Archiv für den Monat: September 2021

Botanischer Garten Göttingen (September 2021)

011 Herbstkrokus (Crocus speciosus)
012 Herbstkrokus (Crocus speciosus)
013 Herbstkrokus (Crocus speciosus)
014 Herbstkrokus (Crocus speciosus)
015 Herbstkrokus (Crocus speciosus)
016 Gewöhnliches Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)
017 Gewöhnliches Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus)
018 Riesen-Mammutblatt (Gunnera manicata)
019 Riesen-Mammutblatt (Gunnera manicata)
020 Riesen-Mammutblatt (Gunnera manicata)
021 Sommeraster (Callistephus chinensis)
022
023
025
024
026 Treppe zur Wallunterführung (Coronabedingt geschlossen)
027 Kakteengewächshaus
028 Schmetterling Admiral (Vanessa atalanta)
029 Schmetterling Admiral (Vanessa atalanta)
030
031
032 Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium)
033 Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium)
034 Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium)
035 Hirschzungenfarn (Asplenium scolopendrium)
036
037 Wunderbaum (Ricinus communis)
038 Wunderbaum (Ricinus communis)
040
039
041 Schmetterling Admiral (Vanessa atalanta)
042 Schmetterling Admiral (Vanessa atalanta)
043 Schmetterling Admiral (Vanessa atalanta)
044
045
047 Schmetterling Admiral (Vanessa atalanta)
046 Schmetterling Admiral (Vanessa atalanta)
048 Schmetterling Admiral (Vanessa atalanta)
049
051
050 Dieses Titelblatt des Buch „brevis enumeratio stirpium horti Gottingensis : accedunt animadversiones aliquae et novarum descriptiones“ von Albrecht von Haller war im Botanischen Garten auf einer Schautafel. Unten stehen noch folgende Angaben: Gottingae (=Göttingen) : apud (lat.: in) A. Vandenhoeck (= Abraham Vandenhoeck, seit 1735 Verleger in Göttingen, MDCCXXXXIII (=1743)
052 Herbstkrokus (Crocus speciosus)

Über die Schillerwiesen hoch in den Göttingen Wald

Die kleine Wanderung startete am Wall an der Berliner Straße. Über den Cheltenham Park zu den Schillerwiesen und von dort auf dem Ruprechtsweg am Rand des Göttinger Stadtwalds.

Cheltenham Park und Albanifriedhof

Im Cheltenham Park
Auf dem Albanifriedhof

Schillerwiesen

Fuß einer Buche auf den Schillerwiesen
Bäume auf Schillerwiesen
Leider hatte dieser Kiosk auf Schillerwiesen geschlossen.

Sehenswert: Jérôme-Pavillon

Auf dem Ruprechtweg

Der Ruprechtweg führt von den Schillerwiesen entlang des Eberbachs hinauf zum Wildgehege. Ein schöner Waldweg unter Laubbäumen.

Auf dem Ruprechtweg: Silberkuhle am Rand des Göttinger Waldes. „Bewaldet seit 1895“.
Auf dem Ruprechtweg: Ziegenberg am Rand des Göttinger Waldes. „Bewaldet seit 1897“.

Nutztiere in den Sünger Bergen

Schafe

Schaf in Bonnersüng (Mitte September 2021)
Schafe in Bonnersüng (Mitte September 2021)
Schafe bei Bonnersüng (Mitte September 2021)
Schaf bei Bonnersüng (Mitte September 2021)
Schaf bei Bonnersüng (Mitte September 2021)
Bonnersüng mit Sünger Berg (2006).
Bonnersüng mit Sünger Berg (2006).
Schafe bei Obersülze an der Sülztalstraße (2005)

Rinder und Kühe

Kälber bei Stelberg (Mitte September 2021)
Rinder auf einer Weide beim Sünger Berg. In der Mitte die Straße von Unterbüschem (nach rechts) bzw. Hartegasse (nach links). Hinter der Straße die Wiese hinter dem Löhberg (Mai 2021)
Rinder auf einer Weide beim Sünger Berg. (Mai 2021).
Auf dem Weg von Unterbüschen nach Löhsüng, verm. alter Steinbruch. Rechts neben den Rind sieht man den Marsiefen, der wenig später in den Löhsüngbach (Süngersiefen) mündet. Rechts Löhberg, (2006).
Beim Sünger Berg (2006)
„Alle mal hier hin sehen!“ – „Keine Lust.“ – Kälber bei Oberbüschem (Anfang Oktober 2021)
Ziege bei Unterbüschem (2006)
Ziege und Schwein bei Unterbüschem (2006)
Mit Blick auf Kapellensüng (Mitte Oktober 2021)

Pferde

Pferde bei Stelberg. Im Hintergrund Sülztal mit Kapellensüng (Anfang November 2021)
Pferde bei Stelberg. Im Hintergrund Sülztal mit Kapellensüng (Anfang November 2021)
Pferd bei Stelberg. Im Hintergrund Sülztal mit Kapellensüng (Anfang November 2021)
Pferde bei Stelberg. Im Hintergrund der Vogelsberg (Anfang November 2021)

Vögel

Gänse bei Löhsüng (Mitte November 2021)
Gänse bei Löhsüng (Mitte November 2021)

„In der Hütte“ 2021

Blick in Richtung „In die Hütte“ von Bonnersüng vom Weg Hartegasse nach Oberbüschen (Mitte September 2021)

Im Frühjahr kamen die Sumpfdotterblumen, im Frühsommer die Brennesseln und im Hochsommer das Springkraut.

Sumpfdotterblumen im sumpfiges Gelände beim Büschener Bach (April 2021)
[261] Büschener Bach beim Sünger Berg (Mitte Mai 2021)
[260] Büschener Bach beim Sünger Berg (Mitte Mai 2021)
Sumpfiges Gelände beim Büschener Bach (mi.). Im Hintergrund der Fuß des Stelberg. (2021)
Sumpfiges Gelände beim Büschener Bach (April 2021)
[257] Sumpfiges Gelände beim Büschener Bach (Mitte Mai 2021)
Obstbaum am Sünger Berg, „In der Hütte“ beim Sünger Bach (Mai 2021)
[336] Brennnesselmeer „In der Hütte“: Am Sünger Bach beim Sünger Berg (Anfang Juni 2021)
Käfer aus der Familie der Weichkäfer am Fuß des Sünger Bergs, In der Hütte (Mitte Juni 2021)
Waldschabe am Fuß Sünger Bergs, In der Hütte (Mitte Juni 2021)
[430]“In der Hütte“ am Büschener Bach zwischen Stelberg (li) und Sünger Berg (re) (Ende Juni 2021)
[402] Disteln auf dem Sünger Berg (Ende Juni 2021)
Weibchen es Kaisermantel (Argynnis Paphia) „In der Hütte“ beim Sünger Berg (Anfang August 2021)
„In der Hütte“ (Mitte September 2021)
„In der Hütte“ (Mitte September 2021)
Blick „In der Hütte“ aus dem Fichtenwald auf dem Sünger Berg (Mitte September 2021)
„In der Hütte“ (Mitte September 2021)
Fichtenwald auf dem Sünger Berg, „In der Hütte“ (Mitte September 2021)
Fichtenwald auf dem Sünger Berg, „In der Hütte“ (Mitte September 2021)
„In der Hütte“ (Mitte September 2021)

Buch: „Vom Layout hängt die Wirkung ab“ (Wills)

Buch: Franz Hermann Wills: „Vom Layout hängt die Wirkung ab“ (2. Auflage 1960)

Der Autor Franz Hermann Wills wurde 1903 in Solingen geboren. Er studierte an der Kunstgewerbeschule in Stuttgart und von 1919 bis 1922 an der Technischen Lehranstalt in Offenbach (Main). Er war dann von 1924 bis 1930 Verpackungsdesigner und 1928 bis 1930 Lehrer an der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Wuppertal. Danach bis kurz vor Kriegende war er Bildredakteur in Berlin. Ab den 1950er Jahren schrieb er für „Polygraph“, „Graphik“, „Graphis“, „Gebrauchsgraphik“ und „Novum Gebrauchsgraphik“. Ab 1965 war er an der Meisterschule für Graphik, Druck und Werbung in Berlin tätig. Er schrieb mehrere Büche, darunter: „Vom Layout hängt die Wirkung ab“ (1957), „Das Auge kauft mit“ (1960), „Das wirksame Layout: Grundlage erfolgreicher Werbung“ (1965), „Bildmarken Wortmarken“ (1968), „Schrift und Zeichen der Völker“ (1977). (vgl. hier: germandesigners.net/designers/franz_hermann_wills) „Vom Layout hängt die Wirkung ab“ erschien als Band 1 der Fachbuchreihe Wirtschaft und Werbung. „Das Auge kauft mit“ war Band 3.

Das Buch ist in folgende Bereiche aufgebaut:

  • Die Schrift
  • Das Bild
  • Die Farbe
  • Die Technik des Layouts
  • Die Zeitung
  • Die Werbemittel
  • Reproduktions- und Drucktechniken
  • Schriftproben
  • Korrekturmuster
  • Papierformate
  • Normblätter und Normentwürfe
  • ABC der Fachbegriffe

Übungen: Bildausschnitt

„Erst der richtige Ausschnitt macht ein Photo zum Bild; er beeinflußt Inhalt und Gehalt. Das Unwesentliche fällt weg, jedoch darf der Ausschnitt nicht zu eng sein, damit die Atmosphäre erhalten bleibt.“ (Wills S. 47)

Übungen: Leseablauf

„Der Leseablauf einer Seite mit Bildern soll immer unkompliziert und logisch sein. Grundsätzlich beginnt der Text immer mit der linken Spalte … Bilder ändern diese Regel nicht.“ (Wills, S. 95)

„Der Leseablauf einer Seite mit Bildern soll immer unkompliziert und logisch sein. Grundsätzlich beginnt der Text immer mit der linken Spalte … Bilder ändern diese Regel nicht.“ (Wills, S. 95)
„Der Leseablauf einer Seite mit Bildern soll immer unkompliziert und logisch sein. Grundsätzlich beginnt der Text immer mit der linken Spalte … Bilder ändern diese Regel nicht.“ (Wills, S. 95)
Bei diesem Layout ist der Textfluß nicht eindeutig. Verläuft er so …
… oder doch so?
Zwischenüberschiften machen dies auch nicht einfacher. Ist es nur eine Zwischenüberschrift, sodass man von oben nach unten liest oder ist es eine richtige Überschrift, sodass unter ein neuer Artikel anfängt?
Die Leserin kann kurz verwirrt sein: Wo weiterlesen?

Buch: „Das 6. Sterben – Wie der Mensch Naturgeschichte schreibt“ (E. Kolbert)

Beim aktuellen Artensterben, dem sechsten Sterben der Arten in der Erdgeschichte, dachte ich in erster Linie an das Insektensterben. Das die Zahl der Insekten dramatisch in den letzten Jahrzehnten gesunken ist, kann man sich schnell vor Augen führen, wenn man sich an lange Autobahnreisen vor 20 oder 30 Jahren erinnert: Die Frontscheibe war zumindest im Sommer stets voll mit verunglückten Insekten. Heute bleibt die Windschutzscheibe fast ganz sauber. Dieses Beispiel ist jedem sofort bewusst und kann es bestätigen.

Der Klimawandel als Problem ist mittlerweile in weiten Teilen der westlichen Bevölkerung angekommen und zum Teil auch als ein Solches erkannt und akzeptiert. Das das Artensterben ein Problem sein könnte hinkt in der Öffentlichkeit noch hinterher. Die Massenartensterben in der Vergangenheit und das derzeitige stehen im Mittelpunkt des Buchs „Das 6. Sterben“ (im Original als „The Sixth Extinction: An Unnatural History„, 2014) von Elizabeth Kolbert.

Titelseite von „Das 6. Sterben“ (2017), Suhrkamp Verlag, 313 Seiten.

Direkt vorweg gesagt: Obwohl mir bewusst war, dass der Mensch schon öfters dafür gesorgt hat, dass bestimmte Arten ausgestorben (oder in bestimmten Regionen fast ausgerottet sind, siehe Wolf [Canis lupus)] in verschiedenen westeuropäischen Ländern) sind, war ich doch erschrocken, dass Kolbert im Buch beschreibt, wie der Mensch nach seinem Auftauchen in einer Region oder auf einem neuen Kontinent, den er besiedelt, über kurz oder lang bestimmte Tierarten bis zur Ausrottung jagd. Genannt wird die Ausrottung der flugunfähigen Moas (Dinornithiformes), Laufvögel auf Neuseeland durch die polynesische Einwanderer ab dem Ende des 13. Jahrhunderts — bereits 100 Jahre später waren die Moas ausgestorben.

Elizabeth Kolbert schreibt, dass die über Generationen erfolgte Ausrottung einer Art den Menschen gar nicht bewusst war, weil man nicht wußte, dass früher der Bestand der Population noch größer war. So kam es vielleicht über 1000 Jahre der Bejagung dieser einen Art — auch wenn nur der notwendige Bedarf für die eigene Ernährung erlegt wurde — irgendwann zum Aussterben.

Mir fällt dabei auch die Bisonjagd in Nordamerika ein, bei der der Bestand von ca. 25 Millionen auf unter 1000 Tiere am Ende des 19. Jahrhunderts dezimiert wurde. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert wurde aus dem Bison, den die amerikanischen Ureinwohner zuvor für ihren Bedarf gejagt hatten zu einem Exportschlager, verkauft wurden die Häute der Bison überwiegend ins Ausland. Bekannt sind auch die Fotos aus den 1870er Jahren mit Hügeln aus Bison-Schädeln.

Aber nun konkret zum Buch. Elizabeth Kolbert hat viel recherchiert und bei zahlreichen Themen einige Orten besucht und sich dort mit Wissenschaflern getroffen, sodass sich das Buch in weiten Teilen wie eine Reportage liest. Eines der Recherchethemen war, wie es dazu kam, dass man verstand das Arten aussterben können. Carl von Linné, der die binäre Nomenklatur einführte, nach der wir bis heute den Arten Namen geben, sah einen Unterscheidung zwischen lebenden und ausgestorbenen Arten als nicht notwendig. Er listete 1758 nur lebende Arten auf. Die ausgestorbenen Arten sammelte man damals aber durchaus schon in Kuriositätenkabinetten. Aber erst Jean-Léopold-Nicholas Frédéric Cuvier (Achtung er hat einen Bruder: Frédéric Cuvier, der ebenfalls Zoologe war) beschäftigte sich damit, dass eine Art aussterben konnte. Es hatte also eine Welt vor der unseren gegeben. Eine Welt deren Arten nun nicht mehr existierten. Cuvier glaubte zwar daran, dass Arten aussterben konnten, aber den Transformismus, also die Evolutionstheorie lehnte er ab. Jean-Baptiste Lamarck hingegen glaubte an die Veränderbarkeit der Arten, lehnte aber Cuviers Aussterbentheorie ab. Fossilienfunde, wie die der Sammlerin Mary Anning, ließen also richtig intepretiert erkennen, dass es zuvor andere Arten auf der Erde gegeben hatte.
Es folgen die Thesen des Geologen Charles Lyell, nachdem sich ein Artensterben so langsam fortschritt, dass es in der Zeit an einem bestimmten Ort unbemerkt blieb. Lyell vertrat die Auffassung, dass verschwundene Lebewesen unter geeigneten Bedingungen wieder auftauchen würden. Das ein Lebewesen sich aber weiterentwickeln und sich neue Arten entwickeln könnten war für ihn unverstellbar. Das dies aber die Normalität ist, begann mit Charles Darwins berührten Fahrt auf dem Schiff Beagle. Tiere, ja auch Menschen, hatten sich in einem langen Transformationsprozess entwickelt, der über viele Generationen stattgefunden hatte. Für Darwin gehörten Evolution und Aussterben zusammen. Das Entstehen einer neuen Art vollzieht sich sehr langsam und ist im Gegensatz dem Aussterben einer Art nicht beobachtbar.
Elizabeth Kolbert arbeit sich so durch die Entdeckungen der verschiedenen Wissenschaftler und kommt so in die Gegenwart, dem Anthropozän.
Den Begriff Anthropozän stammt vom niederländischen Meteologen Paul Crutzen, weil er fand, dass wir auf der Erde nicht mehr im Zeitalter des Holozän leben, sind ein Zeitalter erreicht haben, in der der Mensch bleiben erdgeschichtliche Spuren hinterlassen hat. Dies betrifft die vom Menschen umgestaltete Landfläche, die umgeleiteten und eingedämmten Flüsse, den Süßwasserverbrauch oder die Veränderung der Atmosphäre beispielsweise durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe und die Abholzung der Wälder, die den Gehalt an Kohlendioxid (CO2) in der Luft hat ansteigen lassen. Die Zunahme von CO2 in der Atmosphäre kann zu einem globalen Temperaturansieg von zwei bis vier Grad führen. Dieser Klimawandel hat natürlich Einfluss auf die Arten und ihre Lebensräume.

Elizabeth Kolbert ist eine US-amerikanische Journalistin und Autorin. Für „The Sixth Extinction: An Unnatural History“ erhielt Elizabeth Kolbert 2015 den Pulitzer-Preis in der Kategorie General Non-Fiction (Sachbuch) und das Buch wurde im selben Jahr als Wissensbuch des Jahres ausgezeichnet.

Buch: „Die fabelhafte Welt der Ameisen“ (Grätz/Kupfer)

Geschrieben wurde das Buch von den beiden Biologinnen Christina Grätz und Manuela Kupfer. Grätz ist Ameisenumsiedlerin und Geschäftsführerin der Nagola Re GmbH. Kupfer ist freiberuflich als Lektorin und Fachredakteurin für Naturwissenschaften und Gesundheit tätig.

Darüber das Ameisen umgesiedelt werden, hatte ich bisher noch nichts gewusst. Ich hatte mir auch schlicht keine Gedanken darüber gemacht, was passiert, wenn man beispielsweise in einem Baugebiet auf einen Ameisenhügel stößt und dieser logischerweise von dort weg muss. Dies wird zum Glück gesetzlich geregelt. Wird bei einer Baumaßnahme einen Ameisenvolk gefunden, dann muss dieses an einen angemessenen neuen Standort umgesiedelt werden. Grundlage für solche Umzüge ist das Gesetz über Naturschutz und Landespflege (Bundesnaturschutzgesetz, abgekürzt BNatSchG) und die auf das BNatSchG aufbauende Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV).

  • BNatSchG: gesetze-im-internet.de/bnatschg_2009
  • BArtSchV: gesetze-im-internet.de/bartschv_2005

In dem Buch wird einerseits beschrieben wie Ameisenhegerinnen und -heger diese Umzüge durchführen. Andererseits wird Wissen über das Leben der Ameisenvölker vermittelt.

Titelseite von „“Die fabelhafte Welt der Ameisen“ (2021), Penguin Verlag, 285 Seiten.

Die gefundenen Nester mit Königinnen, Arbeiterinnen, Soldatinnen, Puppen, Eier und Larven werden samt Neststreu von den Ameisenhegerinnen und -heger in Säcke gehoben und an den neuen Standort gefahren. Mit zu einem Nest gehört oft ein Stubben, ein Baumstumpf, der den Kern des Nests bildet und ebenfalls mit umgesiedelt wird. Im diesem Totholz leben oft die Königinnen und dort finden sich weitere Puppen, Eier und Larven. Die Nester bestehen nicht nur aus dem Hügel, sondern auch aus einem Bereich darunter, der unterschiedlich tief sein kann.

Das Buch ist mit einer überquellenden Anzahl von Fakten über Ameisen gespikt. So erfährt man, dass laut Studien Ameisen bereits vor 168 Millionen Jahren, bzw. nach einer anderen Studie seit 115 bis 135 Millionen Jahren, über die Erde krabbeln. Das älteste Fossil einer Ameise ist 110 Millionen Jahre alt. Die Ameisen sollen sich wohl aus solitär (= in der Zoologie: einzeln lebend, Gegensatz: gregär/gesellig) lebenden Wespen entwickelt, Dolchwespen sollen ihre Vorfahren gewesen sein. Mittlerweile wird davon ausgegangen, dass es 30.000 verschiedene Ameisenarten gibt. Die Unterscheidung verschiedener Arten ist selbst für Experten nur unter der Lupe möglich. Da wird nach der Form der Oberlippe geschaut („Oberlippe eingebuchtet: Raubameise“, S. 55) oder der Form der Kopfoberseite („Kopfoberseite eingedellt und wie ein kleines Teufelchen aussehend und dabei ganz zierlich: Kerbameise“, ebd.). Ansonsten wird nach der Färbung und der Behaarung des Hinterkopfs geschaut. Es gilt genau hinzusehen, denn „viele Arten sind nur schwer von anderen zu unterscheiden. Da geht es etwa um Unterschiede in der Anzahl und Größe der Antennenglieder sowie der Haare auf bestimmten Körperabschnitten, um Abweichungen in der Pigmentierung, der Anzahl und Form von Zähnen oder Mandibeln.“ (S. 67) Handelt es darüberhinaus noch um eine Zwillingsart, dann lassen sich die Ameisen unter Umständen nur aufgrund ihres Verhaltens unterscheiden (S. 68).

Meine Beobachtungen:

Ameisennest mit Stubben, ein Baumstumpf, der den Kern des Nests bildet (zwischen Delling und Ommerborn, Mitte Oktober 2021)
Rote Gartenameise und Blattläuse bei Lindlar-Stelberg im Bergischen Land (Sommer 2021)
Rote Gartenameise und Blattläuse bei Lindlar-Stelberg im Bergischen Land (Sommer 2021)

Käfer im Kurpark von Möhnesee

Dieser kleine Käfer (max. 3 mm lang) fiel von einer dicken Eiche im Kurpark von Möhnesee (Sauerland). Zunächst fiel er auf meinen Arm und von dort auf den Boden. Dort konnte ich ihn kaum sehen, denn farblich unterschied er sich kaum vom Sand. Ist er vielleicht durch den Sturz in den Sand mit diesem bedeckt? Ich halte ihn für einen Eichelbohrer. (Anfang September 2021)
Hier kann man am Ende der Flügeldecken ein wenig von der Struktur erkennen (Anfang September 2021). Der
Der Rüssel ist gut erkennbar. Von den Fühlern am Rüssel sehe ich nichts. (Anfang September 2021)

Kurpark in Bad Zwischenahn

Der Kurpark in Bad Zwischenahn liegt direkt am Zwischenahner Meer. Hier stehen einige alte Eichen. Auch an der Straße Am Hogen Hagen stehen Eichen als Allee. Hier zeichnete ich eine Eichel.

Eichelskizzen (September 2021)
Mit Eichel und Skizzenbuch.
Frucht der Eiche, die Eichel. Oben: „die Halterung“, Unten: die Eichel (aufgeschnitten) (September 2021)
die Eichel (aufgeschnitten) (September 2021)
die Eichel (aufgeschnitten) (September 2021)

Im Kurpark leben zahlreiche Wasservögel. Stockenten und Blässhühner sind die am häufigsten vorkommende Arten.

Stockenten laufen über die grasend über Wiesen, schwimmen in den Teichen des Park oder fliegen von dort hinüber ins Meer. Da sie auch gerne Eicheln essen laufen sie auch zur Eichenallee auf die Straße Am Hogen Hagen. Dort lassen sie sich auch von den langsam heranfahrenden Autos (20 km/h sind erlaubt) nicht aus der Ruhe bringen – die Autos müssen warten. Es entsteht eine Autoschlange, während die Enten die Eicheln auflesen. Irgendwann verliert ein Autofahrer die Geduld und hupt. Langsam löst sich die Entenansammlung auf, der Autoverkehr rollt weiter.

Stockente (Anas platyrhynchos) (September 2021)
Stockente (Anas platyrhynchos) (September 2021)
Stockenten (Anas platyrhynchos). Im Hintergrund schöne alte Bäume im Park (September 2021)
Stockenten (Anas platyrhynchos) (September 2021)
Blässhühner (Fulica atra) (September 2021)
Blässhuhn (Fulica atra) (September 2021)
Blässhühner (Fulica atra) (September 2021)
Trauerweide am Zwischenahner Meer (September 2021).
Skizze: Früchte Erle (September 2021)
Früchte Erle. Auf den Blättern der Erlen saßen blaue Erlenblattkäfer. Die Blätter waren geradezu durchsiebt (September 2021)