Archiv der Kategorie: Lindlar

Skizzen Suelz Valley

Am noch frühen Morgen kletterte ich auf ein 2021er Rodungsfeld oberhalb von Hartegasse bei Hönighausen. Dort wächs im oberen Bereich immer noch recht wenig, weil dort sehr viel Baumrinde von Fichten liegt, die wohl wie Mulch wirkt.

Ich setzte mich dort auf einen Baumstumpf und zeichnete mit Tusche die Sünger Berge mit Kapellensüng und Hartegasse.

Als Unterlage hatte ich mein uraltes Rotring-A4-Zeichenbrett auf den Knien. Die Tusche hatte ich sicher auf den Boden gestellt.
Dies war mein Motiv: Das Sülztal mit Kapellensüng, Hartegasse und den Sünger Bergen im Hintergrund.
Nach einer 3/4 Stunde hatte ich dies gezeichnet.
So war meine Skizze fertig.
Unten auf dem Rodungsfeld wächst auch schon Erika.
Baumstümpfe mit Moos und daneben Erika.

Zeitschrift: Romerike Berge

Romerike Berge – Zeitschrift für das Bergische Land, Heft 1/2017

Titelseite mit Fossilien von Seelilien. Romerike Berge – Zeitschrift für das Bergische Land, Heft 1/2017

Artikel: Weber Hans Martin: Zur Fauna der mitteldevonischen Mühlenberg Formation von Lindlar und Umgebung, S. 2 – 15

Direkt zu Beginn des Artikels werden einige interessante Fakten genannt, die ich bisher noch nirgendwo gelesen habe. Weber berichtet, dass der Name der Mühlenberg-Schichten (Mühlenberg-Sandstein, jetzt auch Mühlenberg Formation) auf den Geologen August Denckmann zurück geht, der im Jahr 1907 „diese Schichten am Mühlen-Berg bei Dahl, etwa 5 Kilometer südwestlich von Hohenlimburg im Sauerland beschrieb.“ (S. 2) Mit dieser Info habe ich im Internet geschaut (siehe unten *).

Direkt auf der ersten Seite des Artikels werden auch die für Lindlar typischen Seelilienabdrücke genannt, die Johann Friedrich Krüger 1823 in seinem Buch „Geschichte der Urwelt“ als „Schraubensteine“ bezeichnet und auch in diesem Zusammenhang Lindlar nennt (siehe hier unter ** meine kleine Internetrecherche).

Wirklich schade ist, dass auf Seite 6 die Bildunterschriften vertauscht wurden. Auf der rechten Abbildung sieht man Seelilien-Stielglieder, die Bildunterschrift lautet allerdings >“Fenestella“ sp. eines fächer- und trichterförmigen Moostierchens.< So eine Vertauschung passiert im Produktionsprozess flott. Nur leider führte dies dazu, dass zwei weitere Fotos mit Seelilienabdrücken (Titelbild und S. 14) mit >“Fenestella“ sp. eines fächer- und trichterförmigen Moostierchen.< falsch bezeichnet wurden. Obwohl „nahezu jeder Bewohner des Bergischen Landes“ (s. 6) diese „kleinen rundlichen Vertiefungen in der Grauwacke“ kennt und es dabei „um die Stielglieder von Seelilien“ handelt. Wer sie aber nicht namentlich kennt, wird sie nun für Moostierchen halten. Ich als Laie war auch verwirrt und hab gleich im Internet geschaut, was Moostierchen sind („moss animals“).

Eins meiner Fotos (also nicht aus der Publikation) von Seelilien-Stielgliedern, Fundort Lindlar-Hammen (Sülztal, Sünger Berge)

Im weiteren werden eine Auswahl der Lindlarer-Funde angesprochen:

  • Weichtiere (Mullusken) – Muscheln, Schnecken, Tintenfisch-Verwandte
  • Armfüßer (Brachiopoden) und Moostierchen (Bryozoen)
  • Stachelhäuter (Echinodermen) – Seelilien und Seeigel
  • Gliedertiere (Arthropoden) – Krebse und Verwandte
  • Fische – Panzerfische, Stachelhaie und Quastenflosser

Dies ist schon eine bemerkenswerte breite Fauna, die, wenn man sie sehen möchte, derzeit nur in verschiedenen Sammlungen sehen kann. Weber erwähnt hier die Sammlung von Siegfried Gobke, einem ehemaligen Steinhauer in Lindlar und langjähriger Vorsitzender der Steinhauergilde, und verschiedene Objekte der Sammlung des Ruhrmuseums in Essen, wo Dr. Hans Martin Weber als Kurator (wiss. Sammlungsverwaltung) tätig ist.

Eins meiner Fotos (also nicht aus der Publikation), Fundort ehm. Steinbruch bei Lindlar-Untersteinbach

* „Mühlenbergschichten (Mühlenberg unterhalb Dahl) , Grauwackensandsteine mit Grauschiefereinlagerungen“ (aus: Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und Paläontologie, 1909); „Die Brandenbergschichten nach dem Brandenberg in der Lenneschleife zwischen Hohenlimburg und Nachrodt , die Mühlenbergschichten nach dem Mühlenberg auf der rechten Volmeseite nördlich von Dahl“ (aus: „Abhandlungen des Reichsamts für Bodenforschung, 1942); „Die Untergliederung [Anm. GS: der Schichten wie Brandenberg-Schichten, Mühlenberg-Schichten, Hobräcker-Schichten, Untere Honsel-Schichten, zuvor wurde diese Schichten alle mit „Lenne-Schiefer“ bezeichnet] wurde erst durch DENCKMANN(1907) bei der Kartierung der Geologischen Karte im Gebiet des Blattes Hohenlimburg – vorwiegend nach lithologischen Gesichtspunkten – eingeführt.“ (Jahresberichte des Naturwissenschaftlichen Vereins Wuppertal, Heft 53, 2000, S. 12)

** „Außerdem liefert die Gegend bey Lindlar, im Bergischen Amte Steinbach, ebenfalls bisweilen Schraubensteine. Ich habe davon in zwey Müttern zwey Beispiele vor mir liegen.“ (Schröter, Johann Samuel: „Kenntniß und Geschichte der Steine und Versteinerungen“, 1778, S. 308); „Encrinites Epithonius [Anm. GS: siehe hierzu bei Spekrum: „Encriniten, Encrinus, Seelilie (Crinoiden) der Trias; Stielglieder werden Trochiten (Bonifatiuspfennige, Rädelsteine, Teufelsmünzen) genannt.“] Eine zahlreiche und lehrreiche Suite der sogenannten Schraubensteine von Rübeland und von der Schalke am Harz, von Lindlar im Bergischen, und aus dem Solmsischen, in Grauwacke ähnlichem Gestein … Gegenwärtig scheint es keinen Zweifel unterworfen, dass sie zur Familie der Encriniten gehören …“ (v. Schlotheim, E.F.: „Petrefactenkunde“ [Anm. GS: später wurde daraus, also aus der Petrefaktenkunde, die Paläontologie], 1820, S. 337)

Flora der Sünger Berge (Frühjahr/Sommer 2022)

Scharbockskraut bei Oberbüschem (Mitte März 2022)
Scharbockskraut bei Oberbüschem (Mitte März 2022)
Scharbockskraut bei Oberbüschem (Mitte März 2022)
Scharbockskraut und Veilchen bei Stelberg (Mitte März 2022)
… auf dem Stelberg (Mitte März 2022)
Weiden-„Mau“-Kätzchen beim Steinbruch oberhalb von Hartegasse (Mitte März 2022)
beim Steinbruch oberhalb von Hartegasse (Mitte März 2022)
beim Steinbruch oberhalb von Hartegasse (Mitte März 2022)
Am Wegesrand bei Stelberg (Mitte März 2022)
Erdbeerblüten bei Unterbüschem (Ende März 2022)
Waldsauerklee (Oxalis acetosella) bei Bonnersüng (Anfang April 2022)
Waldsauerklee (Oxalis acetosella) bei Bonnersüng (Anfang April 2022)
Misteln bei Kurtenbach (Anfang April 2022)
Misteln bei Kurtenbach (Anfang April 2022)
Misteln bei Kurtenbach (Anfang April 2022)
Löwenzahn in Hartegasse (Mitte April 2022)
Ilexblüten am Sünger Berg (Anfang Mai 2022)
… bei Schlüsselberg. (Anfang Mai 2022)
… bei Schlüsselberg. (Anfang Mai 2022)
Margariten bei Hammen (Mitte Mai 2022)
Lupinen am Südhang des Stelbergs (Ende Mai 2022)
.Lupinen am Südhang des Stelbergs (Ende Mai 2022)
am Südhang des Stelbergs (Ende Mai 2022)
am Südhang des Stelbergs (Ende Mai 2022)
am Südhang des Stelbergs (Ende Mai 2022)
… bei Heibach oberhalb der Sülz (Anfang Juni 2022)
… bei Heibach oberhalb der Sülz (Anfang Juni 2022)
… bei Kapellemsüng (Anfang Juni 2022)
Wilde Kirschen am Löhberg bei Kapellensüng (Mitte Juni 2022)
Am Stelberg bei Oberbüschem (Mitte Juni 2022)
Disteln auf den Stelberger Wiesen (Mitte Juni 2022)
Distel auf den Stelberger Wiesen (Ende Juni 2022)
auf den Stelberger Wiesen (Ende Juni 2022)
auf den Stelberger Wiesen (Ende Juni 2022)
auf den Stelberger Wiesen (Anfang Juni 2022)
im Peffeköver Holz in Richtung Hammen (Mitte Juli 2022)
out of Sünger Berge: Blüte mit Schwebfliege bei Rölenommer (Mitte Juli 2022)
an der Sülz bei Ohl (Mitte Juli 2022)
an der Sülz bei Ohl (Mitte Juli 2022)
bei Unterbüschem (Mitte Juli 2022)
Disteln im Peffeköver Holz auf dem L-Weg (Mitte Juli 2022)
Disteln im Peffeköver Holz auf dem L-Weg (Mitte Juli 2022)
Holunder (Sambucus) auf den Stelberger Wiese oberhalb von Hartegasse (Anfang August 2022)
Holunder (Sambucus) auf den Stelberger Wiese oberhalb von Hartegasse (Anfang August 2022)
bei Unterbüschem (Anfang August 2022)
bei Unterbüschem (Anfang August 2022)
oberhalb von Hartegasse am alten Steinbruch (Anfang August 2022)
Bäume auf der Kuhwiese zwischen Stelberg und Müllerhof (Anfang August 2022)
Holunder (Sambucus) auf den Stelberger Wiese oberhalb von Hartegasse (August 2022)
Schlehen bei Hartegasse (Anfang September 2022)
Schlehen bei Hartegasse (Anfang September 2022)
Schlehen bei Hartegasse (Anfang September 2022)
Schlehen bei Hartegasse (Anfang September 2022)
Schlehen bei Hartegasse (Anfang September 2022)
Bei Stelberg (Anfang September 2022)
Erika am Stelberg (Mitte September 2022)

Gänse

Gänse bei Löhsüng (Mitte November 2021)
Gänse bei Löhsüng (Mitte November 2021)
Gänse in Kapellensüng (Anfang Januar 2022)
Gänse in Lindlar-Kaufmannsommer. Hier noch ein Video dieser beiden Gänse:

Aufschluß bei Hartegasse

Ein Aufschluß zeigt einen Anschnitt des geologischen Untergrunds. Solche Aufschlüsse können ganz natürlich entstehen, z.B. sieht man sie an Steilküsten oder durch Eingriffe in die Natur beim Straßenbau oder in Steinbrüchen und Baugruben. Hier ein alter Steinbruch bei Hartegasse.

Steinbruch bei Hartegasse (Anfang Januar 2022)

Flechten in den Sünger Bergen

[2] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[1] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[3] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[4] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[5] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[6] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[7] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[8] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[9] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)

Flora der Sünger Berge (Herbst/Winter 2021/2022)

Flora, die Pflanzenwelt der Sünger Berge

Ahornblatt bei Kapellensüng (Anfang Oktober 2021)
Blätter bei Hartegasse (Anfang Oktober 2021)
Blätter bei Hartegasse (Mitte Oktober 2021)
Oberhalb von Hartegasse im Sülztal (Mitte Oktober 2021)
Springkraut oberhalb von Hartegasse im Sülztal (Mitte Oktober 2021)
[621] Gefärbtze Blätter bei Bonnersüng (Ende Oktober 2021)
[622] Gefärbtze Blätter bei Bonnersüng (Ende Oktober 2021)
[623] Gefärbtze Blätter bei Bonnersüng (Ende Oktober 2021)
Eichenblatt gesammelt bei Bonnersüng am Stelberg (Anfang November 2021)
Eichenblatt gesammelt bei Bonnersüng am Stelberg (Anfang November 2021)
Eichenblatt gesammelt bei Bonnersüng am Stelberg (Anfang November 2021)
Eichenblatt gesammelt bei Bonnersüng am Stelberg (Anfang November 2021)
Eichenblatt gesammelt bei Bonnersüng am Stelberg (Anfang November 2021)
Eichenblatt gesammelt bei Bonnersüng am Stelberg (Anfang November 2021)

Mehr Eichenblätter hier.

Stechpalme (Ilex) auf dem Stelberg (Mitte November 2021)
Beeren bei Unterbüschem (Ende November 2021)
Beeren bei Unterbüschem (Ende November 2021)
Schneeglöckchen in Hartegasse (Anfang Februar2022)
Schneeglöckchen in Hartegasse (Anfang Februar2022)
Schneeglöckchen in Hartegasse (Anfang Februar2022)
Schneeglöckchen in Hartegasse (Anfang Februar2022)
Schneeglöckchen in Hartegasse (Anfang Februar2022)
Schneeglöckchen in Hartegasse (Anfang Februar2022)
Krokusse in Kapellensüng (Ende Februar 2022)
Krokusse in Kapellensüng (Ende Februar 2022)
Krokusse in Kapellensüng (Ende Februar 2022)
Krokusse nicht in Kapellensüng, sondern bei Eichholz (Wipperfürth) (Ende Februar 2022)
Krokusse in Hartegasse (Anfang März 2022)
Krokus in Hartegasse (Anfang März 2022)
Krokus in Hartegasse (Anfang März 2022)
Krokus in Hartegasse (Anfang März 2022)
Schneeglöckchen in Schlüsselberg (Anfang März 2022)
Schneeglöckchen in Schlüsselberg (Anfang März 2022)
Schneeglöckchen in Schlüsselberg (Anfang März 2022)
Krokusse am alten Steinbruch oberhalb von Hartegasse (Anfang März 2022)
Efeu bei Bonnersüng (Anfang März 2022)
Schneeglöckchen am Löhberg (Mitte März 2022)
Schneeglöckchen am Löhberg (Mitte März 2022)
Schneeglöckchen am Löhberg (Mitte März 2022)
Schneeglöckchen am Löhberg (Mitte März 2022)
Schneeglöckchen am Löhberg (Mitte März 2022)
… im Peffeköver Holz (Mitte März 2022)
… im Peffeköver Holz (Mitte März 2022)
Lungenkraut im Peffeköver Holz (Mitte März 2022)
Lungenkraut im Peffeköver Holz (Mitte März 2022)