Archiv der Kategorie: Sünger Berge

Steine bei Stelberg

Wegen der Rodungsarbeiten am nordöstlichen Hang des Stelbergs zwischen Roderwiese und Oberfeld wurde ein einfacher Fahrweg für die Maschinen angelegt. Hierdurch entstand ein Aufschluß in die oberen Bodenschichten. Ein Aufschluß zeigt einen Anschnitt des geologischen Untergrunds. Solche Aufschlüsse können ganz natürlich entstehen, z.B. sieht man sie an Steilküsten oder durch Eingriffe in die Natur beim Straßenbau (oder wie hier beim Wegebau) oder in Steinbrüchen und Baugruben.

Blick vom Hang des östlichen Stelbergs Richtung Breun. Links der Nackenberg bei Roderwiese. Im Hintergrund der Vogelsberg (April 2021)
Blick vom Hang des östlichen Stelbergs Richtung Oberbüschem. Hier standen Fichten, die der Trockenheit (2017 – 2020) und dem Borkenkäfer zum Opfer fielen (April 2021)
Blick auf Hang des östlichen Stelbergs Richtung Oberfeld. Links der Nackenberg (2021)
[284] Der Stelberg von Oberbüschem aus gesehen. Der Aufschluß ist ganz links (Mai 2021)
Östlicher Hang des Stelbergs mit Strombauwerk an der Straße von Oberfeld nach Roderwiese (April 2021)
Für die Rodungsarbeiten musste an der östlichen Spitze des Stelbergs ein Fahrweg angelegt werden. Hier kamen Steine zum Vorschein (April 2021)
Obere Bodenschichten an der östlichen Spitze des Stelbergs (April 2021)
Obere Bodenschichten an der östlichen Spitze des Stelbergs (April 2021)
Obere Bodenschichten an der östlichen Spitze des Stelbergs (April 2021)
Obere Bodenschichten an der östlichen Spitze des Stelbergs (April 2021)
Obere Bodenschichten an der östlichen Spitze des Stelbergs (April 2021)
Trockene obere Bodenschicht an der östlichen Spitze des Stelbergs (April 2021)
Lemige, leicht feutche zweite Bodenschicht an der östlichen Spitze des Stelbergs (April 2021)
Steine an der östlichen Spitze des Stelbergs (April 2021)
Stein von der östlichen Spitze des Stelbergs. 6 cm breit, 4.7 cm hoch, 0,5 cm dick (April 2021)
Stein von der östlichen Spitze des Stelbergs. 6 cm breit, 4.7 cm hoch, 0,5 cm dick (April 2021)
Stein von der östlichen Spitze des Stelbergs. (April 2021)
Stein von der östlichen Spitze des Stelbergs. (April 2021)
Fichtenwurzel am Hang des östlichen Stelbergs Richtung Breun (April 2021)
Boden unter der Wurzel einer Fichte am östlichen Stelberg (2021)
Stein an der östlichen Spitze des Stelbergs (April 2021)

Die Breuner Talung zwischen Bonnersüng und Oberfeld

Bevor ich zum eigentlichen Thema dieses Beitrags komme, möchte ich zunächst zur Einführung einen Text plus Fotos von 2006 einfügen. Im Frühjahr 2006 machte ich eine Wanderung entlang der oberen Sülz.

Die obere Lindlarer Sülz von Siemerkusen bis Heibach.

Von Obersiemeringhausen nach Leiberg

Die Quelle der Lindlarer Sülz liegt auf einer Wiese bei Obersiemeringhausen (Gemeinde Marienheide). Von der Straße ist der Quellbereich, der dicht bei dem Bauerhof von Obersiemeringhausen liegt, nicht sichtbar. Erst wenn man die Straße hinab nach Siemerkusen geht, sieht man die Sülz zum ersten mal. Im Dorf kreuzt dann die Straße in Richtung Kempershöhe die Sülz, die hier quasi zum ersten mal in die Öffentlichkeit kommt. Das obere Bild zeigt die Sülz in Richtung Quelle. Das untere Bild zeigt die Sülz wie sie an Siemerkusen vorbei fließt.

Obersiemeringhausen (2006)
Obersiemeringhausen (2006)

Siemerkusen liegt in einer Senke. Es führen schmale Straßen hinauf in Richtung Marienheide, in Richtung Gimborn und nach Kempershöhe. Um in der Nähe der Sülz zu bleiben, ist der Weg von Siemerkusen nach Eiringhausen zu empfehlen. Der Weg führt zunächst noch etwas entlang der Sülz. Wenn man den Bogen durch Eiringhausen gegangen ist, begegnet man einem weiteren Bach, der von Kempershöhe kommt und unterhalb von Eiringhausen in die Sülz fließt, die hier zum ersten mal etwas breiter wird.

Auf dem oberen Bild sieht man die aus einem Rohr fließende Sülz. Wenig später fließt der Bach aus Kempershöhe in die Sülz. Das unter Bild zeigt die breiter geworderne Sülz auf dem Weg zu den Wochenendhäusern bei der Schnipperinger Mühle.

Auf beiden Seiten der Sülz sind nun Wanderweg. Im Prinzip ist es zunächst auch egal auf welcher Seite man bleibt, da im Bereich der Schnipperinger Mühle und kurz dahinter einfache Holzbrücken noch ein überqueren der Sülz ermöglichen.

Sülz auf dem Weg zu den Wochenendhäusern bei der Schnipperinger Mühle.

Wenig später erreicht man die Wochenendhäuser und die Schnipperinger Mühle, ein kleines Lokal, in dem nun in den ersten Frühlingstagen (laut Kalender, tatsächlich lag immer noch Restschnee und die Wege waren vereist und kaum begehbar) nichts los war. Wer nun auf der anderen Seite der Sülz steht, kann ein kleine Holzbrücke benutzen und gelangt so mitten durch die Siedlung der Wochenendhäuser zur Rückseite der Mühle. Einige 100 Meter weiter kommt eine etwas größere, baufällige Holzbrücke (Bild unten) und anschließend ein Steg, der über eine feuchte Wiese zur Mühle führt.

Bei der Schnipperinger Mühle (2006)

Will man weiter entlang der Sülz gehen, dann muß man auf dem Weg gegenüber der Mühle gehen. Dieser führt dann zur Ortschaft Leiberg, direkt an der Sülz entlang. In Leiberg fließt der von Oberholl kommende Holler Siepen in die Sülz.

Die obere Lindlarer Sülz von Siemerkusen bis Oberhabbach.

Genau genommen beginnt hier nun erst die Lindlarer Sülz. Denn bisher floßt die Sülz in Marienheide bzw. bildete etwa von der Schnipperinger Mühle, die auf dem Stadtgebiet von Wipperfürth liegt, bis Leiberg die Grenze zwischen Wipperfürth und Marienheide. Von Leiberg an ist die Sülz die Grenze zwischen Wipperfürth und Lindlar. Später fließt sie kurz durch Wipperfürther Gebiet und fließt bei Oberhabbach nach Lindlar.

Die Sülz zwischen Leiberg und Orbach

Bei Leiberg (2006)
Bei Leiberg (2006

Auf dem unteren Bild ist die Sülz nur links im Hintergrund zu sehen. Rechts sieht man den Bach der von Berrenberg kommt und hier nun in die Sülz fließt. Wenig später kommen der Wingenbacher Siefen hinzu, der zuvor durch kleine Bäche aus Fähnrichstüttem, Unterdierdorf bzw. Oberdierdorf (Dierdorfer Siefen) gespeist wurde. Die Sülz fließt nun vorbei an Frielingsdorf und durch Brochhagen. In Steinenbrücke fließt der Bach Breun in die Sülz.

Bei Orbach.

Die Breuner Talung zwischen Bonnersüng und Oberfeld

Verlauf der Lindlarer Sülz heute (2021)

Der Geologe und Lehrer Herbert Nicke erwähnte 1983 in seiner Doktorarbeit einen alten Verlauf des Sülzbachs. Unter der Überschrift „Die Breuner Talung als Beispiel vor – bzw . frühpleistozäner Talnetzveränderungen“ skizzierte Nicke den möglichen Verlauf (Pleistozän, ein Zeitabschnitt der Erdgeschichte, der vor 2,5 Millionen Jahren begann und vor rund 11.700 Jahren endete).

Nicke schrieb:

„Nun setzt sich allerdings von Hartegasse talaufwärts die oHT nicht nur im Sülztal fort, sondern auch in das Breuntal hinein, aber sie hat einen von diesem ganz und gar abweichenden Verlauf. In Form einer Talung , die mit dem heutigen Sülztal nur an zwei Stellen in Verbindung steht , zieht sie sich […] über Bonnersüng – Stelberg – Oberfeld und Breun bis nördlich vom Müllerhof. […] Bei dieser Talung muß es sich um einen alten Tallauf der oberen Sülz handeln, den diese zugunsten des Umweges über Frielingsdorf aufgegeben hat (vgl. FEY, 1974, 108). Zwischen der Breuner Talung und dem heutigen Sülztal ragt der Vogelberg (322 m NN) als markante Erhebung heraus, ähnlich wie ein Umlaufberg.“ (Nicke, H.: Reliefgenese des südlichen Bergischen Landes zwischen Wupper und Sieg, 1983, S. 109 – 111)

Dies ist die genannte Quelle FEY (Manfred Fey):

Fey, M.: Geomorphologische Untersuchungen im Bergischen Land (Rheinisches Schiefergebirge) Düsseldorfer Geogr. Arb. 1, Düsseldorf, 1974.

Die Lindlarer Sülz bei Bühlstahl. Im Hintergrund der Vogelsberg, dessen Fuß die Sülz möglicherweise in Urzeiten überwunden hat (2006).

Dies würde heißen, dass die Sülz von Bühlstahl aus nicht über Frielingsdorf und Brochhagen geflossen sei, sondern die Abkürzung über das heutige Breuntal genommen hätte. Des Weiteren hätte die Sülz nicht das Bett des heutigen Breunbachs benutzt, sondern wäre etwas nordwestlicher parallel zu den Sünger Bergen, vorbei an Stelberg in Richtung Bonnersüng und Hartegasse geflossen.

Herbert Nicke hielt diese Theorie auch in einer Zeichnung fest, die man auch gut mit heutigen topografischen Karten nachvollziehen kann. Geht man davon aus das die Sülz die Erhebung bei Bühlstahl überwunden hat, dann könnte sie einen 15 bis 20 Meter höheren Pegel gehabt haben und wäre so auch gut über die Erhebungen auf den Wiesen bei Stelberg gekommen. Zwischen Stelberg und Kremberg wäre dann ein breiter Fluss geflossen, der sich bei Bonnersüng und Hartegasse ins heutige Sülztal ergossen hätte.

Die Lindlarer Sülz bei Oberhabbach zwischen Bühlstahl und Frielingsdorf (2006).

Bei diesem hohen Pegel könnte die Sülz den Vogel(s)berg auf beiden Seiten umflossen haben und das Bett des heutigen Breunbachs mitbenutzt haben. Dann könnte man sich den Kremberg (239 m NN) als Sülzinsel vorstellen.

Spekulation: Die Sülz zu Urzeiten

In Hartegasse wären dann gleich mehrere Bäche aufeinander getroffen: Aus den Sünger Bergen der Sünger und der Büschemer Bach, die Sülz aus Breun kommend und der Scheelbach, der aus Richtung Brochhagen kam, denn Nicke schrieb auch: „Der heutige Sülztalabschnitt Frielingsdorf – Hartegasse ist demnach wohl vom Scheelbach in seiner Frühform angelegt worden. Die Sülz mag dann diesen vorgegebenen Abschnitt übernommen haben, nachdem der Scheelbach zur Leppe umgeleitet war.“ (Nicke, H.: Reliefgenese des südlichen Bergischen Landes zwischen Wupper und Sieg, 1983, S. 111) Diese Ecke in Hartegasse wird bei dem gedachten höheren Pegel ziemlich wasserreich gewesen sein.

Breunbach an der Landstraße L284 (2006). Im Hintergrund sieht man den Stelberg (mi.), und den Berg bei Roderwiese (re. über der Wiese). Die Sülz soll laut der Theorie nicht das Bett des heutigen Breunbachs benutzt haben, sondern auf der anderen Seite der Sülztalstraße, zwischen Kremberg und Sünger Bergen geflossen sein.
Weg am Stelberg zur Ortschaft Stelberg. Stelberg (li.), im Hintergrund der Vogelsberg im Breuntal (2021). Heute schwer vorstellbar, dass hier im rechten Bereich in Urzeiten evtl. die Sülz geflossen sein soll.
Blick auf die Wiesen beim Kremberg (unbewaldet in Bildmitte). Links im Hintergrund der Vogel(s)berg. Rechts das Sülztal in Richtung Brochhagen (2021)

Zur Entstehung der Sünger Berge

Alfred Wegners Plattentektonik „Die Entstehung der Kontinente und Ozeane“ (1915)

Alfred Wegener war einer derjenigen denen aufgefallen war, dass die Küstenlinien verschiedenen, weit entfernter Kontinente zusammenpassten, sodass er die Annahme formulierte, dass diese Landmasse einmal zusammengehört haben mussten. Alfred Wegeners Theorie, die er 1915 in „Die Entstehung der Kontinente und Ozeane“ veröffentlichte, besagte, „dass die scheinbar feste Oberfläche der Erde in Wahrheit aus großen Gesteinsplatten besteht, die sich gegeneinander verschieben. Ausgangspunkt für Wegeners große Idee war, dass verschiedene Landmassen, etwa Nord- und Südamerika, wenn man sie neben Afrika und Europa schob, zusammenzupassen schienen wie Puzzleteile. Wegener bemerkte auch Ähnlichkeiten in den Fossilfunden auf Kontinenten, die inzwischen durch Meere getrennt waren, als seien sie einmal eine durchgehende Landmasse gewesen.“ (Cleeg, B.: Bücher, die die Welt veränderten, S. 188/198) Es dauerte noch Jahrzehnte bis seine Theorie allgemein anerkannt wurde.

Vor Millionen von Jahren gab es auf der Erde nicht die heutigen Kontinente. Durch den Kontinentaldrift bildeten sich immer wieder neue Landmassen, denen die heutige Wissenschaft Namen gab. Etwa Gondwana im Süden oder später gab es einen Kontinent mit dem Namen Pangaea, der sich durch Zusammenschluß des Kontinents Laurussia (auch Euramerika oder Old-Red-Kontinent genannt) und Gondwana bildete. Um dies zu verdeutlichen müssen die Phasen der geologische Zeitskala der Erdgeschichte beachtet werden (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Geologische_Zeitskala). Da in der Wissenschaft nachträglich für diese ehemaligen Kontinente verschiedene Namen gegeben wurden, so wird mal von Laurussia, ein anderes mal von von Euramerika oder vom Old-Red-Kontinent gesprochen, und teilweise auch mit heutigen Namen von Kontinenten vermischt werden, so wird Gondwana auch mal für den Laien als Afrika bezeichnet, ist diese Sprache der Erdgeschichtler zunächst verwirrend. Klar ist mir geworden, dass ein Ort oder eine Region, beispielsweise das Bergische Land, in der der Erdurzeit auf einem ganz anderen Kontinet gewesen ist und möglicherweise ganz andere Regionen als Nachbar hatte. Des Weiteren kann es durch Gebirgsbildungen bzw. Abtragungen dieser Gebirge zu großen Veränderungen gekommen sein.

Die genaue Rekonstruktion der alten Kontinente stelle ich mir sehr schwer vor. Mit Hilfe des Paläomagnetismus konnten die früheren Positionen der Kontinente auf der Erde rekonstruiert und so Wegeners Theorie bewiesen werden. „Der remanente Magnetismus in Gesteinsmineralen erlaubt es, die lokale Richtung der erdmagnetischen Feldlinien zur Entstehungszeit des Gesteins zu rekonstruieren.“ (Ahnert, F.: Einführung in die Geomorphologie, 3. Aufl., 2003, S. 53) vgl. Don und Maureen Tarling „Continental Drift“.

Mit verschiedenen Quellen und den dort verwendeten Abbildungen habe ich geschaut, wo denn das Bergische Land im Laufe der Erdgeschichte gelegen hat.

Auf dem Kontinent >Avalonia<

Im Jahrbuch „Rheinisch-Bergischer-Kalender“ gibt es einige Artikel zur Erdgeschichte. Einige wurden von Hans Dieter Hilden, dem ehemaligen Direktor des Geologischen Dienstes NRW, verfasst. Als gebürtiger Bergisch Gladbacher und studierter Geologe und Paläontologe hatte er auch die Erdgeschichte des Bergischen Landes im Blick. Über die Lage der Region vor über 480 Millionen Jahren schrieb Hilden:

„Damals lag das Bergische Land im Nordwesten der afrikanischen Kontinentalplatte, nahe des Südpols. Vor 480 Millionen Jahren spaltete sich dann aber ein Mikrokontinent namens Avalonia — benannt nach der Insel der Seligen — und mit ihm das Bergische Land von Afrika ab und begann eine Wanderung nach Norden. […] Vor 430 Millionen Jahren hat Avalonia im Norden an andere Landmassen angedockt — ein riesiger Nordkontinent (Old-Red-Kontinent [Anm GS: = Laurussia]) entsteht, der von Nordamerika bis Sibirien reicht. Zwischen 390 und 360 Millionen Jahren, im Devon-Zeitalter, lag die Südküste des Nordkontinents im Bergischen Land.“ (Hilden, H. D.: Bergische Erdgeschichte im Zeitraffer, In: Rheinisch-Bergischer-Kalender 2004, S. 254/255)

Nordrhein-Westfalen vor 450 Millionen Jahren (Ordovizium) auf dem Kontinent Avalonia. Nach Geologischer Dienst NRW.

Hier sind kurz ein paar Phasen skizziert die Avalonia durchlief:

  • Avalonia löst sich von Gondwana.
  • Avalonia kollidierte mit Baltica.
  • Baltica/Avalonia kollidieren mit Laurentia und es entstand der Kontinent Laurussia (Old-Red-Kontinent).
    Dadurch kam es zur Kaledonische Gebirgsbildung (Rumpfgebirge Britische Inseln, skandinavischen Grundgebirge, die Appalachen, Ostküste Grönlands, die Bäreninsel, die Orkney- und Shetlandinseln und West-Spitzbergen).
  • Laurussia kollidierte mit Gondwana und so entstand der Kontinent Pangaea.
    Dies führte zur für Bergische Land bedeutenden Varistische Gebirgsbildung. Auf Pangaea gab es ein langes Kettengebirge: Dies erstreckte sich quer durch den damaligen Pangaea und wird Herzynisches System genannt.

Ost-Avalonia wurde der Untergrund des heutigen Mitteleuropas nördlich des variskischen Gebirges. Im Süden Deutschlands sind Teile des Kontinents Armorica, der sich nach Avalonia ebenfalls von Gondwana gelöst hatte. Lange trennte der Rhenohercynischer Ozean (ein Meeresbecken) Avalonia und Armorica von einander.

Nordrhein-Westfalen vor 400 Millionen Jahren (Devon) auf dem Kontinent Laurussia (Red-Old-Kontinent). Nach Geologischer Dienst NRW.

In einem Artikel über die Lindlarer Grauwacke und die Lindlarer Fossilien zum ältesten Wald der Welt schrieb Sven von Loga:

„Der Bereich des heutigen Bergischen Landes befand sich im frühen Mitteldevon in einem ausgedehnten Übergangsbereich zwischen Flachmeer und Küstenbereich am Südrand des Old-Red-Kontinents [Laurussia]. Ein großes Flussdelta mündete in den variszischen Ozean [Paläotethys]. […] Vom im Norden gelegenen Old-Red Kontinent wurden riesige Sedimentmassen in einen südlich davon gelegenen Flachmeerbereich verfrachtet. Dieses Gebiet glich einem heutigen Wattenmeer.“ (v. Loga, S.: Die Lindlarer Grauwacke. In: Fossilien — Erdgeschichte erleben, 5/2020, S.32/33)

Das Variszische Gebirge

Wie erwähnt kollidierten Laurussia mit Gondwana und es entstand der Kontinent Pangaea und zur Varistische Gebirgsbildung. Dies soll in diesem Abschnitt etwas näher betrachtet werden.

„An der Grenze Unter-/Oberkarbon begann vor etwa 325 Mill. Jahren eine neue Geschichte, die etwa 20 Ma währte. Damals wurde der Rheinische Trog auf etwa 50 – 60 % seiner ehemaligen Breite eingeengt. Das führte zur Faltung der vorher horizontal abgelagerten Schichten. Als Ursache gilt eine Kontinent/Kontinent-Kollision weiter im Süden. Der dortige Kontinent Gondwana näherte sich Laurussia, und beide wurden bis zum Perm zu dem Riesenkontinent Pangaea verschweißt.“ (v. Koenigswald/Simon (Hg.): GeoRallye – Spurensuche zur Erdgeschichte, 2007, S. 80)

Appalachen und Varisziden auf Pangäa (Unterkarbon, 356 MA) Nach: Walter 2013, S. 161, bzw. scotese.com
Nordrhein-Westfalen vor 310 Millionen Jahren (Karbon) auf dem Kontinent Pangäa. Nach Geologischer Dienst NRW.

„Bei der Kollision der Erdplatten werden die über 10 km dicken verfestigten Ablagerungen, die sich seit Jahrmillionen am Meeresboden gesammelt haben, über dem Meeresspiegel angehoben, gefaltet, zerschert, zerbrochen, gegeneinander verschoben und übereinander gestapelt. Vulkane brechen aus.“ (Hilden, H. D.: Bergische Erdgeschichte im Zeitraffer, In: Rheinisch-Bergischer-Kalender 2004, S. 256)

Die Spuren solcher Faltungen etc. sieht man heute, wenn man die Gesteinschichten in Steinbrüchen oder an sonstigen Aufschlüssen betrachtet.

„Während der Faltung und im Anschluss daran hob sich der neu geschaffene Gebirgskörper über den Meeresspiegel. Doch hat dieses Gebirge wohl nie alpine Ausmaße erreicht.“ (v. Koenigswald/Simon (Hg.): GeoRallye – Spurensuche zur Erdgeschichte, 2007,S. 81)

„Einige zehn Millionen Jahre später, in der Perm-Zeit, ist das Varistische Gebirge fast wieder eingeebnet. Im Bergischen Land breitet sich eine Wüste aus …“ (Hilden, H. D.: Bergische Erdgeschichte im Zeitraffer, In: Rheinisch-Bergischer-Kalender 2004, S. 256)

Erosion und Witterung haben das ursprünglich hohe Gebirge zu einem Rumpfgebirge abgetragen, sodass das Bergische Land nur noch aus den Rümpfen des Gebirges besteht.

Nordrhein-Westfalen vor 260 Millionen Jahren (Perm) auf dem Kontinent Pangäa. Nach Geologischer Dienst NRW.

„Die Vereinigung von Laurussia und Gondwana mit den anderen selbständigen Kontinenten bildet im Perm eine riesige, zusammenhängende Landmasse: Pangaea […] zusammengehalten von einer großen Gebirgsnaht, den Varisziden.“ (Goßmann, R./Jungheim, H. J.: Landpflanzen im Verlauf der Erdgeschichte, Teil 7: Das Perm. In: Fossilien, 5/2009, S. 308)

Kontinent „Pangaea […] zusammengehalten von einer großen Gebirgsnaht, den Varisziden. (Skizze nach Abbildung 1 in Goßmann, R./Jungheim, H. J.: Landpflanzen im Verlauf der Erdgeschichte, Teil 7: Das Perm. In: Fossilien, 5/2009, S. 308.) Variszischen Gebirge: Auf Pangaea gab es ein langes Kettengebirge: Dies erstreckte sich quer durch den damaligen Pangaea und wird Herzynisches System genannt.
Nordrhein-Westfalen vor 220 Millionen Jahren (Trias) auf dem Kontinent Pangäa. Nach Geologischer Dienst NRW.
Nordrhein-Westfalen vor 170 Millionen Jahren (Jura )vor dem Kontinent Laurasia. Nach Geologischer Dienst NRW.

„Im Mesozoikum und Tertiär wurde das variszische Strukturstockwerk Mittel- und Westeuropas durch Bruch- und Scherprozesse in ein im Einzelnen komplex gestaltetes Schollenmosaik zerlegt.“ (Walter, R.: Erdgeschichte, 2016, S. 31)

Mesozoikum = Trias, Jura, Kreide

Nordrhein-Westfalen vor 105 Millionen Jahren (Kreide) vor dem Kontinent Eurasien. Nach Geologischer Dienst NRW.
Nordrhein-Westfalen vor 35 Millionen Jahren (Tertiär) auf dem Kontinent Eurasien. Nach Geologischer Dienst NRW.
Nordrhein-Westfalen vor 250 000 Jahren (Quartär) auf dem Kontinent Eurasien. Nach Geologischer Dienst NRW.
Wurzel einer Eiche im felsigen Untergrund auf der Straße nach Stelberg (2021).
Wurzel einer Eiche im felsigen Untergrund auf der Straße nach Stelberg (2021).
Gestein am Sünger Berg.
Steine auf dem Grat-Pfad auf dem Sünger Berg schauen aus dem Waldboden heraus (April 2021).
Geröllstein vom Grat-Pfad auf dem Sünger Berg.
Geröllstein vom Grat-Pfad auf dem Sünger Berg.
Steine am Sünger Berg. Von einer umgefallenen Fichte aufgeworfen (April 2021)
Gestein an einer Wurzel einer umgestürzten Fichte auf dem Sünger Berg (April 2021)
Ost-Hang am Sünger Berg (April 2021)

Zusammenfassend und wiederholend noch dieser Abschnitt vom Bergisch Gladbacher Geologen und Paläontologe Ulrich Jux:

„Das Bergische Land gehört zum Rheinischen Schiefergebirge, das sich vor allem aus mächtigen sandigen und tonigen Gesteinsfolgen aufbaut, die im wesentlichen während der Devon-Periode des Erdaltertums abgelagert und in der Karbon-Periode als Faltengebirge [„Das Variszische Gebirge“] aus dem vorausgegangenen Meeresraum herausgepresst worden sind. […] Von der ursprünglichen Morphologie des Faltengebirges ist allerdings heute nur noch wenig zu erkennen; denn es ist seit seiner Entstehung vor 330 Millionen Jahren bis auf die Fundamente abgetragen und in ein „Rumpfgebirge“ umgestaltet worden.“ (Jux, U.: Kalksteine in der mitteldevonischen Schichtenfolge. In: Jacobi, G.: Als die Steinhauer in Lindlar ihre Zunft aufrichteten und den Marmor brachen“, 2007, S. 26)

Eiszeiten

Für die Landschaftsbildung hatten auch die Eiszeiten und die aus dem Norden sich vorschiebenden Gleitscher eine Auswirkung.

„In mehreren großen Eiszeiten schoben sich von Norden her gewaltige Gletscher in Richtung Süden. Dabei hobelten sie die norddeutsche Tiefebene platt und hinterließen eine flache Landschaft. In der Saaleeiszeit im Drenthe-Stadium vor 300 000 Jahren schob sich Eis bis vor unsere Haustür [in der Quelle: Hönnetal im Sauerland].“ (Kolarik, A.: Die Entstehung des Hönnetals. In: Naturhistorischer Verein Hönnetal (Hg.): 100 Jahre Schutzaktion – Die Rettung der Schönheit des Hönnetals, 2020, S. 48/49)

In der Saale-Eiszeit hatte sich das Eis von Norden her bis zur Linie Hameln — Detmold — Ruhr — Düsseldorf — Xanten vorgeschoben.

„Auch in den späteren Eiszeiten (Riß, Eem und Weichsel) gab es immer wieder Warmphasen, in denen sich die Gletscher wieder ein Stück weit zurückzogen.“ (Kolarik, A.: Die Entstehung des Hönnetals. In: Naturhistorischer Verein Hönnetal (Hg.): 100 Jahre Schutzaktion – Die Rettung der Schönheit des Hönnetals, 2020, S. 48/49)

Das in Schnee und Eis gebundene Wasser senkte während der letzten Eiszeit (Weichsel-Glazial, Weichsel-Kaltzeit; die vor 10000 Jahren endete) den Meeresspiegel um 130 Meter im Vergleich zu heute.

„Als das letzteiszeitliche Maximum überschritten war, begann der Eisschild über Nordeuropa vor zirka 16000 bis 18000 Jahren abzuschmelzen. Der Merresspiegel stieg allmählich und überspülte im Lauf von 10000 Jahren das Flachland. […] Die nachzeitliche Landschaft in Nordeuropa formte sich dabei noch durch einen weiteren Prozess neu, den Fachleute als postglaziale Landhebung bezeichnen. […] Über weite Teile von Nordeuropa hatte zuvor ein riesiger Eisschild gelastet — an der mächtigsten Stelle über dem Nordosten von Schweden, so schätzen die Forscher, war er rund 2,7 Kilometer dick. Als das Eis zurückging, verringerte sich auch das Gewicht, das auf die Erdkruste drückte und diese in den Erdmantel presste. Die Folge: Die Erdkruste hob sich nun wieder an. So stieg das Land in den ehemals vereisten Regionen nach oben, doch im Gegenzug sackten die Regionen am einstigen Gletscherrand ab — und beschleunigten somit den Meeresspiegelanstieg vor allem in den Regionen an den westlichen und südlichen Eisrändern.“ (Spektrum Geschichte, 5/2020, S. 18)

Das Bergische Land lag nicht unter dem Eis, allenfalls kam es bis „vor unsere Haustür“. Aber wie sah es hier hinter dem Eis aus?

„Stellt man sich den äußersten Norden und den äußersten Süden Deutschlands mit Eis bedeckt vor, kommt man beinahe „automatisch“ auf die Frage, wie denn die Landschaften dazwischen ausgesehen haben mögen. Nun, es wird eine … sehr unwirtliche Region gewesen sein. Kurze, eher kühle Sommer und lange Winter prägten den Jahrelauf. Ausgedehnte Wälder gab es nicht, dafür ist es zu kühl gewesen, und die Vegetationsperiode war zu kurz. In der Tundrenzone wäre – selbst wenn es die Entwicklungsstufe des Menschen schon damals ermöglicht hätte – nie ein ertragreicher Feldbau möglich gewesen. In den Höhenlagen der Mittelgebirge herrschte gar Eisklima.
Aber auch in dieser Landschaft gab es Landschaftsveränderungen, ausgelöst durch natürliche, durch die atmosphärischen Bedingungen gesteuerte Kräfte und Prozesse.“ (Fraedrich, W.: Spuren der Eiszeit, 1996, S. 2/3)

Das Bergische Land lag also im Eisrandgebiete, einem sog. Periglazialgebiete (Periglazial = am Rande des Eises; Glazial = durch das Eis geprägt. Fraedrich, W.: Spuren der Eiszeit, 1996, S. 96 ff.)

Boden

Die Entstehung des heutigen Bodes begann nach diesen Eiszeiten. Daher hier ein paar Einwürfe zum Boden, des Entsteung und Verändeung.

„Lockere und feste Gesteine sind das Ausgangsmaterial für die Bildung des Bodens. Durch physikalische Verwitterung werden die an der Erdoberfläche befindlichen festen Gesteine allmählich zerkleinert, so daß lockeres Gesteinsmaterial in einer mehr oder weniger mächtigen Schicht das Ausgangsgestein überdeckt. Zahlreiche Minerale unterliegen dem Einfluß der Atmosphärilien (Wasser, Sauerstoff, Kohlendioxid) und der Strahlung mehr oder weniger stark der chemischen Verwitterung. Hierbei entstehen durch einfache Umwandlung oder durch Aufbau aus den Zerfallsprodukten zum Teil neue Minerale. Die so gebildete Verwitterungsschicht dient niederen und höheren Organismen als Standort und Lebensraum.“ (Scheffer – Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde, 6. Aufl. 1966, S. 1)

Physikalische (mechanische) Verwitterung

Temperaturverwitterung […] Durch den raschen Temperaturwechsel werden die äußeren und inneren Teile der Gesteine infolge ihrer geringen Wärmeleitfähigkeit unterschiedlich erwärmt und abgekühlt. Dadurch entstehen Spannungen, die zu Rissen und Spalten und schließlich zum Zerfall der Gesteine führen.“ (Scheffer – Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde, 6. Aufl. 1966, S. 17)

Frostverwitterung durch Spaltenfrost. Sie ist in der Eigenschaft des Wassers begründet, beim Gefrieren sein Volumen um 9% zu erhöhen. In Gesteinsspalten und -risse eindringendes Wasser vermag somit beim Gefrieren eine erheblichebSprengwirkung zu entfalten und die Gesteine zu zertrümmern.“ (Scheffer – Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde, 6. Aufl. 1966, S. 17)

Quellung, Schrumpfung, Slaking … In tonhaltigem Material verursacht die Zufuhr von Wasser Quellung, das Wiederaustrocknen Schrumpfung […] Die Schrumpfung … verursacht Trockenrisse, die bei neuen Niederschlägen ein tieferes Eindringen des Wassers in den Boden erlauben. An der Oberfläche tonhaltiger Gesteine (Tonsteine, Schiefertone, Sandsteine mit tonigem Bindemittel) kann die Quellung des Tons durch Nässe zu einem Zerfall des Gesteins führen [Slaking].“ (Ahnert, F.: Einführung in die Geomorphologie, 3. Aufl., 2003, S. 95)

„Schließlich können auch Pflanzen einen mechanischen Zerfall der Gesteine bewirken, indem die Wurzeln in Risse und Spalten eindringen und durch ihr Dickenwachstum die Gesteine auseinandersprengen […] Die durch die genannten Vorgänge gebileten Gesteinstücke werden beim Transport durch sich bewegendes Eis, durch fließendes Wasser oder durch Wind weiter zerkleinert. Dies erfolgt durch mechanischen Abrieb an der Oberfläche, durch den die Gesteine im Verlauf ihres Transportweges abgerundet werden und erhebliche Mengen feinen Materials liefern.“ (Scheffer – Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde, 6. Aufl. 1966, S. 18)

Chemische Verwitterung

  • die Prozesse der chemischen Verwitterung bewirken „Stoffänderungen des Gesteinsmaterials, d.h. Zersetzung (Korrodsion) der Substanz und Bildung neuer Verbindungen.“ (Ahnert, F.: Einführung in die Geomorphologie, 3. Aufl., 2003, S. 90)
  • „Die chemische Verwitterung beruht im wsentlichen auf Lösungs-, Zersetzungs- und Hydrationsvorgängen, durch die die Gesteine und Minerale viel weitgehender Verändert werden als bei der physikalischen Verwitterung.“ (Scheffer – Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde, 6. Aufl. 1966, S. 18)
  • „Das wichtigste Agens der chemischen Verwitterung ist das Wasser, das als Lösungsmittel und bei der hydrolytischen Zersetzung schwer löslicher Verbindungen wirksam wird.“ (Scheffer – Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde, 6. Aufl. 1966, S. 18)

Bodenentstehung nach der Eiszeit

Das Bergische Land war ein Eisrandgebiet. Die Bodenentstehung setzte nach den Eiszeiten wieder ein. Dazu schrieb 1979 Peter Burschel (damals Lehrstuhlinhaber für Waldbau und Forsteinrichtung an der Uni München):

„Das zentrale Ereignis auch für die Bodenentstehung in unserem Raum war die Eiszeit. In ihrem Verlauf traten auf riesigen Flächen tiefgreifende Veränderungen ein. Alte Böden wurden durch Eis weggehobelt und zusammen mit Brocken unverwitterten Gesteins als Moränen abgelagert. Der ganze Alpenraum und sein Vorland sind dadurch ebenso geprägt worden, wie das norddeutsche Tiefland. Die dazwischenliegenden Gebiete blieben zwar eisfrei, doch gab es dort nur niedrige Tundra-Vegetation, die wenig Schutz gegen Niederschläge, Eisbildungen und Tempertaturextreme bieten konnte. In gewaltigen Erosions- und Fließvorgängen wurde daher auch hier der aus alter Verwitterung stammende Boden abtransportiert oder umgelagert. Und schließlich konnte in Trockenperioden der Wind den vegetationsarmen Boden angreifen, seine feineren Teile emporwirbeln und über weite Strecken transportieren. Als Ergebnis solcher Sand- und Staubstürme hat sich auf großen Flächen Löß abgelagert, oft in beachtlicher Mächtigkeit.
Ihrer alten Bodendecken beraubte Gebirge, große Moränengebiete, Fließerden und Löß auf riesigen Flächen bildeten daher das Rohmaterial für die Bodenentwicklung. Diese begann, als das Klima vor fünfzehntausend Jahren wärmer wurde, die großen Eismassen sich zurückzuziehen begannen und Vegetation unseren mitteleuropäischen Raum wieder besiedeln konnte.“ (Burschel, P.: Der Wald in seiner Umwelt, In: Stern, H. (Hg.): Rettet den Wald, S.108)

Wurzel einer umgestürzten Fichte auf dem Sünger Berg.
Wurzel einer umgestürzten Fichte auf dem Sünger Berg.

Bauern aus dem Fruchtbaren Halbmond besiedeln Europa

Die Eiszeiten und die darauf folgenden Perioden hatten Einfluß auf die Bodenbildung und -qualitäten und somit auch auf die Besiedlung der Regionen. In den beiden folgenden Quellen wird betrachtet, wie die neue Bevölkerungsgruppen nach Europa wanderten und dort Regionen mit guten böden besiedelten.

„Vor ungefähr 11 500 Jahren endete in Europa und im Nahen Osten die Eiszeit. Als sich Klima allmählich erwärmte und die Natur mehr Nahrung bot, gingen Wildbeuter in der Region des Fruchtbaren Halbmondes — einem Bebiet, das von Euphrat und Tigris bis an die Mittelmeerküste, der Lavante reichte — langsam dazu über, sesshaft zu werden. […] Gesichert ist …, dass die Pioniere ungefähr 7000 v. Chr. gen Europa wanderte, auf der Suche nach neuem Ackerland.“ (Spinney, L.: Wie die Bauern Europa eroberten. In: Spektrum Geschichte, 1/2021, S. 18)

„Die im Fruchtbaren Halbmond ständig wachsende Bevölkerung war gezwungen, nach neuen akzeptablen Ackerböden Ausschau zu halten. Erst ging es durch Anatolien, dann über die Dardanellen nach Griechenland, bald in den Balkanraum und schließlich nach Mitteleuropa, das in der Mitte des 6. Jahrhunderts vor Christus innerhalb von weniger als 200 Jahren von den ersten Bauern […] in Besitz genommen wurde.
[…] Europa war zu großen Teilen mit Urwäldern bedeckt. Vor allem Flüsse taugten als Leitbahnen durch die Wildnis […] Die Wanderer tasteten sich von den Flüssen langsam ins Landesinnere vor; oft ließen sie sich gerade dort nieder, wo sie beim Graben auf keine Steine mehr stießen. Dort war die Erde leicht zu bearbeiten — selbst mit Gersät aus Stein, Knochen oder Holz. Und es war ein guter Ort zum Siedeln. […]
Die steinlosen Böden waren überaus fruchtbar […]. Denn die steinlosen Böden bestanden aus Löss, einem Produkt der Eiszeit. Gletscher hatten Berge und Felsen zu Geröll und feinem Gesteinsstaub zermahlen. Leichte Beute für den Wind, der das, was heute Gartencenter als „Urgesteinsmehl“ zur Bodenverbesserung verkaufen, durch die trockene, vegitationslose Kälte-Ödnis blies. Der Staub lagerte sich im Windschatten der Gebirge ab. Das geschah in Nordamerika, in China und in Europa, wo der Wind den Löss in den Börden am Nordrand der Mittelgebirge anhäufte, im Pariser und im Karpatenbecken, aber auch in den süddeutschen Gäulandschaften.
Ein Blick auf moderne Bodenkarten zeigt, das Gebiet im Windschatten des Harzes gehört zu den fruchtbarsten Böden Europas, insbesondere die Magdeburger Börde und die Leipziger Tieflandbucht bis in das Thüringer Becken hinein, mit Weimar und Erfurt als südlicher Begrenzung. Der Löss hat sich hier zu tiefgründigen Schwarzerden gewandelt, mit einer Mächtigkeit von über einem Meter. […] In den steppenartigen Gebieten waren unzählige Bodenwühler aktiv: Regenwürmer, Feldhamster, Steppenmurmeltiere, die alle besten Humus produzierten.“ (Meller, H, & Michel, K.: Die Himmelsscheibe von Nebra, 2020. S. 158 — 160)

Die Sünger Berge

Betrachtet man die Sünger Berge von oben, zeichnet die Erhebungen, die Tiefen und die Bäche ein, so sieht man, dass die Bäche zur heutigen Reliefbildung beigetragen haben. Peter Burschel schrieb, dass während der Eiszeit „in gewaltigen Erosions- und Fließvorgängen […] der aus alter Verwitterung stammende Boden abtransportiert oder umgelagert“ wurde (Burschel, P.: Der Wald in seiner Umwelt, In: Stern, H. (Hg.): Rettet den Wald, S.108) Dies scheint auch hier der Fall gewesen zu sein.

Die Bäche durchschneiden die Sünger Berge.
Dort wo die Bäche fließen ist die „Gebirgskette“ zerschnitten. Mehr dazu hier („Relief der Sünger Berge“).

Aufschluß am Sünger Berg

Ein Aufschluß zeigt einen Anschnitt des geologischen Untergrunds. Solche Aufschlüsse können ganz natürlich entstehen, z.B. sieht man sie an Steilküsten oder durch Eingriffe in die Natur beim Straßenbau oder in Steinbrüchen und Baugruben. Hier am Sünger Berg ist es wohl ein ganz kleiner Steinbruch.

Gestein am Sünger Berg bei Löhsüng (2021).
Gestein am Sünger Berg bei Löhsüng (2021).
Gestein am Sünger Berg bei Löhsüng (2021).
Gestein am Sünger Berg bei Löhsüng (2021).
Gestein am Sünger Berg bei Löhsüng (2021).
Gestein am SüngerBerg bei Löhsüng (2021).
Gestein am Sünger Berg bei Löhsüng (2021).

Sünger Höhle

Im Sommer 2002 waren Höhlenforscher um Stefan Voigt vom Arbeitskreis Kluterthöhle aus Ennepetal in Süng.

Die „Bergische Landeszeitung“ sprach mit Stefan Voigt und berichtete:

„Kapellensüng, Löhsüng, Bonnersüng – alleine die Ortsnamen weisen schon darauf hin, dass hier seit alten Zeiten das Wasser im Boden versinkt“, erklärt der Höhlenforscher Stefan Voigt aus Ennepetal. Er erläutert an einer Bachschwinde auf einer nicht mehr landwirtschaftlich genutzten Ausgleichsfläche bei Bonnersüng die interessanten Details der unterirdischen Beschaffenheit der Gegend um Hartegasse.“ (Quelle: https://www.rundschau-online.de/erst-30-meter-des-hoehlensystems-erforscht-11437686)

Möglicherweise kannte Voigt diese Aussage von 1958: „Unter Berücksichtigung dieser naturgegebenen und die genannten Ortschaften genau kennzeichnenden Umweltverhältnisse gehen wir wohl kaum in der Annahme fehl, wenn wir den im Hochdeutschen und in der Umgangssprache gleichlautenden Namen Süng (1413 Sune , 1487 Suyne , 1625 Seun und 1834 Sünge) von „ Senke “ — sächsisch „ Sänk “ ( vgl . Hei süppt as en Sänk “ ) – ableiten , so daß wir in Kapellensüng die Kapellensenke , in Löhsüng die Löhsenke und in Bonnersüng die Bonnersenke vor uns hätten.“ (Zeitschrift Bergischer Geschichtsverein, vgl. auch hier). Die Sünger Bäche verschwinden in drei Senken. Das Wasser taucht erst am Sülz Bach wieder auf, fließt also unter Süng und Hartegasse unter der Erde.

Weiter im Zeitungsbereicht von 2003:

„Vor gut einem Jahr, im Sommer 2002, hatten die Höhlenforscher von der Interessengemeinschaft Kluterthöhle aus Ennepetal entdeckt, dass die Bachschwinde bei Hartegasse die Eintrittspforte zur größten und längsten bekannten Höhle auf Lindlarer Gemeindegebiet ist.
Denn der Bach, der auf der Wiese in einem sehr tiefen, felsigen Loch im Boden verschwindet, fließt unterirdisch weiter, hat sich im Laufe von Jahrzehnten und Jahrhunderten seinen Weg unter Kapellensüng, seiner Kirche St. Agatha und unter Hartegasse gesucht und tritt etwa einen Kilometer weiter wieder ans Tageslicht, kurz bevor der Bach in die Lindlarer Sülz mündet. „Wenn es stark geregnet hat, schießt das Wasser hier richtig aus den Boden“, sagte Voigt. Welche Kraft das stark kohlensäurehaltige Wasser hat, dass sich seinen Weg „grub“, zeigt Voigt anhand der Reste eines zerfressenen, ehemals dicken Kalksteins, den er am Austrittsort des Baches fand.
Die Höhlenforscher vom „Arbeitskreis Kluterthöhle“ aus Ennepetal haben bisher im Auftrag der Gemeinde die ersten 30 Meter der Höhle an der Bachschwinde erforschen können. Ausgestattet mit robusten Overalls, mit Lampen, die am Helm befestigt werden, krochen sie mühsam in die enge Höhle und arbeiteten sich langsam in der feuchten Dunkelheit, in der der Bach durch den Kalkstein fließt, vor. Nach den ersten 30 Metern gebe es in dem so genannten Ponor eine Verengung, die es Menschen mit normalem schlanken Körperbau vorerst unmöglich mache, auf dem Bauch liegend weiterzukriechen, so Voigt. „Doch hinter der Verengung weitet sich die Höhle wieder“, ist sich der Forscher sicher. Platzangst darf man bei solchen Aktionen natürlich nicht haben.
Nun warten die Höhlenforscher geduldig, bis die Kraft des Wassers den Zugang zum nächsten Teilabschnitt der Höhle freigibt. Die Höhlenforscher haben zur Absicherung der Höhle einen acht Meter tiefen Sickerschacht aus Betonröhren gebaut, den man erst einmal hinabsteigen muss, bevor man in die enge Höhle hineinkriechen kann.
Ursprünglich war die Bachschwinde bei Bonnersüng an einer anderen Stelle. Doch während der Flurbereinigung habe man vor Jahren das tiefe Loch einfach mit großen Felsbrocken zugeschüttet, erklärte Voigt.
Aber Zuschütten hilft nichts, das Wasser suchte sich einfach einen neuen Weg, sagte Voigt. Nachdrücklich warnte der erfahrene Höhlenforscher Voigt, der seit 1979 in unbekannte Höhlen hinabsteigt, vor der Erkundung der Höhle auf eigene Faust. Denn die Höhle bei Hartegasse ist nicht gesichert, das Geröll kann sich jederzeit verschieben.“ (Quelle: https://www.rundschau-online.de/erst-30-meter-des-hoehlensystems-erforscht-11437686)

Auf dieser Seite werden die vom Arbeitskreis Kluterthöhle betreuten Höhlen angezeigt (bitte dort auf Lupe klicken um das Bild zu vergrößern). Die Sünger/Hartegasser-Höhle hat die Nummer 4910016.

Weitere Texte zum Thema:

HEIKAUS, Walter: Höhlen, Dolinen und Schwinden im Bergischen Land, in: Berg. Kal. 16 (1952), S. 23 – 27, 4 Abb. [Orte: Kapellensüng, Zwergenloch bei der Ruine Neuenberg]

WEGERHOFF, Cornelia: Und plötzlich gibt die Erde nach – Sinklöcker sind ein heißes Thema im Raum Hartegasse – Bürger und Behörden suchen nach Lösungen, in: Bergische Landeszeitung (16.08.1986) [Thema: Sinklöcher, Dolinen]

Sünger Wege

Weg am Stelberg zur Ortschaft Stelberg. Stelberg (li.), im Hintergrund der Vogelsberg im Breuntal (2021).
Weg am Stelberg. Hinten der Nackenberg bei Roderwiese mit Stromgebäude an der Straße von Oberfeld nach Roderwiese (April 2021)
Straße von Oberbüschem nach Unterbüschen, Süng und Hartegasse. Blick auf Unterbüschem, dahinter, von links: Stelberg, Sünger Berg, Löhberg und Hammen (2021).
Steiler Weg hinab vom Stelberg ins Breuntal. Im Hintergrund sieht man den Vogelsberg (2021).
Weg bei Oberbüschem. Links Roderwiese, rechts Stelberg (Mai 2021)
Weg nach Stelberg am Stelberg. Im Hintergrund die Hügel im Sülztal Richtung Lindlar. Man sieht ganz klein den Kirchturm in Kapellensüng (2021).
Grat-Pfad auf dem Sünger Berg. Hier schaut das Gestein an mehreren Stellen direkt aus dem Waldboden (in der Bildmitte; vorne natürlich Wurzeln) (April 2021)
Weg nach Unterbüschem. Hinten der Stelberg (2021)
Weg um den Löhberg mit Blick Richtung Erhebung bei Hammen (2021)
[289] Weg am Löhberg vorbei nach Kapellensüng (Mai 2021).
[304] Straße von Oberbüschem nach Buchholz (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)

Alter Weg: Auf der alten Straße von Siegburg nach Wipperfürth

Die alte Straße führte von Siegburg über Lohmar und erreichte das heutige Lindlarer Gemeindegebiet bei Hohkeppel. Von dort ging es weiter hinab nach Vellingen und wieder hinauf nach Waldbruch und weiter über Kemmerich nach Lindlar. Dort ging es hoch zum Brungerst und weiter nach Hönighausen. Von dort steil hinab nach Hartegasse, wo die Sülz überquert wurde, und weiter über Bonnersüng, Stelberg, Roderwiese nach Buchholz. Nicke schreibt, dass im Teilstück zwischen Hönighausen und Hartegasse die Hohlwege noch deutlich zu sehen seien (NICKE, H.: Vergessene Wege, 2001).

Günter Jacobi schrieb zu diesem Weg:

„… zu dieser Zeit (ab 1818) musste ein Bote noch zu Fuß am Dienstag- und am Samstagmorgen um 5 Uhr die Post auf der alten Siegburger- oder Eiserstraße von Wipperfürth nach Lindlar tragen. Nach einer Ruhepause und mit der neu übernommenen Post marschierte er dann um 15 Uhr wieder zurück nach Wipperfürth.“ (Jakobi, G.: „Als die Steinhauer in Lindlar ihre Zunft aufrichteten und den Mamor brachen“ 2007, S. 133)

Bei Roderwiese gibt es einen Hohlweg, der unter der Bezeichnung „Alte Eiserstraße“ als Bodendenkmal geführt wird. Auf amtlichen Karten (vgl. https://www.geoportal.nrw/themenkarten, geografische Bezeichnungen ALKIS) steht beim Nackenberg, dies ist die Erhebung zwischen Roderwiese und Oberfeld, der Name „An der Eiserstraße„.

An anderer Stelle wird der Weg von Wipperfürth nach Siegburg als „Polizeiweg“ bezeichnet. Es handelte sich um einen „polizeimäßig ausgebauter Weg“ (Becher 2005, „900 Jahre Overath“, S. 177), der Weg unterlag „den polizeilichen Verordnungen des Herzogtums Berg“ (Herzog, „Berechnung von optimalen Wegen am Beispiel der Zeitstraße“, Archäologische Informationen 31/1&2, 2008, 87-96).

Sünger Bäche

Löhsüngbach oder Süngerbach (Süngersiefen) kurz vor Löhsüng (2021).

Im einem Artikel in der Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, der 1958 erschien wird über drei Bäche in Süng geschrieben. Da mir der Anfang des Artikels noch fehlt, fängt die Beschreibung erst beim zweiten Bach an, den der Autor „Süngersiefen“ nennt. Der dritte Bach nennt er den „Büschemersiefen“.

„[Seite 154] zweite Gewässer , das bei Löhsüng vorbei seinen Abfluß in die Erde findet, stellt den Süngersiefen dar, und der dritte Gebirgsbach, welcher in der Senke hinter Bonnersüng verschwindet wird der Büschemersiefen genannt. Unter Berücksichtigung dieser naturgegebenen und die genannten Ortschaften genau kennzeichnenden Umweltverhältnisse gehen wir wohl kaum in der Annahme fehl, wenn wir den im Hochdeutschen und in der Umgangssprache gleichlautenden Namen Süng (1413 Sune , 1487 Suyne , 1625 Seun und 1834 Sünge) von „Senke “ — sächsisch „ Sänk “ ( vgl . Hei süppt as en Sänk “ ) – ableiten , so daß wir in Kapellensüng die Kapellensenke, in Löhsüng die Löhsenke und in Bonnersüng die Bonnersenke vor uns hätten.“ (Quelle: Zeitschrift des Bergischen Geschichtvereins, Band 75 – 77 (1958 – 60), Seiten 153 – 155)

Der Bach nach Kapellensüng verschwindet in der „Kapellensenke“.
Der „Süngersiefen“ verschwindet in der „Löhsenke“.
Der „Büschemersiefen“ verschwindet in der „Bonnersenke“.

Büschemer Bach (Büschemersiefen) am Fuß des Sünger Bergs, Richtung Bonnersüng (2021).

Im Weiteren berichtet der Autor über die Wasserverhältnisse durch diese drei Bäche in Hartegasse. Bei langem Regen können die Senken das Wasser nicht mehr schlucken, sodass sich das Wasser oberirdisch Wege Richtung Sülzbach suchte.

„Dieser soeben bei den Sünger Höfen beschriebene Übergang von drei Gebirgsbächen aus dem oberirdischen in den unterirdischen Verlauf zieht nun zur Flutzeit eine weitere charakteristische Erscheinung nach sich, von der aller Wahrscheinlichkeit nach die hier im Tale gelegene Ortschaft Hartegasse ihren Namen erhalten hat. Bei längeren Regenperioden können nämlich die genannten drei Senkgruben oder Senken die ihnen zugeführten mächtig angeschwollenen Wassermengen nicht vollständig fassen, werden abgedrosselt und führen auf diese Weise zu einer mehr oder minder beträchtlichen Überschwemmung des abwärts gelegenen Geländes. Die Folge hiervon ist, daß sich nach Vereinigung des von den drei überfließenden Senken abgegebenen Wassers schon weiter oberhalb von Hartegasse seit Urzeiten ein tiefer und breiter Flutgraben, umgspr. Gosse genannt, bilden konnte, welcher die zuströmende Flüssigkeit samt ihren mitgerissenen Bestandteilen an Schutt , Unrat und Gerümpel auffängt und quer durch den Ort und das Tal hindurch der Sülze zuleitet. Diese in gewöhnlichen Zeiten trockene und nicht besonders auffallende, jedoch bei Hochwasser nicht selten einen bedrohlichen Eindruck erweckende Gosse oder Gasse, welche den Verkehr durch das Tal offenbar früher zeitweise stark behinderte, heute jedoch infolge mehrfacher Kanalisation meist keine Störung mehr verursacht, stellt zweifellos das Charakteristikum dar, nach dem Hartegasse merkwürdigerweise benannt ist. Die Erklärung hierfür gibt der Volksmund, welcher in dem Namen „Horgasse“ seine ursprüngliche Bedeutung getreu festgehalten hat, eine Bezeichnung, die sich von hor = Dreck, Schmutz, Schlamm herleitet. Wir dürfen wohl annehmen, das in diesem Falle ein misverstandener Ausdruck der Umgangssprache gerade in sein Gegenteil, nämlich in die von unkundiger Hand völlig verballhornte Schriftform „Hartegasse“, welche den tatsächlichen Verhältnissen in keiner Weise Rechnung trägt, ja ihnen sogar widerspricht …“ (Quelle: Zeitschrift des Bergischen Geschichtvereins, Band 75 – 77 (1958 – 60), Seiten 153 – 155)

Text auf einem Kreuz bei Hönighausen: die Söhne und Döchter aus der Haddergasen

Wie schwierig es mit der Herleitung von alten Orts- oder Gewässernamen ist, zeigen allerdings die Ausschnitte aus einem Zeitungsartikel von 2003. Hier kommt Süng nicht von Senke, sondern von „Sängen“ (=verbrennen):

„Die Zeiten, da in Süng Wohnraum durch Brandrodungen geschaffen wurden, sind längst vorbei. Doch noch heute erinnert der Name des Lindlarer Kirchdorfes an die Entstehung des Dorfes. Denn: „´Süng´ kommt von ´Sängen´, was so viel wie ´Verbrennen´ bedeutet“, erklärt Heimatforscher Günter Jacobi, der von der ersten Erwähnung des Ortes als „Sune“ in einem Kämmereiregister von 1413 weiß.“ (Wagner, Guido in Kölnische Rundschau/Bergische Landeszeitung, 10.01.2003)

Im selben Artikel heißt es:

„Im Örtchen Berg bei Kapellensüng im Sülztal wohnte im 17. Jahrhundert ein Johann Schlüssel, nach dem das Dorf „dem Schlüssel sein Berg“ und später Schlüsselberg genannt wurde.“ (Wagner, Guido in Kölnische Rundschau/Bergische Landeszeitung, 10.01.2003). Gleiches dürfte auch bei Bonnersüng gelten, da hier die Familie Bonner meines Wissens wohnte.

Zu Hartegasse:

„Schmutzig muss es dagegen in Hartegasse gewesen sein. Jedenfalls heiße „Horgasse“ so viel wie „Schmutzgasse“, sagt Günter Jacobi.“ (Wagner, Guido in Kölnische Rundschau/Bergische Landeszeitung, 10.01.2003). Dazu kann man in der Wikipedia lesen, die sich hier auf Klaus Pampus ‚ „Urkundliche Erstnennungen oberbergischer Orte“ bezieht: „1413 wurde Hartegasse das erste Mal als hadergassen erwähnt. In anderer Lesart besteht die Ortsbezeichnung aus den Wörtern „hoar“ (= Matsch) und „gasse“ (= Weg), was auf einen tief ausgefahrenen, nassen und damit schwer passierbaren Weg hindeutet. Im Bergischen Platt wird Hartegasse noch heute „Hoarjass“ ausgesprochen.“

Der Autor Gerd Müller, der 1976 das Buch „Lindlar – Eine Bergische Gemeinde erzählt …“ veröffentlichte, sah Schlüsselberg in Zusammenhang mit Löwenzahn, da „Schlüssel“ = Löwenzahn. Der Ort Hartegasse, der früher auch Hadergassen geschrieben wurde, hatte bei Müller etwas mit Haselnüssen zu tun, denn „hader“ oder „Hadenuß“ = Haselnuß.

Der Sülz Bach bei Ohl (Dezember 2005). Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Lindlarer_S%C3%BClz
Der Sülz Bach bei Ohl (Hochwasser Ende März 2006, Tauwetter im oberen Bereich der Sülz und teilweise starker Regen).
Der Sülz Bach bei Ohl (April 2006).

Im selben Artikel wird auch ein Fischvorkommen in den Bächen erwähnt:

„Übrigens ist es zoologisch nicht ohne Interesse , daß diese Gewässer in ihrem oberirdischen Verlaufe Forellen und andere Fische enthalten.“ (Quelle: Zeitschrift des Bergischen Geschichtvereins, Band 75 – 77 (1958 – 60), Seiten 153 – 155)

Karte der Sünger Berge mit den Bächen. Der Bach bei Hammen/Schlüsselberg wird „Ohler Siefen“ genannt. Noch nicht eingezeichnet ist der linke Teil des Ohler Siefen, der von Schlüsselberg kommt.
Karte der Sünger Berge mit den Bächen (Ausschnitt)

Bilder Bach nach Kapellensüng

Name ? (bei elwasweb.nrw.de als N.N., an anderer Stelle schlicht als „Graben“)

Hier am Weg vom Pefferköver Holz nach Kapellensüng wird der Bach sichtbar. Er bleibt immer dicht am Weg bzw. der Weg beim Bach und verschwindet in Kapellensüng in der „Kapellensenke“ (2021)
[279] Der Bach kurz vor Kapellensüng (Mitte Mai 2021)

Bilder Löhsüngbach oder Süngerbach (Süngersiefen)

Im Quellbereich im Pefferköver Holz nach den Rodungen 2020/2021 (Mai 2021)
Im Quellbereich im Pefferköver Holz nach den Rodungen 2020/2021. Dies ist der linke Arm des Bachs. (Mai 2021)
Der Quellbereich des rechten Arms (Mai 2021)
Wenige 100 Meter hinter der Quelle (Mai 2021)
… (Mai 2021)
… (Mai 2021)
… (Mai 2021)
… (Mai 2021)
Löhsüngbach (Süngersiefen) im Wald, vor dem Zusammenfluß mit dem Marsiefen (2021)
Sünger Bach bei Löhsüng (Dezember 2017)
Sünger Bach bei Löhsüng (Frühjahr 2021)

Bilder Büschemer Bach (Büschemersiefen)

In den Büschemer Bach (re.) fließt ein weiteres kleines Rinnsal (li.) (April 2021).
Tümpel neben Büschener Bach (April 2021).
Büschemer Bach (April 2021).
Büschemer Bach (April 2021).
Büschemer Bach. Rechts die Wiesen Richtung Unterbüschem (April 2021).
[261] Büschener Bach beim Sünger Berg (Mitte Mai 2021)
[260] Büschener Bach beim Sünger Berg (Mitte Mai 2021)
Sumpfiges Gelände beim Büschener Bach (mi.). Im Hintergrund der Fuß des Stelberg. (2021)
Sumpfiges Gelände beim Büschener Bach (mi.). Im Hintergrund der Fuß des Stelberg. (2021)
Sumpfiges Gelände beim Büschener Bach (mi.). Im Hintergrund der Fuß des Stelberg (li.), Wiesen bei Bonnersüng (re.). (2021)
Sumpfiges Gelände beim Büschener Bach (April 2021)
Sumpfiges Gelände beim Büschener Bach (April 2021)
Sumpfiges Gelände beim Büschener Bach (April 2021)
[257] Sumpfiges Gelände beim Büschener Bach (Mitte Mai 2021)
[258] Sumpfiges Gelände beim Büschener Bach (Mitte Mai 2021)
Büschener Bach im sumpfiges Gelände (April 2021)

Büschener Bach kurz vor der „Bonnersenke“ (2021)
Büschener Bach kurz vor der „Bonnersenke“ (2021)
[292] Enten auf dem Büschener Bach (Mai 2021)
Büschener Bach kurz vor der „Bonnersenke“. Rechts die Wiesen bei Bonnersüng am Fuß des Sünger Bergs (2021)

Nebensiefen Nummer eins Büschemer Bach

Hoch zum Stelberg wird der Weg plötzlich richtig naß. Ein Bächlein sucht hier seinen Weg zum Büschemer Bach. Ein kleiner Siefen der nach wenigen hundert Metern wieder im Erdreich versickert.

Aus dieser Minihöhle tropft ein Rinnsal (April 2021)
Kaum ist das Wasser an der Oberfläche verdunstet es auch fast schon (April 2021)
Ein Baumwurzel dient aus Transmortstraße für das Wasser. Hier tropft es (April 2021)
Etwas höher im Gelände ein weiterer Arm des Siefens (April 2021)
Grasberge am Siefen (April 2021)
Rechts fließt das Bächlein (April 2021)
Wird das Wasser den Weg zum Rhein finden? (April 2021)
Das Bächlein zwischen wald und Wiese bevor … (April 2021)
… wenig später verschwindet (halb vertrocknet, der Rest versickert oder läuft in die Wiese; im Winter oder bei einer Regenperiode ist hier sicher etwas mehr) (April 2021)

Nebensiefen Nummer zwei Büschemer Bach

Unterhalb von Unterbüschen kommt dieser Siefen zum Vorschein und fließt wenig später in den Büschemner Bach (April 2021)

Nebensiefen Nummer drei Büschemer Bach

Dieser kleine Bach kommt direkt von Unterbüschen und fließt in den Büschemer Bach.

Unterhalb von Unterbüschem (Mai 2021)

Bach bei Roderwiese

Bach von Roderwiese in Richtung Oberfeld fotografiert vom östlichen Hang des Stelbergs (April 2021)

Ohler Siefen

Die Quellen des Ohler Siefen sind bei Schlüsselberg und Hammen, mündet bei Ohl in die Sülz.

Ohler Siefen durchfließt diese Kuhweide bevor er wenig später in die Sülz mündet (Mai 2021)
Ohler Siefen kurz bevor er in die Sülz fließt (Mai 2021)

Heibach

Der Heibach, mündet in die Sülz. Der Heibach nimmt die von Steinbach kommenden Bäche Bolschbach und Steinbach auf (vgl. elwasweb.nrw.de)

Der Heibach zwischen Untersteinbach und Heibach nach Regen im Pefferköver Holz (Mai 2021)

Breunbach

Breunbach, fließt bei Steinenbrücke in die Sülz.

Breunbach an der Landstraße L284 (2006). Im Hintergrund sieht man den Stelberg (mi.), und den Berg bei Roderwiese (re. über der Wiese).

Weitere Bäche:

  • der Marsiefen (bei elwasweb.nrw.de als N.N.) bei Unterbüschem, mündet in den Löhsüngbach (Süngersiefen).

Sünger Berge

Karte des Bergischen Landes. Die Sünger Berge sind in etwa dort wo das rote Rechteck eingezeichnet ist.
Karte der Sünger Berge mit Bächen (blau), Straßen (gelb), kleinen Straßen und Wegen (grau).
Karte (Ausschnitt) der Sünger Berge mit Bächen (blau), Straßen (gelb), kleinen Straßen und Wegen (grau).
Karte der Sünger Berge mit den Bächen. Die Bäche teilen die Berge.
Karte der Sünger Berge mit den Bächen.
Blick auf Kapellensüng/Hartegasse sowie Löhsüng und Bonnersüng von der anderen Seite des Sülztals. Im Hintergrund die Sünger Berge mit Löhberg, Sünger Berg und Stelberg (März 2018).
Löhberg mit Kirche St. Agatha in Kapellensüng (2021).
Kirche St. Agatha in Kapellensüng (2021).
Löhberg im Hintergrund, vorne Kapellensüng (2009).
Sünger Berge im Hintergrund. Linker Hügel Löhberg, davor Kapellensüng. Daneben Sünger Berg und Stelberg (2009).
Sünger Berge im Hintergrund. Linker Hügel Löhberg, davor Kapellensüng. Daneben Sünger Berg (2009).
Sünger Berge mit Ohl (vorne) und Kapellensüng: Löhberg, Sünger Berg und Stelberg (2009).
Kapellensüng mit Sünger Berg und Stelberg (2009).
Bonnersüng mit Sünger Berg (2006).
Auf dem Weg von Unterbüschen nach Löhsüng, verm. alter Steinbruch. Rechts neben den Rind sieht man den Marsiefen, der wenig später in den Löhsüngbach (Süngersiefen) mündet. Rechts Löhberg, (2006).
Sünger Berge von Oberbüschen aus gesehen. Rechts Unterbüschem (2021).
Wiese oberhalb von Unterbüschem mit Blick auf Sünger Berge (Mai 2021)
Sünger Berge von Oberbüschen aus gesehen. Links: Nackenberg bei Roderwiese. Rechts: Hügel hinter Stelberg. Im Hintergrund der Vogelsberg (2021).
Blick auf den unbewaldeten Kremberg (239 Meter). Links im Hintergrund: Vogelsberg. Rechts im Hintergrund: Kerberg (288 Meter) bei Brochhagen (2021).
Weg nach Stelberg von Oberbüschem kommend. Die Wiesen bei Stelberg. Im Hintergrund der Vogelsberg (2021).
Weg nach Stelberg nach Oberbüschem. Blick auf Hartegasse (links)/Kapellensüng (mit Kirchturm). Im Hintergrund die andere Sülztalseite (2021).
Weg nach Stelberg nach Oberbüschem. Blick Richtung Hartegasse. Im Hintergrund die andere Sülztalseite (etwas links von der Bildmitte liegt Hönighausen (2021).
Im alten Steinbruch bei Bonnersüng (2021).
Gestein am Weg auf den Sünger Berg (2021).
Gestein am Weg auf den Sünger Berg (2021).
Löhberg gesehen vom Fuß des Sünger Bergs. In Bild Straße von Hartegasse nach Unterbüschem (2021).
Weg auf den Sünger Berg (2021).
Blick vom Sünger Berg auf Unterbüschen und Oberbüschen (hinten rechts). Im Hintergrund Pefferköver Holz (2021).
Löhberg (Blick vom Pefferköver Holz), hinter dem Hügel liegt Kapellensüng (2021).
Links: Sünger Berg. Rechts: Löhberg. Dazwischen sieht man im Hintergrund den Vogelsberg (Feb./März 2021).
Rückseite Löhberg (Mai 2021)
Löhberg. Rechts im Hintergrund die Hügel bei Lindlar (Brungerst) (Feb./März 2021)
Links: Sünger Berg. Rechts: Löhberg. Dazwischen sieht man im Hintergrund den Vogelsberg (2021).
In der Bildmitte: der Löhberg. Weg hinab vom Pefferköver Holz nach Süng (2021).
In der Bildmitte: der Löhberg. Weg hinab vom Pefferköver Holz nach Süng (2021).
Blick vom Weg rund um den Löhberg (re.) in Richtung Unter- und Oberbüschem (li.) (2021).
Blick vom Weg rund um den Löhberg (re.) in Richtung Unter- und Oberbüschem (li.) (2021).
Sülztal-Panorama: Von Schlüsselberg über Hammen bis nach Süng. Im Hintergrund Pefferköver Holz (2020).
Sülztal-Panorama: Schlüsselberg (2020).
Sülztal-Panorama: Hammen (2020).
Sülztal-Panorama: Kapellensüng mit Löhberg, Sünger Berg bis nach Stelberg (von links). Oben sieht man Oberbüschen (2020).
Sülztal-Panorama: Kapellensüng mit Löhberg und Sünger Berg (dort wo die Kirchturmspitze ist). Dahinter die Wiesen zwischen Sünger Bergen und Peffeköfer Holz (2020).
Sülztal-Panorama: Links Bonnersüng vor Sünger Berg. Weiter oben Oberbüschem mit Campingplatz. Im rechten Bildteil die Wiesen bei Stelberg (2020).
Sülztal-Panorama: Kapellensüng mit Löhberg, Sünger Berg und Hügel bei Stelberg. Oben im Bild Oberbüschem (2020).
Kapellensüng mit Löhberg (re.) (2020).
Kapellensüng vor dem Löhberg (2020).
Kapellensüng mit Sünger Bergen. Ganz rechts der Löhberg (2012).
Kapellensüng vom Löhberg aus gesehen (2021).
Sünger Berge, fotografiert auf den Wiesen zwischen Stelberg und Hartegasse (2021).
Wiesen bei Stelberg (li. Süng, re. Stelberg) (2021).
Wiesen bei Unterbüschem mit Blick auf Hügel bei Stelberg (re.) und Sünger Berg (re.) (2021)
Auf der Straße von Ober- nach Unterbüschem. In der Mitte Sünger Berg, rechts daneben Löhberg. Ganz links der Hügel bei Stelberg (2021).
Wald auf dem Hügel bei Stelberg, fotografiert von der Straße von Ober- nach Unterbüschem (2021).
Blick vom Stelberg auf den Ort Stelberg sowie den Vogelsberg im Hintergrund auf der anderen Seite des Breuntals (2021).
Blick vom Stelberg auf Roderwiese und Buchholz im Hintergrund (2021).
Blick vom Stelberg auf Oberbüschem (2021).
Blick vom Fuß des Stelberg auf Breun (li.) und Oberfeld (re.) im Breuntal. Im Hintergrund der Vogelsberg (2021).
Blick auf Sünger Berg (li.), Kirche in Kapellensüng (mi.) und Löhberg. Im Hintergrund der Brungerst auf der anderen Sülztalseite; aufgenommen oberhalb von Unterbüschen (2021).
Aus dem Sülztal kommend: Blick auf Schlüsselberg bis Hammen (re.), bewaldete Sünger Berge (2021).
Oberhalb von Hammen (li.). In der Mitte Kapellensüng und weit im Hintergrund Frielingsdorf (2021).
Oberhalb von Schlüsselberg. Rechts der Berg über Schlüsselberg (2021).
Blick vom Weg zwischen Hammen und Pefferköver Holz: Sünger Berg (ganz li.), Löhberg (mi.) und Berg bei Hammen (re.) (2021)
Blick vom Weg zwischen Hammen und Pefferköver Holz: Berge bei Hammen (li.) und Schlüsselberg (re.) (2021)
Blick vom Weg zwischen Hammen und Pefferköver Holz: Löhberg in Bildmitte. Lins daneben Sünger Berg (2021)
Der Berg bei Hammen. Links sieht man unten Kapellensüng und oben Frielingsdorf. (2021)
Löhberg. Davor Weg aus dem Pefferköver Holz nach Kapellensüng. Rechts am Bildrand: Unten Kapellensüng, oben Frielingsdorf (2021)
Löhberg (li.) und Berg bei Hammen (re.). In der Mitte: Unten Kapellensüng, oben Frielingsdorf (2021)
Löhberg (li), Kapellensüng mit Kirche (mi.), Berg bei Hammen (2021)
Löhberg (li), Kapellensüng mit Kirche (mi.), Berg bei Hammen. Im Hintergrund: Andere Sülztalseite Richtung Brochhagen (li.) und Hönighausen (re.). Links neben Kirchturm: Fichten-Kahlschlagfläche 2020/21 wegen Borkenkäfer (2021)
Nackenberg bei Roderwiese vom Hang an der östlichen Spitze des Stelbergs fotografiert (April 2021)
Nackenberg bei Roderwiese von der Straße von Oberfeld nach Roderwiese fotografiert (April 2021)
Blick auf den Sünger Berg unterhalb von Unterbüschem auf der Straße über Bonnersüpng nach Hartegasse. Hier treffen der Sünger Bach und der Marsiefen aufeinander (Mai 2021)
Blick auf Sünger Berg (li) und Löhberg (re) von der Straße Unterbüschem über Bonnersüng nach Hartegasse (Mai 2021)
Rinder auf einer Weide beim Sünger Berg. In der Mitte die Straße von Unterbüschem (nach rechts) bzw. Hartegasse (nach links). Hinter der Straße die Wiese hinter dem Löhberg (Mai 2021)
Rinder auf einer Weide beim Sünger Berg. Hinter diesem „Steg“ liegt Unterbüschen (Mai 2021).
Rinder auf einer Weide beim Sünger Berg. (Mai 2021).
Blick vom Weg unterhalb von Unterbüschem auf Stelberg (li) und Sünger Berg (re) (Mai 2021)
Erhebung bei Hammen vom Fuß des Löhbergs gesehen (2021)
Blick aus dem Pefferköver Holz Richtung Schlüsselberg (links). Im Hintergrund sieht man bis zum Industriegebiet Klause und auf die gegenüberliegende Seite des Sülztals zum Mobilfunkturm auf dem Brungerst (Mai 2021)
Heibachtal mit Blick zum Brungerst bei Lindlar (Mai 2021)
[275] Blick vom Löhberg auf den Berg bei Hammen (Mitte Mai 2021)
[276] Laubwald auf dem Gipfel des Löhbergs (Mitte Mai 2021)
[277] Löhberg (Mitte Mai 2021)
[278] Erhebungen bei Hammen (li) und Schlüsselberg (re) (Mitte Mai 2021), wie [272]
[284] Stelberg von Oberbüschem (Weg nach Buchholz) (Mai 2021)
[303] Gemähte Wisen am Stelberg von Oberbüschem (Weg nach Buchholz) aus gesehen (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[305] Mäharbeiten auf den Wiesen zwischen Oberbüschem und Buchholz (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[306] Wiesen bei Oberbüschem Richtung Buchholz (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)