Archiv für den Monat: Juli 2022

Edersee

Blick vom Edersee hoch zum Schloss Waldeck.
Blick vom Weg zum Schloß Waldeck auf den Edersee mit der Halbinsel an den Hopfenbergen
Blick von Schloss Waldeck auf den Edersee (nach Westen)
Strand und Segelhafen am Edersee
Halbinsel an den Hopfenbergen die bei Niedrigwasser sogar zu Fuß erreichbar ist.
Hammerspitze und Halbinsel an den Hopfenbergen, die bei Niedrigwasser sogar zu Fuß erreichbar ist. An diesem Tag war es noch nicht ganz so weit. Man hätte wohl noch ein paar Meter schwimmen müssen.

Der Landschaftsmaler Willi Tillmans in Kleinern

Bild von Willi Tillmans am Eingang des kleinen Museums in Bad Wildungen-Reinhardshausen.
Skizze von mir: Kleinern an der Straßenecke Weinbergstraße und An der Kirche (Wasserfarben nach Foto vom Juli 2022)
Kleinern mit Dorfkirche (Ende Juli 2022).
Kleinern mit Dorfkirche (Ende Juli 2022).
Kleinern mit Dorfkirche (Ende Juli 2022).
Kleinern mit Dorfkirche (Ende Juli 2022).
Kleinern mit Dorfkirche (Ende Juli 2022).
Dorfkirche in Kleinern (Ende Juli 2022). (Ende Juli 2022).

Links

http://www.kleinern.de/atelier-tillmans.html
Zum Haus, wo ehemals das Atelier von Willi Tillmans war, in der Elmsbergstraße führt von der Wesetalstraße der Willi-Tillmans-Weg hinauf.

Hutewald Halloh

Neben dem „Halloh“ gibt es in der Umgebung noch die ehemaligen Hutewälder „Paradies“ (zwischen Albertshausen und Gellershausen), „Kesting“ (unweit des Wanderparkplatz Immelberg bei Albertshausen; nach Helmut Kesting, einem ehemaligen Forstamtmann) und „Ebachsköppel“ (bei Edertal-Gellershausen).

Carl Adam Heinrich von Bose schrieb 1799 in seinem Buch „Uebersicht der praktischen Holzbehandlung“ Kapitel mit den Titeln: „Von der schädlichen Hutung des Rindviehs ins Holz“ und „Von dem aus der Hutung der Schaafe dem Holze erwachsenden Schaden, und dem Mittel ihm abzuhelfen“. Er nennt dort den Schaden für das Holz und das Vieh selber. „Ich gebe also hier den wohlmeynenden Rath, alle Hölzer gänzlich mit der Hutung des Rindviehs zu verschonen, wodurch man der Verheerung desselben merklich vorbeugen, einen weit bessern Wachstum seines Holzes verspüren, und dem … Nachtheil der Holzhutung für das Vieh selbst ausweichen wird.“ (Bose, S. 84)

In seinem Artikel „Mensch und Wald“ schrieb Richard Plochmann von der Uni München: „Wer schon einmal als Wildfutter Eicheln oder Bucheckern gesammelt hat, weiß, welche gewaltigen Mengen in einem guten Frucht- oder Mast am Boden liegen. Ohne Säen und Mühenfällt dann viel mehr aus den Baumkronen, als der sauer bewirtschaftete Acker damals abwarf. Solche Mast war ein Segen […]. Gut war im Jahr, ob damit zahlreiche Schweine gemästet werden konnten, viel Fleisch, Schinken, Speck und Fett zu erwarten waren […] Nicht nach seinem Holzvorrat, wie heute, wurde der Wald bewertet, sondern nach der Zahl der Schweine, die in ihn eingetrieben werden konnten.“ (Plochmann in: „Rettet den Wald, 1979, S. 163/164)

Bettina Borgemeister schreibt in ihrer Arbeit „Die Stadt und ihr Wald (2005) über die Auswirkungen des Viehtrieb in den Wald:

„Langzeitschäden kaum bekannten Ausmaßes sollte die Weidenutzung der oberen Hanglagen des Hainbergs nach sich ziehen. Denn durch die extensive Beweidung mit Kühen, Ziegen und vor allem mit den großen städtischen Schafherden wichen die Holzbestände dort im Laufe der Zeit den bis zu den großen Aufforstungen im 19. Jahrhundert noch charakteristischen Dreisch- oder Trockenrasenflächen, deren Aussehen man sich heute, da allenfalls noch Flurnamen wie Molkengrund, Tift(-weg), Ziegenhagen und Schäferbrunnen Zeugnis von der ehemaligen Weidenutzung des Hainbergs ablegen, nur mit Mühe vorstellen kann.“ (Borgemeister, S. 42)

Bettina Borgemeister beschreibt nach Heinz Ellenberg („Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen“, S. 27ff.) wie „die vom Vieh ausgelöste Sukzession idealtypisch“ verläuft: „Der geschlossene Wald mit gesundem Baumbestand, voller Holzproduktion und geringer Futterproduktion verwandelt sich durch den Vieheintrieb zunächst in einen lichten Wald mit wenig verändertem Bodenzustand, aber bereits sinkender Holz- und steigender Futterproduktion. Bei unvermindertem Eintrieb folgt als nächste Stufe die Räumende. In diesem Stadium läßt die Bodenfruchtbarkeit bereits nach, die Holzproduktion ist minimal, die Futterproduktion aber qualitativ verbessert. Über die Stufe der Hutung (die Holzproduktion ist erloschen, die Futterproduktion sinkt) wird schließlich das Stadium verarmter Trittweiden oder Heiden erreicht. Der Bodenzustand ist in dieser Phase schlecht, und auch die Futterproduktion reicht für das Großvieh nicht mehr aus. Bei unvermindertem Viehtrieb folgt die letzte Stufe der Sukzession das nicht mehr nutzbare Ödland.“ (Borgemeister, S. 122)

Bad Wildungen: Kurpark Reinhardshausen Teil 3

Bei der ersten Tour im April hatte es geschneit.

Kurpark in Reinhardshausen Anfang April 2022.

Bei der zweiten Tour im Mai war es schon sommerlich.

Kurpark in Reinhardshausen Mitte Mai 2022.

Jetzt bei der dritten Tour war es hochsommerlich.

Kurpark in Reinhardshausen Ende Juli 2022.
Getreidefeld in Reinhardshausen mit dem Homberg im Hintergrung.
Ente im Kurpark.
Ente mit Kücken im Kurpark.
Ente mit Kücken im Kurpark.
Ente mit Kücken im Kurpark.
Ente mit Kücken im Kurpark.
Enten im Kurpark.
Enten im Kurpark.
Ente im Kurpark.
Ente im Kurpark.
Hummel im Kurpark.
Hummel im Kurpark.
Schmetterling im Kurpark.
Schmetterling im Kurpark.
Schmetterling im Kurpark.
Schmetterling im Kurpark.
Schmetterling im Kurpark.
Schmetterling im Kurpark.
Schmetterling im Kurpark.
Schmetterling im Kurpark.
Schmetterling Tagpfauenauge im Kurpark.
Könnte dies ein Kormoran sein?
Könnte dies ein Kormoran sein?

Drucktechnik: Hochdruck – Tiegel

Tiegeldruckpressen zählen zu den klassischen Druckmethoden. Das Prinzip „Flach gegen Flach“, also eine flache Druckform drückt auf ein flaches Gegenstück, auf dem das Papier liegt, ist die ursprünglichste Druckmethode überhaupt.

Die erste Abbildung zeigt verschiedene Druckmethoden:

  • Tiegeldruckpressen (Druckform flach, gegen flachen Gegendruck, Papierbögen)
  • Zylinderflachformpressen (Druckform flach, gegen runden Gegendruck, Papierbögen)
  • Bogenrotationspressen (Druckform rund, gegen runden Gegendruck, Papierbögen)
  • Rollenrotationspressen (Druckform rund, gegen runden Gegendruck, Papierrolle)
Verschiedene Konstruktionstypen von im Hochdruck üblichen Druckmaschinen.

Hier geht es nun um die Tiegelpressen.

Tiegeldruckpresse „Monopol“, im sogenannten Gully-Prinzip. Bild von 1900 aus Typografische Jahrbücher.

In den Druckereien standen bis weit in den 1980er Jahren sogenannte Original Heidelberger Tiegel, kurz OHTs. Heute sind diese Tiegeldruckautomaten immer noch begehrt, da sie in „Letterpress“-Shops eingesetzt werden (ein Beispiel https://www.bleisatz.ch/letterpress).

1983, dem Jahr als ich meine Ausbildung zum Drucker begann, konnte ich ein paar Monate an einem OHT arbeiten. Damals ahnte ich nicht, dass ich diese Maschine später in Museen wiedersehen würde.

Heidelberger Tiegel im sogenannten Boston-Prinzip im Berliner Technikmuseum.
Original Heidelberger Tiegel (OHT) im Deutschen Museum. Links Günter Sahler, rechts im Hintergrund zwei Kollegen. (siehe auch hier)
Funktionszeichnung des OHTs

Die Farbe wird in den Farbkasten gefüllt. Der Farbkasten ist ein Vorratsbehälter, den der Drucker im Auge behalten muss. Ist er leer, gelangt keine Farbe mehr auf die Druckform, der Ausdruck wird blass. Der Farbheber überträgt vom Duktor, der sich im Farbkasten dreht, die Druckfarbe auf die weiteren Walzen des Farbwerks, bis hin zu den Farbauftragswalzen, die die Druckform einfärben. Die Farbmenge wird am Farbkasten über die Zonenschrauben dosiert. Kommt zuwenig Farbe auf der Druckform an, bleibt das Druckbild blass. Bei zuviel Farbe kann das Druckbild vermatschen und es besteht die Gefahr, das der Druck ablegt, d.h. die übermäßige Farbe klebt auf der Rückseite des nächsten Papiers. Dies muss also korrekt eingestellt werden. Dem Ablegen kann etwas entgegen gewirkt werden, in dem auf jedes Blatt ein wenig Puder gesprüht wird. Dazu gibt es den Puderapparat, der dies automatisch macht. Allerdings ist dies eine große Sauerei, denn die ganze Druckmaschine wird dadurch schneeweiß und bei zuviel Puder merkt man dies auch bei den fertigen Drucken – das Puder liegt störend auf den fertigen Drucken.

Allgemeine Bestandteile eines Farbwerks. In der Funktionszeichnung des OHTs finden sich diese Bestandteile auch wieder (in Rot gezeichnete Walzen und Zylinder)

Die druckenden Bestandteile der Druckform sind einzelne Buchstaben aus dem Handsatz, ganze Zeilen aus dem Maschinensatz, sogenannte Klischees (z.B. Bilder) oder Druckformen aus Fotopolymerplatten (Nyloprints). Die Zeilenzwischenräume werden mit sogenannten Regletten erzeugt, die wie die Einzelbuchstaben und die Zeilen aus Blei sind. Der Schriftsetzer bindet um den Satz (die Druckform) eine Kordel. Transportiert wird der Satz mit einem sog. Schiff. Dazu muss der Satz vom Arbeitsplatz des Setzers auf das Schiff geschoben werden. Ist die Kordel nicht stramm genug oder man stellt sich ungeschickt an, kann es sein, dass Teile der Druckform oder die ganze Druckform zu Boden fallen. Ein Disaster.

Handsetzerei in den 1930er Jahren (eigene Fotosammluig) .

Für den Druck wird der Satz im Schließrahmen befestigt. Das macht der Drucker an der Druckmaschine. Die Position des Satz bestimmt, wo auf dem Papier gedruckt wird. In der folgenden Abbildung sieht man den Satz am rechten Rand, dadurch kommt das Druckbild auf den oberen Teil einer A4-Seite. Da der Satz kleiner ist als der Schließrahmen, wird der restliche Zwischenraum mit Stegen und den Schließzeugen ausgefüllt. An den Schließzeugen sind Backen, die man mit einem Schlüssel herausdrehen kann, sodass auch die letzte Lücke im Schließrahmen gefüllt wird. Dies alles muss 100% fest sein, damit kein Bestandteil der Druckform beim Transport in die Druckmaschine und beim Druckprozess (Fortdruck) heraus fallen kann. Dies käme dem obigen Disaster gleich.

Schließrahmen des OHT mit dem Satz, Regletten, Stegen und Schließzeugen.

Ist der Schließrahmen geschlossen, wird er in die Druckmaschine eingehangen. Nun wird die Maschine und die Druckform für den Fortdruck vorbereitet.

Der Papierfluss bei einem Tiegel geht von Links in der Anlage, wo das Papier vorgestapelt ist, über die Druckform in der Mitte, hin zur Ablage auf der rechten Seite der Druckmaschine. Zunächst wird das Papier von Düsen angesagt, ein Greifer (Karl Gilkes Propellergreifer) nimmt sich ein Blatt und zieht es auf die Druckform. Nun klappt der Tiegel zu und drückt die Farbe mit Kraft auf das Papier. Der Tiegel öffnet sich wieder und der Greifer transportiert das Papier zur Ablage. Dort lässt der Greifer den Papierbogen los und der Puderapparat sprüht etwas Puder aufs Papier.

Dieser ganze Prozess läuft vollautomatisch, sodass der Drucker eigentlich woanders hingehen kann. Tut er aber nicht. Er überwacht nun den Fortdruck: Überprüft, ob keine Doppelten gezogen werden (zwei oder mehr Papierbögen wurden beim Druckvorgang statt nur einem Bogen transportiert. Das erste dieser Blätter hat einen viel zu starken Druck, die anderen Blätter sind ohne Farbe, also Makulatur. Makkus sind schlecht, da nun ein Teil der Auflage fehlt. Ist die Auflage beispielsweise 50 Stück, dann hat der Drucker vielleicht 10 Papierbogen mehr zum Einrichten der Maschine. Werden ständig Doppelte gezogen, dann kann es sein, dass man nicht mehr auf die 50 Stück kommt und der Drucker Papierbögen nachbestellen muss) und ob die Farbführung konstant bleibt. Dies sind ständige Regel- und Steuerprozesse. Der Drucker muss vielleicht Einstellungen am Farbkasten korrigieren oder bei einer großen Auflage Papier nachfüllen und die fertigen Drucke aus der Auslage nehmen.

Wie gesagt verläuft der Prozess von Links nach Rechts. Dabei kann bei einem Druckgang nur eine Farbe aufgedruckt werden. Für eine zweite Farbe müssen Druckform und Druckmaschine umgerüstet werden. Das Farbwerk der Maschine muss gereinigt werden. Die zweite Druckform wird vorbereitet. Die zweite Farbe wird angemischt und in den Farbkasten gefüllt. Die Auflage wird nach einer Trockenzeit der Druckfarbe wieder in die Maschine gestapelt und der ganze Prozess beginnt von Vorne.

Eine Zwei- oder Mehrfarbenmaschine ist bei diesem Prinzip nicht möglich. Dennoch zeichnete ich 1984 einen Tiegel als Zweifarbenmaschine.

Tiegel als Zweifarbenmaschine (Zeichnung Sahler 1984)

Zur DRUPA (Druck und Papier) Messe 1986 in Düsseldorf zeichnete ich eine moderne Zweifarbenmaschine mit einem CPC-Computer, der von einem Ingenieur mit weißem Kittel bedient wurde. Das Zweifarbenprinzip wurde möglich, weil der Drucker nach dem ersten Druckvorgang, den Papierbogen an einen Kollegen gab, der in direkt in die Anlage für den Druck der zweiten Farbe gab.

Tiegel als Zweifarbenmaschine mit CPC2 zur DRUPA 1986 (Zeichnung Sahler 1986)

Buch: Der Quastenflosser (Weinberg)

„Der Quastenflosser“ von Samantha Weinberg erschien 1999 und 2001 als Taschenbuch. Die Originalausgabe trägt den Titel „Coelacanth. A fish caught in Time“.

Buch: Samantha Weinberg „Der Quastenflosser“

Von einem Fischer bekam Marjorie Courtenay-Latimer, eine Museumsangestellte in East London/Südakrika. Nach einem Fang kam dieser Fischer zu ihr und sie suchte in den Fischen nach besonderen Exemplaren. „Und dann bemerkte ich zwischen all diesen Tieren eine blaue Flosse, die aus dem Haufen hervorstach. … [Der Fisch] war anderthalb Meter lang, in der Färbung Blau mit weißen Flecken, und seine seltsam geformten Schuppen strahlten in einem bezaubernden, silbrig schimmernden Blaugrün“, erinnerte sich Courtenay-Latimer (Weinberg, S. 12) Si einen solchen Fisch noch nie gesehen und schrieb zur Bestimmung den Amateur-Ichthyologen Dr. James Leonard Brierley Smith an. Auf die Antwort musste sie einige Tage warten, denn es war Weihnachten. Weihnachten 1938.

J.L.B. Smith dachte als er die Beschreibung las und die beiliegende Skizze betrachtete an einen Fisch, der als ausgestorben galt, und nicht erst seit kurzer Zeit, sondern seit siebzig Millionen Jahren. „Je mehr Fachliteratur er las, desto überzeugter war er, daß es sich bei dem Fisch um einen Coelacanthis handelte, also einen urzeitlichen, vierhundert Millionen Jahre alten Fisch.“ (Weinberg, S. 32) Er schrieb Marjorie Courtenay-Latimer: „Ihr Fisch weist die allgemeinen äußeren Merkmale eines Quastenflossers auf, der in der Frühzeit im nördlichen Europa und in Amerika verbreitet war.“ (Weinberg, S. 35)

„Im Jahr 1839 hatte der Schweizer Wissenschaftler Louis Agassiz das Fossil eines ungewöhnlichen Fischschwanzes beschrieben, das bei Straßenbauarbeiten in Durham im Norden Englands in Mergelschichten aus dem Perm gefunden worden war. Er stellte fest, daß die Flossenstrahlen des Schwanzes hohl waren, und gab dem Fisch deshalb den Gattungsnamen Coelacanthus (griechisch für Hohlraum) granulatus (wegen des Höckermusters auf den Schuppen).“ (Weinberg, S. 35)

Ausflug ins Peffeköverholz zu den Kratzdistelkäfern

Gestern hat es reichlich geregnet. Heute gab es auch einige Schauern. Selbst als ich am Abend los ging regnete es ab und an noch. Auf den Forstwegen lief noch reichlich Wasser hinab.

Über Schlüsselberg ging ich Richtung Peffeköver Holz (auch Peffekover Holz genannt, aber eher nicht so oft). Dieses große Waldgebiet steht namentlich im Zusammenhang mit dem Ort Peffekoven im benachbarten Floßbachtal. Dort gab es mal einen Kameralhof im Mittelalter. Nähere Zusammenhänge kenne ich nicht. Auch weiß ich nicht, wo das Peffeköver Holz anfängt und aufhört.

In einem Sackgassenweg konnte ich hinab nach Untersteinbach schauen. Als ich im letzten Jahr durch Untersteinbach kam, sah ich, dass dort über dem Ort, wie an so vielen Stellen, alle Fichten abgeholzt worden sind. Nun stand ich an dieser Stelle und konnte hinab nach Untersteinbach, den alten Steinbruch im Fichtenwald bis ins Sülztal auf der einen und nach Mittelsteinbach auf der anderen Seite sehen.

Blick in Richtung Mittelsteinbach.
Blick in Richtung Untersteinbach.

Wenig später kam ich auf eine Lichtung mit schönen großen Laubbäumen. Von hier konnte man hinüber zu den Hügeln von Schlüsselberg sehen. In der Wiesen sprangen zahlreiche Heuschrecken herum.

Lichtung mit Laubbäumen.
Lichtung mit Laubbäumen.
Heuschrecke in der Wiese.

Nicht weit davon entfernt sah ich einen Schädel eines Tieres, vielleicht von einem Fuchs. Ich machte auch hiervon ein paar Fotos für eine Zeichnung auf farbigem Papier. Die Zeichnung werde ich sobald sie fertig ist nachreichen.

Schädel eines Fuchs oder einem sonstigen Vertreter aus der Familie der Hunde (Canidae). Vier Bilder des Schädels.

Ich zeichnete den Schädel mit Buntstiften auf farbigem Papier und schaute mir ein paar Webseiten zu Schädeln und Gebissen von Füchsen und Hunden an. Dementsprechend konnte ich meine Zeichnungen beschriften. Ich könnte mir denken, dass die Knochen zu einem Fuchs gehören.

Schädel eines Fuchs oder einem sonstigen Vertreter aus der Familie der Hunde (Canidae). Hier in der Seitenansicht.
Schädel eines Fuchs oder einem sonstigen Vertreter aus der Familie der Hunde (Canidae).Hier in der Ansicht von Unten.

Von hier ging ich über einen Weg, der auf meiner Lindlarer Wanderkarte von 1999 doppelt gestrichelt eingezeichnet ist – also ein Weg der eher schmal und schlecht ausgebaut ist (also ein schöner Weg). Der Anfang war gut, es ging durch einen schönen Laubwald. Dann, ab einer umgekippten Sturmeiche, wurde der Weg etwas wilder. Vom Regen des Tages lag das Gras darnieder („lag darnieder“ klingt etwas altbacken. Es war vom Regen halt runter gedrückt). Der Weg war nicht mehr zu erkennen, so ging ich quer über die Rodungsfläche, immer den „Weg“ links von mir im Blick. Endlich wieder auf dem Weg, war ich dann bei Ommerborn auf dem L-Weg angekommen, also dem Wanderweg, der um Lindlar herumführt. Den wollte ich zurück nehmen nach Hartegasse.

Das L-Weg-Zeichen.

Hier auf dem L-Weg lagen zahlreiche Schottersteine mit Lindlarer Seelilien-Fossilien. Schotterfossilien.

Schotterfossilien auf dem L-Weg bei Ommerborn.
Schotterfossilien auf dem L-Weg bei Ommerborn.

Der L-Weg ist hier vor ein paar Monaten neu geschottert worden, sodass ich nun trotz der allgemeinen Nässe gut voran kam.

Einige Kilometer weiter sah ich beim Blick auf Disteln am Wegesrand mehrere Käfer. Ich denke es sind Kratzdistelkäfer. Die Beulen die sie haben sind Regentropfen. Diese Käfer gehören zu den Rüsselkäfern.

Kratzdistelkäfer im Peffeköverholz.
Kratzdistelkäfer im Peffeköverholz.
Kratzdistelkäfer im Peffeköverholz.

Am Wegesrand sah ich einige große Distelsträucher mit schön aussehenden Blüten und riesigen Blättern.

Der heißeste Tag des Jahres

Der Tag war als der heißeste Tag des Jahres 2022 angekündigt wurden. Daher ging ich schon möglichst früh los. Um 6.30 Uhr war es noch angenehm frisch. Im Laufe des Tages sollte das Thermometer tatsächlich auf 36 Grad klettern.

Noch stand die Sonne recht niedrig, sodass die Wiesen schön von der Seite angestrahlt wurde. Mein Weg führte von Hartegasse hinauf nach Hönighausen und wieder hinab in Sülztal.

Blick in Richtung Stelberg und Kremberg um 6.40 Uhr
Blick in Richtung Hammen um 6.45 Uhr

Unterwegs verfolgten sich schon einige Bremsen, die ich kaum los wurde. Nur ein paar schnelle Sprints (gut, dass mich niemand gesehen hat. Wenn doch: Ich rannte vor dem Bremsen weg).

Schmetterlinge sah ich nur zwei, aber die waren bereits verstorben.

Landkärtchen, Sommergeneration (Araschnia levana) auf einem Fußweg in Hartegasse
Waldbrettspiel ?
Waldbrettspiel ?

Am Rhein, also beispielsweise in Köln, wurden es so um die 40 Grad. Für Morgen sind dann Gewitter angesagt.