Archiv der Kategorie: Lindlar

Flora der Sünger Berge (Früjahr 2021)

Alle Fotos entstanden in den Monaten April und Mai 2021 bei Lindlar-Stelberg, -Bonnersüng, -Hartegasse, -Oberbüschen, -Unterbüschem, -Ohl, -Kapellensüng sowie auf dem Sünger Berg, dem Löhberg und dem Stelberg.

Veilchen am Wegesrand bei Stelberg (Mitte April 2021, bei 11 Grad C)
… am Wegesrand bei Bonnersüng (Mitte April 2021, bei 12 Grad C)
… am Wegesrand bei Bonnersüng (Mitte April 2021, bei 12 Grad C)
… am Wegesrand bei Bonnersüng (Anfang Mai 2021)
Vogelmiere am Wegesrand auf dem Stelberg (Mitte April 2021, bei 12 Grad C)
Vogelmiere am Wegesrand auf dem Stelberg (Mitte April 2021, bei 12 Grad C)
Immergrün am Wegesrand auf dem Stelberg (Mitte April 2021, bei 12 Grad C)
Immergrün am Wegesrand auf dem Stelberg (Mitte April 2021, bei 12 Grad C)
Schlehenblüten (Schwarzdorn) am Wegesrand bei Hartegasse (Mitte April 2021, bei 12 Grad C, Ende April waren die Blüten fast alle Weg, die Blätter war da). Blüten im April vor dem Laub, beim Verwandten Weißdorn, die im Mai blühen, sieht man Blüten zusammen mit Laub.
Schlehenhecke (Schwarzdorn) am Wegesrand bei Hartegasse (Mitte April 2021, bei 12 Grad C). Gut besucht von Bienen und Hummeln.
Schlehenblüten (Schwarzdorn) am Wegesrand bei Hartegasse (Mitte April 2021, bei 12 Grad C)
Schlehen (Schwarzdorn) am Wegesrand bei Hartegasse (Anfang Mai 2021)
Sumpfdotterblumen im sumpfiges Gelände beim Büschener Bach (April 2021)
Sumpfdotterblumen im sumpfiges Gelände beim Büschener Bach (April 2021)
Sumpfdotterblumen im sumpfiges Gelände beim Büschener Bach (April 2021)
Brennnesseln oberhalb von Hartegasse (Mai 2021)
Brennnesseln oberhalb von Hartegasse. Hier sieht man auch die Brennhaare (Mai 2021)
Weiße Taubnesseln am Wegesrand beim Büschemer Bach (April, 2021)
Weiße Taubnesseln am Wegesrand beim Büschemer Bach. Sind den Brennnesseln im Aussehen ähnlich, aber nicht verwandt (April, 2021)
[320] Weiße Taubnessel bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[319] Blüte einer Weiße Taubnessel bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[318] Käfer (meine Vermutung: Bibernellen Blütenkäfer) auf einer Blüter einer Weißen Taubnessel bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
Gewöhnliche Goldnesseln am Wegesrand an der Sülz bei Ohl (Mai 2021)
Gewöhnliche Goldnesseln am Wegesrand an der Sülz bei Ohl (Mai 2021)
Gewöhnliche Goldnesseln am Wegesrand an der Sülz bei Ohl (Mai 2021)
Silberblättrige Goldnessel (Gartenpflanze, wahrscheinlich wurde diese Art aus der „echten“ Gewöhnliche Goldnessel) am Straßenrand in Kapellensüng (Mai 2021)
Silberblättrige Goldnessel (Gartenpflanze) am Straßenrand in Kapellensüng (Mai 2021)
Obstbaum am Fuß des Stelberg (April 2021)
Obstbaum am Fuß des Stelberg (Mitte Mai 2021)
[302] Obstbaum am Fuß des Stelberg (Ende Mai 2021)
Obstbaum am Fuß des Stelberg (April 2021)
Fahn am Wegesrand oberhalb von Unterbüschem (Mai 2021)
Fahn am Wegesrand oberhalb von Unterbüschem (Mai 2021)
Fahn am Wegesrand oberhalb von Unterbüschem (Mai 2021)
Fahn am Wegesrand oberhalb von Unterbüschem (Mai 2021)
[328] Fahn am Stelberg (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
Löwenzahn und Pusteblume am Wegesrand oberhalb von Unterbüschem (Mai 2021)
Pusteblume am Wegesrand oberhalb von Unterbüschem (Mai 2021)
Pusteblume am Wegesrand oberhalb von Unterbüschem (Mai 2021)
[331] Pusteblume bei Stelberg (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)

Löwenzahn am Wegesrand oberhalb von Unterbüschem (Mai 2021)
Löwenzahn mit Hummel am Wegesrand bei Oberbüschem (Mai 2021)
[323] Löwenzahn bei Stelberg (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
Gänseblümchen auf einer Wiese bei Stelberg (Mai 2021)
Ginster am Löhberg (Mai 2021)
Ginster am Löhberg (Mai 2021)
Ginster am Löhberg (Mai 2021)
Ginster am Löhberg (Mai 2021)
[324] Ginster bei Stelberg (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[325] Ginster bei Stelberg (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[327] Ginster bei Stelberg (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
Moos auf dem Löhberg. Rechts von der Buche wächst Frauenhaarmoos (Mai 2021)
Frauenhaarmoos auf dem Löhberg (Mai 2021)
Frauenhaarmoos auf dem Löhberg (Mai 2021)
Frauenhaarmoos auf dem Löhberg (Mai 2021)
Wiesenschaumkraut an der Straße beim Löhberg (Mitte 2021)
Wiesenschaumkraut an der Straße beim Löhberg (Mitte 2021)
Wiesenschaumkraut an der Straße beim Löhberg (Mitte 2021)
Wiese bei Stelberg (Mai 2021)
Wiese bei Stelberg (Mai 2021)
Frauenmantel am Wegesrand bei Oberbüschem (Mai 2021)
Frauenmantel am Wegesrand bei Oberbüschem (Mai 2021)
Obstbaum am Sünger Berg, „In der Hütte“ beim Sünger Bach (Mai 2021)
Sauerklee (früher auch als „Kuckucksmmos“ bezeichnet) bei Bonnersüng (Mai 2021)
Weißklee bei Bonnersüng (Mai 2021)
[272] Klee (Wiesenklee, Rotklee) am Sünger Berg (Mitte Mai 2021)
[273] Klee (Wiesenklee, Rotklee) am Sünger Berg (Mitte Mai 2021), wie [272]
[274] Klee (Wiesenklee, Rotklee) am Sünger Berg (Mitte Mai 2021), wie [272]
[293] Klee (Wiesenklee, Rotklee) oberhalb von Hartegasse (Mai 2021)
[294] Klee (Wiesenklee, Rotklee) oberhalb von Hartegasse (Mai 2021)
[295] Klee (Wiesenklee, Rotklee) oberhalb von Hartegasse (Mai 2021)
Sauerampfer bei Bonnersüng (Mai 2021)
Sauerampferblüten bei Bonnersüng (Mai 2021)
[250] Zypressen-Wolfsmilch am Wegesrand bei Bonnersüng (Mai 2021)
[249] Zypressen-Wolfsmilch am Wegesrand bei Bonnersüng (Mai 2021), wie [250]
[248] Zypressen-Wolfsmilch am Wegesrand bei Bonnersüng (Mai 2021), wie [250]
[251] … am Wegesrand bei Bonnersüng (Mai 2021)
[252] … am Wegesrand bei Bonnersüng (Mai 2021), wie [251]
[253] … am Wegesrand bei Bonnersüng (Mai 2021), wie [251]
[254] Wiesen-Kerbel am Wegesrand bei Bonnersüng (Mai 2021)
[296] Wiesen-Kerbel am Straßenrand bei Unterbüschem (Mai 2021)
[314] Wiesen-Kerbel bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[315] Wiesen-Kerbel bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[316] Wiesen-Kerbel bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[317] Wiesen-Kerbel bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[255] … am Wegesrand bei Bonnersüng (Mai 2021)
[256] Buche am Wegesrand bei Bonnersüng (Mai 2021)
[265] Buche am Sünger Berg (Mitte Mai 2021)
[291] Buchenwald auf dem Westhang des Sünger Bergs (Mai 2021)
[259] … am Sünger Berg (Mitte Mai 2021)
[262] Rinder einer Eiche am Sünger Berg (Mitte Mai 2021)
[264] Rinder einer Fichte am Sünger Berg (Mitte Mai 2021)
[263] Kleine Fichte am Sünger Berg (Mitte Mai 2021)
[328] Fichtenzweig bei Stelberg (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[329] Fichtenzweig bei Stelberg (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[266] Stamm einer Birke auf dem Sünger Berg (Mitte Mai 2021)
[322] Birke bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[267] Stamm einer Kiefer auf dem Sünger Berg (Mitte Mai 2021)
[268] Rinder einer Kiefer auf dem Sünger Berg (Mitte Mai 2021)
[269] Rinder einer Kiefer auf dem Sünger Berg (Mitte Mai 2021)
[290] Pilz (Rotrandiger Baumschwamm, Fichtenporling, vgl. https://pilzbuch.pilzwelten.de/rotrandiger-baumschwamm/fomitopsis-pinicola.html, https://de.m.wikipedia.org/wiki/Baumschwammverwandte) an einer Kiefer auf dem Sünger Berg (Mai 2021)
[270] Wilde Brombeere am Sünger Berg (Mitte Mai 2021)
[271] Wilde Brombeere am Sünger Berg (Mitte Mai 2021), wie [270]
[280] Waldbeeren bei Unterbüschem (Mai 2021)
[281] Waldbeeren bei Unterbüschem (Mai 2021)
[282] Wiese bei Stelberg mit Sauerampfer (Mai 2021)
[283] Wiese bei Stelberg mit Sauerampfer (Mai 2021)
[285] Am Weg nm Löhberg nach Kapellensüng (Mai 2021)
[286] Am Weg nm Löhberg nach Kapellensüng (Mai 2021)
[287] Am Weg nm Löhberg nach Kapellensüng (Mai 2021)
[288] Am Weg nm Löhberg nach Kapellensüng (Mai 2021)
[289] Am Weg nm Löhberg nach Kapellensüng (Mai 2021)
[297] Pilz an einem Kirchbaum (?) bei Oberbüschem (Mai 2021)
[298] Pilz an einem Kirchbaum (?) bei Oberbüschem (Mai 2021)
[299] Acker-Stiefmütterchen bei Stelberg (Ende Mai 2021)
[300] Acker-Stiefmütterchen bei Stelberg (Ende Mai 2021)
[301] Bei Stelberg (Ende Mai 2021)
[307] Bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[308] Bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[309] Bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[310] Bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[311] Bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[312] Gundermann bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[313] Gundermann bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
[321] Hahnenfuß bei Oberbüschem (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)

Wird fortgesetzt mit Flora der Sünger Berge (Sommer 2021).

Federn

Vogelfeder auf dem Osthang des Stelbergs gefunden.

Links die Originalfeder, rechts meine Zeichnung. „Feder vom Stelberg“ klingt etwas blöd, „vom Stelberg“ gibt den Fundort an 🙂
Spitze der Feder.
Feder am Fundort (Foto: Karoline Sahler-Wirz, Ende Mai 2021)
Skizzen einer bei Bonnersüng gefunden Vogelfeder (Juni 2021)
Gefunden bei Bonnersüng (li) und bei Unterbüschem (re) (Anfang Juli 2021)

Kohlmeise am Futterplatz

Regelmäßig schauen die Kohlmeisen beim Futterplatz vorbei. Ihre Lieblinge sind die Mandelstücke. Diese holen sie sich aus dem Futterhäuschen und knabbern an diese auf dem Zaun vor dem Häuschen. Immer wieder unterbrochen von Blicken in die Umgebung („Sind Katzen oder größere Vögel oder gar Menschen in der Nähe?“)

Die Fotoserie zeigt die Kohlmeise am Futterhäuschen.

Erinnerung an NaturZeit Lindlar (2007 – 2010)

Bereits 2005 beschäftigte ich mich zu Beginn meines Masterstudiums Erwachsenenbildung mit Naturerfahrung sowie Zeichnen in der Natur. Dabei fand ich das Flow Learning nach Joseph Cornell:

  1. Begeisterung wecken
  2. Konzentriert wahrnehmen
  3. Unmittelbare Erfahrung
  4. Andere an den Erfahrungen teilhaben lassen.

Ich formulierte dies 2005 so:

  1. Ankommen in der Natur
  2. Aktivitäten in der Natur
  3. Entspannen in der Natur
  4. Erinnern an die Natur.

Damals hatte ich die Webseite Coverwork.de auf der ich meine Ideen festhielt.

Screenshot der Webseite www.coverwork.de von 2005 „Naturerlebnis und Medienbildung im Bergischen Land“.

Zum Zeichnen in der Natur schrieb ich 2005:

„Zeichnungen haben den Vorteiul, dass man sich während der Erstellung intensiv mit dem Objekt beschäftigen muss. Beim Zeichnen stellt man fest wie komplex z.B. eine Pflanze aufgebaut ist. Als Zeichenanfänger hat man allerdings das Problem, dass man nicht die Techniken beherrscht, wie beispielsweise eine Pflanze perspektivisch korrekt gezeichnet wird. Da diese Techniken in der Regel viel Übung erfordern, ist hier die intensive Beschäftigung mit dem Objekt wichtiger. […] Die unzureichende Zeichenerfahrung soll die Teilnehmer nicht davon abhalten. Würde der Zeichenanfänger seinen Fokus auf die Zeichentechnik, also auf Perspektive und Schraffur legen, dann würde dies ihn möglicherweise zu sehr vom eigentlichen Thema ablenken und die ganze Veranstaltung würde mehr in die Richtung eines herkömmlichen Zeichenkurs gehen. Der Unterschied zu einem Zeichenkurs ist in der Gewichtung zu sehen. Während dort das Erlernen der Zeichentechnik im Mittelpunkt steht, sollen hier die Formen der Natur im Mittelpunkt stehen.“

Zum Fotografieren in der Natur schrieb ich 2005:

„Beim Fotografieren von Landschaften, Pflanzen oder Tieren steht das bewußte Auseinandersetzen mit Objekten in der Natur im Vordergrund. Mit Hilfe der Fotografien kann eine spätere Dokumentation genauer werden. Wahrnehmen und bewußtes Sehen sind hier wichtig.“

Projekt Lernort Gemeinde in Lindlar

Als Student der Erwachsenenbildung an der Technischen Universität Kaiserslautern war ich begeistert als im Januar 2007 in Lindlar das Projekt „Lebenswertes Lindlar“ startete. In diesem Rahmen wollte ich ein Naturprojekt anstoßen. Um weitere Interessierte zu gewinnen schrieb ich auf mein Flipchart-Plakat u.a.: „Wanderungen mit offenen Augen“, „Zeichnen in der Natur“, „Bewußtes Wahrnehmen von Schönheit und Problemen in der Natur“, „Themenwanderungen/Erkundungen“.

Später formulierte ich dies: „Unter einer bestimmten Fragestellung machen wir eine Erkundung in die Natur. Da es für uns eine Fragestellung ist, begeben wir uns auf Neuland. Die bei der Erkundung aufgetretenen Fragen können evtl. direkt gemeinsam geklärt werden oder man verabredet sich zu einer Nachbesprechung. Fotos, Zeichnungen können uns unterstützen.“

Daraus wurde über den Zwischenschritt „Zeit für Natur“ schließlich „NaturZeit“.

„Lebenswertes Lindlar wurde 2007 vom Katholischen Bildungswerk im Oberbergischen Kreis und vom Pfarrverband Lindlar zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements ins Leben gerufen. Ein Projekt innerhalb von „Lebenswertes Lindlar“, aus dem nun die Initiative NaturZeit hervorging, beschäftigt sich mit Naturentfremdung und Naturerfahrung. Entwickelt wurde die Idee, gemeinsam die Natur in Lindlar und Umgebung zu entdecken. Dabei will NaturZeit den Dingen auf den Grund gehen, aber auch mal schlicht die Natur genießen.

NaturZeit beschränkt sich bei den Naturerkundungen auf einen eng begrenzten Raum, denn die intensive Erfahrung steht im Vordergrund. In die Natur, nicht durch die Natur zu gehen und sich dabei Zeit zum Austausch zu nehmen, lautet das Motto der Initiatoren, die sich weniger als Lehrer, sondern als Mitlerner sehen, die diese neue Form der gemeinschaftlichen Naturerfahrung ermöglichen wollen.“ (offizieller Text)

NaturZeit-Flyer 2008 (1)
NaturZeit-Flyer 2008 (2)

Ab 2008 begannen wir mit unseren Naturerkundungen in Lindlar, die bis 2010 fortgesetzt wurden.

Unterwegs mit der NaturZeit (2008)

Der Wald verschwindet? Dürre nach 2018

Die Dürre begann im Jahr 2018. „Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) fiel im Oktober mit 28 Litern pro Quadratmeter nur halb so viel Regen wie im langjährigen Durchschnitt.“ [1] Diese Entwicklung hatte aber bereits im Frühjahr begonnen. Im April fielen nur 35 Liter/qm statt den üblichen 58 Liter/qm, also 60 % weniger [1]. „In Wittenberg in Sachsen-Anhalt fiel im Mai nur 0,4 Liter Regen pro Quadratmeter, ein Prozent der üblichen Menge. Ähnlich war es im Juni, Juli und August: Vor allem in der Mitte und im Norden Deutschlands war es viel zu trocken.“ [1] 2019 ging es so weiter, weltweit war beispielsweise der Juni 2019 „der wärmste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen“ [2]. Und 2020 fing das trockene Wetter bereits im März an. Hier im Bergischen Land konnte man den Fichtenwäldern beim Austrocknen zusehen. Die ersten Rodungsarbeiten begannen. Es wurde von „285.000 Hektar verlorenen Wald“ [3] gesprochen (vgl. Pressemitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft [4] und [5]. Also rund 285.000 Hektar von 11,4 Millionen Hektar [6] Wald in Deutschland haben ein Problem.

Dürrefotos

Beim Brungerst oberhalb von Lindlar (September 2020)
Fichten oberhalb von Lindlar (September 2020)
Fichten beim Industriepark Klause (September 2020)
Fichte bei Lindlar (September 2020)
Fichten beim Brungerst (September 2020)
Gefällte und noch nicht gefällte Fichten im Sülztal (September 2020)
Gefällte Fichten auf dem Löhberg bei Süng (Mai 2021)
Rodungsfläche Pefferköver Holz (Mai 2021)
Rodungsfläche Pefferköver Holz (Mai 2021)
Rodungsfläche am Stelberg bei Roderwiese (April 2021)
Rodungsfläche bei der Ruine Neuenberg, Blick nach Ruine Eibach (Februar 2021)
Blick von Stelberg auf die Rodungsflächen auf dem Vogelsberg im Breuntal (Frühjahr 2021)

Forschungen und Planungen, wie der Wald in der Zukunft aussehen könnte, haben begonnen. Aber dies ist gar nicht so einfach, den während „sich die Landwirtschaft mit ihren einjährigen Kulturen relativ schnell auf Trockenheit einstellen kann, rechnet die Forstwirtschaft mit Planungszeiträumen von 100 Jahren und mehr. Bereits heute müssen Entscheidungen gefällt werden, die das Aussehen des Waldes der Zukunft betreffen (Thünen-Institut – Bundesforschungsinstitut für
Ländliche Räume, Wald und Fischerei, https://www.thuenen.de/de/thema/wasser/wassermangel-in-deutschland/wassermangel-gefahr-fuer-den-wald/).

Wassermanagement

Zum Wassermanagement im Wald sagte Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz beim WWF Deutschland:

„Wir können kurzfristig nicht beeinflussen, wie viel Regen fällt. Wir können allerdings das verfügbare Wasser besser in der Landschaft halten, um so die die Widerstandsfähigkeit des Waldes zu stärken und Waldbränden vorzubeugen. Dafür müssen wir Entwässerungsgräben im Wald schließen, Wälder in Laubmischwälder umbauen und mehr Totholz im Wald belassen“ (https://www.wwf.de/2020/maerz/mehr-wasser-fuer-den-wald). Durch Schließen der Entwässerungsgräben könne so Heinrich der Grundwasserspiegel angehoben werden. Als Beispiel wird der naturnahe Wald des Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin genannt. Entwässerungsgräben sind in Norddeutschland verbreitet. In den Mittelgebirgen eher weniger. „In den Mittelgebirgen, wird sehr viel Wasser abgeleitet durch die von Lkw befahrbaren Wege und die Gräben, die es dazu gibt, aber auch über Rückegassen zum Beispiel. Und langfristig hilft auch Totholz, Wasser zu binden, weil aus Totholz wird Humus, und Humus ist wie ein wunderbarer Schwamm, der sehr lange Wasser halten kann und dann eben auch langsam abgeben kann“ (https://www.deutschlandfunk.de/zustand-deutscher-waelder-auch-buchenwaelder-und-eichen.694.de.html?dram:article_id=475483), meint Stefan Adler vom Nabu.

Nicht nur in Dürrezeiten gibt es Probleme, sondern auch bei feuchten Monaten wie es der Juli 2021 in der ersten Hälfte war oder bei lang anhaltenem Regenfällen wie am 14. Juli 2021. Die Bäche müssen dann zuviel Wasser befördern, soviel das sie sich in Flüsse verwandeln und über die Ufer treten. Zuwenig Wasser und zuviel Wasser erscheinen so als zwei Seiten einer Medaille. Das Halten des Wassers für Dürreperioden könnte auch in Regenphasen helfen.

Der „See“ bei Bonnersüng zwei Tage nach dem Hochwasser vom 14. Juli. Dieses Wasser lief nicht weiter zur Sülz, sondern versickerte hier.

[1] Trockenheit in Deutschland (Süddeutsche Zeitung, 14.11.2018)
[2] Der heiße Juni und seine Folgen (Süddeutsche Zeitung, 03.07.2019)
[3] Die verborgene Dürre (Der Spiegel-Online, 20.12.2020)
[4] 285.000 Hektar Wald in Deutschland geschädigt (Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, 26.08.2020)
[5] Massive Schäden – Einsatz für die Wälder (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, gesehen 21.05.2021)
[6] Ergebnisse der Waldzustandserhebung 2020: Schäden haben weiter zugenommen (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, , gesehen 21.05.2021)

Aufschluß bei Untersteinbach

Ein Aufschluß zeigt einen Anschnitt des geologischen Untergrunds. Solche Aufschlüsse können ganz natürlich entstehen, z.B. sieht man sie an Steilküsten oder durch Eingriffe in die Natur beim Straßenbau oder in Steinbrüchen und Baugruben. Hier ist ein kleiner Steinbruch (vgl. https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-276881) an der Straße zwischen Lindlar-Untersteinbach und -Heibach.

Kleiner Aufschluß bei Hönighausen

Ein Aufschluß zeigt einen Anschnitt des geologischen Untergrunds. Solche Aufschlüsse können ganz natürlich entstehen, z.B. sieht man sie an Steilküsten oder durch Eingriffe in die Natur beim Straßenbau oder in Steinbrüchen und Baugruben. Hier ist es wohl ein ganz kleiner Steinbruch.

Bild 1 (2021)
Bild 2 (2021)
Bild 3: Der Bär ist los (2018)
Bild 4: Der Bär brüllt (2018)