflanzen, die 2008/2009 in der Nähe des Städtchens geborgen wurden. Vom 5. September 2015 bis 3. April 2016 sind die Sensationsfunde in der Archäologischen Landesausstellung NRW im LVR-LandesMuseum Bonn zu sehen. Die nun versteinertern Bäumchen wuchsen vor rund 390 Millionen Jahren auf einer Sandinsel in einem ausgedehnten Flachmeer und wurden wahrscheinlich durch einen Tsunami ins Meer gespült, mit Sand und Schlamm überdeckt und so bis heute konserviert.“ (touristiker-nrw.de/landesausstellung-zeigt-sensationsfund-aus-dem-aeltesten-wald-der-welt/)

„Der 500 kg schwere Fund wird ab dem 5.9.2015 als eines der Highlights im Rahmen der archäologischen Landesausstellung zunächst in LVR-LandesMuseum Bonn zu sehen sein.“ (lwl.org/jungsteinzeit/index.php/aktuelle-meldungen/37-sensationsfund-fossilien-der-aeltesten-bamuaehnlichen-pflanzen-der-welt-entdeckt.html)

Der „älteste Wald der Welt“ stand in Lindlar:

  • welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wissenschaft_nt/article145459132/Aeltester-Wald-der-Welt-soll-im-Bergischen-Land-gestanden-haben.html (20.08.2015)
  • ksta.de/region/oberberg-ks/–sote-wald-lindlar-22575718?cb=1629971169856 (20.08.2015)
  • bild.de/regional/koeln/koeln/aeltester-dschungel-der-welt-42257118.bild.html (20.08.2015)
  • focus.de/wissen/diverses/wissenschaft-aeltester-wald-der-welt-soll-im-bergischen-land-gestanden-haben_id_4893660.html (20.08.2015)
  • wz.de/nrw/wuppertal/peter-giesen-wuppertal-lag-am-aequator_aid-28308743
  • expedition-rheinland.de/die-lindlarer-grauwacke (8.8.2021)
  • naturwissenschaftlicher-verein-wuppertal.de/sektionen/Geologie/die-lindlar-story („Die Lindlar Story“ von Peter Giesen)
  • „Reconstruction and Growth of the Early Tree Calamophyton (Pseudosporochnales, Cladoxylopsida) Based on Exceptionally Complete Specimens from Lindlar, Germany (Mid-Devonian): Organic Connection of Calamophyton Branches and Duisbergia Trunks“ von Peter Giesen and Christopher M. Berry . Erschien im International Journal of Plant Sciences (IJPS), Ausgabe 174, Seiten 665-686 (International Journal of Plant Sciences, May 2013, Volume 174, Number 4, pp. 665 – 686). Aus dem Abstract: „Middle Devonian Pseudosporochnales (Cladoxylopsida) are among the earliest tree-sized plants in the fossil record. We describe here new and spectacular complete specimens of Calamophyton primaevum Kräusel et Weyland from Lindlar (Eifelian, early Mid-Devonian), Germany. …“ (journals.uchicago.edu/doi/full/10.1086/669913)
  • „Rooted in Earth history: the Devonian transition to a forested planet“. Video bei YouTube: youtu.be/DwkbePIWeIU). Lindlar ab 6:10 min. Nach 37 Minuten zeigt Chris Berry eine Folie auf der der Wald bei Lindlar als der älteste dargestellt wird, zeitlich vor den Wäldern in Goé (Belgien), Cairo/New York, Gilboa/New York und Svalbard (Spitzbergen).
  • Buch: „Plants Invade the Land: Evolutionary and Environmental Perspectives“: „The Lindlar plants were recovered from a quarry in the Rhineland. The majority of the specimens derived from a single small fossiliferous lens (Schweitzer 1966). …“ (S. 134)
Der Brungerst von Lindlar-Frangenberg fotografiert (Mitte Februar 2022)
Lindlar und der Brungerst von Lindlar-Burg fotografiert (Mitte März 2022)

Steinbrüche in Lindlar und Umgebung

Lindlar, Brungerst

  • Steinbruch der Bergische Grauwacke Steinbruchbetriebsgesellschaft (BGS), Brungerststraße 21, 51789 Lindlar, bgs-vitar.de
  • schiffarth-natursteine.de, Eremitage 2, 51789 Lindlar, schiffarth-natursteine.de
  • Quirrenbach GSL GmbH, Grauwacke Steinbruch Lindlar, Eremitage 6, 51789 Lindlar
Steinbruchführung bei der BGS am Brungerst, 2002:
Links: Der langjährige Steinbruchführer Helmut Schmal (1926 – 2016) aus Lindlar-Eichholz. Rechts: Günter Sahler als Teilnehmer der Führung
Steinbruch BGS in Lindlar
Der Brungerst von Lindlar-Frangenberg fotografiert (Mitte Februar 2022)
Lindlar und der Brungerst von Lindlar-Burg fotografiert (Mitte März 2022)
  • Ehemaliger Steinbruch Wolfsschlade (nach H. Schmal, 2011; kuladig.de/Objektansicht/KLD-276857)
  • Ehemaliger Steinbruch in Lindlar Oberschümmerich
  • Steinbruch Hinterrübach (kuladig.de/Objektansicht/KLD-276844)
  • Ehemaliger Steinbruch „In der Horpe“ (nach H. Schmal, 2011)
  • Ehemalige Steinbrüche in Remshagen (nach H. Schmal, 2011)

Lindlar-Linde

  • Ehemaliger Steinbruch Pack bei Lindlar-Linde, Naturschutzgebiet Dolomitsteinbruch Linde / „Südwesten der Breuner Mulde“
  • Lit.: Hans Martin Weber: „Mitteldevonische Giganten – Panzerfische aus dem Steinbruch Pack in Linde“. In: Archäologie im Rheinland; 2013 (2014), S. 51-53 : Ill.
  • Lit.: Gerd Hering, Forschungsarbeit im Steinbruck Pack, geobiologie.uni-goettingen.de/museum/publications/images/GAGP/pdf/GAGP_Nr%2065_Hering_Gerd.pdf

„Aus dem Steinbruch Pack in Linde bei Lindlar stammen hervorragend erhaltene Nautiliden, Verwandte des Tintenfischs, die Durchmesser von einem halben Meter erreichten. Funde in diesem Steinbruch belegen auch das erste Auftreten von Lungenfischen im Mitteldevon vor rund 385 Millionen Jahren – ein lebendes Fossil, das auch heute in den Meeren zu finden ist.“ (bodendenkmalpflege.lvr.de//de/aktuelles/presse/2015/2015_02_02_1.html=)

Lindlar-Kaiserau, Felsental

  • Ehemaliger Steinbruch Felsenthal der Bergisch-Märkische Steinindustrie (um 1900) Linzer Basalt AG (ab 1910)/ Naturschutzgebiet Felsenthal (Abbau ab ca. 1898)
  • Steinbruch der Familie Kochenrath (rundschau-online.de/als-das-leppetal-noch-steinig-war-11527652)
  • Steinbrüche von Wilhelm Hartkopf, Josef Habernickel und Jacob Reh (kuladig.de/Objektansicht/SWB-277956)

Sülztal bei den Sünger Bergen

  • Ehemaliger Steinbruch bei Lindlar-Hartegasse
Ehemaliger Steinbruch bei Hartegasse
  • Ehemaliger Steinbruch bei Lindlar-Untersteinbach
Kleiner ehemaliger Steinbruch an der Straße zwischen Lindlar-Untersteinbach und -Heibach.

Stein-Tourismus in Lindlar

  • Steinhauerpfad: „Auf dem Berg bietet der Steinhauerpfad Einblicke in verlassene Steinbrüche vergangener Jahrhunderte und in heutige Steinbruchbetrieb.“ (Lindlar Touristik, https://www.lindlar-touristik.de/fileadmin/touristik/Download-PDFs/8_Steinhauerpfad_Lindlar_5._Auflage.pdf)
Günter Sahler auf dem Steinhauerpfad  am Brungerst bei Lindlar (ca. 2005)
Steinhauerpfad am Brungerst bei Lindlar (ca. 2005)
Alte Steinkuhle am Brungerst, Lindlar (2022)
Blick in den Steinbruch der BGS von Aussichtspunkt beim Steinhauerpfad.

Fundort Goé, Belgien

„Diese Datierung schliesst ebenfalls die kiesigen, kaolinitischen Sandsteine des Steinbruchs Brandt Nord in Goé ein, die traditionell als Givet betrachtet werden. Auf
dem danebenliegenden Kartenblatt, im Norden der Oe Verwerfung bei Heusy, ist das Alter der Formation Givet, was auf einen grossen seitlichen Diachronismus hinweist.“ (geologie.wallonie.be/files/ressources/geologie/notices/43-5-6_Limbourg_Eupen_DE.pdf)

„New observations on trunks of Pseudosporochnus nodosus Leclercq et Banks (Cladoxylopsida) from the Middle Devonian (upper Eifelian) of Goé, Belgium, show for the first time the presence of significant contiguous scars on their surfaces.“ (zu einem Artikel von Christopher Berryund Muriel Fairon-Demaret, researchgate.net/scientific-contributions/Muriel-Fairon-Demaret-31146441)

„The largest known almost complete Calamophyton branch is that of Calamophyton bicephalum, a species thought to be conspecific with Calamophyton primaevum (Fairon-Demaret and Berry 2000), found at Goe ́ in Belgium and described by
Leclercq and Andrews (1960)“ (Peter Giesen and Christopher M. Berry, orca.cardiff.ac.uk/47293/1/Giesen%202013.pdf)

Fundort Cairo, New York

„Eine etwas ältere Stätte in der Nähe von Kairo, New York, bewahrt die Spuren der Wurzeln eines Baumes, wahrscheinlich Archaeopteris . Obwohl dort keine echten Baumfossilien gefunden wurden, sind die Wurzelspuren äußerst wichtig, da sie uns über die Form und Funktion der frühen Baumwurzelsysteme Aufschluss geben. Ein weiterer einzigartiger Aspekt dieser Lokalität ist die Erhaltung von Haien und Placoderm (gepanzerten) Fischskeletten zwischen den Baumwurzeln.“ (nysm.nysed.gov/research-collections/paleontology/paleobotany/collectionsgoogle-Übersetzung)

  • nikinclothing.com/blogs/nikin-blog/in-new-york-wurde-der-alteste-wald-der-welt-entdeckt (7.2.2020)

„In den USA haben Paläontologen das ausgedehnte Wurzelsystem primitiver Bäume ans Licht gebracht. Die Fossilien wurden in einem Sandsteinbruch nahe Cairo, New York, ausgegraben und stammen aus der Zeit des Devon vor ca. 386. Mio. Jahren.“ (fgsub.de/aeltester-fossiler-wald-in-new-york/, 03.01.2020)

Fundort Gilboa, New York

Gilboa, Schoharie County, Bundesstaat New York, hier wurden in 1850er, 1920er [Riverside Quarry] und 2010er Jahren Fossilien der Gilboa-Stümpfe gefunden. Auch genannt: Gilboa Devonian Forest. vgl. gilboafossils.org/new-discoveries/

„… Fossilfundstelle Gilboa. Fossile Baumstümpfe von dieser Stätte wurden erstmals zwischen 1852 und 1854 von einem Fossilienjäger namens [Samuel] Lockwood entdeckt. In den 1920er Jahren wurden diese Baumstümpfe und andere Fossilien während des Baus eines Damms in der Nähe von Gilboa, New York, vom damaligen staatlichen Paläontologen Winifred Goldring untersucht.“ (nysm.nysed.gov/research-collections/paleontology/paleobotany/collections)

„Die Fossilfundstelle Gilboa ist wichtig, da sie den ältesten bekannten fossilen Wald darstellt und aus mindestens drei Arten großer Pflanzen besteht – Eospermatopteris, Tetraxylopteris und Lycopsiden. Ältere fossile Bäume sind bekannt, aber sie sind kleiner und kommen nicht in Verbindung mit anderen Baumarten vor. Darüber hinaus wurden Hunderte von Stümpfen, die von der Stätte geborgen wurden, in ihrer aufrechten Lebensposition erhalten.“ (nysm.nysed.gov/research-collections/paleontology/paleobotany/collections, google-Übersetzung)

  • at.wikiqube.net/wiki/Gilboa_Fossil_Forest
  • en.wikipedia.org/wiki/Gilboa_Fossil_Forest
  • naturedocumentaries.org/15738/devonian-fossil-forest-gilboa/
  • townofcairo.com/oldest-known-forest-discovered-in-town-of-cairo-new-york/
  • Field Trip to the NYSM: New York’s Fossil Forests, youtu.be/HVfI9GyhdBU

Fundort Svalbard / Spitzbergen

  • boerseos.de/index.php/spitzbergens-devon-wald „Aus dieser frühen Phase der Landkolonisation, explodierte die Pflanzenentwicklung förmlich. So entstanden die ersten „Übergangswälder“ vor rund 390 Millionen Jahren, was Funde in Lindelar [sic!] im Sauerland [sic!] zeigen“
  • fgsub.de/grosser-andrang-beim-spitzbergen-vortrag/
    „fossilen Lycopsiden-Waldes im Munindalen aus der Zeit des oberen Devon vor etwa 380 Millionen Jahren“
  • Berry, C.M., Marshall, J.E.A., 2015. Lycopsid forests in the early Late Devonian paleoequatorial zone of Svalbard. – Geology 43, 1043-1046.
  • sci-news.com/paleontology/tropical-fossil-forests-svalbard-norway-03449.html: „Laut den Paläontologen Dr. Chris Berry von der Cardiff University und Prof. John Marshall von der University of Southampton wuchsen die Wälder während des späten Devon in der Nähe des Äquators.“ (automatische Übersetzung)

Fundort Xinjiang

  • scinexx.de/news/biowissen/aeltester-fossiler-wald-asiens-entdeckt/
  • global.chinadaily.com.cn/a/201710/25/WS5a0cf538a31061a738407680.html
  • theguardian.com/science/2017/nov/15/theres-more-than-one-way-to-build-a-tree-374m-year-old-fossils-reveal

Fundort Yunnan

  • „Spore assemblages from the Lower Devonian Xujiachong Formation from Qujing, Yunnan, China“, researchgate.net/publication/263565599_Spore_assemblages_from_the_Lower_Devonian_Xujiachong_Formation_from_Qujing_Yunnan_China

Allgemein zu den ersten Wäldern

  • Chris Berry berichtet 2012: youtu.be/ZfjM0hzIGlE. „…the last weeks we been able to work with Victor O. Leshyk, the artist in Arizona and produce a reproduction of the forst growing and its reproduced on the frontcover of Nature this week …“
  • Prof. William Stein über World’s Oldest Fossilized Forest Unearthed in NY youtu.be/mBp3obZkX4o
Cover der Zeitschrift Nature (März 2012). Illustration von Victor O. Leshyk
  • nature.com/articles/nature10819
  • thenaturalhistorian.com/2012/03/01/the-lost-wold-of-new-york-another-ancient-forest-reconstruction/
  • victorleshyk.com/gilboapage.html (Künstler Victor O. Leshyk, der das Nature Cover 3/2012 gemalt hat)
  • theguardian.com/science/2017/nov/15/theres-more-than-one-way-to-build-a-tree-374m-year-old-fossils-reveal
  • Chris Berry über alte Wälder: youtu.be/e7fZehmBCy8
  • Chris Berry (Cardiff University) über Earth’s Earliest Forests (2020) youtu.be/rcED56vPda0 (bei 7:40 Germany, working with Peter Giesen)
  • Chris Berry zeigt seine Ancient fossilised trees-Sammlung (2010) youtu.be/iSNxXGZMTmM
  • Chris Berry-Vortrag über Erdgeschichte und Bäume (2020) youtu.be/ShHJuVU5qMs (bei 3:15 Lindlar)
  • Berry, C. M. 2019. Palaeobotany: the rise of the earth’s early forests. Current Biology 29(16), pp. R792-R794.“Das Devon ist für Botaniker das, was das Kambrium (541–485 Ma) für Zoologen ist. Aus fast nichts entstand eine große Vielfalt an Formen und taxonomischen Gruppen.“
  • „Investigating Devonian trees as geo-engineers of past climates: linking palaeosols to palaeobotany and experimental geobiology“ (2015), doi.org/10.1111/pala.12185
  • Namen:
  • Chris Berry, Palaeobotanist (Paläobotaniker), Cardiff University
  • Peter Giesen, Geologe und Paläobotaniker aus Wuppertal
  • Richard Kräusel, Paläobotaniker. Beschrieb zusammen mit Hermann Weyland („KRÄUSEL & WEYLAND“) die Gattungen Calamophyton und Duisbergia (1926 und 1929),vgl. „Die Lindlar Story“ von Peter Giesen.
  • Hans Joachim Schweitzer, Paläobotaniker, „der als erster die Bedeutung Lindlars für die Devonflora-Erforschung erkannt und eine Rekonstruktion der mitteldevonischen Flora von Lindlar erstellt hatte.“ (naturwissenschaftlicher-verein-wuppertal.de/sektionen/Geologie/veranstaltungen/der-tsunami-von-lindlar). Richard Kräusel war sein Doktorvater. Buch: Schweitzer „Pflanzen erobern das Land“ (Kleine Senckenberg-Reihe Nr. 18)
  • William Stein, emeritus professor of biological sciences at Binghamton University, he is an an expert in Devonian plant research.
  • Linda VanAller Hernick, New York State Museum, fand zusammen mit Frank Mannolini 2004 bei Gilboa (New York) Fossilien intakten Baumkrone und 2005 einen 8 Meter langen Stammabschnitt. Sie schrieb 2003 das Buch „The Gilboa Fossils“ (New York State Museum)
  • Frank Mannolini, New York State Museum
  • Winifred Goldring (de.wikipedia.org/wiki/Winifred_Goldring). Sie studierte intensiv die Fossilien von Gilboa und nannte die Bäume Eospermatopteris, oder „alter Samenfarn“. 1924 schrieb sie einen Aufsatz über die Baumstümpfe und machte damit den Gilboa-Wald zusammen mit der Museumsausstellung „Gilboa-Wald“ weltweit bekannt (vgl. nysm.nysed.gov/press/floor-oldest-forest-discovered-schoharie-county).
  • Samuel Lockwood, (en.wikisource.org/wiki/Popular_Science_Monthly/Volume_51/September_1897/Sketch_of_Samuel_Lockwood), (1819-1894) „amateur naturalist and minister of the Reformed Church in Gilboa from 1852 to 1854, found a sandstone cast of a portion of a Devonian-age tree trunk in Schoharie Creek near Gilboa“ („The Gilboa Fossils“, hmdb.org/m.asp?m=153153)
  • Muriel Fairon-Demaret, University of Liège (dort Dozentin für Palaeobotanik von 1980 bis 2004/2005). „Her main research field is Devonian palaeobotany.“ (researchgate.net/publication/248295480_Preface_A_tribute_to_Muriel_Fairon-Demaret)
  • Maurice Streel, University of Liège, Department of Geology, PhD in Botany, Emeritus Professor
  • Xu Honghe, Wissenschafler aus China vom Nanjing Institute of Geology and Palaeontology Chinese Academy of Sciences.

Literatur:

  • von Loga, Sven: „Die Lindlarer Grauwacke“. In: Fossilien – Erdgeschichte erleben, 5/2020, S. 32 – 39.
  • Buch: „Als das Bergische Land noch am Äquator lag“ (2012), S. 74 – 80.
  • Goßmann, Rolf, Jungheim, Hans J.: „Landpflanzen im Verlauf der Erdgeschichte, Teil 5: Die ersten großen Wälder I“. In: Fossilien – Zeitschrift für Hobbypaläontologen, 4/2008, S. 213 – 223.
  • Goßmann, Rolf, Jungheim, Hans J.: „Landpflanzen im Verlauf der Erdgeschichte, Teil 6: Die ersten großen Wälder II“. In: Fossilien – Zeitschrift für Hobbypaläontologen, 4/2008, S. 23 – 33.
  • Goßmann, Rolf, Jungheim, Hans J.: „Landpflanzen im Verlauf der Erdgeschichte, Teil 7: Das Perm, Zeit der ersten Nadelwälder I“. In: Fossilien – Zeitschrift für Hobbypaläontologen, 5/2009, S. 307 – 315.
  • Weber, Hans Martin und Giesen, Peter: „Fische aus der Bergischen Grauwacke – Neue Funde aus dem Mitteldevon in Lindlar“. In: Archäologie im Rheinland 2012, S. 47 – 48
  • Jamie Boyer: sites.google.com/site/paleoplant/short-course