Archiv für den Monat: Oktober 2021

Onlinekurse der NABU | Naturgucker Akademie

Am 30. Oktober 2021 wurden die ersten Inhalte der NABU | Naturgucker Akademie freigeschaltet.

Die Akademie ist über den Link artenwissen.online erreichbar.

Seit einer Weile lade ich einige meiner Fotos auf die Webseite Naturgucker.de hoch. Dort kann nach Anmeldung jeder seine Fotos nach Gebieten sortiert einstellen. Für meine Fotos aus den Sünger Bergen habe ich extra das Gebiet „Lindlar-Kapellensüng/Hartegasse“ eingerichtet.
Weiß man mal nicht, welches Insekt oder welchen Vogel man da eigentlich fotografiert hat, kann man die anderen Naturguckerinnen um Bestimmungshilfe bitten. Meistens bekommt man schnell eine Antwort und man hat wieder etwas dazu gelernt.

Fotos von mir auf der Seite der Naturgucker im Gebiet Lindlar-Kapellensüng/Hartegasse.

Seit dem Herbst 2021 gibt es nun die NABU | Naturgucker Akademie, die sich das Ziel gesetzt hat, dass Artenwissen von uns Naturguckern zu verbessern. Beim ersten Kurs „Vögel“ habe ich mich natürlich direkt eingeschrieben. Über meine Erfahrungen berichte ich hier.

Kurs „Vögel“ (Gestartet Ende Oktober 2021)

Der Kurs ist in diese Kapitel unterteilt:

  • Faszination Vögel
  • Begegnungsort Garten
  • Begegnungsort Wasser
  • Rabenvögel
  • Vogelzug

Die Inhalte werden mit Videos, Bilder, Texte und Illustrationen präsentiert. Durch die Videos führt der Naturwissenschafler und Lehrer Thomas Gerl, der auch an der LMU München im Bereich der Didaktik der Biologie tätig ist. Zu den Lerninhalten gibt es regelmäßig Übungsaufgaben, die, wenn ich das richtig sehe, mit der Software H5P erstellt wurden (ein Open Source HTML5 eLearning Authoring Tool). Wer schon mit ähnlichen H5P-Lernumgebungen gearbeitet hat, kommt hiermit schnell klar. Nach Bearbeitung der Inhalte und Aufgaben wird der Lernfortschritt in Prozentzahlen dargestellt. Hat man alle fünf Kapitel bearbeitet kann man an der Abschlussprüfung teilnehmen. Hat man diese bestanden erhält man eine Einladung für weiterführende Seminare im Vogelkunde-Bereich.

Stockente am Bad Zwischenahner Meer (September 2021)
Kleiber in Hartegasse (November 2021)

Buch: Josef Settele „Die Triple Krise“

Im ersten Kapitel beschreibt Josef Settele ein Schreckenszenario – den Worstcase – Bäume werden nicht mehr bestäubt, Fleisch wird im Labor gezüchtet, der Wald darf nicht betreten werden, weil man sich Viren einfangen könnte oder von einem vom Borkenkäfer zernagten Ast erschlagen werden könnte. Dieser würde aber so nicht Realität werden. Aber von einem „Puh, Glück gehabt“ kann dann keineswegs gesprochen werden, denn auf den nun folgenden 300 Seiten, schildert der Autor wie düster es für die Natur aussieht.

Josef Settele „Die Triple Krise“

Wir stehen aus Sicht des Buches in einer dreifachen Krise, einer Triple Krise aus 1) Pandemien 2) Klimawandel und 3) Artensterben (in der Reihenfolge wird die Triple Krise derzeit behandelt).

Allerdings kann das Thema Pandemien in diesem Buch nur angerissen werden. Pandemien werden in den Zusammenhang mit der Zerstörung der Umwelt gebracht und „je mehr der Mensch in bis dahin unberührte Natur vordingt und sie ausbeutet, desto mehr kommt er mit Viren in Kontakt, denen er zuvor nie begegnet ist.“ (S. 87) Infektionskrankheiten, die vom Tier auf den Mensch übertragen werden, sog. Zoonosen, wie BSE (Rinderwahn), H5N1 (Vogelgrippe), SARS (severe acute respiratory syndrome coronavirus type/Schweres Akutes Respiratorisches Syndrom) oder SARS-CoV-2 (severe acute respiratory syndrome coronavirus type 2, Krankheit: Covid19, coronavirus disease 2019) sind zunehmend eine Gefahr, die den Menschen schaden können.

Der Klimawandel, den wir Menschen durch die Industralisierung seit dem 19. Jahrhundert ausgelöst haben, bedeutet ein immer schnelleres Aufheizen der Atmosphäre. Die Folgen, also steigende Temperaturen, Anstieg der Meeresspiegel, Auftauen des Permafrost, Dürren und Extremwetter (In Europa erlebten wir gerade Dürrejahre von 2018 bis 2020 sowie Stark- bzw. Dauerregen-Ereignisse wie Mitte Juli 2021) sowie Einfluss auf das Artensterben, sind allseits bekannt. Oft sind es nur Details die uns den Teufelskreis dieser Krise vor Augen führt.

Löwenzahn mit Hummel am Wegesrand bei Lindlar-Oberbüschem (Mai 2021)

Wenn wir von Bestäubern reden, dann denken wir zunächst an die Honigbienen und vergessen Wildbienen wie die Hummeln. Hummeln vertragen die zunehmenden Hitze nicht und „verlieren somit ihre Lebensräume“ (S. 195) Aber als Bestäuber sind die Hummeln genauso wichtig wie die domestizierten Honigbienen. Hummeln können Blüten bedienen, auf den Bienen nicht landen können oder ihr Rüssel zu kurz ist oder sie wegen kühler Witterung in ihrem Stock bleiben (S. 160).

Drittes großes Thema ist der Artenschwund bzw. härter ausgedrückt das Artensterben. Von den geschätz 7 Millionen Tierarten sind wohl 5 bis 6 Millionen Insekten. Die Insekten werden von uns Menschen aber zumeist als Plagegeister (oder Schädlinge) betrachtet. Wer mag schon gerne Wespen, Wanzen, Kakerlaken, Fliegen oder Mücken? Settele schreibt: „Die Beliebtheit von Insekten, man muss es sagen, ist beim Normalbürger überschaubar.“ (S. 115) und „die Nachricht, alle Mücken seien Ausgestorben, würde dagegen von vielen Leuten bejubelt.“ (S. 131) Ängste (z.B. vor Stichen, Akarophobie) und die Andersartigkeit seinen die Ursachen. Auf der anderen Seite sind aber Schmetterlinge, Marienkäfer oder Hummeln gerngesehene Gäste im Garten (natürlich auch die Bienen, auch wenn sie nicht jeder gleich von „nervigen“ Wespen oder Mistbienen unterscheiden kann). Sie werden in Ruhe gelassen, wohingegen anderen „mit einem schnellen Handstreich“ der Garaus gemacht wird (S. 124)

Laut Settele fehlt es hierzulande an sich selbst überlassenen Ackerbrachen, Blühflächen aus heimischen Saatgut sowie an Pufferflächen, um die Artenvielfalt zu verbessern (S. 243). Weniger Lichtverschmutzung, d.h. künstliches Licht, das Insekten und Vögel in der Nacht in die Irre führt, am besten sogar ein dunkler Himmel in der Nacht, wäre auch ein Vorteil für die Arten.

Ein Buch, das das Wort „Krise“ in Großbuchstaben auf der Titelseite stehen hat, kann wohl kaum ein fröhliches Buch sein. Einzig der orangefarbene Schmetterling hat etwas aufmunterndes an sich (wenn er nicht gerade versucht aus dem Bild zu fliehen). Beim Zuklappen des Buch kann man nur sagen: Die Situation ist ernst.

Prof. Dr. Josef Settele arbeitet am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und ist Professor für Ökologie an der Universität Halle-Wittenberg.

Flechten in den Sünger Bergen

[2] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[1] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[3] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[4] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[5] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[6] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[7] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[8] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)
[9] Flechten zwischen Hartegasse und Hönighausen (Anfang August 2017)

Flora der Sünger Berge (Herbst/Winter 2021/2022)

Flora, die Pflanzenwelt der Sünger Berge

Ahornblatt bei Kapellensüng (Anfang Oktober 2021)
Blätter bei Hartegasse (Anfang Oktober 2021)
Blätter bei Hartegasse (Mitte Oktober 2021)
Oberhalb von Hartegasse im Sülztal (Mitte Oktober 2021)
Springkraut oberhalb von Hartegasse im Sülztal (Mitte Oktober 2021)
[621] Gefärbtze Blätter bei Bonnersüng (Ende Oktober 2021)
[622] Gefärbtze Blätter bei Bonnersüng (Ende Oktober 2021)
[623] Gefärbtze Blätter bei Bonnersüng (Ende Oktober 2021)
Eichenblatt gesammelt bei Bonnersüng am Stelberg (Anfang November 2021)
Eichenblatt gesammelt bei Bonnersüng am Stelberg (Anfang November 2021)
Eichenblatt gesammelt bei Bonnersüng am Stelberg (Anfang November 2021)
Eichenblatt gesammelt bei Bonnersüng am Stelberg (Anfang November 2021)
Eichenblatt gesammelt bei Bonnersüng am Stelberg (Anfang November 2021)
Eichenblatt gesammelt bei Bonnersüng am Stelberg (Anfang November 2021)

Mehr Eichenblätter hier.

Stechpalme (Ilex) auf dem Stelberg (Mitte November 2021)
Beeren bei Unterbüschem (Ende November 2021)
Beeren bei Unterbüschem (Ende November 2021)
Schneeglöckchen in Hartegasse (Anfang Februar2022)
Schneeglöckchen in Hartegasse (Anfang Februar2022)
Schneeglöckchen in Hartegasse (Anfang Februar2022)
Schneeglöckchen in Hartegasse (Anfang Februar2022)
Schneeglöckchen in Hartegasse (Anfang Februar2022)
Schneeglöckchen in Hartegasse (Anfang Februar2022)
Krokusse in Kapellensüng (Ende Februar 2022)
Krokusse in Kapellensüng (Ende Februar 2022)
Krokusse in Kapellensüng (Ende Februar 2022)
Krokusse nicht in Kapellensüng, sondern bei Eichholz (Wipperfürth) (Ende Februar 2022)
Krokusse in Hartegasse (Anfang März 2022)
Krokus in Hartegasse (Anfang März 2022)
Krokus in Hartegasse (Anfang März 2022)
Krokus in Hartegasse (Anfang März 2022)
Schneeglöckchen in Schlüsselberg (Anfang März 2022)
Schneeglöckchen in Schlüsselberg (Anfang März 2022)
Schneeglöckchen in Schlüsselberg (Anfang März 2022)
Krokusse am alten Steinbruch oberhalb von Hartegasse (Anfang März 2022)
Efeu bei Bonnersüng (Anfang März 2022)
Schneeglöckchen am Löhberg (Mitte März 2022)
Schneeglöckchen am Löhberg (Mitte März 2022)
Schneeglöckchen am Löhberg (Mitte März 2022)
Schneeglöckchen am Löhberg (Mitte März 2022)
Schneeglöckchen am Löhberg (Mitte März 2022)
… im Peffeköver Holz (Mitte März 2022)
… im Peffeköver Holz (Mitte März 2022)
Lungenkraut im Peffeköver Holz (Mitte März 2022)
Lungenkraut im Peffeköver Holz (Mitte März 2022)