Archiv der Kategorie: Nature Journal

Glossary of terms for Botanical Art & Illustration, Nature Sketching, Nature Journaling in English & German

PART ONE: Flowers and Trees

Youtube-Video youtu.be/ER1qcmIBHy0 (Aufbau der Blüte)

English:
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German:
Beschreibung:
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FLOWER SYMMETRY / BLÜTENSYMMETRIE

English: Flower symmetry
Description: Actinomorphic (e.g. primrose), zygomorphic (e.g. lobelia)
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German: Blütensymmetrie
Beschreibung: aktinomorph = strahlenförmige Blüten z.B. Primel, zygomorph = zwei spiegelgleichen Hälften (bilaterale Symmetrie), z.B. Blüte Gundermann, Lobelien (Lobelia)
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Zeichnung:
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INFLORESCENCES / BLÜTENSTAND

English: Inflorescences
Description: e.g. spike, raceme, panicle, umbel
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German: Blütenstand
Beschreibung: Blütenstände in unterschiedlichen Formen, z.B. Dolden, Kolben, Zapfen.
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OVARY POSITION / STELLUNG DES FRUCHTKNOTENS

English: Ovary position
Description:
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German: Stellung des Fruchtknotens
Beschreibung: Es werden je nach Lage des Fruchtknotens und Ausformung im Blütenboden verschiedene Formen unterschieden (oberständige Fruchtknoten = hypogyn, halbunterständigen/halboberständigen Fruchtknoten = epihypogyn, half-, hemi-epigyn, perigyn, mittelständige Fruchtknoten = perigyn, unterständige Fruchtknoten = epigyn, Mischung aus mittel- und halbunterständigem Fruchtknoten = epihypoperigyn, vgl. wikipedia/Fruchtknoten)
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PISTIL / STEMPEL

English: Pistil
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German: Stempel
Beschreibung: oder Pistill
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PERIANTH / BLÜTENHÜLLE

English: Perianth
Description: „non-reproductive part of the flower“ (wikipedia)
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German: Blütenhülle
Beschreibung: oder das Perianth. Bestehen aus Kron- (Petalen) und Kelchblättern (Sepalen)
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OVULE / SAMENANLAGE

English: Ovule
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German: Samenanlage
Beschreibung: auch Ovulum
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OVARY / FRUCHTKNOTEN

English: Ovary
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German: Fruchtknoten
Beschreibung: auch Ovar
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STYLE / GRIFFEL

English: Style
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German: Griffel (Stylus)
Beschreibung:
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STIGMA / NARBE

English: Stigma
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German: Narbe
Beschreibung: Stigma, plural Stigmas oder Stigmata.
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FILAMENT / STAUBFADEN

English: Filament
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German: Staubfaden
Beschreibung:
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ANTHER / STAUBBEUTEL

English: Anther
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German: Staubbeutel
Beschreibung: auch Anthere
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SEPAL / KELCHBLATT

English: Sepal
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German: Kelchblatt (Sepalum, plural Sepalen oder Sepala)
Beschreibung:
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PETAL / KRONBLATT

English: Petal
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German: Kronblatt
Beschreibung: auch Petalum, plural Petalen
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ANDROECIUM / ANDROECEUM

English: Androecium
Description: male organs
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German: Androeceum
Beschreibung: auch Andröceum, das „Haus der Männer“, männliche Sexualorgane einer Blüte
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RECEPTACLE / BLÜTENACHSE

English: Receptacle
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German: Receptaculum oder Blütenachse oder Blütenboden
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GYNOECIUM / GYNOECEUM

English: Gynoecium
Description: gyne, „woman“) and ἶκος (oikos, „house“); female organs of the flower
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German: Gynoeceum
Beschreibung: von altgriechisch gynaikeíon „Frauenwohnung“; umgangssprachlich: „weibliche“ Blütenorgane, auch Gynöceum, das „Haus der Frauen“.
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CONE/ ZAPFEN

English: Cone
plural: cones
Description: also called „strobilus (plural: strobili) […] Strobili are often called cones, but some botanists restrict the use of the term cone to the woody seed strobili of conifers.“ (wikipedia)
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German: Zapfen
Beschreibung: „In der engsten Definition beschränkt sich der Begriff auf die verholzten ährigen weiblichen Blütenstände der Koniferen (Nadelhölzer)“ (wikipedia)
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GYMNOSPERM / NACKTSAMER

English: Gymnosperm
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German: Nacktsamer
Beschreibung: Gymnospermae oder Nacktsamige Pflanzen kurz Nacktsamer
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SEED / SAMEN

English: Seed
plural: Seeds
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German: Samen
plural: auch Sämereien
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ANGIOSPERMS / ANGIOSPERMEN

English: Angiosperms
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German: Angiospermen
Beschreibung: Bedecktsamigen Pflanzen (kurz: Bedecktsamer)
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LEAF / BLATT

English: Leaf
plural: leaves
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German: Blatt
plural: Blätter
Beschreibung:
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LAMINA (BLADE) / BLATTSPREITE

English: Lamina (Blade)
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German: Blattspreite
Beschreibung: auch Blattfläche
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TIP / BLATTSPITZE

English: Tip
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German: Blattspitze
Beschreibung: auch Spreitenspitze
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MARGIN / BLATTRAND

English: Margin
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German: Blattrand
Beschreibung:
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VEIN / BLATTADERN

English: Vein
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German: Blattadern
Beschreibung:
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PETIOLE / BLATTSTIEL

English: Petiole
Description:
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German: Blattstiel
Beschreibung:
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STIPULE / NEBENBLATT

English: Stipule
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German: Nebenblatt
Beschreibung:
Abbildungen:
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PETIOLATE LEAF

English: Petiolate leaf
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German:
Beschreibung: Blatt mit Stiel. Gegenteil Blatt ohne Stiel (sessile leaf)
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SESSILE LEAF

English: Sessile leaf
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German:
Beschreibung: Blatt ohne Stiel. Gegenteil Blatt mit Stiel (petiolate leaf)
Abbildungen:
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LEAF VARIATIONS

English: Leaf variations
Description: e.g. store food: bulb, like onions („These plants, which are called bulbs, have a short stem with fleshy leaves that are located underground and act as food storage.“ see: worldatlas.com)
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German:
Beschreibung: (store food) z.B. Zwiebeln (onions): „Pflanzenart als auch ihren verkürzten Spross, das typische unterirdische Speicherorgan“ (wikipedia)
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ROOTS / WURZELN

English: Roots
Description:
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German: Wurzeln
Beschreibung:
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FIBROUS ROOT SYSTEM

English: Fibrous root system
Description: opposite of a tap root system
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German:
Beschreibung: laut Wikipedia „Flachwurzeler“. Das Gegenteil wären die „Pfahlwurzler“ (Tap root system or primary root system)
Abbildungen:
Zeichnung:
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Skizzen: Was das Auge sieht zeichnen!

Im Onlinekurs „Zeichnen was das Auge sieht“ mit der Urban Sketcherin Barbara Gruenenfelder lernte ich bzw. ich übe mich noch daran, wie man so zeichnet, dass man so zeichnen kann, dass man das aufs Papier bringt was man sieht. Ich fand es schon immer für mich ein Problem genau die Konturen von dem Objekt zu erfassen das ich zeichnen will und aufs Papier zu übertragen. Wie war der Winkel? Wie diese Kurve? In dem Moment wo man den Blick vom Objekt aufs Papier wendet ist bei mir schon vieles vom Gesehenen „vergessen“. Also ein erneuter Blick zum Objekt. Hin- und her zwischen Objekt und Bild.

Blindes Konturenzeichnen

Man schaut zum Objekt und nicht aufs Papier. Setzt dann den Stift aufs Papier und beginnt mit dem Skizzieren. Immer dem Blick aufs Objekt. So bekommt man jeden Zacken der Pflanze mit. Die Proportionen stimmen nicht und insgesamt sieht das alles recht merkwürdig aus. Wenn man dies Übung abändert und nicht mehr zu 100% aufs Objekt schaut, sondern 80% und die restlichen 20 % aufs Papier, um zu sehen, wie die Zeichnung gelingt, dann wird das Result langsam besser.

Diese Methode beschreibt ausführlich die Kunstlehrerin Betty Edwards in ihrem Buch „Garantiert zeichnen lernen“. Sie schreibt: „Passen Sie die Bewegungen Ihres Stiftes genau Ihren Augenbewegungen an. Die Augen oder der Zeichenstift können versuchen, Ihnen „davonzulaufen“, doch lassen Sie das nicht zu. Zeichnen Sie jedes Detail einer Kontur genau in dem Moment, in dem Sie es wahrnehmen.“ (Edwards, B. „Das neue garantiert Zeichnen lernen“, 23. Aufl, 2005, S. 122)

Wie die Zeichnung später „soll nicht unsere Sorge sein. Uns geht es um die Aufzeichnung Ihrer Wahrnehmung.“ (Edwards, B. „Das neue garantiert Zeichnen lernen“, 23. Aufl, 2005, S. 122)

Die blind gezeichnete Kontur habe ich später mit Buntstiften aufgehübscht.

Dem Schatten folgen

Hier projiziert man ein Objekt aufs Papier und zeichnet vom Schatten die Konturen ab. Laut Gruenfelder soll man mit dieser Übung besser in den See-Modus kommen.

Skizze: Apfelbaum und Blätter

Das Blatt eines Apfelbaums. Die Blattadern ähneln einem Straßennetz.
Vorder- und Rückseite eines Apfelbaumblattes.
Details der Apfelbaumblattstruktur (im Gegenlicht fotografiert).
Details der Apfelbaumblattstruktur: Loch und Färbung.
Ein Astende des Apfelbaums.
Der Apfelbaum im Garten.

Hier noch ein kleines Zeichenvideo von mir:

Federn

Vogelfeder auf dem Osthang des Stelbergs gefunden.

Links die Originalfeder, rechts meine Zeichnung. „Feder vom Stelberg“ klingt etwas blöd, „vom Stelberg“ gibt den Fundort an 🙂
Spitze der Feder.
Feder am Fundort (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
Skizzen einer bei Bonnersüng gefunden Vogelfeder (Juni 2021)
Gefunden bei Bonnersüng (li) und bei Unterbüschem (re) (Anfang Juli 2021)

Amselgesang wurde unterbrochen

28.05.2021, 21.21 Uhr: Eigentlich wollte ich das Abendkonzert der Amseln mit meinen mobilen Aufnahmegerät aufnehmen (früher habe ich damit Musiker interviewt). In dem Moment als ich die Aufnahme startete kam laut eine Ente oder eine Wildgans (ich muss noch etwas recherchieren was es nun war) durchs Tal geflogen. Bei mir landete eine Amsel und begann mit ihrem Gesang. Glück für mich. Doch als die Ente/Gans sich näherte schaute die Amsel verwirrt und flog weg.

Dazu habe ich diese Skizze gezeichnet:

Die Audioaufnahme habe ich in der Musik-/Audiosoftware Audacity verkürzt und in der Lautstärke etwas verstärkt:

Der Ablauf passend zum Bild:

(1) Amsel I sitzt singend auf einem Kamin. Im Hintergrund hört man weitere Amseln.

(2) Durchs Tal fliegt eine Ente bzw. Wildgans (?). Man hört sie näher kommen.

(3) Ab Sekunde 11: Dicht bei mir landet Amsel II und singt ihre Melodie (1. bei Sekunde 11/12, 2. bei Sekunde 19 – 22, 3. bei Sekunde 26 – 28). Sie ist verwirrt wegen der Ente/Wildgans und

(4) fliegt davon.

(5) Die Ente/Wildgans fliegt weiter durchs Tal.

Die Audiodatei in der Musik-/Audiosoftware Audacity. Deutlich sieht man die drei Zeitpunkte an denen Amsel II gesungen hat.
Das mobile Aufnahmegerät TASCAM DR-05 erzeugt eine Aufnahme im MP3-Format.

Kohlmeise am Futterplatz

Regelmäßig schauen die Kohlmeisen beim Futterplatz vorbei. Ihre Lieblinge sind die Mandelstücke. Diese holen sie sich aus dem Futterhäuschen und knabbern an diese auf dem Zaun vor dem Häuschen. Immer wieder unterbrochen von Blicken in die Umgebung („Sind Katzen oder größere Vögel oder gar Menschen in der Nähe?“)

Die Fotoserie zeigt die Kohlmeise am Futterhäuschen.

Erinnerung an NaturZeit Lindlar (2007 – 2010)

Bereits 2005 beschäftigte ich mich zu Beginn meines Masterstudiums Erwachsenenbildung mit Naturerfahrung sowie Zeichnen in der Natur. Dabei fand ich das Flow Learning nach Joseph Cornell:

  1. Begeisterung wecken
  2. Konzentriert wahrnehmen
  3. Unmittelbare Erfahrung
  4. Andere an den Erfahrungen teilhaben lassen.

Ich formulierte dies 2005 so:

  1. Ankommen in der Natur
  2. Aktivitäten in der Natur
  3. Entspannen in der Natur
  4. Erinnern an die Natur.

Damals hatte ich die Webseite Coverwork.de auf der ich meine Ideen festhielt.

Screenshot der Webseite www.coverwork.de von 2005 „Naturerlebnis und Medienbildung im Bergischen Land“.

Zum Zeichnen in der Natur schrieb ich 2005:

„Zeichnungen haben den Vorteiul, dass man sich während der Erstellung intensiv mit dem Objekt beschäftigen muss. Beim Zeichnen stellt man fest wie komplex z.B. eine Pflanze aufgebaut ist. Als Zeichenanfänger hat man allerdings das Problem, dass man nicht die Techniken beherrscht, wie beispielsweise eine Pflanze perspektivisch korrekt gezeichnet wird. Da diese Techniken in der Regel viel Übung erfordern, ist hier die intensive Beschäftigung mit dem Objekt wichtiger. […] Die unzureichende Zeichenerfahrung soll die Teilnehmer nicht davon abhalten. Würde der Zeichenanfänger seinen Fokus auf die Zeichentechnik, also auf Perspektive und Schraffur legen, dann würde dies ihn möglicherweise zu sehr vom eigentlichen Thema ablenken und die ganze Veranstaltung würde mehr in die Richtung eines herkömmlichen Zeichenkurs gehen. Der Unterschied zu einem Zeichenkurs ist in der Gewichtung zu sehen. Während dort das Erlernen der Zeichentechnik im Mittelpunkt steht, sollen hier die Formen der Natur im Mittelpunkt stehen.“

Zum Fotografieren in der Natur schrieb ich 2005:

„Beim Fotografieren von Landschaften, Pflanzen oder Tieren steht das bewußte Auseinandersetzen mit Objekten in der Natur im Vordergrund. Mit Hilfe der Fotografien kann eine spätere Dokumentation genauer werden. Wahrnehmen und bewußtes Sehen sind hier wichtig.“

Projekt Lernort Gemeinde in Lindlar

Als Student der Erwachsenenbildung an der Technischen Universität Kaiserslautern war ich begeistert als im Januar 2007 in Lindlar das Projekt „Lebenswertes Lindlar“ startete. In diesem Rahmen wollte ich ein Naturprojekt anstoßen. Um weitere Interessierte zu gewinnen schrieb ich auf mein Flipchart-Plakat u.a.: „Wanderungen mit offenen Augen“, „Zeichnen in der Natur“, „Bewußtes Wahrnehmen von Schönheit und Problemen in der Natur“, „Themenwanderungen/Erkundungen“.

Später formulierte ich dies: „Unter einer bestimmten Fragestellung machen wir eine Erkundung in die Natur. Da es für uns eine Fragestellung ist, begeben wir uns auf Neuland. Die bei der Erkundung aufgetretenen Fragen können evtl. direkt gemeinsam geklärt werden oder man verabredet sich zu einer Nachbesprechung. Fotos, Zeichnungen können uns unterstützen.“

Daraus wurde über den Zwischenschritt „Zeit für Natur“ schließlich „NaturZeit“.

„Lebenswertes Lindlar wurde 2007 vom Katholischen Bildungswerk im Oberbergischen Kreis und vom Pfarrverband Lindlar zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements ins Leben gerufen. Ein Projekt innerhalb von „Lebenswertes Lindlar“, aus dem nun die Initiative NaturZeit hervorging, beschäftigt sich mit Naturentfremdung und Naturerfahrung. Entwickelt wurde die Idee, gemeinsam die Natur in Lindlar und Umgebung zu entdecken. Dabei will NaturZeit den Dingen auf den Grund gehen, aber auch mal schlicht die Natur genießen.

NaturZeit beschränkt sich bei den Naturerkundungen auf einen eng begrenzten Raum, denn die intensive Erfahrung steht im Vordergrund. In die Natur, nicht durch die Natur zu gehen und sich dabei Zeit zum Austausch zu nehmen, lautet das Motto der Initiatoren, die sich weniger als Lehrer, sondern als Mitlerner sehen, die diese neue Form der gemeinschaftlichen Naturerfahrung ermöglichen wollen.“ (offizieller Text)

NaturZeit-Flyer 2008 (1)
NaturZeit-Flyer 2008 (2)

Ab 2008 begannen wir mit unseren Naturerkundungen in Lindlar, die bis 2010 fortgesetzt wurden.

Unterwegs mit der NaturZeit (2008)