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Zeitschrift: „Wunder der Tierwelt“

Die Zeitschrift „Wunder der Tierwelt“ erschien in sechs Ausgaben und einer Sonderausgabe zwischen 2016 und 2017 im Verlag Falkemedia. Verwendet wurde Lizenzmaterial von „World of Animals“ (Verlag: Future Publishing, GB). „World of Animals“ erschien in 66 Ausgaben bis November 2018. „Wunder der Tierwelt“ wurde bereits Ende 2017 mit einer besonders umfangreichen Sonderausgabe eingestellt. Die Bilder kamen von Bildagenturen wie Alamy, Fotolia, Getty Images, DK images oder Shutterstock. Für verschiedene Artikel wurden Interviews mit Experten geführt.

Zeitschrift „Wunder der Tierwelt“ (Ausgabe Mai/Juni/Juli, 3/2017)

Die Zeitschriften enthielten viele gute Illustrationen, die teilweise einen Infografikcharakter hatten. Leider wurden aber nie die Illustratoren genannt, vermutlich waren es von Future Publishing in Auftrag gegebene Illustrationen.

Beispiele:

  • Orang-Utan-Körperkunde mit einer Schnittillustration durch den Körper eines Orang-Utans und dem Vergleich der Hände zwischen Koboldmaki, Orang-Utan, Gorilla und Mensch (Ausgabe Mai/Juni/Juli, 3/2017).
  • Rotes Riesenkänguru mit Schnitt durch den Körper (Muskeln, Kochen), sowie weiteren Bilderb und Informationen zum Känguru auf einer Doppelseite und der folgenden Seite (Ausgabe Mai/Juni/Juli, 3/2017).
  • Im Bahmhaus eines Eichhörnchen sowie Illustration zur Eichhörnchen-Anatomie (Ausgabe November/Dezember/Januar, 1/2018).
  • Doppelseite zum Biberbau mit Einsichten über und unter Wasser (Ausgabe November/Dezember/Januar, 1/2018).
  • Löwe mit Schnitt durch den Körper (Organe auf Fell) (Ausgabe November/Dezember/Januar, 1/2018).
  • Unterwasserillustration Great Barrier Reef aud einer Doppelseite (Korallenriffe) (Ausgabe November/Dezember/Januar, 1/2018).
  • Schnitt durch eine Wasserschildkröte (Ausgabe November/Dezember/Januar, 1/2018).
  • Schnitt durch einen Großen Tümmler (Ausgabe November/Dezember/Januar, 1/2018).
  • Lebenszyklen des Atlantischen Lachs in Bildern (Ausgabe November/Dezember/Januar, 1/2018).
  • Illustrationen von Lebensräumen auf den Galápagosinseln (Ausgabe November/Dezember/Januar, 1/2018).
  • Doppelseite mit Zeichnungen zur „Die unglaubliche Reise“ der Wanderlibellen (Ausgabe November/Dezember/Januar, 1/2018).
  • Doppelseite zum Weißkopfseeadler mit Schnitt durch den Körper und weiteren Illustrationen (Ausgabe November/Dezember/Januar, 1/2018).
  • Doppelseite mit einer großen Illustration „Wie halten sich arktische Tiere warm?“ (Ausgabe November/Dezember/Januar, 1/2018).
Zeitschrift „Wunder der Tierwelt“ (Ausgabe November/Dezember/Januar, 1/2018)

Apfelblüte und Vollfrühling

Apfelbaum in Hartegasse (20. April 2022)
Apfelbaum in Hartegasse mit Blick zur Kirche nach Kapellensüng (20. April 2022, Vollfrühling).

Zu dem Begriff „Vollfrühling“ siehe auch „Phänologie“, diese beschäftigt sich mit den biologischen Prozessen in der Ökologie. Der Vollfrühling wird durch die Blüte von Kulturapfel und Flieder gekennzeichnet. Beides findet gerade statt.

Bad Wildungen: Kurpark Reinhardshausen, Homberg und Schloss Friedrichstein, Teil 1

Dies war ein unnötiger Wintereinbruch. Gerade war das Wetter soweit, dass wir einige Kleidungsschichten weniger anziehen konnten und die Wege abgetrocknet waren, da wurde es über Nacht bitterkalt und es schneite. Am 1. April noch im Rahmen, aber nicht gerade die feine Art.

Da wir sämtliche Kleidungsstücke der Wintermontur dabei hatten, konnte wir uns schnell auf die neuen Gegebenheiten einstellen, auch wenn es sich anfühlte, als wäre man aus dem Frühling in einen hochgelegenen Wintersportort in den Alpen gefahren. Dabei waren wir nur im hessischen Mittelgebirge (Naturpark Kellerwald-Edersee, Wildunger Bergland, Bad Wildunger Stadtwald). Auf der einen Seite des 518 Meter hohen Hombergs liegt die Stadt Bad Wildungen, auf der anderen Seite, der ebenfalls als Kurort bekannte Wildunger Stadtteil Reinhardshausen.

Unsere Wanderung begann im Kurpark von Reinhardshausen und führte uns dann den Homberg hoch bis zum Aussichtsturm.

I. Kurpark Reinhardshausen

Im Kurpark gibt es ein paar Teiche, die nun im Winterwetter hübsche Spiegelungen hatten.

Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
Karte (Ausschnitt) im Kurpark Reinhardshausen. Abgebildet ist der Kurpark und ein Teil des Hombergs. Ganz rechts ist ein Wanderparkplatz. Von dort kann man bequem zum Aussichtsturm laufen (Anfang April 2022)
Ente im Flamingoteich im Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
nte im Flamingoteich im Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
Enten im Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
Ente im Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
Ente im Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
Ente im Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
Ente im Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
Ente am Schwanenteich im Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
Enten und Schwan im Schwanenteich im Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
Schwan im Schwanenteich im Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)
Schwan im Schwanenteich im Kurpark Reinhardshausen (Anfang April 2022)

II. Wanderung auf den Homberg

Vom Parkplatz aus an der Reinhardshöhe gingen wir dann Hausberg von Bad Wildungen und Reinhardshausen, den Homberg hinauf in den Bad Wildunger Stadtwald. Hier sind vornehmlich Laubbäume, aber, so habe ich auch gelesen, sehr alte Tannen. Die nun mit Pulverschnee bedeckten Schotterwege führten uns von Reinhardshausen, das auf ca. 320 Meter liegt, zum Aussichtsturm auf 518 Meter. Die Wendeltreppe im 1882 erbauten Turm sind wir dann auch noch hoch. Zu sehen gab heute allerdings nicht viel. Sonst kann man weit die die Umgebung schauen. Heute sah man nur die direkte Umgebung um den Turm.

Der Homberg vom Kurpark in Reinhardshausen fotografiert (Anfang April 2022)
Auf dem Weg zum Homberg (Anfang April 2022)
Auf dem Weg zum Homberg (Anfang April 2022)
Aussichtsturm auf dem Homberg auf 518 Metern (Anfang April 2022)
Blick vom Aussichtsturm auf dem Homberg bei Schneetreiben (Anfang April 2022)

Wie wir waren die Tiere vom plötzlichen Wintereinbruch überrascht worden. Auf dem hellen Schnee vielen uns nun kleine Spinnen, Fliegen und einige Wanzen auf. Während die Spinnen über den Schnee krabbelten, waren die Wanzen wie erstarrt. Dies war ganz und gar nicht ihr Wunschwetter. Bei uns im Garten hatten sie sich erst mit den ersten Sonnenstrahlen aus ihren Verstecken raus gewagt. Davon waren wir nun weit entfernt. Wanzen lassen sich immer gut fotografieren. Diese hier besonders gut, noch dazu auf hellem Hintergrund, sodass jedes Detail gut erkennbar ist.

Wanze auf dem Homberg (Anfang April 2022)
Wanze auf dem Homberg (Anfang April 2022)

III. Schloss Friedrichstein

Mit dem Auto fahren wir nach Bad Wildungen und anschließend zum Schloss Friedrichstein.

Schloss Friedrichstein von Bad Wildungen aus fotografiert (Anfang April 2022)
Blick durch Einfahrt von Schloss Friedrichstein auf die Phillip-Nicolai-Kirche (Anfang April 2022)

Im Blauen Salon, wo wir als Besucher des Schloss Cafés sitzen durften, hing ein großes Landschaftsbild an der Wand, von dem ich bisher noch nicht herausfinden konnte, welcher Künstler es gemalt hat und welche Landschaft dargestellt wird. Es könnte die hessische Mittelgebirgslandschaft, auch die Umgebung von Wildungen sein, vielleicht sogar der Homberg.

Landschaftsgemälde im Blauen Salon von Schloss Friedrichstein (Künstler? 19. Jahrhundert, Romantik, Düsseldorfer Schule?)

Die Erkundung von Reinhardshausen, dem Homberg und Bad Wildungen wurde fortgesetzt. Hier geht es zu Teil 2.

Landschaftsbilder Bonnersüng

Landschaftsbild mit Bleistift (Hochwasserteich Bonnersüng 2022)
Landschaftsbild mit Gouachefarben (Hochwasserteich Bonnersüng 2022)
Landschaftsbild mit Gouachefarben (Bonnersüng mit Löhberg 2022)
Landschaftsbild mit Gouachefarben (Bonnersüng mit Löhberg 2022)
Landschaftsbild mit Gouachefarben (Bonnersüng mit Löhberg, Sünger Berg und Hochwasserteich 2022)

Flora der Sünger Berge (Früjahr 2022)

Scharbockskraut bei Oberbüschem (Mitte März 2022)
Scharbockskraut bei Oberbüschem (Mitte März 2022)
Scharbockskraut bei Oberbüschem (Mitte März 2022)
Scharbockskraut und Veilchen bei Stelberg (Mitte März 2022)
… auf dem Stelberg (Mitte März 2022)
Weiden-„Mau“-Kätzchen beim Steinbruch oberhalb von Hartegasse (Mitte März 2022)
beim Steinbruch oberhalb von Hartegasse (Mitte März 2022)
beim Steinbruch oberhalb von Hartegasse (Mitte März 2022)
Am Wegesrand bei Stelberg (Mitte März 2022)
Erdbeerblüten bei Unterbüschem (Ende März 2022)
Waldsauerklee (Oxalis acetosella) bei Bonnersüng (Anfang April 2022)
Waldsauerklee (Oxalis acetosella) bei Bonnersüng (Anfang April 2022)
Misteln bei Kurtenbach (Anfang April 2022)
Misteln bei Kurtenbach (Anfang April 2022)
Misteln bei Kurtenbach (Anfang April 2022)
Löwenzahn in Hartegasse (Mitte April 2022)
Ilexblüten am Sünger Berg (Anfang Mai 2022)
… bei Schlüsselberg. (Anfang Mai 2022)
… bei Schlüsselberg. (Anfang Mai 2022)
Margariten bei Hammen (Mitte Mai 2022)

▥ Ananas

Bei Ananas aus der Dose, kam mir direkt Toast Hawaii in den Sinn, dieses exotische Gericht aus der Zeit des Wirtschaftwunders. Aber weshalb Hawaii? Was hat denn Ananas mit Hawaii zu tun?

Die Frucht Ananas kam ursprünglich aus der Region, wo sich heute Paraguay und Brasilien befinden. Weit entfernt von Hawaii. Die Ananas kam erst auf Hawaii, als James Drummond Dole (die eingewandert Familie Dole spielte schon zuvor eine Rolle auf Hawaii, vgl. Sanfort Dole, ein Politiker und Richter) dort um 1900 große Ananas-Plantagen anlegte und die Frucht in Konserven im großen Stil vertrieb. (Hawaii war 1898 von den USA annektiert worden) Lange Zeit war Hawaii nun der größte Ananasproduzent. Offensichtlich verband man lange mit den Ananas-Dosen von Dole, wohl aufgrund des Aufdrucks „Hawaiian pineapple“ bzw. „Hawaii’s best Americas favorite“, Hawaii mit Ananas. Ein Toast mit Schinken, Ananas und Käse hätte man ja auch „Toast Ananas“ nennen können oder eine Pizza mit Ananas „Pizza Ananas“. Es sollte wohl exotisch klingen, dafür war Hawaii gut geeignet („Happy Hawaiian Harvest to you“). Südseefrauen und Blumenketten (Leis), dazu Ananas. Noch immer trägt Hawaii heute als einen der Spitznamen „Pineapple state“.

Informationen zur Ananas (ArtenSkript/Sahler, 2022)
Punkte mit Fineliner und Farbe mit Buntstift
Mit Fineliner (Ink).
Zusätzlich mit Buntstiften.

Lesetipps zur Ananas:

  • spektrum.de/lexikon/biologie/ananas/3277
  • studienart.gko.uni-leipzig.de/pflanzenschau/ananas/
  • hannover.de/Service/Presse-Medien/Hannover.de/Aktuelles/Wirtschaft-Wissenschaft-2022/Ananasfasern-als-Rohstoff-f%C3%BCr-umweltfreundliches-Papier
  • ecofibr.de (Zellstoff aus Ananaspflanzen)
  • secretgardening.wordpress.com/tag/pineapple/
  • bromtravels.nl/ht/icontext1.html
  • gardendrum.com/2014/07/16/how-to-grow-pineapples-for-flowers-fruit-foliage/

Onlinekurs: Drawing Nature, Science and Culture: Natural History Illustration 101

Onlinekurs „Drawing Nature, Science and Culture: Natural History Illustration 101“ (Zeichnen von Natur, Wissenschaft und Kultur: Naturgeschichtliche Illustration 101″)
University of Newcastle, Australia (UON) / edx.org

Dieser Onlinekurs (als „NewcastleX’s MOOC“ bezeichnet) wird auf der Plattform von edx.org durch die australische University of Newcastle angeboten (Newcastle im Bundesstaates New South Wales liegt 160 Kilometer nördlich von Sydney beim Hunter Wetlands National Park an der Küste des Pazifischen Ozeans. Hier fließt der Hunter River den Pazifischen Ozean). Durch die Videos führen Dr. Bernadette Drabsch und Dr. Andrew Howells (andrewhowells.com.au). An der University of Newcastle kann auch „Natural History Illustration“ als Bachelorstudium (Honours Degree) absolviert werden. Der Onlinekurs „Drawing Nature, Science and Culture: Natural History Illustration 101“ ist unabhängig davon und ist wie die 101 anzeigt ein Einführungskurs (= introductory course at a beginner’s level).

Auf diesen Kurs war ich in der Vergangenheit schon mehrfach aufmerksam geworden. Da der Kurs aber nie aktuell lief, konnte ich ihn nicht belegen. Um so mehr freute ich mich als der Kurs nun im Februar 2022 erneut angeboten wurde. Das gute hier war, dass ich nicht alleine diesen Kurs durcharbeitete, sondern, dass mich weltweit viele andere Teilnehmer begleiteten. Anhand der von den Teilnehmern hochgeladenen Skizzen und Zeichnungen sah man, dass Teilnehmer mit einen sehr unterschiedlichen Erfahrungshorizont teilnahmen.

Der sechswöchige Kurs hatte folgende Themenbereiche:

Week 1: About the Course
– What is Natural History Illustration?
Week 2: Observational Drawing
Week 3: Field Work
– Keeping a Field Journal
– Fieldwork Capture
Week 4: Understanding Structure – Botanical
– Structure of Flowers
– Structure of Leaves
Week 5: Understanding Structure – Animals
– Structure of Mammals
– Structure of Birds
Week 6: Rendering

Der allgemeine Ablauf sah so aus:

  • Man las die Texte der Lektionen durch. Schaute sich ein paar Videos an.
  • Es gab eine Hausaufgabe bzw. eine Bewertungsaufgabe, wenn man das Zertifikat machen wollte.
  • Man zeichnete die Hausaufgabe (einmal sollten Fotos in der Natur gemacht werden), fotografierte oder scannte diese und hat sie anschließend ins Forum hochgeladen.
  • Im Forum konnte jeder die Zeichnungen kommentieren. Was in der Regel sehr motivierend war, denn insgeheim galt die Vereinbarung, dass man nett kritisiert („beautiful“, „amazing“, „I love your drawing“). Natürlich gab es dabei auch Tipps, wie man seine Zeichnung noch verbessern könnte.
  • Die Bewertungsaufgaben, hat man zuerst per Selbstbeurteilung, später dann per Fremdbeurteilung bewertet. Bei der Fremdbeurteilung bekam man mehrere Zeichnungen von anderen Teilnehmern zur Beurteilung zugewiesen. Diese Bewertung durch Peers fand ich sehr gut und ist bei dieser Art von Kursen m.E. eine Bereicherung. Diese Peer-Beurteilung funktioniert m.E. sowohl bei Kursen bei denen die Teilnehmer gleichzeitig teilnehmen, aber auch bei Kursen, bei denen die Teilnehmer den Kurs zeitversetzt belegt haben (siehe dazu auch Onlinekurse bei Domestika). Die Beuteilungen durch andere Teilnehmer fand ich stets sehr hilfreich.
  • Es gab auch zwei Multiple Choice-Prüfungen, die als Teil ins Endergebnis für das Zertifikat einflossen.

In den Texten und Videos gab es reichlich Tipps, wie man sich an eine bestimmte Zeichenaufgabe heranwagen konnte. So konnte man sich bei der Object Drawing-Aufgabe im Abmessen des Objekts, dem Zeichnen eines Rechtecks (entsprechend der Messung) und unter Beachtung des negativen Raums um das Objekt, an eine gute Zeichnung des Objekts heran hangeln.

Object drawing 1 (Week 2): Zapfen einer Kiefer
Object drawing 2 (Week 2). Eichel
Object drawing 3 (Week 2): Seestern
Object drawing 4 (Week 2): Schnecke
Landscape drawing (Homework week 2): Hochwasserteich bei Bonnersüng
Field Photos (Homework Week 3): Wanzen im Garten
Field Sketching (Homework week 3): Gelbhals Maus
Zeichnungen Krokus
Zeichnungen Krokus
Buntstiftfarben für die Zeichnungen Krokus
Krokus mit Buntstift
Blütenblatt eines Krokus mit Gouache-Farben
Zeichnung Krokus mit Biene in der Blüte
Ilexzweig gezeichnet mit Bleistift, Fineliner (Stippling) und Buntstift

TV-Dokumentation: „Golfstrom – Der große Fluss im Meer“

Diese Dokumentation von 2017 läuft über 90 Minuten (ARD Mediathek).

Der Golfstrom wird aus dem Südäquatorialstrom gespeist. Dieser pumpt warmes Wasser in den Golf von Mexiko. Von dort aus bringt er Wärme bis nach Europa, ja bis hoch nach Norwegen. Der Weg vom Golf führt durch die Meerenge zwischen Kuba und Florida. Zieht vorbei an der amerikanischen Ostküste und quert dann auf der Höhe des kanadischen Neufundlands den Atlantik. Damit ist der Golfstrom eine Pumpe im globalen Kreislauf der Meeresströmungen. Dies wird als thermohaline Zirkulation beschrieben.

Mehrfach im Film kommt der bekannte Proressor Mojib Latif, Ozeanograf und Klimaforscher vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel zu Wort. Er erklärt: „Die thermohaline Zirkulation wird durch den Klimawandel beeinflusst. Die globale Erwärmung sorgt dafür, dass das Wasser wärmer wird. Und gerade die Eisschmelze Grönlands sorgt dafür, dass Schmelzwasser ins Meer gelangt und so die Dichte des Meerwassers geringer wird, d.h. dass es weniger schwer ist und das bringt den Motor der thermohaline Zirkulation ins Stottern.“ 

Der Golfstrom fließt an Kuba vorbei. Dort ist er auch für den Fischfang wichtig. Der Fischer Tomás Aurelio Dia bringt es auf eine einfache Formel: „Der Golfstrom ist das Leben für uns. Wenn es wenig Strömung gibt, gibt es wenig Fisch.“

Eingehend wird auf die Forschungsfahrt des Unterseebootes „Ben Franklin“ eingegangen, welches am 14. Juli 1969 in See stach. Die sechsköpfige Besatzung wurde von Jacques Piccard, einem Schweizer Abenteurer und Ozeanographen, geleitet. Für den Film wurde das damalige Kapitän, Don Kazimir, interviewt. Er erinnerte sich: „Das Boot war auf eine bestimmte Tiefe eingestellt und blieb dann dort zentimetergenau. Aber auf einmal begannen wir zu sinken. In einer halben Stunde sanken wir um 60 Meter. … Wir alle schauten uns um ob es Lecks gab. Nichts. Und eine halbe Stunde später stiegen wir wieder auf. … Später erklärte man mir: Das warme Wasser des Golfstroms bewegt sich schnell und reib gegen das kalte Wasser der Küste von Carolina. Und diese Reibung verursachen solche Wellen.

Immer im Sommer kommen die bedrohten Loggerhead-Schildkröten / Unechte Karettschildkröten (Caretta caretta)  an den Strand von Melbourne Beach (Florida) um ihre Eier abzulegen. Wissenschaftlich begleitet von der Meereswissenschaftlerin und Meeresschildkrötenbiologin Dr. Kate Mansfield von der UCF Marine Turtle Research Group (gegründet in den späten 1970ern von Lew „Doc“ Ehrhart). Die Gruppe um Mansfield ist am Strand, wenn die Schildkröten ihre Eier ablegen. Kate Mansfield schildert: „Das Nest wird 40 bis 70 Tage lang am Strand bleiben. Dann schlüpfen die Schildkröten aus ihren Eiern und krabbeln ins Wasser. Die ersten 24 oder 48 Stunden schwimmen sie wie Aufziehtiere, um schließlich den Golfstrom zu erreichen, der nur 20 Kilometer von der Küste entfernt liegt.“ Was dann genau mit den Schildkröten passiert, wo sie die nächsten Jahre verbringen, ist Teil der Forschung. Kate Mansfield: „Einer der wichtigsten Fragen was die Schildkröten betrifft, ist, wohin gehen sie in ihren ersten Jahren auf See? Wenn sie das Nest verlassen sind sie halb so groß wie mein Handteller. Viele Jahre später werden sie als große Jugendliche zurückkehren. Wir wissen aber nicht was in der Zwischenzeit, den sog. Verlorenen Jahren mit ihnen passiert.“ An einer Karte auf dem Computermonitor zeigt Mansfield die Reise einer mit Sender ausgestatteten Schildkröte. Mansfield sagt: „In einer Langzeitstudie tragen wir zusammen, wie sich junge Schildkröten in verschiedenen Meeresbecken verhalten. Diese Loogerhead haben wir mit einem Sender in Südflorida entlassen. Sie folgte dem Golfstrom bis zu den Azoren. In 220 Tagen ist sie fast 4500 Kilometer gereist.“

Der Golfstrom bewegt sich als Nordatlantikdrift auf Europa zu. Ein Teil des Wassers fließt nach Süden und passiert die Azoren (port. Ilhas dos Açores = Habichtsinseln). Dort in der Stadt Horta befindet sich die Universität der Azoren (Universidade dos Açores, UAc). Es gibt dort auch Meeresforscher am Department Oceanography and Fisheries. Pedro Afonso will als Meeresbiologe den Geheimnissen des Wrackbarsch auf die Spur kommen. Dieser lebt in der Tiefsee und kann bis zu zwei Meter lang werden. Viel mehr ist nicht bekannt. Mit Hilfe von Fischern fangen die Wissenschaftler einen Wrackbarsch und statten ihn bei einer kleinen OP mit einem Sender aus.