Buch: Michael R. Canfield (Hrsg.) „Field Notes on Science & Nature“ (2011)

In diesem Buch von 2011 wird sich in 12 Artikeln mit „Field Notes“ beschäftigt. Aufzeichnungen die von Wissenschaflern bei ihren Exkursionen (Field Trips) in ihren Notebooks und Journals festgehalten werden.

Die Wissenschaftsillustratorin Jenny Keller (von der wohl auch die Zeichnung auf dem Buchcover stammt) erklärt aus ihrer Sicht, weshalb Skizzen bei wissenschaftlichen Field Notes wichtig sind („Why Sketch?“, S. 161 – 185). Sie erklärt den Mehrwert dieser Skizzen und pflegt dies auch den Leute zu erklären, die ihre Ausführungen zwar verstehen, aber meinen sie wüssten nicht wie man zeichnen sollte. Sie erläutert auch, weshalb Zeichnungen oft auch Vorteile gegenüber Fotos haben.

Buch: Michael R. Canfield (Hrsg.) „Field Notes on Science & Nature“ (2011)

Bilder in wissenschaftlichen Artikeln wären wichtig, denn die Leser — egal ob Wissenschaftler oder Laien — schauen immer zuerst auf die Bilder. Sie erwähnt Edward Bell von der Zeitschrift Scientific American, der seinen Autoren aufgetragen hat, immer Skizzen für die Illustrationen in Artikeln zu machen. Nichts sei besser für den Illustrator als eine Skizze aus der Hand des Wissenschaftlers.

Jenny Keller gibt auch an einigen Stellen sehr praktische Tipps. So fand ich die Stelle wo sie über das Skizzieren Tiere in Bewegung sehr interessant und einleuchtend. Sie schreibt:

„When the subject changes position — which it pretty much always does — I abandon the first sketch and start a new one. Continuing on in this way, the page fills with mostly unfinished squiggles until the animal eventually resumes one earlier poses. If that happens, I add as much detail or refinement to one of the earlier sketches as I can. While this is all going on, I also jot down written notes that help explain what I observed and what seemed significant.“ (Keller, S. 197)

„Wenn das Motiv seine Position ändert — was es eigentlich immer tut — höre ich bei der ersten Skizze auf und beginne eine neue. Macht man auf diese Weise weiter, füllt sich die Seite mit größtenteils unvollendeten Skizzen, bis das Tier schließlich eine frühere Pose wieder einnimmt. Wenn das passiert, füge ich nun den früheren Skizzen so viele Details oder Verfeinerungen hinzu, wie ich kann. Währenddessen, mache ich mir auch schriftliche Notizen, die helfen zu erklären, was ich beobachtet habe und was mir bedeutsam schien.“ (Keller, S. 197, übersetzt)

Quelle: Jenny Keller: „Why Sketch?“ In: Michael R. Canfield (Hrsg.) „Field Notes on Science & Nature“ (2011)

In seinem Artikel „Why Keep a Field Notebook?“ (S. 251 – 274) erwähnt Erick Greene auch Nature Journaling. Er spricht hier von „personal journals“, in die die Leute ihre „opservations and experiences“ in der Natur eintragen würden.

„These field notebooks are close in format and spirit to the notebooks of the naturalists of the eighteenth and nineteenth centuriers. This type of nature-journaling is mainly pursued by the amateur naturalists […] who love to study and experience nature without being paid.“ (Greene, S. 256)

„Diese Field Notebook sind in Format und Geist den Notizbüchern der Naturforscher des 18. und 19. Jahrhunderts sehr ähnlich. Diese Art des Nature Journaling wird hauptsächlich von Amateurnaturforschern betrieben [..], die es lieben, die Natur zu studieren und zu erleben, ohne dafür bezahlt zu werden.“ (Greene, S. 256, übersetzt)

Er erwähnt in diesem John Muir Laws, Hannah Hinchman und Claire Walker Leslie.